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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Zeugnis, etwas heftig?


Autor: gast 4343434 (Gast)
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Mein Zeugnis als student. Mitarbeiter in einem Projekt:

Herr  XX hat seine Position stets zu unserer vollsten Zufriedenheit 
ausgeübt und unseren Erwartungen in jeder Hinsicht in bester Weise 
entsprochen.
Er entwickelte sehr viel Eigeninitiative und war jederzeit bereit und 
fähig, das Projekt durch konstruktive Vorschläge zu unterstützen und bei 
der Realisation den entscheidenden Beitrag zu leisten. Sein Verhalten 
gegenüber seinem Vorgesetzten war stets einwandfrei.
Herr XX erledigte seine Aufgaben stets mit äußerster Sorgfalt und 
größter Genauigkeit
und zeigte bei der Aufgabenerledigung außergewöhnlichen Einsatz und 
hervorragende Leistungen in qualitativer und quantitativer Hinsicht.

Wir danken Herrn XX für die stets gute Zusammenarbeit. Wir wünschen ihm 
für die Zukunft alles Gute.

Ist das nicht etwas heftig..? laut meinen Recherchen alles 1.. :-)

danke

Autor: ms (Gast)
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...Angeber...

Oder was genau ist deine frage?

Und das Verhältnis zu den Kollegen war wohl scheisse wenn nur das zu den 
Vorgesetzten erwähnt wird. Bist du etwa ein schleimer?

Autor: gast 4343434 (Gast)
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? Wieso Angeber, oder besser gesagt: "Genau das ist meine Frage."

Hatte nur einen Vorgesetzten (labor assi) und sonst keinen weiteren 
Kollegen, da Tätigkeit in einer Hochschule als student Mitarbeiter.

Ist es halt zu abgedroschen und soll ich es ändern lassen?

danke

Autor: Alex W. (a20q90)
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Naja,

ehlichgesagt wärst Du bei mir als zukünftigen Arbeitgeber durchgefallen!

Autor: gast 4343434 (Gast)
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Hm, wie wäre es mit etwas Hilfestellung in Bezug auf Verbesserung? Es 
besteht noch die Möglichkeit es abändern zu lassen.

danke

Autor: Alex W. (a20q90)
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gast 4343434 wrote:
> Mein Zeugnis als student. Mitarbeiter in einem Projekt:
>
> Herr  XX hat seine Position stets zu unserer vollsten Zufriedenheit
> ausgeübt und unseren Erwartungen in jeder Hinsicht in bester Weise
> entsprochen.

Standard-Satz


> Er entwickelte sehr viel Eigeninitiative und war jederzeit bereit und
> fähig, das Projekt durch konstruktive Vorschläge zu unterstützen und bei
> der Realisation den entscheidenden Beitrag zu leisten.

Das erwartet man von einem Arbeitnehmer

> Sein Verhalten
> gegenüber seinem Vorgesetzten war stets einwandfrei.

Das erwartet man von einem Arbeitnehmer

> Herr XX erledigte seine Aufgaben stets mit äußerster Sorgfalt und
> größter Genauigkeit

Das erwartet man von einem Arbeitnehmer

> und zeigte bei der Aufgabenerledigung außergewöhnlichen Einsatz und
> hervorragende Leistungen in qualitativer und quantitativer Hinsicht.

OK, könnte man positiv werten


> Wir danken Herrn XX für die stets gute Zusammenarbeit. Wir wünschen ihm
> für die Zukunft alles Gute.

Standard-Satz


> Ist das nicht etwas heftig..? laut meinen Recherchen alles 1.. :-)

Du siehst Dich gerne im Mittelpunkt und benötigst Aufmerksamkeit von 
Anderen. Dich muss man quasi im Auge behalten, damit Du nicht auf dumme 
Gedanken kommst!

Autor: gast 4343434 (Gast)
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>> Ist das nicht etwas heftig..? laut meinen Recherchen alles 1.. :-)

>Du siehst Dich gerne im Mittelpunkt und benötigst Aufmerksamkeit von
>Anderen. Dich muss man quasi im Auge behalten, damit Du nicht auf dumme
>Gedanken kommst!


:-) Standart Sätze.. ist das gut oder nicht, die zu lesen? Wie gesagt, 
das war ein Job in der Hochschule. Ich weiss jetzt nicht wie oft der 
Laborassi son Teil schonmal geschrieben hat. Er ist kein Personaler, 
daher kommt mir es ja etwas heftig vor. Bin doch auch der Meinung das es 
zu abgefahren klingt, deswegen frage ich ja ob es auch andere so 
empfinden.

Nur was soll man machen? Hingehen und sagen "Schreib es mir schlechter?"

danke

Autor: gästchen (Gast)
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ich finde das OK.
unglaublicher wäre es wenn er immer nur der Allerbeste/Freundlichste/mit 
Sachkenntnis beschlagener Wäre.
negative Zeugnisse sind ja nicht wirklich erlaubt, in gewissem Umfang 
kann der AN da gegen klagen...

Autor: Alex W. (a20q90)
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Für mich sieht das Zeügnis auf den zweiten Blick eher selbstgestrickt 
aus! Zuviel Lob ist auch negativ ;-)

Autor: Chauvi (Gast)
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Da sieht man mal wieder das dieser Zwang zur "Geheimsprache" zu völlig 
nichtssagenden Zeugnissen führt. Der TE war vielleicht wirklich sehr 
gut, aber dieses Geblubber macht das Zeugnis wertlos.
Sehr gut, aber ohne Wert, weil inhaltslos.

Autor: Heute ist Montag (Gast)
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Hat das Arbeitszeugniss einer Hochschule für die gewerbliche Wirtschaft 
irgendeine Aussagekraft?

Autor: Bastler (Gast)
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>Sein Verhalten gegenüber seinem Vorgesetzten war stets einwandfrei.

Für eine Eins müsste das "Sein Verhalten gegenüber Vorgesetzten und 
Kollegen war stets einwandfrei" heißen.

Autor: Forumleser (Gast)
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Was bringt denn ein Arbeitszeugnis von der Hochschule ?!
Als hiwi oder "noch schlimmer" als student für eine Projektarbeit ( 1 
Semester ca. ) hat es noch weniger Aussage. Lass dir das Zeugnis so 
geben, ist eh egal.

Autor: Otto (Gast)
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Wenn der zukünftige Arbeitgeber wirklich Interesse hat, ruft er sowieso 
beim vorherigen an und fragt, was Du drauf hast....

Otto

Autor: schwups... (Gast)
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@gast 4343434
Paßt das Zeugnis denn zu deinem sonstigem Leistungsniveau?

Dann könnte man davon ausgegen das es stimmig ist und nicht
nur ein Gefälligkeitszeugnis um in der Wirtschaft die Türen
einzutreten.
An für sich sollte ein Zeugnis zunächst mal ein Beschreibung,
Fakten über Arbeitsort,Zeitrahmen usw.des/der Projekts/Projekte
enthalten. Dann folgt die Beschreibung wie sich der Mitarbeiter
dabei angestellt,bzw. die Aufgabe gelöst hat und zu guter letzt
die persönliche Beurteilung.
Bei so einer Beurteilung würde ich die Aussage des Bedauerns
erwarten. Auch wenns ein Zeugnis von der Hochschule ist.
Sehr gute Leute finden da nämlich auch Jobs.
Wenn sowas nicht beachtet wird kann der Personaler entweder von
einem Idoten von Zeugnisautor ausgehen oder es sagt einfach
nichts aus weil man mit so einem Genie überfordert ist.
Man sollte auch berücksichtigen das bei solch einem Zeugnis
das Anspruchdenken eines Arbeitgebers enorm sein kann, an
dem man leicht zerbricht, vor allem, wenn beim neuem
Arbeitgeber Nieten auf Führungsebene rumhängen die mehr
feuern als heuern. Da ist dann schnell ein Sündenbock gefunden.
Gutes Zeugnis hin oder her. Ich würde das Zeugnis an meine
Leistungsfähigkeit anpassen weil es sonst nicht glaubhaft ist.

Autor: tuppes (Gast)
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Natürlich sind das Standardsätze und Worthülsen, Zeugnisse sind nun mal 
so. Die Beurteilung steckt in den Superlativen: stets zu unserer 
vollsten Zufriedenheit, in jeder Hinsicht in bester Weise, stets 
einwandfrei, mit äußerster Sorgfalt, außergewöhnlich, hervorragend, ...

Dass in dieser Lobeshymne das Verhältnis zu den Kollegen völlig fehlt, 
ist in der Tat auffallend, der Leser MUSS das so verstehen, dass es 
gravierende Probleme gab. Dass du gar keine Kollegen hattest, ist egal. 
Für ein "rundes" Bild lass dir trotzdem ein gutes Verhältnis 
bescheinigen.

Und eine Beschreibung der Tätigkeiten gehört ins Zeugnis hinein. Du 
wirst gelobt und gelobt - wofür eigentlich? Das muss klar werden.

Autor: OH (Gast)
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Bei mir würdest du auch nicht eingestellt werden. Lieber jemand der 
immer nur gute Leistungen bringt, als sich ständig hervorzutun. Solche 
Absolventen hatte ich schon genug, die dachten, die Weisheit mit Löffeln 
gefressen zu haben.

>sehr viel Eigeninitiative und war jederzeit bereit und fähig,
>das Projekt durch konstruktive Vorschläge zu unterstützen...
>und zeigte bei der Aufgabenerledigung außergewöhnlichen Einsatz..

Wie sehen mal deine Arbeitsleistungen aus mit Haus, Hof, Familie, 
schreiendes Kind in der Nacht? Hast du dann auch noch Lust von früh bis 
spät allerhöchste Leistung zu erbringen?

Autor: Sebastian (Gast)
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Lass dir da mal nicht reinreden, das ist völlig ok so. Es geht ja nicht 
um deine 10 jährige Ing Tätigkeit in irgendeiner Firma sondern "nur" um 
"student. Mitarbeiter in einem Projekt", und hier ist das wichtige

 - DAS du was gemacht hast, was diese Zeugnis nachweist
 - das du gut genug warst/lange genug dabei warst, dass es denen ein 
Zeugnis Wert ist

Standardsätze in den Zeugnissen sind ok und gewollt. Das einzige was man 
verbessern sollte, ist dass es sich immer gut macht, wenn 1 oder 2 Sätze 
über deine konkrete Tätigkeit drin stehen würden:

"Zu Herrn Xs Aufgaben gehörte die Entwicklung eines Messtandes zu 
Kallibirerung der insitituseigenen Fluxkompensatoren. Durch Herrn Fs 
Entwicklung konnte die Effizienz der Flux Kompensatoren um 12% 
gesteigert werden, was dem Institut Kosteneinsparungen in Millionenhöhe 
ermöglicht"

Das ist IMHO die besten Kombination: Mit den Standardsätzen kann jeder 
was anfange (wie du ja schon selber gesehen hast: Nachschlagen: "Ah 
alles 1"), und die konkrete Beschreibung zeigt, dass es aber nicht nur 
ein "Zeugnis von der Stange" ist.

Autor: Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne)
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OH wrote:
> Bei mir würdest du auch nicht eingestellt werden. Lieber jemand der
> immer nur gute Leistungen bringt, als sich ständig hervorzutun. Solche
> Absolventen hatte ich schon genug, die dachten, die Weisheit mit Löffeln
> gefressen zu haben.
>
>>sehr viel Eigeninitiative und war jederzeit bereit und fähig,
>>das Projekt durch konstruktive Vorschläge zu unterstützen...
>>und zeigte bei der Aufgabenerledigung außergewöhnlichen Einsatz..
>
> Wie sehen mal deine Arbeitsleistungen aus mit Haus, Hof, Familie,
> schreiendes Kind in der Nacht? Hast du dann auch noch Lust von früh bis
> spät allerhöchste Leistung zu erbringen?



Aha

"Einser nehmen wir grundsätzlich nicht"...,

das hatten wir doch hier schon mal und leider nicht nur hier.
Warum wohl, Angst vor Mitarbeitern denen Du nicht gewachsen bist? Nur 
weil sie dir fachlich das Wasser reichen könnten? Oh, ich war beileibe 
kein "Einser" aber das ist Mobbing von der Spitze weg wie ich es zu oft 
schon sah.

Deutschland tut gut daran soetwas sobald als möglich zu überwinden. 
Sonst geschieht es den Deutschen ganz recht, dass das Mittelmaß in den 
Führungsetagen der Deutschen Lebensstandard kostet. Aber auch jedem 
firmeninhaber der so denkt wünsche Junge Leute die sich davon nicht 
schrecken lassen und stattdessen ihren eigenen Weg gehen, vorbei an den 
Ignoranten und Mobbern, auf das diese in der Bedeutungslosigkeit 
versinken welche ihrer würdig ist, einer Mittelmäßigen.

Autor: Michael Lenz (hochbett)
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Hallo,

> Natürlich sind das Standardsätze und Worthülsen, Zeugnisse sind nun mal
> so. Die Beurteilung steckt in den Superlativen: stets zu unserer
> vollsten Zufriedenheit, in jeder Hinsicht in bester Weise, stets
> einwandfrei, mit äußerster Sorgfalt, außergewöhnlich, hervorragend, ...
Ein wirklich gutes Zeugnis drückt sich nicht durch die gewählten 
Superlative aus, sondern vielmehr durch Schlüssigkeit und die konkrete 
Beschreibung dessen, was so gut war.

Was würdest Du nehmen:
"Seine Kenntnisse in Elektronik waren hervorragend und haben uns über 
alle Maßen überzeugt."

"Aufgrund seiner umfangreichen Kenntnisse in der Elektronik und seinem 
großem Geschick bei der Programmierung von Mikrocontrollern gelang es 
ihm, den gewünschten Prototypen für ... schon drei Wochen früher als 
geplant fertigzustellen. Die gewählte Lösung fand sowohl bei seinen 
Vorgesetzten als auch unseren Kunden große Zustimmung."

Gruß,
  Michael

Autor: Der Assi (Gast)
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ich seh' das ähnlich, wie mein Vorredner. Ich bin zwar auch nur Assi an 
der Uni und kein Profi im Zeugnisschreiben, aber wenn ich wem ein 
außergewöhnlich gutes Zeugnis oder Gutachten schreibe, dann steht da 
neben so allgemeinen positiven Sachen auch ganz konkret drin, was er/sie 
super gemacht hat und welche Fähigkeiten mir aufgefallen sind, die 
besonders hervorragend waren oder meine Erwartungen übertroffen haben.
Trotzdem würde ich mich für 4343434 aufgrund seines zeugnisses 
interessieren - der Mann hat sich doch offensichtlich tadellos verhalten 
und war in einigen Belangen besser als erwartet. Sein Zeugnisschreiber 
ist halt eher der reservierte Typ ...

Autor: Dirk J. (dirk-cebu)
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Und hier ein ehrliches Zeugnis:

Während seiner Anwesenheit in unserem Hause bemühte sich Herr X wenig 
erfolgreich seine Aufgaben zu erfüllen, obwohl er stets bestrebt war, 
seine bescheidenen Leistungen lautstark und wortreich herauszustellen. 
Die Arbeitsergebnisse entsprachen allerdings nur selten der 
erforderlichen Qualität. Er bemühte sich, das Arbeitspensum in 
angemessener Zeit zu bewältigen. Sein besonderer Verdienst lag darin, 
die ihm untergebenen Mitarbeiter durch ständige Besserwisserei und die 
komplizierte Darstellung einfachster Vorgänge von der Arbeit abzuhalten. 
Daneben war Herr X den üblichen Beanspruchungen kaum gewachsen. Bei 
allen auftretenden Störungen seines Arbeitstages war er stets 
überfordert. Bereits kleine Probleme lösten bei ihm Panik und hilfloses 
Auftreten aus, was sich in lautstarken Schuldzuweisungen und Verleugnen 
seiner eigenen Unfähigkeit äußerte. Stets war er bestrebt, die ihm 
gestellten Aufgaben, welche er nur in enger Abstimmung mit seinem 
Vorgesetzten erledigen konnte, zu erfüllen; dennoch entsprachen die 
Ergebnisse selten den ohnehin geringen Anforderungen. Mit seinen 
bescheidenen, technisch seit langem überholten Fachkenntnissen konnte er 
lediglich noch Praktikanten beeindrucken. Abschließend läßt sich sagen, 
daß er die ihm übertragenen Arbeiten im Allgemeinen zu seiner 
Zufriedenheit erledigte. Er schien meistens mit Interesse bei der Sache. 
Sein leider ziemlich geringes Fachwissen und seine emotionale 
Instabilität  machten ihn deshalb zu einem gemiedenen Gesprächspartner. 
Er war zwar ständig um ein gutes Verhältnis zu den Mitarbeitern und 
Vorgesetzten bemüht, doch durch seine negative Ausstrahlung trug er 
nicht gerade zur Verbesserung des Betriebsklimas bei. Seine Kontakte zur 
Kundschaft gestaltete Herr X stets zeitraubend und wenig erfolgreich. 
Für die Belange der Belegschaft bewies Herr X keinerlei 
Einfühlungsvermögen.
Das Ausscheiden von Herrn X erfolgte zur allgemeinen Erleichterung aller 
Mitarbeiter. Wir freuen uns, auf seine weitere Anwesenheit verzichten zu 
dürfen und wünschen Herrn X alles nur Erdenkliche.

...meinem ehemaligen Werkstattleiter gewidmet...

Autor: OH (Gast)
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@Winfried
hab mich vielleicht etwas falsch ausgedrückt.

>..Er entwickelte sehr viel Eigeninitiative <= sehr negativ!!!
>..äußerster Sorgfalt und größter Genauigkeit
>..und zeigte bei der Aufgabenerledigung außergewöhnlichen Einsatz

Das ist zuviel Geschleime. Dieses Zeugnis strotzt vor lauter Lob, dass 
man es schon nicht mehr glauben kann. D.h. wenns ein richtiges 
Arbeitszeugnis wäre, heist das: er wird weggelobt.
"Einserkanditaten" nehmen wir auch. Habe hier grad zwei sitzen. Die 
können mir sogar noch was auf bestimmten Gebieten beibringen. Sind ja 
recht frisch in ihrem Wissen. Das nehme ich auch gerne an. Die tun es 
aber nicht lauthals rumschreien.
So wie in etwa "Herr Lehrer, Herr Lehrer, ich weis wie es geht".

Autor: A. F. (artur-f) Benutzerseite
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Hahn Meitner Institut und Copy Paste :) Hatte vor 3-4 Jahren den 
gleichen Text gehabt.

Autor: Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne)
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OH wrote:
> @Winfried
> hab mich vielleicht etwas falsch ausgedrückt.
>
>>..Er entwickelte sehr viel Eigeninitiative <= sehr negativ!!!
>>..äußerster Sorgfalt und größter Genauigkeit
>>..und zeigte bei der Aufgabenerledigung außergewöhnlichen Einsatz
>
> Das ist zuviel Geschleime. Dieses Zeugnis strotzt vor lauter Lob, dass
> man es schon nicht mehr glauben kann. D.h. wenns ein richtiges
> Arbeitszeugnis wäre, heist das: er wird weggelobt.
> "Einserkanditaten" nehmen wir auch. Habe hier grad zwei sitzen. Die
> können mir sogar noch was auf bestimmten Gebieten beibringen. Sind ja
> recht frisch in ihrem Wissen. Das nehme ich auch gerne an. Die tun es
> aber nicht lauthals rumschreien.
> So wie in etwa "Herr Lehrer, Herr Lehrer, ich weis wie es geht".

ja, so kann ich's scon eher verstehen. Leider musste jemand Anderes D.in 
Richtung UK verlassen, da die genannten Vorurteile wegen eines 
ausgezeichneten Studienabschlusses ihr alle Türen versperrten 
(Sozialpädagogin). Offenbar fürchtete man sie könne ihren Job ernst 
nehmen oder sich ihres Wertes(zu) bewusst sein. Aber auch anderswo hab 
ich solches schon erlebt.

Autor: tuppes (Gast)
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@Michael Lenz:
> Ein wirklich gutes Zeugnis drückt sich nicht
> durch die gewählten Superlative aus,

Doch, dadurch auch. Durch Formulierungen wie "zufrieden", "jederzeit 
voll zufrieden", "stets außergewöhnlich zufrieden" kann der Beurteiler 
ausdrücken, wie zufrieden (oder auch nicht) er mit den Leistungen war.

> sondern
> vielmehr durch Schlüssigkeit und die konkrete
> Beschreibung dessen, was so gut war.

Richtig. Das hab ich ja auch geschrieben, dass das meiner Meinung nach 
in dem Zeugnis fehlt.

Autor: schwups... (Gast)
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Zufriedenheit hängt aber auch vom Umfeld im Betrieb ab.
Allein die lieben Kollegen die einen das Arbeiten erschweren.
Wenn der Chef dann noch ein hausgemachtes Ar*** ist, dem
man nichts recht machen kann und dazu noch unfähig ist
einen Betrieb überhaupt zu führen, dann 0hat man wohl mit
Zitronen gehandelt und sich seinen Lebenslauf gründlich
versaut. Wer glaubt das es sowas nicht gibt, glaubt auch
noch an den Osterhasen und den Weihnachsmann. Eine
Befähigung einen Betrieb zu führen gibts allenfalls in
der Meisterausbildung, was aber nicht heißt das die sich
in der Praxis dran halten müssen wie ich schon erleben mußte.
Zum Eröffnen eines gewerblichen Betriebes ist nur ein
Gewerbeschein nötig. Einen Nachweis der Befähigung zum führen
von Mitarbeitern dagegen nicht.

Autor: Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne)
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schwups... wrote:
> Zufriedenheit hängt aber auch vom Umfeld im Betrieb ab.
> Allein die lieben Kollegen die einen das Arbeiten erschweren.
> Wenn der Chef dann noch ein hausgemachtes Ar*** ist, dem
> man nichts recht machen kann und dazu noch unfähig ist
> einen Betrieb überhaupt zu führen, dann 0hat man wohl mit
> Zitronen gehandelt und sich seinen Lebenslauf gründlich
> versaut. Wer glaubt das es sowas nicht gibt, glaubt auch
> noch an den Osterhasen und den Weihnachsmann. Eine
> Befähigung einen Betrieb zu führen gibts allenfalls in
> der Meisterausbildung, was aber nicht heißt das die sich
> in der Praxis dran halten müssen wie ich schon erleben mußte.
> Zum Eröffnen eines gewerblichen Betriebes ist nur ein
> Gewerbeschein nötig. Einen Nachweis der Befähigung zum führen
> von Mitarbeitern dagegen nicht.


Tja da kann mann schon Blüten erleben. Aber wer sagt denn, das das was 
er tut nicht genau seinem Führungskonzept entspricht? Der 
Kapitänbestimmt den Kurs, ersatzhalber der 1WO selten der Rudergänger, 
und nie der Decksmann.

Wenn du führen magst must du selbst eröffnen ;-)

Autor: schwups... (Gast)
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>Der Kapitän bestimmt den Kurs, ersatzhalber der 1WO selten
>der Rudergänger, und nie der Decksmann.

Dann hilft nur ne Meutereio der am besten gleich
gar nicht erst heuern lassen.

>Wenn du führen magst must du selbst eröffnen ;-)

Werde ich wohl auch machen, aber ganz sachte bei geringem Risiko.

Autor: Gast (Gast)
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Ich find diese gestelzten deutschen Arbeitszeugnisse einen Krampf. In 
den USA bekommt man einen ganz locker und ehrlich geschriebenen Letter 
of Recommendation, wenn man ihn verdient, indem auch negative Punkte 
genannt werden können ohne dass dadurch das Gesamtbild leidet. Nichts 
von diesem hinterhältig verlogenem Geschwätz.

Autor: Gast (Gast)
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> Wir danken Herrn XX für die stets gute Zusammenarbeit. Wir wünschen ihm
> für die Zukunft alles Gute.

Das heißt so viel wie "Haben wir ein Glück, dass wir ihn endlich los 
sind. Dafür stellen wir auch gerne ein übertrieben positives Zeugnis 
aus."

Neutral würde der letzte Satz wegfallen, dann findet nämlich keine 
Negierung aller positiven Aussagen statt.

Positiv wäre ein Satz wie "Wir hätten die Zusammenarbeit mit Herrn XX 
gerne fortgesetzt. Er verlässt unseren Betrieb auf eigenen Wunsch."

Autor: schwups... (Gast)
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@Gast
>Ich find diese gestelzten deutschen Arbeitszeugnisse einen Krampf. In
>den USA bekommt man einen ganz locker und ehrlich geschriebenen Letter
>of Recommendation, wenn man ihn verdient, indem auch negative Punkte
>genannt werden können ohne dass dadurch das Gesamtbild leidet. Nichts
>von diesem hinterhältig verlogenem Geschwätz.

In den USA gibs ja auch keinen Kündigungsschutz. Wenn da die
Personalauswahl schiefgeht, wird sofort gefeuert und gut.
Hier zu Lande handelt man sich schnell Ärger mit dem Arbeits-
gericht ein und das hemmt nun mal die Bereitschaft jemanden
einzustellen. Ein besserer Weg wäre, wenn man die Firmendaten
wegließe und nur die geleisteten Tätigkeiten neutral dokumentiert
bekäme. Allerdings müßten die beworbenen Arbeitgeber gesetzlich
dazu verpflichtet werden dem Bewerber eine transparente Begründung
zu liefern wenns mit dem Job nicht geklappt hat. Aber durch die
noch junge Gesetzgebung (AGG) steuern die AG voll dagegen
und Verantwortung ist dann sowieso gleich NULL.

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