Ich hatte vorher Tintenstrahldrucker-Folien. Die hatte ich noch und die
habe ich jetzt mit einem HP Laserjet 5N bedruckt. obwohl die folie eine
tintenstrahldrucker folie war, verzog sie sich im laserdrucker fast gar
nicht. der ausdruck war mittelschwarz, halb ok aber nicht ganz ok.
ich habe die folie Tonerverdichtet. das spray hatte ich nicht, also habe
ich sie an den deckel von einer metaldose geklebt, und mit ein paar
tropfen aceton drin 6 stunden warten lassen.
das ergebnis ist perfekt, oder eher gesagt nur fast perfekt. der
ausdruck ist hinterher pechschwarz, so wie es sein soll. da aber die
tintenstrahldrucker folie kleine erhöhungen auf der oberfläche hat,
damit die tinte besser hält, sind kleine schwarze mini-punkte in den
pechschwarzen ausdruck, wo die Tonerverdichtung nicht funktionieren tut.
da es ehe die letzte tintenstrahl folie war, besorgte ich mir neue
Laser-Folien. Marke Geha F01 A4, 100my Hizestabilisierte Folie.
Das ergebnis ist erschreckend, die neue Folie ist vollständig neben der
kappe. Die angeblich hizestabilisierte folie verzieht sich dem ersten
anschein nach stärker als die alte tintenstrahl folie.
Der ausdruck ist mehr als doppelt so hell wie auf der tintenstrahl
folie, es sind kleine punkte und abrisse auf der folie, wo der toner
nicht gehalten hat.
entweder hat die firma überhaupt keine ahnung in der herstellung von
folien, oder sie verträgt sich mit dem Laserjet 5 überhaupt nicht.
Jetzt ist die frage:
Benutzt jemand für seine Platinen einen HP Laserjet 5N (möglichst noch
mit nachgefülltem Refilltoner) und hat eine Folie von einer Marke
getestet die gut sind?
Wie sind die Zweckform Folien? Sind die gut, oder braucht man eine mit
ner bestimmten Nummer, die richtig ist? Gibt es im Internet bestimmte
Folien, die gut sind und nicht so einen ärger machen? Oder hat jemand
auch diese Geha folien getestet und gemerkt, daß die zu schlecht sind?
Was meint ihr?
Ich wollte nach möglichkeit den Laserdrucker weiter benutzen, weil er
den tintenstrahlfolien nach zu urteilen ja offensichtlich nicht so
schlecht sein kann.
Ähm... Tintenstrahlfolien in nem Laserdrucker zu verwenden ist schlecht,
wenn nicht sogar tödlich für den Laserdrucker. Diese "Erhebungen" auf
der Tintenpisserfolie ist eine Art "Klebstoff", der die Tinte aufsaugt,
da die sonst nicht an der Folie haften würde. (Fahr einfach mal mit nem
nassen Finger drüber)
Dieser "Klebstoff" ist aber nicht sonderlich hitzebeständig. D.h. es
kann sein, dass dir (sofern nicht eh schon passiert) mal das Zeug an an
der Fixiereinheit pappen bleibt.
Ansonsten druck ich jede Vorlage 2x auf eine Folie (mit Eagle die
Platine kopieren); auf eine A4-Seite passen 2 Euro-Platinen;
Ausschneiden, übereinanderlegen und es ist perfekt lichtdicht. Mit nur 1
Folienschicht kann ich bei mir auch noch durchschauen.
ob 2mal übereinander legen ausreicht weiß ich noch nicht. ich habe schon
gemerkt, daß sich das blatt irre stark verzieht. so kann zwischen dem 1.
und dem 2. ausdruck soviel unterschied sein, daß es schon komisch danach
ist.
ich habe aber gemerkt, daß zufälligerweise einer der einzüge, also
diesmal der externe einzug so sauber arbeitet, daß 2. ausdrücke auf
einunddasselbe papier (folie) so sauber übereinander sind, daß das
dickere erscheinen der bahnen jetzt fast verzeihlich ist.
das funktioniert aber auch nur, wenn ich das blatt vorher schon 3mal
durchgeschickt habe, und nur 2mal übereinander drucke. spätestens beim
3. mal sieht die vorlage danach dadurch versaut aus. das es mit dem
überhaupt übereinander drucken funktioniert, ist warscheinlich ein
wunder.
ich werde mich also warscheinlich darauf einigen, diese zuviel besorgten
schlechten folien noch auf diese art zu verwenden, dann hab ich die
wenigstens noch irgendwie sinnvoll verwendet.
und dann kann ich, da ich ehe nur im jahr ganz wenige platinen mache,
das mit dem für teures geld nochmal folien kaufen zum glück noch ne
ganze zeit vor mir herschieben.
nachtrag2:
ich habs jetzt nochmal getestet. das zweimalige überdrucken auf einem
blatt klappt doch nicht immer. ist wohl glücksspiel, ob die blätter so
eingezogen werden, daß der ausdruck danach genau übereinander ist, oder
ob es fehlschlägt.
hingegen scheint das zweimalige übereinanderlegen, wie von dir erwähnt,
wohl zu gehen. die ausdrucke sind wohl gleichgenug. aber schwarz genug
ist es nur so gerade eben, könnte noch ne nummer besser sein. ich mache
morgen mal nen test, ob das ätzen denn mit den 2 übereinandergelegten
besser klappt, oder ob es schlecht wird.
da aber offensichtlich die schwärze des ausdrucks stark von der marke
der folie abhängt, wäre nachwievor eine folie interessant, die so gut
ist, daß sie wirklich immer ganz schwarz wird.
>...Ausschneiden, übereinanderlegen und es ist perfekt lichtdicht.
Für SMD mit 8 mil Leiterbahnen ist mir die Kantenschärfe dabei zu
schlecht.
Lichtdichte Vorlagen braucht man auch nicht unbedingt.
Bei richtig gewählter Belichtungszeit werden auch größere Masseflächen
gedruckt mit einem Standart-Laserdrucker fehlerfrei abgebildet. Als
Material hab ich entweder Bungard oder ein Nonname mit ebenfalls blauer
Schutzfolie verwendet.
Ist zwar ein klein wenig OT, aber warum willst du auf Laser umsteigen?
Ich habe einen HP PhotoSmart, der Druckt mir 1200DPI... Einmal durch ist
schon fast gut, aber der druckt so genau, dass ich 2mal durchlassen
kann... Da sind selbst große Masseflächen fast Pechschwarz beim ins
Licht halten...
Also 8mil Bahnen schaf ich damit locker... Hab auch schon aus Spaß 4mil
(~0,1mm) probiert, und hat gut geklappt...
Grüße
Nietzsche
Das mit dem 2x ausdrucken heisst nicht, dass du die Folie 2x durch den
Drucker jagen sollst. Sondern in Eagle bzw. deinem Programm das zu
druckende Material gleich so übereinanderlegen, dass es mit einem
Ausdruck 2x auf der Folie ist. Dann verzieht sich auch die Folie nicht
=> Die Aufdrucke passen aufeinander.
In Sachen Kantenschärfe hab ich da auch bei Bahnabständen von nem FTDI
keine Probleme. Die kommen erst im Bereich ATMega2560, wo die Pins
aussen rum vom Drucker an sich schon nicht mehr aufgelöst werden können.
Und wie schwarz ne Folie wird, liegt eigentlich nicht an der Folie,
sondern am Drucker, wie viel Toner der draufbügelt. Präsentationsmodus
kann dort etwas helfen.
Manche nehmen auch ne Art dünnes Papier als Vorlage. So aufgedruckt,
dass die Tonerseite auf der Platine liegt, ist ja dann das
Trägermaterial eigentlich egal, solange es nicht zu viel Licht
absorbiert.
Anos B. wrote:
> Ich hatte vorher Tintenstrahldrucker-Folien. Die hatte ich noch und die> habe ich jetzt mit einem HP Laserjet 5N bedruckt. obwohl die folie eine> tintenstrahldrucker folie war, verzog sie sich im laserdrucker fast gar> nicht. der ausdruck war mittelschwarz, halb ok aber nicht ganz ok.
Autsch...