Gast
#1252964
Ich habe seit Kurzem ein Colorimeter von Colorvision (Datacolor 1005), um meinen Drucker zu Profilieren - das klappt nebenbei gesagt wunderbar. Dabei hat es mich natürlich interessiert, wie das Ding innen aufgebaut ist. Also habe ich es kurzerhand aufgeschraubt, was ohne jede Zerstörungsgefahr möglich ist. Das Prinzip ist ebenso einfach wie clever: Der Messkopf besteht aus einem Ring von LEDs (rot, gelb, grün, blau und uv), je drei mal, angeordnet um zwei Rücken an Rücken montierte Sensor-Chips im transparenten DIL-8-Gehäuse. Der eine Sensor bekommt sein Licht direkt (offenbar als Referenz) und der andere nur indirekt, reflektiert über das zu messende Papier. Durch die Paarweise Anordnung werden sicher auch Temperatur- und Betriebsspannungseinflüsse herauskompensiert. Bei einer Messung, die per Tastendruck oder Software vom PC/Mac ausgelöst werden kann, leuchten innerhalb von ca. 1/2 Sekunde je drei gleiche LEDs (120 Grad versetzt) wie in einer Deko-Lichterkette kurz auf ... Die Auswerteelektronik finde ich ungewöhnlich komplex, ich hätte gedacht, hier genügt ein einfacher Mikrocontroller zum Schalten der LEDs und der (vermutlich) Frequenzmessung. Ach ja, das Ganze ist per USB am Rechner angeschlossen und die eigentliche Rechenarbeit leistet dessen Software. Ich würde gerne probieren, ob es möglich ist, sowas mit einem Atmega 8 nachzubauen. Als USB-Interface würde ich den Mini-USB-RS232-Adapter von Tigal nehmen (http://www.tigal.com/product.asp?pid=1233). Hat der Mega8 dafür genügend Pins** und kann der zwei Frequenzmessungen (ca. 50 kHz) gleichzeitig machen? Frank ** ich möchte, wenn möglich, die 15 LEDs ohne zusätzliche Treiber anschließen. Ich brauche 2 Pins für die RS232 und eines für einen Taster.
