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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Sanftanlauf mosfet


Autor: Stefan P. (Gast)
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Hallo Leute,

ich muss meine Spannungen (3,3V und 5V) für eine externe 
Elektronikbaugruppe, die im Betrieb angesteckt wird langsam hochfahren, 
da sonst das plötzliche Laden der Kondensatoren auf dieser die 
Versorgung meiner uC schaltung killt.

Zusätzlich würde ich gerne auch im Betrieb die Versorgungsspannung ein 
und ausschalten können.


Ich hab oben ein Bild meiner Schaltung und wäre sehr dankbar, wenn 
jemand drüberschauen könnte, ob das so klappen kann/wird.

Sehr wichtig: Im Moment des ansteckens der Baugruppe dürfen die MOSFETs 
auf keinen Fall ein paar us durchschalten, da sonst die Spannung schon 
einbricht und die UC controllerschaltung zum Absturz bringt.


Bild ist angehängt und ich danke wirklich vielmals!

Autor: Stefan P. (Gast)
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Kurze Erklärung gleich hinterher:

Ich erwarte, dass die Schaltung nur die Ströme langsam durchschaltet 
(die gates der 2 mosfets läd), sobald BLPW eine logische 1 wird.

Bei BLPW = 0 oder hochomig darf kein Strom fließen.


Den Ausgang bilden die zwei Signale +3v3L und +5vL  (jeweils L wie Last 
;))

Autor: ... (Gast)
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Ich vermiss irgendwie einen Kondensator, der die Verzoegerung macht. Ein 
Sanftanlauf bedeutet der Mosfet ist im linearen Bereich, wird also nicht 
geschaltet.

Autor: Kevin K. (nemon) Benutzerseite
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wenn dir verzögerungen im nS bereich ausreichen, könnte es klappen, aber 
was spricht denn z.b. gegen einen RC-tiefpass vor der gate eines 
mosfets?

Autor: Christian L. (lorio)
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Kevin K. wrote:
> wenn dir verzögerungen im nS bereich ausreichen, könnte es klappen, aber
> was spricht denn z.b. gegen einen RC-tiefpass vor der gate eines
> mosfets?

Das MOSFET-Gate stellt auch eine Kapazität dar, mit den 1MOhm und 2*63nC 
+ weitere Kapazitäten ergeben sich so ca. 0,75 bis 1,5 Sekunden bis 
U(GS)=12V

Beim Abschaten ergibt sich jedoch die 11-fache Zeit. Das könnte 
vielleicht Probleme machen. Außerdem beginnt der MOSFET schon ab der 
Threshold Voltage anfängt zu leiten.

Bei 1 Tau (ca. 0,1 - 0,2s) ist U(GS) aber schon ca. 7V und da leitet der 
MOSFET schon einiges (vgl. Datenblatt)

Ich würde ein "herkömmlichen" RC-Glied bevorzugen, da dort die Kapazität 
größer ist und somit ungewollte parasitäre Kapazitäten nicht so ins 
Gewicht fallen.

Gruß
Christian

Autor: Michael Fr. (nestandart)
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und ich würde einfach RESET-pin von uC einige Zeit beim einstecken in 
aktiven zustand halten...
so is es einfacher und kleiner.

Autor: Stefan P. (Gast)
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Hallo Leute,

danke für die Tipps, die R Werte waren einfach nur als erstes 
Gedankenexperiment.

Die Zeit ist völlig egal, kann zwischen 5 und 50ms liegen zum 
einschalten und zum ausschalten völlig unbedeutend. Will nur, dass beim 
ziehen und anschließendem stecken der Baugruppe ein paar Sekunden später 
nicht die MOSFETs noch geladen sind und es dann zum Spannungseinbruch 
kommt.

Wieviel ich im Endeffekt brauch werd ich dann einfach durch einen Test 
rausfinden.

Wichtig war/ist mir nur, dass im hochomigen Zustand nicht der Mosfet 
doch kurz leitet (warum auch immer)^^

Und damit komm ich schon zu meiner nächsten Frage. Wie sieht das ganze 
bei einem P-Channel aus? Muss da auch erst das Gate auf ein Potential 
geladen werden bis er leitet? Wenn ich ihn gegen die Betriebsspannung 
schalte, sperrt er ja, sobald die Gatespannung negativer wird als 
Source, leitet er.

Was tut er im ersten Moment, wenn das Gate nur mit 100K gegen 12V 
geschaltet ist?

Kein Potential = Leitet nicht?

Er läd sich ja nicht auf oder so, die "Gatekapazität" sitzt ja zwischen 
Source und dem Gate oder?

Als Anfänger wie ich könnte man ja denken, dass sich die Gatekapazität 
bei genannter Beschaltung erstmal auf 12V aufladen muss, damit der 
Mosfet sperrt. Wird aber hoffentlich? nicht so sein, da am Anfang nicht 
0V anliegen sondern "nix". Richtig?

Danke für Erleuchtung!

Autor: Stefan P. (Gast)
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@ Michael Fr.

Es wird eine Platine mit Kondensatoren an eine bereits laufende 
Steuereinheit angeschlossen. Durch die schnelle Aufladung der 
Kondensatoren auf der neu angesteckten Platine bricht die Versorgung der 
vorhandenen Platine für ca. 1ms um mehrere Volt ein.
Dadurch resettet sich dann die Steuereinheit, was auf keinen Fall 
passieren darf.

Das mit dem Reset-PIN ist gut zum einschalten bis sich die Spannung 
stabilisiert, ist sicher auch auf der neu angesteckten Platine so 
vorgesehen, bringt aber der Steuereinheit nix, die durch den 
Spannungseinbruch stirbt.


Viele Grüße!

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