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Forum: Offtopic Hebebühne selber bauen


Autor: Tobias Plüss (hubertus)
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Hi Leute,
Ich will grade selber eine Hebebühne für ein Motorrad bauen. So ca. 300 
kg möchte ich damit schon heben können.
Am liebsten hydraulisch. Gibts da irgendwo günstig solche 
Hydraulikaggregate und Zylinder oder sowas in der Richtung?
Oder wie könnte man den Antrieb für die Hebebühne anders auch noch 
lösen?
Gewindestange habe ich mir auch schon überlegt; wird aber nicht 
funktionieren weil zu hohe Abnutzung des Gewindes (ausser das wäre aus 
gehärtetem Stahl oder Keramik, was aber wohl kaum zu bezahlen ist).

Ideen?

Gruss
 Tobias

Autor: Martin Kohler (mkohler)
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Tobias Plüss schrieb:
> Gewindestange habe ich mir auch schon überlegt; wird aber nicht
> funktionieren weil zu hohe Abnutzung des Gewindes (ausser das wäre aus
> gehärtetem Stahl oder Keramik, was aber wohl kaum zu bezahlen ist).
Warum sollte sich das zu sehr abnutzen?
Bau einen Scherenhubtisch mit unten- oder obenliegender (weniger 
Verschmutzung) Gewindestange.
Dann hast du auch gleich das Sicherheitsproblem erschlagen, weil der 
Gewindeantrieb selbsthemmend ist.

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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> Gewindestange habe ich mir auch schon überlegt; wird aber
> nicht funktionieren weil zu hohe Abnutzung des Gewindes

Dann sieh Dir mal die einfachen Wagenheber an, die bei vielen Autos zum 
Bordwerkzeug gehören. Die bekommen das mit einem Gewinde hin.

Welchen Hub benötigst Du denn? Vielleicht lässt sich ja ein einfacher 
Wagenheber aus dem Autozubehörhandel, ob nun Schere mit Gewinde oder 
Hydraulik, für Dein Projekt verwenden. Preislich dürftest Du da auf 
jeden Fall im grünen Bereich liegen, und die Teile heben etwas mehr als 
300 kg.

Autor: Tobias Plüss (hubertus)
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Seid ihr sicher, dass das mit der Gewindestange einwandfrei ist?
Ich dachte auch an einen Scherenhubtisch; das Problem dabei ist ja aber 
das folgende:
Wenn die Hebebühne ganz unten ist - und die 'Scheren' relativ flach sind 
- dann braucht das ja eine enorme Kraft, um den Tisch incl. Motorrad zu 
heben. Da ich die Gewindestange motorisch antreiben möchte, habe ich 
erst mal befürchtet, dass die das nicht lange mit macht.

@Rufus
ich will ca. 1m heben.
Sollte passen oder?

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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> ich will ca. 1m heben.

Na gut, übliche Autowagenheber haben diese Hubhöhe nicht.

Wenn Du mit einer Hebelmechanik und entsprechender Übersetzung 
arbeitest, dann sollte auch mit einem 30cm-Wagenheber der Hub erzielt 
werden können. Dafür müsste der Wagenheber halt etwa das Dreifache von 
300 kg heben können - das dürfte kein Problem darstellen. Dimensioniere 
das lieber etwas großzügiger, es dürfte nicht schwer sein, geeignete 
Autowagenheber zu finden.

Achte bei Deinem Selbstbau darauf, daß Du die Hebebühne in gehobener 
Stellung arretieren kannst - nichts ist drolliger, als ein sich 
schlagartig zusammenfaltender Scherenhubtisch.

Gute Schweißnaht!

Autor: Tobias Plüss (hubertus)
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Wie könnte ich denn diese 'Übersetzung' technisch realisieren? Das Teil 
sollte in zusammengeklappten Zustand möglichst flach sein, das wäre 
schön.

Autor: Katzeklo (Gast)
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Offtopic:
wer-weiss-was.de ist ein Witz gegen dieses Forum hier!

Autor: mbeyer (Gast)
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http://www.hamsterpreise.net/product_info.php?prod...

Für den Preis bekommt man hier nicht mal die Einzelteile.
Und bei einer Selbstbauvariante mit 1 m Hubhöhe beachten: Wenn der Motor 
auf dem Boden liegt, will der auch erstmal 1m hochgehoben werden.

mbeyer

Autor: Michael W. (retikulum)
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mbeyer schrieb:
> http://www.hamsterpreise.net/product_info.php?prod...
>
> Für den Preis bekommt man hier nicht mal die Einzelteile.
> Und bei einer Selbstbauvariante mit 1 m Hubhöhe beachten: Wenn der Motor
> auf dem Boden liegt, will der auch erstmal 1m hochgehoben werden.
>
> mbeyer

Ist aber weit entfernt von der gewünschten Hubhöhe von 1m.

Michael

Autor: Paul Baumann (Gast)
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Schüttelreim:
Will solch' Lasten man mit Bühnen heben,
dann läßt das meist auch Hünen beben.

;-)
MfG Paul

Autor: Muskelprotz :D (Gast)
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>Wenn der Motor auf dem Boden liegt, will der auch erstmal 1m hochgehoben >werden

Naja ein Motoradmotörchen :)
Mit ´nem Kumpel auch schon mit einem 90 PS 4-Zylinder Nissanmotor 
gemacht, größer als das Gewichtsproblem was das ölige ...

Autor: Paul Baumann (Gast)
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Früher (TM) habe ich solche Motorräder an der Uhrkette getragen. ;-)

MfG Paul

Autor: schwups... (Gast)
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@ Tobias Plüss

Bau dir doch eine Scherenhebebühne und für den Hub nimmste einen
Rangierwagenheber aus nem Baumarkt (~50 Euro)oder Ebay
Ebay-Artikel Nr. 190306276149

der auf die Achse auf halber Höhe wirkt.
etwa so.
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
      O                          O<---------->
         *        .          *
            *     .      *
               *  .  *
                  O
               *  +  *
            *       +    *
         *            +      *
      O          ++++++++++++++  O<---------->
###############################################
. ohne Bedeutung(mußte Umbruch austricksen)
* Rahmen oben evtl. mit ner Rippen-aluplatte
# Rahmen unten
+ Rangierwagenheber 2t (üblich)
0 Drehlager unverschieblich
0<-> Drehlager verschieblich

Einige Materialien kannste auch günstig bei Ebay kaufen oder
auch gleich fertig z.B.
Ebay-Artikel Nr. 120413908916

Anstelle des Scherenhub gibts noch den Parrallelogrammhub

Ebay-Artikel Nr. 360152553664

Ob sich da das basteln ohne Erfahrung und Werkzeug(und ohne Maschinen) 
lohnt kann ich nicht sagen, da ich deine Möglichkeiten nicht kenne.

Autor: Tobias Plüss (hubertus)
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@Paul

Dein Reim ist wieder mal Spitze :-)

@mbeyer
> Für den Preis bekommt man hier nicht mal die Einzelteile.

mag sein, selber bauen macht aber mehr Spass. Kaufen kann jeder ;-)

@schwups
Möglichkeiten hab ich eigentlich alles was man braucht und Werkzeug 
auch. Daran soll's nicht liegen ;-)
Aber wie du das mit dem Wagenheber meinst, ist mir noch nicht ganz klar.
In deinem 'Bild' drückt der ja irgendwie schräg auf die mittlere Achse 
(wo sich die 'Scheren' kreuzen), ich kann aber nicht ganz erkennen was 
der Vorteil davon ist.

Andere Möglichkeit:
Halt oben (oder unten) bei den '0<-> Drehlagern verschieblich' ein 
Gewinde rein und mit ner Gewindestange das ganze hoch heben. Ich weiss 
aber nicht, ob das Kraftmässig passt, und irgendwie blick' ich im Moment 
nicht ganz durch, wie ich da die maximale Kraft, die auf die 
Gewindestange wirkt, berechnen könnte. Es müssen aber wohl schon ein 
paar N sein denk' ich mal ;-)
Und daher habe ich eben erst befürchtet, dass die Abnutzung da einfach 
extrem würde.

Autor: schwups... (Gast)
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@Tobias Plüss

Lösung mit Wagenheber:
Der Wagenheber muß ja nur die Scherachse anheben oder absenken und
wäre unter der Scherachse am einfachsten zu lösen weil das System
aus zwei nichtrechtwinkeligen Dreiecken übereinander geometrisch
stabil gleich groß ist und der Wagenheber jede Last bis zwei
Tonnen heben kann.
Man muß noch bedenken das sich die Last auf vier Lagerpunkte verteilt.

Der Wagenheber müßte natürlich etwa 500mm Hub schaffen was dann
1m Gesamthub brächte.

Lösung mit Spindel:
Eine Gewindestange (z.B. Trapezgewindestange TR20 o.ä.) müßte 
schätzungsweise reichen die man mit ner Handkurbel oder einem
Getriebmotor antreibt. Ich bin nicht sicher, aber die Antriebs-
kraft müßte gleichmäßig linear sein.
Wäre nicht uninteressant über die Winkel min,max die Kräfte zu
berechnen.
Ich würde aber eine Zugbelastung vorsehen. Bei einer Schubbelastung
könnte die Stange knicken. Außerdem sollte man die Torsionskräfte
für die Gewindemutter nicht außer Acht lassen. Empfehlenswert
wäre bei einem Spindelantrieb auch eine Sicherung, z.B. in Form
einer Sicherungsvorrichtung vorzusehen das der Tisch bei einem Bruch
nicht zusammenkracht und für einen kapitalen Schaden sorgt, von der
Verletzungsgefahr mal ganz abgesehen.

Ich hatte mal vor Ewigkeiten mal einen Holztisch mit Schergestell
gebaut der auch funktionierte aber das Gewinde war nur M10, was aber
eher schwer ging und dann auch keinen Spaß mehr machte den zu 
verstellen.
Nach so 10 Jahren brauchte ich den Tisch ohnehin nicht mehr und hab ihn
wieder zerlegt und entsorgt.

Autor: Tobias Plüss (hubertus)
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@Schwups
Jau, genau so wie du das mit dem Gewinde umschreibst, habe ich mir das 
auch vorgestellt. Die Gewindestange wird z.B. am oberen Teil so 
montiert, dass sie die beiden Scheren zusammen zieht - und dann fährt 
der Tisch automatisch hoch. Das wär relativ einfach zu bauen, denk ich 
mal, aber die Frage ist jetzt - wie gross sollte die Stange ungefähr 
sein. Ich habe mir auch überlegt, z.B. eine gewöhnliche, sagen wir mal 
M10, Gewindestange zu nehmen.
Oder aber, wenn das wirklich erforderlich ist, eine Trapezgewindestange.
Und den Antrieb mache ich mit einem Elektromotor (das macht ja keinen 
Spass, so ein Teil nen Meter hoch zu kurbeln ;-)).

Als Sicherung, wenn das nötig sein sollte, habe ich mir überlegt, ob man 
z.B. im oberen Teil an der Führung der Schienen Löcher rein bohrt, und 
da einen Bolzen rein steckt, wenn die Hebebühne oben ist. Dann ist das 
ganze fixiert, man darf dann einfach nicht vergessen, den Bolzen wieder 
rauszunehmen, bevor man den Motor anlässt ;-)

Hast du ne Ahnung, wie sich diese Kräfte berechnen lassen?
Ich hatte das zwar mal in Physik, aber irgendwie sieht das bei der 
Hebebühne gar nicht so einfach aus.....


Gruss

Autor: Ohoh. (Gast)
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Ich würde mich unter die Konstruktion aber nicht drunter legen.
Auch ein Ingenieur würde bei einem Selbstbau mit entsprechendem 
Sicherheitsfaktor wahrscheinlich Respekt haben und lieber auf die 
geprüften und bewährten Geräte zurückgreifen.
Oder einen Kollegen mal nachrechnen lassen..
Sicher zu sein, dass es sicher ist, ist der Aufwand, der die 
Angelegenheit nicht lohnenswert erscheinen lässt.

Grüße an die platten Füße!

Autor: schwups... (Gast)
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Zwei Wege fallen mir als Lösung ein:
1)Berechnen aller Kräfte was sehr aufwendig sein kann.
2)Ausprobieren nach dem Prinzip von Versuch und Irrtum.
  (Kann kostspielig sein,Gewindestange M10 wäre schon
   rausgeschmissenes Geld)
Ich will mal versuchen ein wenig Know-How beizusteuern,
ist aber schon eine Weile her, das ich ein Semester den
Stoff mal hatte.

Da wären einige Berechnungen zu führen:
-Zugspannung bei der Spindel
 (Knickspannungen kann man wohl ignorieren wenn die nicht
 auftreten oder gering sind).
-Biegespannungen bei den Scherbalken (Flachstahl oder 
Winkelstahl(Vorzug))
 insbesondere im Bereich der Querschnittsschwächung(Bohrung).
 Dabei sollte man den Bereich der größten Zugspannung betrachten.
-Scherspannungen bei den Lagern und Wellen die man mit
 Lagerbuchsen verstärken kann.

Zur Berechnung:
Zunächst ermittelt man Lastannahmen.
Dazu zählt das was man heben will(Hauptlast)
zzgl. das was auch im Leerlauf gehoben wird(Eigenlast).
In der Summe gibt das die Gesamtlast(Lastannahme).
Die Gesamtlast beansprucht Bauteile anteilig.
Bei den Lasten muß man nicht pingelig sein und bemißt
großzügig. In der Berechnung benötigt man eine zulässige
Spannungsgrenze (Sigma) die man so manipulieren kann, das ein
vielfacher Sicherheitsfaktor die Konstruktion solide macht.

Eine Spindel M10 kann für motorischen Antrieb nicht
benutzt werden weil die Oberflächenpressung des Gewindegangs
zuviel Reibungshitze produziert und dann frist.
Nennt man auch Reibverschweißung was ich noch nie berechnet habe.
Große Gewindigkeiten sind da ohnehin nicht drin.
Ich schätze max. 50-60 U/Min. Über die Drehmomente bekommt man
die erforderliche Motorleistung.

>Und den Antrieb mache ich mit einem Elektromotor (das macht ja keinen
>Spass, so ein Teil nen Meter hoch zu kurbeln ;-)).
Dann muß auch ein Getriebe dran und Endschalter die ein überfahren
der maximalen Strecke verhindern.

Zu den Berechnungen:
Mit Formeln muß man sich nicht rumschlagen weil es im Web ein paar
nützliche Programme gibt die eine Berechnung erleichtern.

Leider bin ich ziemlich beschäftigt, so das ich die Sache hier nicht
so umfangreich beposten kann wie es wünschenswert wäre. Aber bestimmt
melden sich noch ein paar Experten die auch mehr Erfahrung haben.

Gruß

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