Pronto schrieb:
> 1. Ich schließe nun die Spule zusammen mit einem Widerstand und einem
> Strommesser in Reihe an einen Frequenzgenerator. Nun dreht man die
> Frequenz höher. Was passiert wenn die angegebene Resonanzfrequenz
> erreicht wird ? Ich würde sagen der Strom ist am kleinsten bei der
> Resonanzfrequenz. Ist das richtig ?
Ja. müsste so sein. Danach wirkt die Spule dann mehr wie ein
Kondensator als eine Spule.
> 2. Dann ein anderer Fall, eine Luftspule mit der selben Induktivität wie
> oben. Hier hat doch die Luftspule eigentlich keine solche
> Resonanzfrequenz welche eigentlich durch den Spulenkern "Materialtyp"
> bestimmt wird.
Die Eigenresonanz hat nichts mit dem Kern und den Kernverlusten
zu tun; sie entsteht dadurch, dass die Wicklung selbst eine
Kapazität mit einbringt und daher das ganze Gebilde einen Schwing-
kreis darstellt.
> 3. Wäre dann in der Schaltung oben eine Spule ohne Kern besser oder eine
> Spule mit Kern der Selben Induktivität ?
Ist ziemlich egal. Die Luftspule hat eine höhere Güte, da sie
keine Ummagnetisierungsverluste im Kern besitzt, dafür ist sie
größer. Die Stabilität der Schaltung wird jedoch in erster Linie
durch den Quarz bestimmt, damit spielt die Güte der Spule eine
eher untergeordnete Rolle. Die Aufgabe dieses Schwingkreises ist
es wirklich nur, den Quarz auf der richtigen Oberwelle zu halten.
> 4. Wie verhällt sich eine Spule mit Kern und einer Resonanzfrequenz weit
> über dem Einsatzbereich im vergleich zu einer Luftspule ?
Das ,mit Kern' kannst du streichen. Ansonsten s. o.: der kapazitive
Anteil überwiegt, sie verhält sich also in erster Näherung wie ein
Kondensator.
> für mich ist die Angabe der Resonanzfrequenz bei "Kaufspulen"
> irreführend.
Diese bestimmt (insbesondere natürlich bei Drosseln) die größte
(sinnvoll) mögliche Einsatzfrequenz.