Hallo Manfred,
also um die ganze Halbleitertechnik zu erklären würde ich zimelich
lange brauchen. Deshalb nur eine knappe Zusammenfasssung.
Bevor Halbleiter in Elektronikbauteile eingebaut werden, werden diese
dotiert. Man unterscheidet n(egativ) dotierte Halbleiter und p(ositiv)
dotierte Halbleiter.
In den n Halbleitern können sich negative Ladungsträger bewegen
(Elektronen), in den p dotierten Halbleitern können sich positive
Ladungsträger bewegen (sogenannte Löcher).
Nun kommt bei Dioden (auch bei Leuchtdioden) eine p Schicht und eine n
Schicht aufeinander. Dazwischen entsteht ein elektrisches Feld (da die
eine Schicht positiv, die andere negativ geladen ist).
Wenn du nun an einen Pol die positive Spannung anschließt und an den
anderen GND, so wird (wenn die LED falsch rum gepolt ist) das
elektrische Feld größer - d.h. die Diode sperrt. Wenn du sie richtig
polst, machst du erst das Feld platt (das sind die 0,7 V die eine Diode
braucht als Spannungsabfall) und danach 'fliegen' die Elektronen in
die Löcher und du hast Stromfluss.
Bei diesem 'Fliegen' wird Energie frei. Diese Energie wird in Form
von Photonen abgegeben. Das nennt sich Rekombinationsleuchten. Da die
Elektronen eine bestimmte Energie (je nach verwendetem
Halbleitermaterial) abgeben entsteht Licht genau einer Wellenlänge.
(also zum Beispiel grün).
Ich hoffe die Erklärung hat dir wenigstens ein bisschen geholfen.
Grüße
Flite