Der Mai ist gekommen.

Gast #1225558
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Es fällt immer mehr auf, das es kaum noch Maikäfer gibt.

Heutzutage muß man wirklich suchen und Glück haben,
damit man mal einen Maikäfer findet den man den Kindern
und Enkeln zeigen kann.

Während meiner Schulzeit in den 50er Jahren, da brauchte
man nicht suchen, da hat man gegen einen kleinen Baum
getreten und es regnete Maikäfer.
#1225559
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Muraer wrote:
> Früher schüttelte man diese Käferchen zu Hundertscharen aus den
> Gebüschen, ertränkte sie und kriegte bei der Gemeinde 50 Rappen für
> einen Kübel Maikäfer....

Das "Früher" kommt in diesem Fall alle 4 Jahre...

Zitat Wikipedia:

Maikäfer haben eine Zykluszeit von drei bis fünf, meist vier Jahren. Das 
heißt, die frischgeschlüpften Engerlinge benötigen vier Jahre, bis sie 
eine vollständige Metamorphose zum geschlechtsreifen Tier durchgemacht 
haben. Diese Zyklen sind regional synchronisiert. Bei einem vierjährigen 
Zyklus etwa folgt auf drei Jahre mit niedrigem Aufkommen ein Jahr mit 
deutlich mehr Käfern. Diesem Zyklus ist ein über 30- bis 45-jähriger 
Rhythmus überlagert. Die Gründe hierfür sind nicht im Detail bekannt. Es 
wird jedoch vermutet, dass Krankheiten und Parasiten, die speziell 
Maikäfer befallen, sich in zusammenhängenden Beständen ungehindert 
epidemisch ausbreiten können. Erst wenn der Befall die Käfer stark 
dezimiert hat, haben die verbleibenden Käfer eine höhere Chance, gesund 
zu bleiben. Auf diese Weise entstehen die längeren Zyklen, an deren Ende 
eine der berüchtigten Maikäferplagen steht. Bei einer Maikäferplage im 
Jahre 1911 wurden auf einer Fläche von etwa 1800 ha rund 22 Millionen 
Käfer gesammelt. Ein literarisches Echo dieser Plagen sind die Maikäfer, 
die Wilhelm Busch im fünften Streich von Max und Moritz im Bett eines 
nichts ahnenden Opfers verstecken lässt.

Ende des Zitates.

Der mehrjährige Zyklus mit Massenauftreten der geschlechtsreifen Form 
ist auch eine recht raffinierte Strategie gegen Prädation:

In den Jahren, in denen nur wenige Käfer verfügbar sind, spielen sie für 
ihre Prädatoren keine große Rolle und tragen zu deren Vermehrung nur 
wenig bei.

Dann kommt das Massenauftreten und die Prädatoren kommen mit dem Fressen 
nicht nach.

Daraus folgt, daß die Wahrscheinlichkeit für jeden Käfer, seine Gene in 
in die nächste Generation zu bringen größer ist, als wenn sich die 
Prädatoren durch regelmäßiges Auftreten der Nahrungsquelle einstellen 
könnten.

Im Moment ist der Maikäfer - entgegen allen Beschwörungen der "Guten 
alten Zeit" - nicht gefährdet.
Persönliche Seite #1225971
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> Der mehrjährige Zyklus mit Massenauftreten der geschlechtsreifen Form
> ist auch eine recht raffinierte Strategie gegen Prädation:

Irgendwo in Nordamerika gibt es eine Zikadenart mit 17jährigem 
Reproduktionszyklus. Die Viecher haben so praktisch keinerlei 
Fressfeinde, was für recht interessante Verhältnisse sorgt.

http://news.nationalgeographic.com/news/2004/03/0329_040329_cicadas.html
#1226742
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Hippie wrote:
>>Von wegen Umweltprobleme,Klimawandel...
>>Solange so ein Käfer noch munter hier rumflattert
>>glaube ich davon nicht ein Wort.
>
> Ja, leider gibt es von solchen Blitz-Merkern mehr als genug.
> ~kopfschüttel~

Also wenn du selbst die wirklich überall vorhandenen Umweltprobleme 
nicht siehst, dann bist du blind. Die sind völlig unabhängig von 
Klimawandel, oder nicht. Hängt einfach mit der menschlichen 
Bevölkerungszahl zusammen.
#1234661
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Tja, wir sollten uns halt mal überlegen ob Beispielsweise der 
$hohedreistelligezahl PS Wagen vor der Tür nicht doch wenigstens auf LPG 
umgerüstet gehört, ob man in der Wohnung nicht doch endlich mal die 
Heizdrähte, im Volksmund auch Glühbirne genannt, gegen Energiesparlampen 
austauscht und ob manche Wege nicht doch besser mitm Fahrrad oder 
wenigstens der 50er zu erledigen sind.

LPG Umrüsten: ~2500 €
Heizdrähte abschaffen: ~100 €
Fahrrad kaufen: ~250 €
Wahlweise gute 50er: ~1200 €

Alles Dinge die jetzt nicht die Riesen Löcher in den Geldbeutel fressen, 
muss ja nicht alles auf einmal sein, wenns aber alle machen würden für 
deutlich besser Luft sorgen würde.

Achja, ich geh mit recht gutem Beispiel voran:
VW Passat 150 PS auf LPG, in meinem Haus findet ihr keine "Glühbirne" 
außer denen wo ich nichts gegen machen kann (Backofen, Mikrowelle, ...) 
und wenn ich nichts transportieren muss fahr ich meine Burgman 650, 
wenns die Strasse zulässt auch im Winter.
Persönliche Seite #1234737
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> ob man in der Wohnung nicht doch endlich mal die
> Heizdrähte, im Volksmund auch Glühbirne genannt,
> gegen Energiesparlampen austauscht

Wenn man mit dem "Licht", das ESL von sich geben, leben will, kann man 
das gerne tun. Allerdings sollte man auch mal überschlagsmäßig 
berechnen, wie hoch der Anteil der Beleuchtung am Gesamtverbrauch ist.

Desweiteren sollte man sich auch überlegen, was ESL auf der 
Entsorgungsseite bedeuten: Das Zeug ist giftiger Sondermüll, einerseits 
ist Elektroschrott enthalten, andererseits ist in der Leuchststoffröhre 
Quecksilber enthalten.

Auch ist die Energiebilanz bei der Herstellung von ESL nicht 
uninteressant - merkwürdigerweise wird über die nicht viel geredet.

Seltsam.
Moderator Persönliche Seite #1234812
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Rufus t. Firefly wrote:
> Allerdings sollte man auch mal überschlagsmäßig
> berechnen, wie hoch der Anteil der Beleuchtung am Gesamtverbrauch ist.

Insbesondere, wie hoch der Anteil der Glühobst-Beleuchtung am
Gesamtverbrauch ist.  Ein nicht zu unterschätzender Anteil der
Beleuchtung wird ja ohnehin bereits durch Na-Dampf-Lampen, klassische
Leuchtstofflampen, ESL und zunehmend LED abgedeckt.
#1235155
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Der Klaus wollte wohl nur ein wenig übertreiben. Oder er hat vergessen, 
die Lampe einzuschalten. Kennt Ihr diese Typen, die - egal was sie sagen 
- immer übertreiben müssen?

Eine 16 Watt ESL macht 80 Watt äquivalente Lichtleistung. Das reicht 
für's Wohnzimmer. Mein 250W Halogen Deckenstrahler läuft auch immer 
gedimmt. Ich sage Euch, das ist effizient.
Gast #1235160
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genau Klaus:

>Autor: Klaus (Gast)
>Datum: 20.04.2009 15:20

>Ich hab mal nen Vergleichstest gemacht. Hab nen Teelicht angezündet,
>statt die ESL (angeblich 40Watt Lichtleistung) anzumachen. Das Teelicht
>war heller...

dach dem Du Dein Buch, unter der Bettdecke fertig gelesen hattest,
ist natürlich die Kerze heller als die Lampe. :)
Gast #1235165
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> Der Klaus wollte wohl nur ein wenig übertreiben. Oder er hat vergessen,
> die Lampe einzuschalten. Kennt Ihr diese Typen, die - egal was sie sagen
> - immer übertreiben müssen?

Nein, das ist die erlebte Realitaet von uns Normalbuergern. Anscheinend 
leuchten ESLs bei Oekofreunden heller, schneller, waermer. Genau 
deswegen will kein Schwein diese Dinger haben, weil sie eben nicht hell 
genug sind und man sich verarscht vorkommt.
Moderator Persönliche Seite #1235324
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Yada wrote:

> Genau
> deswegen will kein Schwein diese Dinger haben, weil sie eben nicht hell
> genug sind und man sich verarscht vorkommt.

Dass sie kein Schwein haben will, ist doch auch Quatsch.  Allerdings
haben das die Politiker offenbar nicht begriffen, die Dinger sind
bereits so weit verbreitet, dass man sich den Energiespareffekt des
Glühobst-Verbotes an drei Fingern abzählen kann: nahe Null.  Wer hat
denn im Wohnzimmer wirklich noch klassisches Glühobst der Sorte, die
nun bald verboten sein soll?  Mir fällt auf Anhieb niemand ein.  Die
Leute haben entweder tatsächlich ESLs, oder Halogenlampen, oder so
kleine Glühlampen, dass sie vom Verbot auch nicht betroffen sein
werden.

Dass man die Herstellerangaben (,,ersetzt soundsoviel Watt Glühobst'')
eher eine Nummer nach unten korrigiert, hat sich ja auch rumgesprochen,
ist also kein nennenswertes Hindernis.
Moderator Persönliche Seite #1235816
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Yada wrote:
> Das erledigt sich doch schon dadurch, dass die Dinger so lange brauchen,
> bis sie auf voller Helligkeit sind.

Wobei ich da extreme Unterschiede erlebt habe.  Ich habe kürzlich
zwei Sorten Glühobst durch ESL ersetzt, weil das Glühobst an diesen
Stellen einfach eine viel zu kurze Lebensdauer hatte.  Einmal sind
das zwei Kerzenlampen in der Dunstabzugshaube, das andere ist eine
R25-Lampe (Mini-Reflektor mit E14-Sockel), die einen Spiegel
beleuchtet.  Während man in der Dunstabzugshaube außer dem kurzen
Zündmoment beim Einschalten praktisch nicht merkt, dass es sich um
eine ESL handelt (sehr zu meinem Erstaunen), braucht der R25-Ersatz
an die 5 min, bis er vernünftiges Licht von sich gibt.  Beide sind
übrigens zur gleichen Zeit gekauft, also nichts von wegen ,,Technik
von gestern, heutzutage alles kein Problem mehr''.
Moderator Persönliche Seite #1236964
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*.* wrote:
> Bei denen, die schneller hell werden, wird die Röhre anfangs höher
> bestromt. Inwieweit das der Lebensdauer zugute kommt...

Zumindest haben die Teile in der Dunstabzugshaube jetzt schon viel
länger gehalten, als all ihre Glühobst-Vorgänger zuvor.  Die sind
da drin gestorben wie die Fliegen (warum auch immer, vielleicht wird's
ja in Folge schlechter Belüftung etwas warm da drin).

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