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Forum: PC Hard- und Software Musikspieler: ARM-Board oder normales PC-Board?


Autor: Philipp B. (philth)
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Hallo zusammen,

bitte entschuldigt die schwammigen Begriffe ARM und PC im Betreff, mein 
"Kummer" weder kurz noch knapp ;) :

Ich würde mir gerne fürs Wohnzimmer einen Musikspieler (+ vielleicht 
NAS) basteln mit einem Betriebssystem, am liebsten Linux (Shell, 
Ethernet und alles muss sein). Fokus hier auf Geräusch und Energiebedarf 
im Betrieb. Gehäuse: Ein altes Cassettendeck oder ein alter CD-Spieler.

Warum ich hier poste: Ich möchte gerne möglichst viele Bedienelemente 
weiter nutzen können, also die Tasten etc. Wenn ich jetzt ein Board wie 
z.B. http://tinyurl.com/cee9xk nehme, das den Vorteil hat, sehr günstig 
zu sein, habe ich keine I/Os, die ich benutzen kann, um mit dem Board zu 
"kommunizieren", außer USB und seriell. Dafür aber einen fertigen 
SATA-Controller.

Die zweite Möglichkeit wäre ein Evaluationsboard wie 
http://tinyurl.com/cas6cy zu verwenden. Vorteil wären die vielen I/Os, 
der Exotikfaktor und das Linux, welches schon läuft inkl. Soundtreiber 
und so weiter. Dagegen spricht der Preis. Aber ich könnte mit dem Board 
bestimmt Sachen machen, die man mit einem normalen PC-Board nur duch 
externe Hardware lösen kann (irgendwelche Sensoren anschließen z.B.)

Meine Frage: Welche Möglichkeiten habe ich denn, um über ein normales 
PC-Board mit dem System zu kommunizieren, ohne gleich meine eigene 
PCI-Karte zu basteln? Oder geht da im Prinzip nur "nen zusätzlichen 
ATmega dran und über USB"? Wäre es hier geschickter, so ein fertiges 
ARM-Board zu nehmen mit vielen Anschlussmöglichkeiten?
Ich würde gerne etwas programmieren, aber außer etwas AVR (bissel 
A/D-Wandlung und so) kann ich im uC-Bereich nichts (mir für günstiges 
Geld einen ARM kaufen und den ogg-Dekoder da drauf zum laufen zu 
bringen, nein das geht nich), PC sieht schon besser aus, auch wegen der 
größeren Informationsvielfalt und weniger Restriktionen (Speicher im 
Überfluss) sowie der riesigen Software- und Bibliothekenauswahl. Wenn 
jetzt aber jemand meint, ARM sei für diesen Fall die überlegene Technik 
und durch solch ein Board bekommt man einen geeigneten Zugang, würde ich 
mir das in der Tat doch nochmal überlegen. Wobei man da ja wieder Linux 
programmiert, nicht die CPU an sich. Mir geht es so Hälfte-Hälfte um 
"haben" des Players und "lernen".

Autor: Läubi .. (laeubi) Benutzerseite
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Es gibt von FTDI nen RS232 zu USB Wandler der parrallel arbeitet den man 
auch als I/O nutzen kann, anaosten uC+RS232 wäre doch die einfachste 
Lösung denke ich.

Autor: Malte __ (malte) Benutzerseite
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Wenn es dir ums lernen geht nimm den ARM, ansonsten das PC Board. Linux 
läuft sicher auf beiden Boards.
Ich würde dann an die serielle Schnittstelle einen AVR packen, der dann 
die Wandlung Tasten -> Seriell übernimmt. Das dürfte sehr einfach sein.

Autor: Philipp B. (philth)
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Danke den beiden Hinweisgebern, so werd ich das wohl machen - PC, dann 
per RS232 an einen uC dran, die Versorgungsspannung kann ich wohl 
einfach bei so einem internen USB-Anschluss des Boards abgreifen.

So ein Evaluationsboard werd ich mir wohl trotzdem mal zulegen, toll ist 
das ja schon mit dem Touchscreen und so ;)

Grüße
Philipp

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Ein äußerst stromsparendes PC-Board, das alle erforderliche Hardware 
(bis auf das SATA-Interface) enthält, ist das Alix.1d von pcengines.ch.

Das benötigt etwa 5 Watt und braucht nur ein einfaches 12V-Netzteil, was 
sehr bastelfreundlich ist. Das Board hat einen PCI- und einen 
Mini-PCI-Slot, was Erweiterungen zulässt, daneben gibt es noch einige 
basteltaugliche Schnittstellen, die sich zumindest mit Linux ansteuern 
lassen sollten.

So gibt es beispielsweise eine GPIO-Schnittstelle an einem Winbond 
W83627HF und eine I²C-Schnittstelle (wenn auch vermutlich die 
Stiftleiste nachbestückt werden muss). Serielle und Parallele 
Schnittstelle sind ebenfalls vorhanden.

Dieses Board dürfte eine gute Grundlage für einen linuxbasierten 
Audioplayer geben, eine 2.5"-PATA-Platte lässt sich direkt anschließen, 
alle üblichen Schnittstellen (USB, Netzwerk) sind vorhanden und mit 
einer Mini-PCI-Karte ließe sich auch WLAN nachrüsten.

Einziges Problem ist die mit 256 MiB vielleicht etwas knappe 
RAM-Bestückung.

Autor: Philipp B. (philth)
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Whw, Rufus, danke für den Tipp! Das sieht aus, als könnte ich das haben 
wollen ;) ich werd mir das wohl bestellen, der Preis ist in Ordnung, 
keine Platte, die Summt, und auf (4 GB - System) bekommt man eine 
ordentliche Sammlung an Daten, wenn das nicht reicht, kann man per SSH 
nachschieben oder eine Platte nachrüsten.

Nochmal vielen Dank, ich wusste nicht, dass es solche Boards auch auf 
Basis von x86er-Prozessoren gibt!

Grüße
Philipp

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