Gast
#1266411
Hallo, da in diesem Forum auch immer wieder mal System-/Signal- und Steuerungsstechnische Fragen auftauchen, wage ich es auch mal mit einer solchen: Ich habe ein System, das sich prinzipiell sehr gut als lineares, zeit-invariantes System (LTI) beschreiben lässt. (im Prinzip ist es eine Spule, die je nach steuerbarem Strom ein bestimmtes Magnetfeld erzeugt) großes ABER: die Eingangswerte sind in ihrer Amplitude begrenzt (z.b. kann ich an die Spule nur +-10A anlegen). In diesem Bereich ist das System also nicht mehr linear. Was ich eigentlich will: Ich habe die System-/Übertragungsfunktion (Spannung->Magnetfeld) bestimmt (im Frequenzbereich) und erhalte damit den Frequenzgang des Systems: Eingangssignale mit unterschiedlichen Frequenzen werden unterschiedlich stark gedämpft. Kein Problem, dachte ich, da ich die Eingangssignalkurve bzw. die Soll-Ausgangssignalkurve bereits im Voraus vollständig kenne, kann ich darauf einfach die inverse Systemfunktion anwenden und so "vorverzerrte" Eingangswerte berechnen, die mir das gewünschte Ausgangssignal liefern. ABER: die Vorverzerrung liefert Eingangs-Werte, die weit über den System-Limits (10A) liegen. Diese Werte sind in der LTI-Theorie natürlich korrekt - aber leider werden in meinem Ansatz eben die System-Limits nicht berücksichtigt. Daher meine Frage: Gibt es Ansätze / Ideen, wie ich solche Frequenzgangkorrekturen unter Berücksichtigung von Systemlimits bestmöglich (wenn auch nicht perfekt) hinbekomme? Bzw. wie kann man die Limits in die Übertragungsfunktion integrieren? Oder kennt jemand Such-Stichworte, wie man solche Systeme beschreiben bzw. damit umgehen kann? Mich wundert, dass ich dazu nichts gefunden habe - z.B. in der Audiotechnik wird ja ebenfalls genau so etwas gemacht, wenn ein Verstärker/Boxensystem eine Frequenzabhängige Wiedergabe hat - aber auch da kann man ja nicht beliebig hohe Spannungswerte einfüttern. Für jede Idee dankbar, Jan