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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik DS KE-D Keramischer Dickschichtdrucksensor


Autor: StummerLeserOderFrager (Gast)
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Hallo,

die Keramischen Dickschichtdrucksensoren von HYGROSENS scheinen recht 
günstig zu sein (16.90€ bei Reichelt), sind die aber auch zu gebrauchen?
Was haltet Ihr von den Sensoren in Bezug auf Genauigkeit (nach 
Nullpunkteinstellung) ?
Eine einfache OPA-Schaltung wäre doch ausreichend, um ein gut 
digitalisierbares Signal zu erhalten oder gibt es hier was zu beachten?

Hat damit schon jemand Erfahrungen gemacht?
Gibt es genauere / günstigere Alternativen im Messbereich 0 bis 100bar?

Hier das Datenblatt:
http://www.reichelt.de/?;ACTION=7;LA=6;OPEN=0;INDE...

Vielen Dank für Anmerkungen!

Autor: StummerLeserOderFrager (Gast)
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Hallo,

da der Sensor anscheinend noch von keinem aktiven Forenmitglied getestet 
wurde, will ich noch einmal nach "etablierten" Alternativen fragen, 
ansonsten einfach mal ausprobieren - in der Hoffnung, dass er brauchbare 
Werte liefert.

Danke!

Autor: spess53 (Gast)
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Hi

Was mich stört, ist, das das alles Relativdruckmesser sind. Dafür habe 
ich im Moment keine richtige Verwendung.

MfG Spess

Autor: StummerLeserOderFrager (Gast)
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Hallo,

das bedeutet doch nur, dass der ausgegebene Wert +1bar der Absolutdruck 
ist oder?

Ich habe auch nicht verstanden, ob der ganze Sensor in das Druckgefäs 
getaucht wird (geht aus dem Datenblatt nicht hervor).

Vielen Dank!

Autor: asdf (Gast)
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Der Sensor wird natürlich nicht ganz eingetaucht, sonst könnte er keinen 
Differenzdruck mehr messen. Man muss ihn von der anderen Seite gesehen 
haben um das Funktionsprinzip zu verstehen: 
http://up.picr.de/2270476.jpg.

Der Sensor hat von dieser Seite eine zylinderförmige Öffnung die fast 
ganz durchgeht und auf einer Seite von einer "Membran" begrenzt wird. 
Die "Membran" und der Sensorkörper sind ein einziges Teil aus Al2O3 
(siehe Schnittbild im Datenblatt). Man muss den Sensor also mit der 
Seite die die Öffnung hat auf eine in einer Sackbohrung befindliche 
Dichtung drücken. Dazu kann man eigentlich nur Druck auf ca. 1mm Rand um 
das Anschlusskabel herum ausüben, ich konnte bisher auch keine genaueren 
Angaben finden. Der Sensor misst dann den Differenzdruck über der 
"Membran". Absolutdruck ist dann gemessene Druckdifferenz + 
Umgebungsluftdruck.

Ich stelle mir das im Eigenbau so vor:
1) 1 Messingplatte (z.B. 40x40x10) mit einer Bohrung und irgendeinem 
Rohrgewinde zum Anschluss.
2) Platte mit einer Bohrung 18,xmm, z.B. 40x40x5
3) noch eine Platte (z.B. 40x40x10) mit einer Bohrung ca. 16mm

Jetzt 2) auf 1) schrauben, eine Dichtung und den Sensor einlegen und 
dann 3) auf 1) schrauben, habe ich aber noch nicht ausprobiert (ob das 
bei 100bar noch hält? Mir reicht zum Glück deutlich weniger).

Das Ausgangssignal habe ich so interpretiert, dass es bei 0 bar 1mV/V 
sind und bei Nenndruck 4mV/V. Seht ihr das auch so?

Es gibt auch ein fertiges Gehäuse (hab den Link nicht abgespeichert, sah 
jedenfalls teurer aus als der Sensor) in das dann der gewünschte Sensor 
eingelegt wird.

Falls jemand eine bessere Idee hat oder einen besseren Sensor kennt 
würde mich das natürlich auch interessieren. Ich habe ihn bisher weder 
angeschlossen noch eingebaut.

Autor: StummerLeserOderFrager (Gast)
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Hallo,

danke für die ausführliche Antwort!

Das Ausgangssignal hätte ich genauso interpretiert. Es bezieht sich wohl 
auf die Spannungsdifferenz von +Ub und -Ub, also bei 5V 5mV bis 20mV...

Wenn man den Sensor wirklich nicht ganz ins Medium eintauchen kann ist 
die Montage wohl serh schwierig, dass deine Lösung bei 100bar noch 
zuverlässig dicht ist bezweifle ich...

Kennt jemand einen Absolut-/ Differenz-/ Relativdrucksensor mit 
ahnlichem Messbereich und va. Preis?

Vielen Dank!

Autor: asdf (Gast)
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Wenn man den Sensor ganz eintaucht muss man eine bei 100 bar druckfeste 
und dichte Kabeldurchführung finden und auch einen druckfest dichten (je 
nach Medium) Absolutdrucksensor verwenden. Ich hätte jetzt angenommen, 
dass das noch wesentlich schwieriger oder teurer ist.

Die Sensoren die mir sonst noch einfallen haben einen Schraubanschluss 
(z.B. Wika MCTH-1, entspricht etwa o.g. Sensor in passendem Gehäuse, 
Preis: ?) und werden meist auch nicht ins Medium eingetaucht.
Für andere Exemplare für die ich preise finden konnte lagen diese 
deutlich über 100 Euro.

Wenns günstig sein soll würde ich eher einen Relativdrucksensor um einen 
Luftdrucksensor ergänzen, die gibt es auch relativ günstig.

Autor: Maximilian (Gast)
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Auch wenn der Beitrag schon älter ist, den Sensor gibt es immer noch zu 
kaufen und ich hätte eine themenspezifische Frage dazu:

Könnte der Sensor auch mit Unterdruck umgehen oder ist das physikalisch 
nicht möglich bei diesem Typ von Sensor? Die Absolutdrucksensoren dieser 
Baureihe sind zum Beispiel im Datenblatt mit einem Messbereich ab 1 bar 
bis zu ihrem Maximum angegeben.

Vielen Dank für die Informationen die bisher hier geteilt wurden.

Grüße, Max

Autor: Wolfgang Rosner (wjr)
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Ich hatte vor einigen Jahren einen kompletten Sensor von Hygrosens (also 
incl Gehäuse und I2C-Auswertelektronik). Das Ganze scheiterte damals am 
Raspberry-clock-stretch-Bug und meiner begrenzten Zeit.

Soweit ich abschätzen kann, sind diese Sensoren der Kern absolut 
professioneller industrietauglicher Applikationen und kosten 
dementsprechend kpl. im Gehäuse um die 100 €. Ich glaube nicht, daß sie 
den Vergleich mit WIKA etc scheuen müssen.

Der Hersteller nennt sich jetzt B+B und hat auch einen eigenen Shop:
https://shop.bb-sensors.com
Da gibt es eine große Auwahl an Varianten, Auswerteelektroniken und auch 
Sensoren für Vakuum.

Ich werd' mir jetzt welche bei Reichelt bestellen - samt INA 125 als 
Instrumentenverstärker.

Für die Fassung hab' ich mir überlegt, die Sensoren in einer 1/2"-Muffe 
zwischen zwei AG-Nippel zu klemmen. Mindestens das kabelseitige 
Druckstück kann dann PVC o.ä. sein (PN typ. 10 bar).
Auf der Druckseite würde ich eine passende Flach-Dichtung unterlegen, 
z.B.
https://www.pvc-welt.de/EPDM-Flachdichtung-mit-Pro...

Eine andere Variante wäre eine flachdichtende ORFS 
Hydraulik-Verschraubung der Größe 13/16-16. Die haben auf einer Seite 
einen O-Ring, auf dem der Sensor aufliegen kann und sind bis 650 bar 
zugelassen. Problematisch sehe ich die kurzschlussichere Ausführung der 
Kabeldurchführung auf der Rückseite an. Wahrscheinlich lohnt sich bei 
Hydraulik-Hochdruck-Anwendung das professionelle Gehäuse.

Hat jemand eine bessere Idee / Erfahrungen?

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