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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Welche SMD KondensatorArt fuer Integratorschaltung


Autor: MikroMakro (Gast)
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Hallo Spezialisten,

kann mir jemand einen Tipp geben, welche Kondensatorart - SMD Bauweise - 
man fuer eine Integratorschaltung verwendet?

benoetigte Kapazitaet: 20n

Danke MikroMakro

Autor: Helmut Lenzen (helmi1)
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Was du brauchst sind Kondensatoren mit geringer dielektrischer 
Absorption.
Das sind normalerweise Kondensatoren mit  Polypropylendielektrikum.
Unter Dielektrischer Absorption versteht man das selbstaendige 
wiederaufladen des Kondensators nach einiger Zeit. Verschiedene 
Dielektrikum habden die angewohnheit sich nach dem entladen des 
Kondensators nach einiger  Zeit wieder eine Spannung aufzubauen. Wenn du 
jetzt einen Intergrator mit dem Kondensator aufbauen willst hast du nach 
einiger Zeit wieder ein Ausgangssignal .
Um einen Kondensator danach auszuwahlen schaust du mal auf die Webseite 
von Wima.

Gruss Helmi

Autor: Helmut (Gast)
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Nimm C0G Typen  mit 50V auch wenn du nur 10V brauchst.
Falls du keine 20nF bekommst, dann nimm 2*10nF parallel.

Autor: Jens G. (jensig)
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vielleicht tun's ja auch 22n

Autor: MikroMakro (Gast)
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@ Jens G.: klar, 22nF gehen auch, da der Lade und Entladevorgang mehrere 
100ms lang ist, spielen die 2 nF keine Rolle.

@ Helmut & Helmut:

Danke für den Lerneffekt - dielektrische Absorption. Wußte ich noch 
nicht :o)
Habe auch gleich geschaut, welche Kondensotern in Frage kommen dürften.
Mein Elektronikversender ist Reichelt.
Leider konnte ich da nix - C0G - finden.

Da meine Entladezeit über mehrere 100ms liegt und die nächste Auffladung 
ebenfalls, brauche ich, wenn ich das richtig gelesen habe, gar keinen 
solchen Kondensator mit hoher dielektrische Absorption.
Liege ich da richtig?

"dielektrische Absorption entsteht bei kurzer Entladung des 
Kondensators"

So sollte es reichen einen:
 - Metallisierter-SMD-Polyester-Kondensator von Wima 22 nF -
zu nutzen.

Oder?

Danke MikroMakro

Autor: Falk Brunner (falk)
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@  MikroMakro (Gast)

>Leider konnte ich da nix - C0G - finden.

Such mal nach NP0, ist das gleiche in grün.
Hmm, gibts bei Reichel nur bis 2,2n. Musst du halt 10 Stück parallel 
schalten :-0

>Da meine Entladezeit über mehrere 100ms liegt und die nächste Auffladung
>ebenfalls, brauche ich, wenn ich das richtig gelesen habe, gar keinen
>solchen Kondensator mit hoher dielektrische Absorption.

Du WILLST keine dielektrische Absorption! Das ist ein bisweilen SEHR 
störender Effekt!

>So sollte es reichen einen:
> - Metallisierter-SMD-Polyester-Kondensator von Wima 22 nF -
>zu nutzen.

Naja, kann klappen muss nicht. Polyester ist auch polar. Besser ist 
Polypropylen. Wirst du aber bei Reichelt nicht in SMD kriegen. Musst du 
halt bedrahtet nehmen. Sowas hier

http://www.reichelt.de/?;ARTICLE=31947

MfG
Falk

Autor: MikroMakro (Gast)
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@ Falk Brunner:

>Du WILLST keine dielektrische Absorption! Das ist ein bisweilen SEHR
>störender Effekt!

Sorry. ?-p

 "Je kleiner die Absorption, desto besser." So richtig?


3 x 10 (2.2n)stück parallel?
3 x  3 (6.8n)

Nee, da müßte ich anbauen. ;-)

Dennoch Danke für den Link.

MfG MikroMakro

Autor: Helmut Lenzen (helmi1)
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> "Je kleiner die Absorption, desto besser." So richtig?


So isses.

Handelsname für Polypropylenkondensatoren ist auch FKP Typen.
Aber Achtung die bauen grösser als andere Kondensatoren.

Aber sag mal genau was du mit dem Integrator vor hast.

Keramikkondensatoren vergiss mal am besten für einen Integrator.


Gruss Helmi

Autor: Frank B. (frankman)
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Helmut Lenzen schrieb:
>> "Je kleiner die Absorption, desto besser." So richtig?
>
>
> So isses.
>
> Handelsname für Polypropylenkondensatoren ist auch FKP Typen.
> Aber Achtung die bauen grösser als andere Kondensatoren.
>
> Aber sag mal genau was du mit dem Integrator vor hast.
>
> Keramikkondensatoren vergiss mal am besten für einen Integrator.
>
>
> Gruss Helmi

sehe ich ähnlich, es gibt aber Folienkondensatoren in SMD.
Das oder in aller letzter Not NPO Kondensatoren.

Autor: Ulrich (Gast)
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Die Kondensatoren mit geringer dielekrischer Absorbtion sind leider 
etwas größer. Wenig Dielektrische Absorbtion kriegt man eben am 
einfachsten bei kleiner Dielektrizitätskonstante.

Als SMD wird man Polypropylen Kondesatoren nur schwer, wenn überhaupt 
kriegen. Die sind einfach zu temperaturempfindlich.

Keramik Kondensatoren vom Typ NPO / COG sollten besser sein als einige 
der Folienkondensatoren die man als SMD kriegt.

Autor: MikroMakro (Gast)
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at Helmut Lenzen:

> Aber sag mal genau was du mit dem Integrator vor hast.


Nichts Grandioses.

Die Integratorschaltung dient der Entprellung ueber laengeren Zeitraum.
Nachfolgend ist eine Schaltung zur Pulsgenerierung, bei steigender und 
fallender Spannung am Integratorausgang nachgeschaltet und mit Monoflop 
der Puls auf eine bestimmte Laenge gebracht.


Wie gesagt nichts zeitkritisches oder so.

Aber ich habe wieder was dazu gelernt - dielektrische Absorption


Die Wahl SMD zu verwenden lag einfach nur darin keine Loecher mehr in 
die Platine bohren zu muessen und die Schaltung klein zu halten.


at Ulrich: Danke fuer den Hinweis und Tipp.



Danke

MfG MikroMakro

Autor: Helmut Lenzen (helmi1)
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Wenn das nur zur Entprellung ist sollte die dielektrische Absorption 
keine so grosse Rolle spielen. Die spielt vielmehr eine Rolle wenn du 
den Integrator zu Messzwecken brauchen würdes. Also AD-Wandler vom 
Dual-Slope Type.

>Als SMD wird man Polypropylen Kondesatoren nur schwer, wenn überhaupt
>kriegen. Die sind einfach zu temperaturempfindlich

Als Polypropylen nicht aber aber als Polypropylensulfid . Gesehen auf 
der Webseite bei Wima.

Autor: Falk Brunner (falk)
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@  MikroMakro (Gast)

>Die Integratorschaltung dient der Entprellung ueber laengeren Zeitraum.

Entprellen? Was? Tasten? UNd dafür mast du so einen Aufstand?!?!???

Autor: MikroMakro (Gast)
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@ Falk Brunner:

> Entprellen? Was? Tasten? UNd dafür mast du so einen Aufstand?!?!???

Ich habe doch keinen Aufstand gemacht.
Ich bin ja selber der vielen Informationen überrascht.
Und bin sehr dankbar dafür.

Warum soll ich denn gleich die Enterprise bauen, nur um hier 
Informationen zu bekommen.

@ Helmut Lenzen:

> Wenn das nur zur Entprellung ist sollte die dielektrische Absorption
> keine so grosse Rolle spielen. Die spielt vielmehr eine Rolle wenn du
> den Integrator zu Messzwecken brauchen würdes. Also AD-Wandler vom
> Dual-Slope Type.

Danke für diesem Beitrag.

Dieser Thread hat mir doch einiges gebracht.
- dielektrische Absorption - je geringer desto besser
- geringe Absorption bei kleiner Dielektrizitätskonstante
- sollten dort Anwendung finden , wo es auf Genauigkeit ankommt
- Je kürzer die Entladezeit, desto größer die Absorption

Danke und freundliche Grüße

MikroMakro

Autor: Michael (Gast)
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>Such mal nach NP0, ist das gleiche in grün.

Sind Kondensatoren in SMD nicht für gewöhnlich braun? xD

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