Supercap mit Konstantstrom laden

Gast #1237560
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Hallo,

möchte einen 0.22F 5.5V Supercap mit einem Spannungsregler (LP2950) auf 
5V laden.
Ich möchte den Supercap mit einem konstanten Ladestrom von 150mA laden.
Problem ist, dass mit einem Supercap als Last kein konstanter Strom 
gezogen wird.
Nun die Frage, gibt es eine Möglichkeit, den LP2950 als 
Konstantstromquelle zu missbrauchen oder muss ich eine 
Konstantstromquelle dem Spannungsregler nachschalten?

Grüsse Markus
Gast #1237586
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Danke für die schnelle Antworten.

Ich habe vergessen zu sagen, dass ich den LP2950 wegen seines 
Kurzschlusstromes von 150mA quasi als Strombegrenzung einsetze.
Nur das Problem ist, dass ich ja nur am Anfang einen "Kurzschluss" habe, 
danach steigt ja der Widerstand des C's und der Strom sinkt.

Da ich den Cap möglichst schnell laden will, möchte ich einen konstanten 
Strom von 150mA und nicht nur am Anfang.

Grüsse
Gast #1237592
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Daraus folgt du musst linear über die Zeit die Spannung erhöhen um einen 
konstanten Strom zu erhalten. Bei einer Spannungsfestigkeit von 5,5 V 
kannst du dir nun selber ausrechnen, wie lange (beziehungsweise kurz) du 
einen 150 mA Strom aufrecht erhalten kannst ohne die Spannungsfestigkeit 
zu überschreiten.
#1237599
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Der LP2950 liefert bis zu seiner Nennausgangsspannung mindestens 100mA, 
typischerweise etwas mehr. Wenn dir das nicht reicht, dann benötigst du 
einen stärkeren Regler mit definierbarer Strombegrenzung, wie 
beispielsweise den L200.

Und denk dran, dass nicht alle Supercaps auch Hochstromtypen sind, 
sondern möglicherweise die alten Typen mit eher hohem Innenwiderstand.
#1237614
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Der Supercap hat vermutlich einen Innenwiderstand von etwa 50 Ohm.

Mehr als 5,5V darfst du nicht anlegen. Macht 110mA bei leerem Cap.

Ich denke, du kannst deshalb ohne Strombegrenzung einfach 5,5V anlegen.

Schnellere Lademethoden wird es nicht geben.

Grüße, Peter
#1237622
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Markus Steffen wrote:

> Da die 110mA aber nicht dauernd fliessen, wäre eine Ladung mit einer
> Konstantstromquelle doch wesentlich schneller, nicht?

Aber klar doch. Nur musst du dann dank des Innenwiderstands und 
vorhandener Teilladung mehr als 5,5V angelegen. Und dann ist der ganz 
schnell nicht nur voll sondern PUFF.

> Oder verhalten sich Supercaps womöglich nicht wie normale Kondensatoren?
> Ich denke schon, oder?

Teils ja, teils nein. Aber reale Kondensatoren verhalten sich ungefähr 
wie ideale Kondensatoren garniert mit einem Serienwiderstand (und ein 
bischen mehr was hier keine Rolle spielt). Und der ist bei den alten 
Goldcap- oder Supercap-Typen ziemlich gross.

Das "teils nein" bezieht sich auf den letzten Teil der Ladekurve. Der 
geht ganz gemachlich über Minuten bis Stunden, und dagegen kannst du 
nicht anstinken.
#1237631
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Markus Steffen wrote:

> Wie wäre es, wenn ich den LP2950 weglasse und mit meinen 15V
> Versorgungsspannung eine Konstantstromquelle aufbaue welche einen max.
> Strom von 150mA zulässt und ich noch beachte, dass niemals mehr als 5V
> über dem Supercap abfallen würden?

Dann kommt genau das gleiche raus. Das ohm'sche Gesetz gilt dann nämlich 
immer noch.

Aber es bleibt dir unbenommen, einen L200 als 5V-Regler mit 150mA 
Strombegrenzung aufzubauen. Wird nichts Substantielles dran ändern, aber 
dann hast du genau das was du hier beschreibst.
#1237639
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@ Markus Steffen (Gast)

Lies mal das Datenblatt, die von mir genannten 50 Ohm sind nur ein 
Schätzwert. Vielleicht sind es bei deinem Cap ja nur 10 Ohm, dann kannst 
du mehr Strom fließen lassen. Supercaps sind eben in der Beziehung etwas 
extrem.

Aber die 5,5V dürfen nicht überschritten werden, sonst werden sie 
undicht.
Ich hatte versehentlich mal 10V an einem, seitdem entlädt er sich immer 
schnell auf 3V und hält erst dann seine Ladung...

Grüße, Peter
Gast #1237643
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Klar, wieder um alle Ecken und Kanten gedacht und dabei das Simple aus 
den Augen verloren...

Hmm, gibt es wirklich keine Möglichkeit den Supercap mit Hilfe meiner 
15V Versorgungsspannung mit Konstantstrom zu laden?
Gast #1237678
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Es wurde hier bereits ein paar Mal beschrieben aber nochmal langsam:

um einen konstanten Strom in den C zu treiben benötigst Du eine variable 
(sprich abhängig vom Ladezustand des Supercap ansteigende) Spannung.

Siehe Theorie der Stromquelle - zur Vereinfachung kannst du Dir auch 
einen R vorstellen, kleiner R bei eingestelltem Strom kleine Spannung, 
grosser R bei selbem Strom braucht eine hohe Spannung um den Strom zu 
treiben.

D.h. bei einem fast vollen Kondensator und einer daraus resultierenden 
geringen Änderung der Ladespannung/Zeitänderung benötigst Du eine sehr 
hohe Spannung.

Dein Supercap verträgt 5,5V - ist die Spannung darüber geht er kaputt.
Du kannst Dir aussuchen ob Du Deinen Supercap schnell laden willst und 
er dabei kaputt geht oder Du ihn langsam (exponentiell) bei konstanter 
Spannung laden willst und er überlebt.

MfG
K.
Gast #1237686
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@K.
Dies ist mir schon klar und aus dem Grund, dass er über den Jordan geht 
bei zu hoher Eingangsspannung habe ich nach einer anderen Möglichkeit 
gesucht.

Wie sich aber in diesem Thread herausgestellt hat, gibt es keine andere 
Möglichkeit.

Grüsse Markus
Gast #1413001
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Hm wie kommt man auf so hohe Innenwiderstände beim Gold Cap oder Super 
Cap?

Also ich ziehe aus einem einzelnen Cap mit 20 oder 50 F bei 2,3 oder 2,5 
V locker mal 10 A

Wo ist da bitte der Innenwiderstand bei 10 oder noch mehr Ohm? :D

Die Teile liefern mehr Strom als NI-Cd Akkus und können ihn auch 
wesentlich schneller aufnehmen...
#1413154
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>Hm wie kommt man auf so hohe Innenwiderstände beim Gold Cap oder Super
>Cap?
>Also ich ziehe aus einem einzelnen Cap mit 20 oder 50 F bei 2,3 oder 2,5
>V locker mal 10 A
>Wo ist da bitte der Innenwiderstand bei 10 oder noch mehr Ohm? :D
Die "kleinen" Caps (1F und kleiner) haben i.d.R. mehr Innenwiderstand 
weil sie z.B. für Sachen wie RTC Spannungsversorgung vorgesehen sind. 
Die größeren Klopper sind eher für Sachen mit viel Strom gedacht und 
haben daher auch weniger Innenwiderstand.
#1413180
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@  Monster Beat (Gast)

>Hm wie kommt man auf so hohe Innenwiderstände beim Gold Cap oder Super
>Cap?

>Also ich ziehe aus einem einzelnen Cap mit 20 oder 50 F bei 2,3 oder 2,5
>V locker mal 10 A

Wer redet denn hier von 20 oder 50F ??? Hier wird über ein hundertstel 
davon geredet !!!
Gast #1413505
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Ein Goldcap darf nur bis zu einer Spannung von max. 5,5 Volt betrieben 
werden! Spannungen über 5,5 Volt zerstören den Goldcap.

Supercaps mit 50 F dürfen nur bis max. 2,3 Volt betrieben werden.

hier mal ein Link: http://www.sander-electronic.de/be00022.html

Ich selber habe einen 0,47 F Goldcap als Stützbatterie für einen 
I2C-Uhrenbaustein über einen 100 Ohm Widerstand an 5 Volt eingesetzt!


Gruß

Jürgen
#1413599
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>Ein Goldcap darf nur bis zu einer Spannung von max. 5,5 Volt betrieben
>werden! Spannungen über 5,5 Volt zerstören den Goldcap.
>Supercaps mit 50 F dürfen nur bis max. 2,3 Volt betrieben werden.
Wieder eine etwas unsinnige Aussage, da es (wie oben schon geschrieben) 
auch Goldcaps mit 2,5 2,3 oder 2,1V gibt.

Wie Thomas S. schon gesagt hat steht sowas im Datenblatt drin. Eine 
generelle Aussage "Goldcaps haben hohen Innenwiderstand" oder "Goldcaps 
haben 5,5V" kann man nicht machen, da es viel zu viel Unterschiedliche 
Typen gibt.
Grundsätzlich gelten für DLCs folgende Faustformeln:
- Je weniger Kapazität, desto weniger Innenwiderstand
- Je mehr Kapazität, desto höher der mögliche Lade- Entladestrom
- Je mehr Kapazität, desto höher die Selbstentladung
Ausnahmen bestätigen hier wieder die Regel ;)
#1413639
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>- Je weniger Kapazität, desto weniger Innenwiderstand
ich dachte, der Ri wird höher?

>- Je mehr Kapazität, desto höher der mögliche Lade- Entladestrom
sofern der Ri mit der Kapazität steigt

>- Je mehr Kapazität, desto höher die Selbstentladung
wenn man mit Absolutwerten rechnet, dann mag das stimmen, aber wenn man 
das auf die Kapazität des C bezieht, dann wäre ich mir da nicht so 
sicher.
Gast #1419506
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Achso die beste Ladeschaltung für Caps ist aus nem LM317T 
Spannungsregler.

Die Dinger kosten um die 35 Cent und können schön eingestellt werden mit 
nem Poti.

Beschaltung: Kondensator (0,1 µF), Widerstand 240 Ohm, Poti, Kondensator 
(1 µf) und das wars.

So lade ich meine Caps immer auf ne feste Spannung mit nem maximalen 
Strom von 1,5 A.

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