Naja, so kompliziert ist das nicht.
Einen Pulldown bzw. Pullup brauchst du überall da, wo ein hochohmiger
Eingang "floatet" (oder "high-z" ist).
Ein kleines elektromagnetisches Feld in der Luft kann dann ausreichen,
damit am Eingang ein Rauschen von logischen nullen und einsen entsteht.
Um das zu verhindern und dem Eingang ein eindeutiges Defaultsignal zu
geben, installiert man diesen Pulldown oder Pullup.
Je niederohmiger dieser Widerstand ist, desto definierter ist das
Signal, jedoch fließt mehr Strom, wenn das dem Pull-Widerstand
gegenläufige Signal anliegt = schlecht bei Batteriebetrieb.
Je hochohmiger dieser Widerstand ist, desto weniger robust ist das
Signal wiederum gegen Störeinstrahlung.
In der Praxis gilt es also einen vernünftigen Kompromiss zwischen diesen
beiden Nachteilen zu finden, und daher sind gängige Pullups bzw.
Pulldowns immer im Bereich von 1k bis 100k angesiedelt.
Bei vielen ICs steht im Datenblatt, welche Werte man verwenden sollte um
einen sicheren Betrieb zu gewährleisten.
z.B. ist am I2C Bus 2.2k Standard als Pullup.
Für general I/Os nehme ich bei VCC=3.3V oder 5V immer sowas wie 10k oder
33k. Das funktioniert.
Ein anderer Anwendungsbereich ist das Terminieren von Signalleitungen
oder Bussen.
Das wird überall da ein Thema, wo Signale mit hohen Frequenzen oder über
längere Strecken gehen. Das war aber in deinem Fall glaube ich nicht die
Frage. Da wird es dann auch komplizierter...