Hallo,
ich suche ein IC, das 3 Spannungen nach der Größe nach sortiert.
Natürlich könnte man das mittels AVR realisieren, das ist aber zu teuer
(und zu aufwändig), da ich mehr als >10 von diesen Dingern brauche.
Wieso, weshalb, warum möchtest du Spannungen "sortieren"?
Es gibt keine Spannungssortierer als Bauteil, weil das eine äußerst
exotische und eigenartige Aufgabenstellung ist. Was ist an einem AVR mit
drei ADC-Kanälen und drei PWM-Ausgängen teuer? Sind drei Komparatoren,
neun Analogschalter und die Logik dazu wirklich preiswerter?
soll denn der ausgang aus 3 analogen signalen bestehen, die sortiert
sind, oder soll in binärer darstellung angegeben werden, welcher der
eingänge die höchste spannung aufweist?
Ich kenne sowas auch als ,Fensterdiskriminator'.
Allerdings verstehe ich die Aussage nicht, dass ein AVR dafür zu
teuer sei. Einen ATtiny13 bekommt man für weniger als EUR 1
selbst im Bastlerhandel. Ich bezweifle, dass eine analoge Lösung
nennenswert billiger zu haben ist (der ATtiny13 braucht außer dem
IC nur noch einen 100-nF-Kondensator).
Falls eine 1/3-2/3-Unterscheidung genügt, könnte man nochmal einen
Blick auf einen NE555 werfen.
> ich suche ein IC, das 3 Spannungen nach der Größe nach sortiert.
Also 3 Eingänge und 3 Ausgänge hat?
Mal doch mal eine kleine Skizze, was du willst.
Oder noch besser:
sag wozu und wofür du es brauchst und was damit angestellt werden soll.
@ MArtin
Wenn ich mir die Frage durchlese, frage ich mich was das soll!
Es ist schon erstaunlich, wie man um drei Ecken, auf einen
Fensterdiskriminator kommt. :)
Wohl deshalb weil der Fensterkomparator bei dieser offenen Fragestellung
des TE eine mögliche Lösung ist.
Sehen andere auch schon um 07.04.2009 20:50 so.
Wenn jemand schon 6 (!) Minuten nach der Frage auf eine Nachfrage /
weiterführende Antwort nicht eingeht, und sich dann auch am nächsten Tag
noch nicht wieder gemeldet hat, war's wohl nicht so wichtig.
Vielleicht auch nur ein Troll. Ich stelle jetzt auch mal eine
Troll-Frage, damit die Unterhaltung weitergeht:
"ich habe hier eine quarz mit 4 pin VCC GND OUT und NC...... im tut
haben die aba nur 2 pinne wie muss ich den conneckten?! HÜLFE!!! hab ma
probiert mit gnd und out an txal1 und 2 aba lässt sich nicht proggen die
hütte dann. warum gibt es zwei verschiedene quarze sonen mist."
Auch wenn der John wahrscheinlich nicht mehr mitliest: Ich habe seine
Fragestellung so interpretiert, dass die Schaltung drei Eingänge und
drei Ausgänge hat, und dass an den Ausgängen die gleichen Spannungen wie
an den Eingängen erscheinen, nur eben in sortierter Reihenfolge.
Wozu man so etwas brauchen könnte erschließt sich mir auch nicht, aber
nur so als Proof-of-Concept habe ich mal eine Schaltung angehängt, die
das Gewünschte evtl. tut (hab's aber nicht getestet).
Ich meine, irgendwo einmal ein IC mit deutlich mehr als vier Operations-
verstärkern gesehen zu haben, so dass die Schaltung tatsächlich mit
einem einzelnen IC (plus etwas Unkraut) realisierbar wäre.
Wenn jemand Lust hat, das aufzubauen oder zu simulieren, wäre ich am
Ergebnis interessiert :)
Die Widerstände sind übrigens unkritisch. So etwa 10k sollten ok sein.
@ yalu. Respekt. Selbst falls es murks ist : )
@ Gerhard: Ich brech zusammen, hehe... GENAU SO! 1a-Parodie. Oda sollt
ich eha "Verarsche" sagn, x) lolol g
Ich habe spaßeshalber die obige Schaltung mit Spice simuliert. Die
Operationsverstärker sind jeweils 1/4 LM324, die Dioden 1N4148 und die
Widerstände 10k. Die Versorgungsspannung beträgt ±12V. Als Testsignale
habe ich drei um jeweils 120° phasenversetzte Sinusse gewählt (oberes
Bild), so dass alle möglichen Permutationen
E0 < E1 < E2
E0 < E2 < E1
E1 < E0 < E2
E1 < E2 < E0
E2 < E0 < E1
E2 < E1 < E0
getestet werden. Das untere Bild zeigt die Ausgangssignale. Man sieht,
dass diese die gleichen Pegel wie die Eingangssignale haben und zu jedem
Zeitpunkt A0 >= A1 >= A2 ist. Die Schaltung funktioniert also tatsäch-
lich.
Unschön ist allerdings, dass abhängig von den Eingangssignalen immer
einige der Operationsverstärker übersteuern, was sie sehr langsam macht.
Schon bei 1kHz Signalfreqeuenz enstehen in den Ausgangssignalen deswegen
hässliche Fehler. Man kann das Übersteuern mit zusätzlichen Dioden und
Widerständen um die OPVs herum verhindern, dann wird die Schaltung
allerdings ein Stück komplizierter.
Aber es sollte ja, wie ich oben schon schrieb, nur ein Proof-of-Concept
sein ;-)