Hallo,
ich möchte eine 5V-Mikrocontroller-Schaltung mit einem 6V/3W
Fahrrad-Nabendynamo versorgen. Die meisten Schaltungen, die ich dazu
bereits gefunden habe, nutzen die Eigenschaft des Dynamos eine
Konstantstromquelle zu sein um etwa LEDs zu treiben. Ich benötige jedoch
konstante 5V.
Meine erste Idee war, einfach einen 7805 Spannungsregler mit
vorgeschaltetem Gleichrichter zu verwenden. Dafür liegt dann allerdings
die Dynamo-Spannung nicht weit genug über den 5V.
Daher meine Überlegung (siehe Anhang) hinter einen Brückengleichrichter
eine 5,1V/1,3W Zener-Diode zur Spannungsstabilisierung zu verwenden.
Natürlich begrenzt diese Schaltung die Spannung des gesamten
"Bordnetzes". Dies sollte jedoch nicht schlimm sein, da über dem
Brückengleichrichter ca. 1V abfällt und so die Spannung vor dem
Brückengleichrichter durch meine Schaltung rechnerisch auf 6,1 V
beschränkt wird.
Ist diese letzte Überlegung richtig? Und gibt es andere Einwände gegen
diese Schaltung?
Gruß
erna
Und wenn man stehen bleibt, ist die Stromzufuhr weg. :-/
Gibt's da nicht geeignete Low-Drop-Spannungsregler?
Oder Schaltregler-Chips?
Wo man dann auch noch nen Akku anschließen/mit laden kann?
Oh, mir fällt gerade selbst auf: Ist kein anderer Verbraucher am Dynamo
aktiv, so fällt die gesamte Leistung (bis auf die, die die uC-Schaltung
verbraucht) über der Zener-Diode ab. Schafft hier das Parallelschalten
mehrer Z-Dioden Abhilfe?
Bei Spannungsstabilisierung mittels Z-Diode brauchst du unbedingt einen
Vorwiderstand (geeigneter Größe). Für die Dimensionierung einfach mal
bei Google suchen.
Einfacher wäre aber wirklich einen normalen Low Drop Out Regler zu
benutzen.
Ich glaube nicht, daß es eine gute Idee ist, die gesamte Bordspannung zu
begrenzen - zumindest dann nicht, wenn man ein Rücklicht mit
Standlichtfunktion hat.
Die sind nämlich oft so knapp ausgelegt, daß das Standlicht nicht mehr
funktioniert, wenn die 6 V nur knapp erreicht werden.
Ich habe zuweilen solche Probleme, wenn in der Halogenbirne des vorderen
Lichtes ein oder zwei Windungen der Glühwendel durch Lunker überbrückt
sind.
Zudem gibt der Nabendynamo ohne Last sehr hohe Spannungsspitzen ab, die
einfache Halbleiterschaltungen womöglich sehr schnell zerstören.
Ich kenne ja nicht den Innenwiderstand des Dynamos, aber meine mich zu
erinnern, daß ich beim Fahrradfahren jede unnötige Last vermeiden
wollte. Wenn also die Z-Diode begrenzt, merkt man das eventuell beim
Treten.
Gruß -
Abdul
was auch immer du vorhast, aber was spricht dagegen einen passenden
step-up wandler (max1676, lm2621) zu verwenden und die schaltung nicht
über den dynamo sondern über 2 AA batterien zu versorgen?
Hallo,
> ich möchte eine 5V-Mikrocontroller-Schaltung mit einem 6V/3W> Fahrrad-Nabendynamo versorgen.
dazu benötigst Du einen Schaltregler; am besten einer, der sowohl hoch-
als auch runtertransformieren kann. An den Ausgang des Schaltreglers
würde ich einen Kondensator mit möglichst hoher Kapazität (z. B. zwei
GoldCaps in Reihe) schalten, damit die µC-Schaltung nicht an jeder Ampel
ausgeht.
Die Verwendung der Diode ist nicht sinnvoll, da sie bei schneller Fahrt
unnötig Leistung verbraucht und in Wärme umsetzt, sofern sie nicht
vorher den Hitztod stirbt. Du verheizt damit quasi Deine Muskelkraft.
An den Ausgang des Spannungsreglers kannst Du trotzdem ein paar
Zenerdioden schalten, wenn Du Angst vor Spannungsspitzen hast. Ich würde
bei einer Regelung auf 5.0V aufgrund der Toleranzen bei der Regelung zu
einer 5.6V-Diode raten, nicht 5.1V.
Gruß,
Michael
Michael Lenz schrieb:
> Hallo,>>> ich möchte eine 5V-Mikrocontroller-Schaltung mit einem 6V/3W>> Fahrrad-Nabendynamo versorgen.> dazu benötigst Du einen Schaltregler;
Es muss ja nicht unbedingt ein Schaltregler sein. So ein SEPIC Wandler
ist schon vom Aufwand her nicht ohne. Besonders die Berechnung und
Dimensionierung.
Man kann den Prozessor ja auch auf 3,3 oder vielleicht sogar 1,8V laufen
lassen und einen Spannungsregler benutzen.
> ...möglichst hoher Kapazität (z. B. zwei> GoldCaps in Reihe)
Du meinst parallel.
>> ...möglichst hoher Kapazität (z. B. zwei>> GoldCaps in Reihe)>> Du meinst parallel.
Nein, in Serie. Die GoldCaps halten nur sehr wenig Spannung aus.
Michael Lenz schrieb:
>>> ...möglichst hoher Kapazität (z. B. zwei>>> GoldCaps in Reihe)>>>> Du meinst parallel.>> Nein, in Serie. Die GoldCaps halten nur sehr wenig Spannung aus.
Dann war das aber undeutlich geschrieben. Für 5V reicht aber ein 5,5V
Typ. Oder für 1,8V ein 2,3V Typ.
> Hast Du dafür ein Schaltbild/Link/Eagle-Dateien ;-) ?
Leider nein; ich benutze normalerweise keine Schaltregler, da ich
empfindliche Meßschaltungen verwende, bei denen die Schaltspitzen
stören. Daher habe ich keinen Schaltregler fix und fertig.
Du kannst aber mal bei Maxim schauen, da gibt es viele verschiedene
Arten.
Zum Experimentieren kannst Du aber auch ein Handyladegerät für's Auto
ausschlachten. Das, was ich damals mal verwendet hatte, hat von 12V -->
5V heruntertransformiert.
Bin mir nicht mehr 100% sicher, ob es das hier war:
http://www.reichelt.de/?;ACTION=3;LA=444;GROUP=G713;GROUPID=863;ARTICLE=26926;START=0;SORT=artnr;OFFSET=16;SID=15VInM5qwQAQ8AADOEAs04e7abe610808275055718a39852765ab
Gruß,
Michael
Hallo,
>> Nein, in Serie. Die GoldCaps halten nur sehr wenig Spannung aus.>> Dann war das aber undeutlich geschrieben. Für 5V reicht aber ein 5,5V> Typ. Oder für 1,8V ein 2,3V Typ.
dafür geht dann auch einer alleine. Doof wird das Puffern allerdings bei
der Gleichrichterschaltung am Eingang. Da hatte ich mal überlegt, zwei
oder drei Goldcaps in Reihe zu schalten und eine halbwegs
leistungsstarke Überspannungsschutzdiode gegen Überspannungen.
Das hab ich aber bislang noch nicht realisiert.
Gruß,
Michael
>Zum Experimentieren kannst Du aber auch ein Handyladegerät für's Auto>ausschlachten. Das, was ich damals mal verwendet hatte, hat von 12V -->>5V heruntertransformiert.
die die ich mal aufgemacht hab hatten alle nen lm317 drin, den kann man
auch günstiger haben als nen lader zu schlachten
Michael Lenz schrieb:
> Hallo,>>>> Nein, in Serie. Die GoldCaps halten nur sehr wenig Spannung aus.>>>> Dann war das aber undeutlich geschrieben. Für 5V reicht aber ein 5,5V>> Typ. Oder für 1,8V ein 2,3V Typ.>> dafür geht dann auch einer alleine. Doof wird das Puffern allerdings bei> der Gleichrichterschaltung am Eingang. Da hatte ich mal überlegt, zwei> oder drei Goldcaps in Reihe zu schalten und eine halbwegs> leistungsstarke Überspannungsschutzdiode gegen Überspannungen.
Achso, ja. Du schrobest oben, dass der Goldcap an den Ausgang des
Schaltreglers soll. Da herrscht ja dann eine wohl definierte Spannung.