Es lässt sich nicht ausschließen, dass diese FLAK auch von Hanfbauern
benutzt werden wird, aber die Notwendigkeit, eine mögliche Verteidigung
gegen Drohnen zu entwickeln, besteht meiner Meinung nach tatsächlich, da
es absehbar ist, dass diese bald nicht nur die Privatsphäre von
Hanfbauern ausschalten werden. Ich meine damit weniger, dass wir die
Teile möglicherweise, unter dem Deckmäntelchen der Terrorbekämpfung, in
häuslicher Umgebung vor dem Schlafzimmerfenster zu sehen bekommen
könnten, sondern besonders die Bedrohung durch Kriminelle,
Privatschnüffler, Paparazi und ähnliches Gesocks, die Drohnen für
Industriespionage, Verletzung der Privatsphäre und viele weitere
Möglichkeiten nutzen werden.
Ich habe mit einem befreundeten Modellbauer schon oft herum gesponnen,
was alles möglich wäre, wie z.B. eine kleiner Schwarm von Drohnen, die
mein Auto begleiten, ihm voraus fliegen, um z.B. den Gegenverkehr hinter
der nächsten kurve als Live-Bild zu übertragen, was sicheres Überholen
an unmöglichen Stellen ermöglichen würde, oder Modellflugzeuge mit
kleinen Raketen auszustatten und im Dogfight gegeneinander antreten zu
lassen, wie diese Waffen beschaffen sein müssten und so weiter,
stundenlang und mit wachsender Begeisterung. FLAK-Systeme waren
natürlich auch dabei. Wir dachten natürlich nicht daran, diese Ideen
irgendwann mal umzusetzen, weil uns kein praktischer Nutzen einfiel und
wir beide besseres zu tun haben, als höchst illegale weil unzugelassene
Technik in den Straßenverkehr oder Luftraum zu bringen.
Wenn man aber die in Zukunft unausweichliche Bedrohung durch Drohnen
betrachtet, und ich empfehle hier, sich vom genannten Heise-Artikel aus
mal ein wenig weiter zu klicken und sich ein paar Gedanken zu machen,
sollte man annehmen, dass tatsächlich ein Bedarf daran besteht, "seinen"
Luftraum frei von unbemannten Eindringlingen zu halten. Meiner Meinung
nach sollte auch ein Recht darauf bestehen.
Im Prinzip sprechen wir doch von einer Silvesterrakete mit Servos an den
Stabilisatoren, einem Zünder für die (etwas besser gedämmte) Ladung, ein
paar Phototransistoren an schwarzen Blechen hinter einer durchsichtigen
Kunststoffspitze und etwas Elektronik.
Dazu bräuchte man noch eine Basistation, die das Zielobjekt mit einem
modulierten Laser markiert. Sie muss in der Lage sein, Vögel von als
Vögel getarnten Drohnen unterscheiden zu können, und da sehe ich erst
mal das Problem, denn letztendlich ließe sich auch die Radar-Signatur
eines Vogels fälschen. Die Bastler auf der Gegenseite sind nicht mehr
von Stahl und Alu abhängig.
Ich bin gespannt, wann sich Vögel fernsteuern lassen.. :D