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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Freilaufstrom


Autor: Christian (Gast)
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Hallo,
ich versuche gerade mir alles nötige Wissen für eine Lüftersteuerung 
anzueignen. Immer wieder stosse ich dabei auf den Begriff 
"Freilaufstrom". Könnte mir vielleicht mal jemand kurz erklären, was 
genau es damit eigentlich auf sich hat? Besten Dank, Gruß Christian

Autor: Stampede (Gast)
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Das ist der Luftstrom, der bei dem Lüfter dirket hinter dem Rotor im 
freien Raum abgegeben wird. Bauliche Maßnahmen (z.B Gehäuse, Gitter, 
etc.) schränken den Luftstrom ein, sodass dieser kleiner wird).

Autor: Christian (Gast)
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Hallo,
wenn ich dich richtig verstehe, meinst du einen Luftstrom oder? Dann 
reden wir wahrscheinlich von unterschiedlichen Dingen. Es muss ich um 
einen elektrischen Strom handeln (Freilaufstrom => freewheeling-current) 
der in irgendeiner Form mit der Freilaufdiode zu tun hat. Ich vermute 
das das irgendwie was mit der induktiven Last des Lüfters zu tun hat, 
weiss aber nicht genau wie ich diesen interpretieren soll!?

Autor: Der wohl ahnungslose (Gast)
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Wenn der Lüfter per PWM in der Drehzahl geregelt wird (oder einfach 
abgeschaltet wird) wollen die Motorwicklungen den Stromfluß aufrecht 
halten.
Das hat zur Folge, daß die Spannung am Motor ansteigt - in Höhen, welche 
Dir Deine Elektronik schrottet!
Dafür (besser dagegen) nimmt man eine Freilauf-Diode, welche diesen 
Strom kurzschließt.
Diese Diode ist in SPerrrichtung parallel zum Motor angebracht.
Bei einem PC-Lüfter reicht da eine 0-8-15 Basteldiode.

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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Der "Freilaufstrom" ist im Abschaltmoment genausogroß wie der zuletzt 
fliessende "Zwangsstrom" und nimmt dann ab (durch Verluste oder 
Energieentnahme). Die Diode sollte also
1. diesen Laststrom vertragen   und
2. schnell sein (die Feld-Wald-und-Wiesendiode 1N4148 ist z.B. schnell)

Autor: Thomas W. (wagneth)
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Wie ist "schnell" definiert ?
Je fieser die Induktivität um so schneller ?

Ich konnte bis jetzt noch nichts wirklich erklärendes finden...

Autor: Jankey (Gast)
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nein, die elektronen racen genau gleich schnell durch deine spule wie 
durch deine Diode( wenn ich nicht total daneben liege ), nur bis die 
diode aufmacht muss man die elektronen nunmal in die PN- Zone 
reinschieben oder rausschaufen und das braucht zeit, bis dahin hast so 
eine halbleitende sache die natürlich die Spannung am Motor hochtreiben 
...

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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> elektronen racen ...
... eigentlich unglaublich langsam: siehe z.B.
http://home.arcor.de/d.mietke/grundlg/e_geschw.html

Es gibt eine Reverse Recovery Time (Rekombinationszeit), die so klein 
wie möglich sein sollte (die 4ns der 4148 sind da ganz gut). Mit die 
Finger im Spiel hat die Sperrschichtkapazität, die ebenfalls möglichst 
klein sein sollte.

Autor: Boris Bukowski (Gast)
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Hi,

ich habe hier SOT-227 Mosfets. Spricht irgendetwas dagegen so einen 
Mosfet als Freilauf für einen Anlasser zu nutzen?

Boris

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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> SOT-227 Mosfets
Normalerweise bewertet man Bauteile erst in zweiter oder dritter Linie 
nach der Bauform... :-/
Wichtiger sind z.B. Spannungen, Ströme, Verlustleistung und 
Schaltgeschwindigkeit.

> Freilauf für einen Anlasser
Da solltest du schon noch genauer erläutern, was du hier mit einem 
Freilauf willst...
Was lässt der Anlasser an, und warum willst du den mit einer Diode 
ausstatten?

Autor: Boris Bukowski (Gast)
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Hi,

hier im Thread geht es um PWM geregelte Motoren, die eine Freilaufdiode 
benötigen.
Meine Frage ist, ob etwas dagegen spricht einen Mosfet als Freilaufdiode 
zu nutzen.
Ich hab leider gerade keine Diode, die meinen Strömen standhalten würde.

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