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Forum: FPGA, VHDL & Co. VHDL/FPGA/Xilinx Lehrgang/Workshop


Autor: Andreas B. (loopy83)
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Hallo,

ich arbeite mich derzeit in ein Projekt ein und habe leider sehr sehr 
wenig Erfahrung mit FPGA Programmierung, VHDL und solchen Sachen.

In meinem Projekt soll ein Xilinx Spartan 3A DSP verwendet werden.

Meine Frage ist nun, wer schon mal einen solchen Grundlagen Lehrgang 
besucht hat, wo dieser stattgefunden hat, welche Inhalte vermittelt 
wurden und ob dieser empfehlenswert ist oder nicht.

Von den Inhalten hatte ich mir so etwas vorgestellt, Grundlagen bis hin 
zu anspruchsvolleren praktischen Beispielen.
http://www.plc2.de/deutsch/education/pdfs/met_pro_vhdl.pdf

Das die Sache nicht billig wird ist mir bewußt. Ich Rechne incl. 
Übernachtung etc. mit mehr als 3000€. Aber ich hoffe, dass ich meinen 
Chef von der Notwendigkeit überzeugen kann. Da wäre es nur eben passend, 
einen guten und lohnenswerten Lehrgang zu finden. Ein konkreter 
Vorschlag ist ja bekanntlich immer gut.

Deswegen freue ich mich auf einen Erfahrungsaustausch von Leuten, die 
einen solchen Lehrgang schon besucht haben :)

Vielen Dank

MfG Andreas

Autor: walle (Gast)
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Bist Du Dir sicher, dass Du das in VHDL lösen möchtest?

Ich persönlich mache die Signalverarbeitung unter Matlab/Simulink mit 
SystemGenerator.

Autor: S. (Gast)
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Hi,

ich habe im letzten Herbst den Lehrgang beim PLC2 in Freiburg 
mitgemacht. Hatte zwar VHDL im Studium, aber der Kurs hat wirklich was 
gebracht.
Ich weiß nicht wie groß Deine VHDL Kenntnisse sind, aber meinerseits hat 
es sich gelohnt. Es gibt recht viele Folien die es als fetten Ordner zum 
Mitnehmen gibt. Im Grunde reichen diese Folien dann erstmal fürs weiter. 
Aber richtig VHDL lernt man dann erst in dem Projekt, die Schulung kann 
nur Grundlagen vermitteln. Richtig ist auch, dass kein richtig 
praxisnahes VHDL Buch gibt. Die meisten Büchern sind von Profs. 
geschrieben, die selber nie ein richtiges Projekt behandelt haben.
Worauf mir ein wenig zu wenig eingegangen worden ist, ist Simulation und 
Schaltungstricks ala Einsynchronisieren. Aber dafür gibt es noch weitere 
Kurse, wenn ich meinen Chef noch überregen kann, werde ich diese Kurse 
wohl auch machen. Bei uns waren bis jetzt 2x2 Leute beim PLC2, beide bei 
verschiedenen Dozenten. In Punkte synchrones Design und Resets und 
saubere Programmierung gibt es da leichte Unterschiede bei den Dozenten. 
Aber grundsätzlich lohnt es sich, bei uns werden wohl noch drei weitere 
Leute dahingehen.
Wenn Ihr aber Xilinx Software habt oder kaufen wollt, lohnt es sich hier 
Credit-Points/Schulungspunkte zu kaufen, mit denen die Schulung bezahlt 
werden kann.

Autor: Andreas B. (loopy83)
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Hallo,

Naja, aber wie bekomme ich dann die Matlab Geschichte "in Hardware 
gegossen"?

Realisiert werden soll nicht nur die Simulation, sondern am Ende soll 
eine funktionsfähige Platine stehen, die die geforderten Aufgaben lösen 
kann.

Bitte klär mich auf, wenn ich einen Denkfehler habe und es noch andere 
Möglichkeiten gibt.

MfG Andreas :)

Autor: SuperWilly (Gast)
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Das hängt alles davon ab, was genau Du an Signalverarbeitung machen
möchtest.
Was genau möchtest du denn machen ? Schon eine Idee ?

Gruß,
SuperWilly

Autor: walle (Gast)
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>Naja, aber wie bekomme ich dann die Matlab Geschichte "in Hardware
>gegossen"?

Also entweder kannst Du direkt bit-files erzeugen (nicht zu empfehlen) 
oder du machst eine netlist und gehst dann in die ISE. Der SysGen legt 
automatisch ein Projekt an, da kannst Du dann alles zusammenführen (UCF, 
VHDL, SCH...)

Für einen Lehrgang kannst Du auch mal hier: 
http://www.avt-ilmenau.de/dl_seminare.php gucken.

Autor: Andreas B. (loopy83)
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SuperWilly wrote:
> Was genau möchtest du denn machen ? Schon eine Idee ?
Ich habe ein Projekt mit AMCC PPC und Xilinx FPGA Startan 3A DSP, einem 
CCD Sensor von Kodak und möchte eine Art Kamera bauen. Also sequenzielle 
Datenverarbeitung.

CCS Sensor => AD-Wandler => FPGA => DDR2 RAM und der PPC holt sich die 
Daten dann aus dem RAM, wenn er die Bilder braucht und organisiert dann 
die Weiterverarbeitung bzw. die Schnittstelle zu anderen Komponenten.

So sieht in ganz groben Zügen mein Projekt aus :)

Vielen Dank für die hilfreichen Antworten...

Autor: S. F. (deffman)
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Hey,

also wenn du ein bisschen Zeit zum einlernen hast, dann kann ich dir nur 
das Buch "Entwurf von digitalen Schaltungen und Systemen mit HDLs und 
FPGAs"  von Frank Kesel empfehlen. Das Buch ist echt eines der Besten 
das ich bisher gelesen habe (und das habe ich während meines Studiums 
schon einige über VHDL ;) Es sind sehr viele Beispiele vorhanden und ist 
sehr verständlich geschrieben. Außerdem gibt es einen Abschnitt in dem 
häufige Fehler von Anfängern beschrieben sind, und wie man diese 
vermeidet. Zudem ist auch ein Kapitel über SystemC vorhanden.

Gruß Stefan

Autor: SuperWilly (Gast)
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Um auf deine Ursprungsfrage zurück zu kommen:

Ich würde an Deiner Stelle in jedem Fall das von Dir genannte Seminar 
besuchen, und die Matlab-Geschichte erst einmal komplett vergessen, weil
sie Dir bei deiner Arbeit im ersten Moment überhaupt nicht weiterhelfen
wird. Erst einmal musst du dich mit FPGAs und VHDL beschäftigen.

Gruß,
SuperWilly

Autor: walle (Gast)
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>Ich würde an Deiner Stelle in jedem Fall das von Dir genannte Seminar
>besuchen, und die Matlab-Geschichte erst einmal komplett vergessen, weil
>sie Dir bei deiner Arbeit im ersten Moment überhaupt nicht weiterhelfen
>wird. Erst einmal musst du dich mit FPGAs und VHDL beschäftigen.

Also das stimmt so nicht!

Fakt ist auf jeden Fall, dass es mit VHDL keine Zusatzkosten gibt (wie 
Matlab/Simulink + SystemGenerator). Für die Anbindung des RAM ist auch 
VHDL zu empfehlen.
Aber die Signalverarbeitung wäre in Matlab/Simulink hervorragend zu 
lösen. Ich persönlich bevorzuge diese graphische Variante sehr. Und man 
kommt sehr sehr weit ohne VHDL.

Autor: SuperWilly (Gast)
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Ich denke, dass ein erster wesentlicher Teil deiner Aufgabenstellung
sich um einen DDR2-Speichercontroller drehen wird. Und das lässt sich
definitiv nicht mit MATLAB lösen. Gibts leider keinen GENERATE 
VHDL-Button
für ;O)
Erst wenn dein Datenpfad etabliert ist, kann man sich Gedanken um
die Verfeinerung der Signalverarbeitung machen. Aber wie gesagt: Das 
wäre
erst der zweite Schritt!
Fazit: VHDL-Seminar besuchen, DDR2-Controller (IP-Core) in Betrieb 
nehmen, FPGA-PPC-Schnittstelle in Betrieb nehmen, VHDL-Design 
simulieren. DANN  kann man sich Gedanken darüber machen, ob MATLAB für 
die eigentliche/weitere Highlevel-Entwicklung eingesetzt werden 
kann/muss.

Gruß,
SuperWillly

Autor: Andreas B. (loopy83)
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Vielen Dank für die vielen hilfreichen Antworten!

Gibt es denn schon fertige Controller (IP-Cores), die man an seine 
Bedürfnisse anpassen kann? Oder muss alles selber in VHDL umgesetzt 
werden?

Aktuell ist das Projekt noch ein wenig unüberschaubar, mit meinem 
derzeitigen Wissen... das wollte ich eben ändern, dass ich mir selber 
mal einen Plan machen kann!

Dazu muss ich auch noch die schematics und einen Teil des PCB machen. 
Also eine eigene Platine entwerfe ich auch noch dazu.

Ihr seht schon, das ist ein Sack voller Arbeit :)

MfG Andreas

Autor: S. F. (deffman)
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Ne klar, von Xilinx gibts auch schon bei der freien ISE Version einiges 
an Language Templates und IP cores die du einbinden und anpassen kannst. 
Hier kannst dir mal nen Überblick verschaffen:

http://www.xilinx.com/ipcenter/index.htm

Aber wie schon vorher von Vorrednern erklärt, damit du die anpassen 
kannst, solltest du dich erst mal in VHDL einarbeiten um zu wissen was 
du da tust. Vor dem Kurs kannst du dir ja mal die kostenlose ISE Web 
version runterladen und schon mal ein paar Beispiele durcharbeiten.

Gruß
stefan

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