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Forum: Offtopic Abbildungen aus einem Datenblatt für Studien/Dipl. Arbeit verwenden


Autor: Daniel (Gast)
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Darf man das ohne Weiteres, bei Angabe der Quelle versteht sich?
Meistens steht auf einem Datenblatt "All rights reserved". All ist
ein sehr schwammiger Begriff. Ich habe ein paar Arbeiten mit Abbildungen
aus den Datenblättern gesehen und mich nie gefragt ob es ok ist.
Ich muss nun auch eine Arbeit anfertigen und bin am überlegen.

Klar könnte ich die Firma anschreiben, aber wenn sie mir überhaupt
auf mail anworten, was ist die email rechtlich Wert.

Andererseits könnte ich die Schaltung nachzeichnen, will ich mir aber
sparen, ausserdem verliert es am Wiedererkennungswert für die, die
es schon kennen.

Grüsse

Autor: Hartmut Kraus (Gast)
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Daniel schrieb:
> Darf man das ohne Weiteres, bei Angabe der Quelle versteht sich?

Selbstverständlich, Probleme könntest du nur kiegen, wenn du die Quelle 
nicht angibst.

Autor: Hannes (Gast)
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- Mach dich über "Zitatrecht" schlau.

- Unabhängig davon ist es trotzdem eine gute Idee beim Rechteinhaber 
nachzufragen.

- Am Enden von Datenblättern steht meist mehr als nur "all rights 
reserved".

- Quellen immer angeben, auch beim Nachzeichnen

- Das Nachzeichnen einer Schaltung geht vermutlich schneller als hier 
auf Antworten zu warten.

- Nachzeichnen bedeutet nicht, dass man alle rechtlichen Probleme los 
ist.

- Wird sich je jemand drüber aufregen, wenn man ein Bild aus einem 
Datenblatt geklaut hat? Mit großer Wahrscheinlichkeit nicht. Jedoch, da 
man nie weiß, wer die Arbeit später in die Hände bekommt, trotzdem 
lieber sauber arbeiten.

- Es heißt "Ich überlege ..." statt "... bin am überlegen".

Autor: Hartmut Kraus (Gast)
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Nun mach's mal nicht so kompliziert, Hannes. Wieviele Studenten 
schreiben jährlich ihre Diplomarbeit und nutzen dafür wieviele 
Quellen...

Hannes schrieb:

> - Wird sich je jemand drüber aufregen, wenn man ein Bild aus einem
> Datenblatt geklaut hat? Mit großer Wahrscheinlichkeit nicht.

Über "Klauen" (d.h. ohne Quellenangabe) schon. Kritisch könnte es 
werden, wenn du etwas als dein geistiges Eigentum verkaufst (das heißt 
wohl "Plagiat"). Ich habe mal einen Buchautor angemailt, über den sich 
ein anderer beschwert hat ("Trittbrettfahrer"). Hier seine Antwort:

http://melina.kilu.de/forum/viewtopic.php?f=9&t=51

Autor: Tilo L. (katagia)
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Hat man nicht in "Bildung und Forschung" Mehr Freiheiten, was das 
Urheberrecht angeht?

Autor: Oliver Döring (odbs)
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> Nachzeichnen bedeutet nicht, dass man alle rechtlichen Probleme los ist.

Doch...

Aber ein ordentliches Bildzitat ist besser.

Autor: aha (Gast)
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Wir haben jeweils das gesammte Datenblatt, resp. Datenblaetter im Anhang 
gehabt und darauf verwiesen.

Autor: Hannes (Gast)
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> Nun mach's mal nicht so kompliziert, Hannes. Wieviele Studenten
> schreiben jährlich ihre Diplomarbeit und nutzen dafür wieviele
> Quellen...

Erstens sollte man in einem Beruf, der nicht unerheblich darauf basiert 
geistiges Eigentum zu generieren, schon frühzeitig das geistige Eigentum 
anderer achten. Betrachte es als Fingerübung, auch bei einem 
lächerlichen Bild aus einem Datenblatt.

Zweitens, stell dir vor, der OP wird irgendwann Politiker, Heerscharen 
von Journalisten schnüffeln in seiner Vergangenheit und zerren den 
Copyright-Verstoß ans Licht. Soll heißen, es lohnt nicht solche Leichen 
im Keller zu haben.


PS: An die Horde von "alles muss kostenlos sein", Raubkopierern und 
ähnlichem, die wegen der Erwähnung von geistigem Eigentum loskrakeelen 
wollen: Fickt euch!

Autor: Oliver Döring (odbs)
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Hannes, keiner außer dir will hier loskrakeelen.

Nur solltest du zur Kenntnis nehmen, daß das Urheberrecht nicht auf 
beliebige geistige Schöpfungen anzuwenden ist.

Eine Schaltung beispielsweise unterliegt nicht dem Urheberrecht, maximal 
ihre schematische Darstellung - aber auch hier sind enge Grenzen 
gesetzt. Wer ganz sicher sein möchte, zeichnet die Schaltung nach - was 
ohnehin für die Diplomarbeit besser ist, wenn sie nur in einem 
Pixelformat vorliegt.

Das Zitieren eines Datenblattes unter Quellangabe in einer Diplomarbeit 
ist sowas von unproblematisch, daß es mir schwerfällt, deine Tonart 
nachzuvollziehen.

Autor: Hartmut Kraus (Gast)
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Oliver Döring schrieb:
> Hannes, keiner außer dir will hier loskrakeelen.
>
> Nur solltest du zur Kenntnis nehmen, daß das Urheberrecht nicht auf
> beliebige geistige Schöpfungen anzuwenden ist.

Schon gar nicht auf ein Datenblatt meinetwegen von einem IC, der 
weltweit von mehreren Herstellern mit der gleichen Innenschaltung 
produziert wird (maximal mit geringen "Modifikationen" - und wenn's die 
Gehäuseform und die Pinbelegung ist).

> Eine Schaltung beispielsweise unterliegt nicht dem Urheberrecht, maximal
> ihre schematische Darstellung

Das kommt nun ganz drauf an. So wie es z.B. freie und "proprietäre" 
Software gibt, so auch "freie" und urheberrechtlich geschützte 
Schaltungslösungen. Aber bei Applikationsvorschlägen aus einem 
Datenblatt bestehen da echt keine Bedenken.

Autor: Oliver Döring (odbs)
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> So wie es z.B. freie und "proprietäre"
> Software gibt, so auch "freie" und
> urheberrechtlich geschützte
> Schaltungslösungen.

Kaufe ich dir nicht ab. Beispiel? Referenz? Gesetzestext?

Was du wahrscheinlich meinst, sind Patente oder Gebrauchsmuster. Diese 
sind aber eine gänzlich andere Sache und greifen erst bei der 
kommerziellen Verwertung einer Schaltung und auch nur dann, wenn so ein 
Schutz explizit gewährt (beantragt, bezahlt...) wurde.

Wir sprechen aber hier über die Abbildung einer Schaltung in einer 
Diplomarbeit. Nur bildliche und textliche Darstellungen ("Werke") sind 
Gegenstand des Urheberrechts. Gegen ein den Regeln entsprechendes Zitat 
kann aber auch der Urheber eines Werkes nichts machen.

Autor: Hartmut Kraus (Gast)
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Genau so meinte ich das.

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