Jetzt frage ich mich echt, was daran so schwierig ist, mit einem
Popeligen OP einen Mikrofonverstärker zu bauen.
Elektret-Mikrofone brauchen grundsätzlich eine Versorgungsspannung (von
0,5V bis 10V). Im Musikbereich nennt man das Phantom- oder
Tonaderspeisung.
Das liegt einfach daran, dass man ein Elektret-Mikrofon auch als
veränderlichen Kondensator ansehen kann, der seine Kapazität je nach
Schalldruck verändert.
Bei einer Versorgungsspannung von 5V würde ich einen Widerstand von
4,7kOhm empfehlen (ca. 1mA Kurzschlußstrom).
Als OP kann man alles mögliche verwenden, was mit einer unsymmetrischen
Spannungsversorgung arbeit (z.B. NE5534 oder LM358).
das Mikrofon wird über einen Kondensator an den OP gekoppel
(Wechselstromkopplung). Am nichtinvertierenden Eingang liegt der
Mittelpunkt eines symmetrischen Spannungsteilers (2x 10kOhm?).
Am invertierenden Eingang liegt der Widerstand R2, im
Gegenkopplungszweig der Widerstand R1. Weiterhin muss man einen
Kondensator (10µF?) zwischen Masse und R2 legen (Wegen der
unsymmetrtischen Spannungsversorgung).
Die Verstärkung ergibt sich aus V=1+R1/R2.
Am Ausgang erhält man ein verstärktes Signal, das um einen virtuellen
Nullpunkt, nämlich UBet/2 (2,5V) schwingt. Will man ein Signal das, um
den Massepunkt herumschwingt (positive wie negative Halbwelle bezogen
auf Masse), spendiert man dem Ausgang noch einen Kondensator (100µF?).
Bei den gegebenen Werten handelt es sich um Werte, die ich mir
teilweise einfach so ausgedacht habe. Natürlich kann man den ganzen
Spass auch berechnen, aber wenn man nicht mal weiß, wie man einen
Verstärker aufbaut, wird diese Berechnung vermutlich erst recht nicht
verstehen.
Gruß Rahul