ZigBee und Video

OP #1235918
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Hallo,
ich studiere derzeit Flugzeugtechnik in München, und wir möchte ein 
Flugzeug mit GPS ausstatten. Das Problem ist, das man außer die 
Grundlagenvorlesung keine Ahnung von Elektronik hat. Also nichts 
praktisches. Deshalb haben wir dieses Projekt ins Leben gerufen, und 
möchten möglichst viel selbst machen.
Da ich also wenig Ahnung auf diesem Gebiet habe, möchte ich hier 
zumindest ein paar Grundlagenfragen stellen:

Ich möchte GPS Koordinaten des Flugzeuges Auslesen, und per Funk zum 
Laptop schicken. Das GPS soll an einen ATMEGA 32 gehen, welcher das 
ganze an ZigBee Pro weiterleitet, und dieser soll das ganze weiter 
schicken. Dazu benötige ich dann ein zweites ZigBee Modul welches am 
Laptop angeschlossen ist. Hier stellt sich mir schon die Frage: Wie 
realisiert man den Anschluss des ZigBee Moduls an den laptop?

Zum Thema ZigBee und Microcontroller hab ich mich schon eingelesen, aber 
Schnittstelle zum Computer hab ich keine Ahnung. Hat hier jemand eine 
gute Seite zu dem Thema?

Die nächste Frage ist: Lässt sich ein Videosignal in 480 TVL Auflösung 
Problemlos über das Zigbee übertragen?

1. Möchten wir ZigBee wählen weil es die höchste Reichweite der 
vorhandenen Module bietet, und 2. würde eine zweite 2,4 GHZ Übertragung 
für das Videosignal ja dann gegenseitig in eine Störung kommen.

Danke für eure Antworten
#1236092
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Die xBee's können per Seriell-TTL->RS232-Adapter oder 
Seriell-TTL->USB-Adapter
mit einem PC verbunden werden.

Über die Reichweite wurde/wird hier bereits Diskutiert:
Beitrag "ZigBee und wie weit?"

Video mit xBee oder generell zigBee halte ich für extrem schwierig,
da es auf langsame Daten-Verbindungen ausgelegt ist.

Da wir ein ähnliches Projekt haben (u.a. GPS per Telemetrie), kannst du 
auch mal hier vorbei schauen:
http://www.rclineforum.de/forum/thread.php?threadid=236154&sid=

DBD
 Olli
#1236161
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>Video bedeutet nicht zwangsläufig HDTV. Video kann auch monochrom
>320x240 Pixel, 4 Bit-Auflösung und 1 frame/sec bedeuten. Das entspricht
>einer Nettodatenrate von 300kBit/s.
Das theoretische Maximum von 250kBit/s bei ZigBee ist aber auch nur 
theoretisch. Real liegt man ja weit darunter.

>Video mit xBee oder generell zigBee halte ich für extrem schwierig,
>da es auf langsame Daten-Verbindungen ausgelegt ist.
Sehe ich auch so. Mit großen Einschränkungen in Auflösung und Framerate 
wird man es vielleicht schaffen, aber von farbigen Bewegtbildern ala TV 
kann man da nur träumen.


Für den einfachen Anschluss von ZigBee an Laptop bieten sich die 
Telegesis ZigBee Module an, da gibt es schon einen fertigen 
USB-ZigBee-Stick.
OP #1236833
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Hallo,

Wie ist denn das Videosignal aufgebaut, mit welcher Baudrate wäre hier 
eine übertragung mit sagen wir mal 10-15 fps realistisch? Letztendlich 
gibt es ja viele 2,4 GHZ Sender welche ja Video übertragen (Z.b. ausm 
Baumarkt). Allerdings ist dort die reichweite sehr sehr begrenzt.

Danke
Moderator Persönliche Seite #1236959
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C. B. wrote:

> Allerdings ist dort die reichweite sehr sehr begrenzt.

Klar, das ist ja auch der Punkt.  Wenn ich nur 250 kbit/s übertragen
will, bekomme ich eine Eingangsempfindlichkeit von bspw. -101 dBm.
Schon mit dem gleichen IC (AT86RF231), aber einer Datenrate von
2 Mbit/s, sind es nur noch -89 dBm.  (Die Differenz ist bei diesem
IC der sogenannte Spreizgewinn, also der Wert, um den in Folge des
benutzten Modulationsverfahrens eine Signaldekodierung unterhalb des
Rauschens möglich ist.  Das HF-Eingangsteil hat ja für alle Daten-
raten die gleiche Bandbreite.)

Wenn du in der Bandbreite noch höher gehen willst (ein normales
Schwarzweiß-Fernsehsignal braucht ca. 5 MHz), fängst du noch mehr
Rauschen ein, die Empfindlichkeit sinkt also weiter.

Ich habe mir mal als Gedankenexperiment überlegt, ob man nicht mit
einem AT86RF231 ein drahtloses Mikrofon bauen könnte.  Selbst das
wird schon ziemlich sportlich.  Wenn man mal CD-Qualität ansetzt
(44,1 kHz Abtastfrequenz, 16 bits pro Sample, in diesem Falle nur
mono) ist man schon bei 705 kbit/s.  Das ist (in Folge des Overheads
für die Paketierung) auf einem ungestörten Kanal im 2-Mbit/s-Modus
bei großen Paketen (127 Octets) mit ca. 50 % Reserve vermutlich
gerade noch sinnvoll möglich (Bild 11-7, S. 138 im Datenblatt des
AT86RF231).

Sicherlich kann man mit einer derartigen Datenrate auch Videos
übertragen, wenn man nicht mehr als Youtube-Qualität haben will.
Allerdings sollte man dann wohl eine Kompression auf der Sender-
seite implementieren, also irgendeinen MPEG-Coder oder sowas.
Der braucht allerdings auch wieder einiges an Strom.
#1237327
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Es gibt ja noch das 23cm Amateur-TV Band, oder? Das war doch im direkten 
Empfangsbereich der analogen Sat-Receiver. In der Elektor gabs dafür mal 
einen relativ einfachen Video-Sender, empfangen konnte man mit einer 
Lambda/4 Antenne direkt am analogen Sat-Receiver. Allerdings braucht man 
dazu natürlich eine Funklizenz.

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