Wie Michael U. (amiga) schon andeutete, wird sich ausserdem wohl kaum
jemand mit der Möglichkeit befassen, wie man ein Pollin Net-IO, egal mit
welcher Software, über das Netzwerk hacken kann. Gleiches gilt für die
meisten anderen embedded Devices. Die Software und Hardware dieser
Geräte ist einfach zu unterschiedlich, so daß schon ein enormes
Interesse dahinter stehen muß, um gerade dieses eine Gerät zu hacken.
Mal fix aus dem Viren-/Trojaner-/Wurm-Baukasten irgendwas
zusammenklicken ist dann nicht. Somit ist bei meisten Skriptkiddies
spätestens an dieser Stelle das Interesse gestorben.
Wer das Gerät zum Schalten wichtigerer Gerätschaften, wie z.B. der
Heizung verwendet und es dazu noch zum Zugriff aus dem Internet
freigibt, der möge die wichtigen Funktionen doch bitte wenigstens mit
Kennwort schützen. Sonst ist er selbst schuld, wenn er im Winter mal im
kalten Haus sitzt.
Anders sieht das vielleicht in folgendem Fall aus, der auch nur rein
hypothetisch ist: Ich schreibe eine Superduper-Overkill-Software für den
Net-IO. Eine Software, die alle Wünsche erfüllt und die unbedingt alle
haben wollen. Eine Art "eierlegende Wollmilchsau". Ich schreibe diese
aber als "closed source", sprich, niemand kann die Quellen sehen. Weil
ich aber von Grund auf böse bin, baue ich in die Software eine
Netzwerk-Password-Sniffer rein und verstecke diese Funktion so im
Programm, daß die nicht so einfach durch reassemblieren zu finden ist.
Nun bekomme ich von allen Leuten, die meine Software einsetzen,
alltäglich die gesammelten Logins und Kennwörter zugeschickt.
Oben genanntes Problem hat man aber mit jeder Software, zu der man nicht
die Quellen gesehen hat. Entweder man vertraut dem Software-Lieferanten
(im Falle von fertigen embedded Lösungen ist das ja meist auch der
Hardware-Lieferant), oder eben nicht.
Gruß, Helge