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Forum: Offtopic Konzert zu laut


Autor: Seneca (Gast)
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Ich war neulich im Konzert. Leider war es zu laut, habe 35€ bezahlt und 
mir dann sehnlichst gewünscht wieder zu Hause zu sein. Habe ernsthaft 
überlegt, einfach abzuhauen.  Bin dann auf die Idee gekommen, ein 
Tempotuch zu zerreissen und mir in die Ohren zu stopfen. So war es 
halbwegs auszuhalten. Der Schalldruck war aber immer noch so groß, das 
einem die Hosenbeine viebrierten und man kurz vor Herzrythmusstörungen, 
Atembeschwerden und übergeben war. Warum müssen diese Leute am 
Mischpult, die ganz hinten sitzen, das soooooo laut aufdrehen. Zum 
Glück, hatte ich den Hörtest zur Einstellungsuntersuchung bei meinem 
neuen Arbeitgeber schon ein paar Tage vorher...
"Wenn Sie einen Piepton höhren, Taste drücken". Meßkurve war bei mir 
noch OK. Ob ich den Test heute noch bestehen würde?   :-(

Spontan kommt mir so die Idee, einen Mini-Schalldruckpegel als 
Schlüsselanhänger zu bauen. Einfach eine dynamische Mikrofonkapsel, 
Gleichrichter und eine LED. Wenn die LED leuchtet, ist die Spannung an 
der Mikrofonkapsel über 2V, dann ist's eindeutig zu laut!!!!!!

Sind Konzerte heute überhaupt noch zeitgemäß?
Geht ihr auf Konzerte?

Autor: Reinhard S. (rezz)
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Seneca schrieb:

Wenns eindeutig zu laut ist würde ich mal den Mixer-Mann ansprechen, 
aber leise ist bei Konzerten ja eigentlich nie. Mich stört das eher auf 
Feten wo (Cover-)Bands spielen und man sich dann kaum mehr unterhalten 
kann.

> Sind Konzerte heute überhaupt noch zeitgemäß?

Na aber sicher, wo bekommt man denn sonst noch gute Musik live und so 
direkten Kontakt zur Band/Artist?

> Geht ihr auf Konzerte?

Ja, das nächste ist übermorgen in München.

Autor: Peter (Gast)
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Wer geht denn auf ein Konzert und nimmt keinen Gehörschutz mit? Gibt es 
in jeder Apotheke.

Die Musik ist auf Konzerten deshalb so laut, weil die Menschen, die 
neben einem in der S-Bahn stehen und mit ihren Kopfhörern den ganzen 
Wagen beschallen, dort auch hingehen.

Autor: Ricky (Gast)
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wer hat denn gespielt? Nur so kann man dann sagen ob es WIRKLICH ZU laut 
war.

Autor: VonNixNeAhnung (Gast)
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Na sowas! Ich war neulich auch auf 'nem Konzert, da war's zwar auch 
gehörig laut, aber nur in den mittleren Tonlagen (Brüllwürfel extented). 
Bass & Höhen? Vibrierende Hosenbeine? Fehlanzeige! So 'nen bescheidenen 
Sound habe ich lange nicht mehr hören müssen. Und das bei, haltet euch 
fest, AC/DC!!!

Autor: Sven P. (haku) Benutzerseite
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Mischen und Mischen sind zweierlei Dinge... da kann man viel Mist bauen.

Aber zum Thema:
Konzertfeeling und Live hin oder her, die Musikqualität (nicht weil die 
Band schlecht spielt, die andere Qualität meine ich...) kommt da 
zwangsweise immer zu kurz: Da gröhlt einer, da steht einer im Weg und so 
weiter... ist halt ein Konzert.

Abhilfe schafft da nur, das entsprechende Live-Album zu kaufen. Das wird 
nämlich (meistens zumindest) professionell und separat abgemischt, und 
zwar meistens aus denselben Mikrofonen.

Autor: Ingo Laabs (grobian)
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bei welchem Konzert warst Du ?
Ich war mal bei Motörhead...das geht in die Richtung laut, alles andere 
empfand ich seit daher als leise (keine Bange, mein Gehör hat nicht 
gelitten).

Gruß Ingo

Autor: Katzeklo (Gast)
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>Wer geht denn auf ein Konzert und nimmt keinen Gehörschutz mit? Gibt es
>in jeder Apotheke.
Yepp. Das weiß man doch. Geil wenn man die Dinger (ich nehm immer diese 
gelben aus Schaumstoff) dann Stunden später rausnimmt und für ne halbe 
Minute oder alles gaaanz deutlich hört. Leider hält das viel zu kurz an.

Autor: Thilo M. (Gast)
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"Ist es zu laut bist du zu alt"
habe ich mal irgendwo gehört! :)

AC/DC wird auch von Konzert zu Konzert leiser - oder sind's meine Ohren? 
;)

Die Gehörschutzstöpsel sind auf Konzerten zweifelhaft.
1. man drückt sich das Ohrenschmalz+Dreck tief in die Ohren,
   irgendwann ist ein Pfropfen drin
2. Es wird nur das Trommelfell geschützt, die feinen Knöchelchen
   schwingen trotzdem fleißig mit (schädigt auch)

Der 'Mickey-Maus' Gehörschutz bringt was, outet dich allerdings als 
'alten Sack'. ;)

Autor: Gast (Gast)
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Wer Stopfen kaufen will: ich kann sonicshop sehr empfehlen. Der beste 
Online-Kauf, den ich je getätigt habe (Abwicklung).

Autor: Jürgen W. (lovos)
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>Der beste Online-Kauf, den ich je getätigt habe (Abwicklung).

Naja, einer der wenigen, die eine Paypal-Bezahlung noch mit 50Ct 
Aufpreis berechnet haben.
Aber die Produkte von denen sind super.

Autor: Andreas Schwarz (andreas) (Admin) Benutzerseite Flattr this
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Thilo M. schrieb:
> "Ist es zu laut bist du zu alt"
> habe ich mal irgendwo gehört! :)
>
> AC/DC wird auch von Konzert zu Konzert leiser - oder sind's meine Ohren?
> ;)

Ich war letztes Jahr bei AC/DC und war erstaunt wie leise die waren. Hab 
in kleineren Konzerten schon oft viel mehr Lärm abbekommen.

> Die Gehörschutzstöpsel sind auf Konzerten zweifelhaft.

Ich halte sie für unbedingt sinnvoll. Kann mir nicht mehr vorstellen auf 
irgend ein Konzert ohne Ohrstöpsel zu gehen. Bei "leisen" Konzerten 
Alpine MusicSafe, wenn's ganz laut wird die gelben aus Schaumstoff.

> 1. man drückt sich das Ohrenschmalz+Dreck tief in die Ohren,
>    irgendwann ist ein Pfropfen drin

Gegen dreckige Ohren kann man was tun...

> 2. Es wird nur das Trommelfell geschützt, die feinen Knöchelchen
>    schwingen trotzdem fleißig mit (schädigt auch)

Wenn's leiser ist, dann wird das Gehör geschützt.

Autor: Thomas (Gast)
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Grosse Konzerte ohne Gehoerschutz sind Wahnsinn. Wer haeufiger auf 
Konzerte geht, sollte ernsthaft ueber Luxusgehoerschutz a la Hearsafe 
Elacin nachdenken. Fuer meinen seltenen Konzertkonsum reichen preiswerte 
20EUR-Stoepsel.

> Warum müssen diese Leute am Mischpult, die ganz hinten sitzen, das
> soooooo laut aufdrehen.

Weil Kuenstler, Veranstalter und die 80% Bekloppten im Publikum das so 
wollen. Besonders unanangenehm finde ich es, wenn die Grundlautstaerke 
eigentlich ertraeglich waere, aber der Mischende seinen Gehoerschaden 
bei 3kHz ausgleichen will.

Autor: Phil J. (sunflower_seed)
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Von den letzten AC/DC-Konzerten haben ich auch gehört, das die durchaus 
nicht leise waren, dass lag aber nicht zu letzt an dem ganzen 
Pyrotechnischen Zeugs was die da abgefeuert haben und deutlich lauter 
war als der Gesamtsound.
Es gibt da ja auch sowas wie Vorschriften und Limiter und Eichungen vor 
jedem Konzert, nur sowas wird ja immer wieder umgangen, da keine strikte 
Kontrolle erfolgt (erfolgen kann).
Letztens bei einem Stadtfest gesehen:
Ordnungsamt misst Lautstärke und klebt Siegel mitten auf den 
Master-Regler, so nach dem Prinzip: Bis hierhin, aber nicht höher 
schieben.
Leider ist das natürlich völliger Schwachsinn

Autor: Thilo M. (Gast)
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>Ordnungsamt misst Lautstärke und klebt Siegel mitten auf den
>Master-Regler, so nach dem Prinzip: Bis hierhin, aber nicht höher
>schieben.
>Leider ist das natürlich völliger Schwachsinn

So ist es.
Ich habe selbst einige Jahre Beschallung auf mittleren bis großen 
Konzerten gemacht.
Beim Soundcheck werden die Endstufen einen Tacken 'runtergedreht, nach 
der Freigabe vom Ordnungsamt wieder hoch.
Falls der Ordnungswächter den Trick kennt: Gain der Eingangskanäle 
hinterher hochdrehen, da kann er nicht mehr 'reinreden.

Autor: Gast (Gast)
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Das Problem lässt sch eigentlich ganz einfach lösen: unangemeldete 
Kontrolle, und wenn der Pegelmesser da zu viel anzeigt wird die 
Veranstaltung eben schnell mal finanziell unrentabel gemacht.

Autor: Gast4 (Gast)
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Mit einer automatischen Ueberwachung, die den Strom abstellt, waere es 
noch lustiger.

Gast4

Autor: Thilo M. (Gast)
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In der Regel läuft es so:
- keine Beschwerden, keine Maßnahmen
- Anrufe nach 22 Uhr: Bitte um zurücknahme des Pegels durch die Polizei,
  keine weiteren Maßnahmen.
- Anzeige nach 22 Uhr: Schallpegelmessung und Einstellung des
  Konzertes, falls zu laut. Strafe folgt.

Bei angemeldeten Konzerten (AC/DC usw. normalerweise der Fall) passiert 
nix, da alles Ordnungsgemäß.

Autor: Matthias (Gast)
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Ich empfehle spezielle Musiker-Ohrstöpsel. Die gibt es im Musikerladen 
für 20 Euro. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Stöpsel sind speziell 
entwickelt um gleichmäßig um 5 oder 20 dB (Aufsatz tauschbar) zu 
dämpfen, ohne Frequenzen zu verschlucken (z.B. Oropax macht obenrum 
total dicht). Obendrein hat man mit den Dingern das viel beschriene 
Ohrenschmalzproblem nicht.

Konzerte generell dürfen eigentlich 95 dB nicht überschreiten, aber 
sicherlich halten sich die Mischer nicht immer daran. Auf Festivals ist 
besonders zu beobachten, dass die Headliner abends und nachts nochmal 
einen Tick lauter sein dürfen (oder müssen - Metallica z.B. hat da 
seltsame Vertragsbedingungen). Der Nachteil der 95 dB Regel ist, dass 
der Pegel am Mischpult gemessen wird, und das FOH ist auf größeren 
Konzerten doch schon etwas von der Bühne weg. Aber wie schon ein 
Vorredner sagte: Seit ich Motörhead sah (HÖRTE), schockiert mich nichts 
mehr.
Generell der Tip: Wenn man nicht in den Mosh-Pit will, so nah ans FOH 
wie möglich, da klingts am Besten und sooo laut isses da auch nicht 
mehr. Und wer im Mosh-Pit steht, der wills eh nicht anders :)

Autor: Atzomann (Gast)
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Nie, einfach nie ohne Gehörschutz zu Konzerten gehen! Auch die Musiker 
selbst tragen Gehörschutz!

Autor: Sven P. (haku) Benutzerseite
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Also in fest installierten Anlagen (z.B. in Hallen, die man für sowas 
mieten kann) hab ich auch durchaus schon verplombte Kompressoren/Limiter 
im Rack erlebt.

Autor: Rex Gildo jr. (Gast)
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Hallo!

@ Thilo M.

Was hat Gehörschutz mit Alter zu tun, und warum ist das zweifelhaft ? 
Dir hätte ich mehr als solche dummen Sprüche zugetraut.
Ich benutze auf Konzerten immer Ohropax und es macht einen gewaltigen 
Unterschied ob ich welche benutze oder nicht. Nach größeren Konzerten 
sind die Arztpraxen ja immer am nächsten Tag voll von Leuten die so 
denken wie du.
Letzte Woche Mittwoch war ich bei Metallica/Machine Head in Hamburg, und 
ihr könnt ja ahnen, dass die Lautstärke locker im dreistelligen Bereich 
anzusiedeln war. Da wurde einem schon ganz schön die Matte geföhnt. 
Allerdings war das Publikum tatsächlich ab und an lauter als die PA ;)

Ich bin aber auch kein verfechter von zu leisen Konzerten. Ich höre 
Heavy Metal und da gehört eine hohe Lautstärke doch schon dazu. Um die 
rohe brutale Gewalt der Musik auch zu spüren. Im übrigen sind 
Klassikkonzerte auch nicht grade leise.
Sinnvolle wäre es doch, wie in anderen Ländern auch eine Pflich 
einzuführen, gratis Gehörschutz auf Konzerten zu verteilen.

Gruß

Rex

Autor: Reinhard S. (rezz)
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Rex Gildo jr. schrieb:

> Sinnvolle wäre es doch, wie in anderen Ländern auch eine Pflich
> einzuführen, gratis Gehörschutz auf Konzerten zu verteilen.

Was ich wieder etwas sinnfrei finde, man erzeugt einen zu hohen Pegel, 
den man per Gehörschutz wieder auf verträgliche Werte reduziert.

Wieso nicht gleich verträgliche (!=leise) Werte?

Autor: Rex Gildo jr. (Gast)
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@ Reinhard S.

Weil es genauso Schwachsinn ist auf ein leises (sic?!) Metalkonzert zu 
gehen. Laute Musik erzeugt NICHT nur durch die Ohren eine gutes Gefühl.
Jedenfalls geht es mir so. Ich kann das jetzt nicht wissenschaftlich 
beschreiben, aber ich kann sagen dass ich so empfinde.
Ich würde erst gar nicht hingehen, wenn z.B. Metallica mit 85 dB in der 
Halle spielen. Da kommt einfach nichts rüber.
Im übrigen wie ich schon gesagt habe , wenn das Publikum mitsingt ist 
das VERDAMMT laut. glaube es mir, ich habe es letzte Woche ja erlebt wo 
die ganze Halle in Hamburg mitgesungen hat bei Metallica.

Gruß

Rex

Autor: Rex Gildo jr. (Gast)
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Nachtrag:

Damit meine ich aber nicht, dass man die Lautstärke so hoch aufdrehen 
soll dass es schon Körperverletzung ist. Aber ein zu leises Konzert ist 
ein ebenso großes Ärgerniss.

Autor: Thilo M. (Gast)
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Rex Gildo jr. schrieb:
> Hallo!
>
> @ Thilo M.
>
> Was hat Gehörschutz mit Alter zu tun, und warum ist das zweifelhaft ?
> Dir hätte ich mehr als solche dummen Sprüche zugetraut.
> Ich benutze auf Konzerten immer Ohropax und es macht einen gewaltigen
> Unterschied ob ich welche benutze oder nicht.

Na klar bringt Ohropax was, ist unbestritten.
Nur werden die mittleren und tiefen Frequenzen, die bei Konzerten 
reichlich vorhanden sind, dadurch nicht gedämpft. Diese übertragen sich 
über den Schädelknochen auf die Gehörmechanik (feine Knöchelchen).
Das kann nur mit einem 'Kopfhörer'-Gehörschutz gedämpft werden, der um 
das Ohr am Kopf anliegt. Es sind nicht nur die Mitten und Höhen, die 
schädigen!

So habe ich es beim Gehörschuz-Seminar jedenfalls gelernt.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Rex Gildo jr. schrieb:
> Was hat Gehörschutz mit Alter zu tun, und warum ist das zweifelhaft ?

Doch er hat schon was mit dem Alter zu tun:
Wenn man ihn in der Jugend nicht benutzt, wenn er eigentlich nötig wäre, 
braucht man ihn im Alter nicht mehr - dafür braucht man dann ein 
Hörgerät.

Autor: Jens Plappert (Firma: Bei mir und dir.) (gravewarrior)
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Also ich habe sowas:
http://www.derhoerladen.ch/images/elacin1.JPG

kost halt mal 180 E, aber das ist es mir Wert (gut wir proben ja auch 
wöchentlich mit ordentlich ordentlich dampf).

Was aber auch immer viel ausmacht ist wie GUT der Sound ist.
 100dB mit Glasklarem druckvollem Sound und ordentlich Schub sind 
sicherlich nicht gesund, aber auch ohne Schutz auszuhalten und machen 
vom "feeling" her einfach tierisch Spass. Wenn Judas Priest Hell Patrol 
spielen muss die Halle beben.

dagegen können 95dB mit einer Clippenden Anlage selbst mit gehörschutz 
noch eine rechte Qual sein!

Gruß,
Jens

Autor: Reinhard S. (rezz)
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Rex Gildo jr. schrieb:
> @ Reinhard S.
>
> Weil es genauso Schwachsinn ist auf ein leises (sic?!) Metalkonzert zu
> gehen.

Metall hören sowieso nur Leute die auf ihr Gehör verzichten können ;)

> Laute Musik erzeugt NICHT nur durch die Ohren eine gutes Gefühl.
> Jedenfalls geht es mir so. Ich kann das jetzt nicht wissenschaftlich
> beschreiben, aber ich kann sagen dass ich so empfinde.

Ich weiß, Ich weiß. Mit "leise" meinte ich auch nicht unbedingt 
Zimmerlautstärke sondern eben "nur so laut das keine bleibenden Schäden 
auftreten".

> Im übrigen wie ich schon gesagt habe , wenn das Publikum mitsingt ist
> das VERDAMMT laut. glaube es mir, ich habe es letzte Woche ja erlebt wo
> die ganze Halle in Hamburg mitgesungen hat bei Metallica.

SonneMondSterne 2008, Deichkind. Das Publikum war lauter als die Anlage.
Geil! :) Aber ich hatte nicht das Gefühl das es zu laut war.

Autor: Sven P. (haku) Benutzerseite
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Reinhard S. schrieb:
> Was ich wieder etwas sinnfrei finde, man erzeugt einen zu hohen Pegel,
> den man per Gehörschutz wieder auf verträgliche Werte reduziert.
>
> Wieso nicht gleich verträgliche (!=leise) Werte?

Auch wenn ich da voll und ganz zustimme, wenn man so anfängt, kann man 
auch gleich (überspitzt) Fragen:
Warum gehst du überhaupt auf ein Konzert? Kannst dir doch genauso ne CD 
anhören, dann hastes so laut oder leise, wie du möchtest. Und hast nicht 
das doofe Gegröhle von besoffenen Idioten um dich herum.

Schätze mal, da fehlt das FEELING oder so :-)

Autor: Reinhard S. (rezz)
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Sven P. schrieb:

> Auch wenn ich da voll und ganz zustimme, wenn man so anfängt, kann man
> auch gleich (überspitzt) Fragen:
> Warum gehst du überhaupt auf ein Konzert? Kannst dir doch genauso ne CD
> anhören, dann hastes so laut oder leise, wie du möchtest. Und hast nicht
> das doofe Gegröhle von besoffenen Idioten um dich herum.
>
> Schätze mal, da fehlt das FEELING oder so :-)

Ist ja richtig, deswegen gehe ich ja auch hin. War bisher auch noch auf 
keinem Konzert wo es mir zu laut war. Besoffene Idioten hatte ich auch 
noch nicht (waren alles eher kleine Konzerte). Manchmal Leute die was 
geraucht hatten, aber sowas tritt sich schnell fest :D

Autor: Phil J. (sunflower_seed)
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Ach das mit dem Limitern ist auch lösbar.
Wer sagt denn, dass die Dinger wirklich angeschlossen sind.
Meistens fehlen nämlich komischerweise bei den Kisten immer die 
Rackschrauben.

Autor: Ingo Laabs (grobian)
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papperlapapp alles...

es ist doch nun mal so.....
..geh ich in die Kneipe, will ich saufen,
..geh ich ins Reastaurant, will ich essen
..fahr ich auf den Puff, will ich poppen,
..fahr ich auf ein Konzert, will ich laute Musik hören.

...ist doch alles nicht so schwer, oder
ansonsten einfach daheim bleiben und Blümchen zählen.

Autor: 7thGuest (Gast)
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> es ist doch nun mal so.....
> ..geh ich in die Kneipe, will ich saufen,

aber mich nicht unbedingt abschießen (zumindest nicht jedesmal)

> ..geh ich ins Reastaurant, will ich essen

aber auch nur bis ich satt bin.

> ..fahr ich auf den Puff, will ich poppen,

Aber auch nicht ewig und 3 Tage lang (wird sonst zu teuer :D)

> ..fahr ich auf ein Konzert, will ich laute Musik hören.

...

Autor: Gast (Gast)
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ZZugegebenermaßen habe ich nur den ersten Teil des Threats gelesen aber 
nun stellt sich mir folgende Frage: Alle schreiben: "Gehörtschutz ist 
pflicht, dumm wer ohne hingeht".

Warum macht mans dann nicht so leise, dass es auch ohne Gehörtschutz zu 
ertragen ist????

Verstehe ich als spiesiger Konservativer nicht :D

Autor: Reinhard S. (rezz)
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Ich war nun vorgestern auf einem Konzert und: es war auch ohne 
Gehörschutz angenehm! Es war laut, aber nicht zu laut und ich hab auch 
danach alles wie immer gehört.

Yeah! ;)

Autor: Knochen Kotzer (Firma: Riesenhoster in EU) (knochenkotzer)
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>Metall hören sowieso nur Leute die auf ihr Gehör verzichten können ;)

Und im selben Post erwähnst du Deichkind?

Hauerha! Da müssen schon einige Plomben fehlen ;-P

Autor: eProfi (Gast)
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Ich bevorzuge ebenfalls mäßige dB-Zahlen.

Das Problem besteht nicht nur bei Konzerten, oft erlebe ich bei 
Verträgen etc., dass die Verstärkung knapp unter der Rückkopplung liegt 
(latentes Quietschen nach jedem Wort).
Manchmal könnte man meinen, die Lautstärke soll fehlende Genialität, 
Selbstbewußtsein oder andere Qualitäten kompensieren.

Durch die Berufskrankheit (Schwerhörigkeit) der Leute an den Pulten 
können diese die reale Lautstärke nicht mehr beurteilen, sondern 
bestenfalls noch abschätzen.

Einmal erlebte ich mein Ideal: ein Einmann-PuppenTheater, bei dem mir 
zuerst gar kein Verstärkung auffiel, nur die gute Verständlichkeit. Erst 
bei genauem Hinsehen bemerkte ich das Funkmikro.

Oder letztens beim www.crookedstill.com Konzert(lein): sie stellten sich 
für die Zugabe vor die Bühne, luden die Besucher ein, näherzutreten 
(was sie nach kurzem Zögern auch taten), und spielten und sangen dann 
unplugged. Das ist eine ganz andere Dimension, es war das beste Stück 
des Abends.

http://www.hooked-on-music.de/CD-Reviews2/Crooked_...

Das Gehör ist doch mit ein paar µW zufrieden. Durch die Verstärkung 
gänge ein großer Teil der Atmosphäre verloren.

Autor: Jens Plappert (Firma: Bei mir und dir.) (gravewarrior)
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@ Konservativiianistischer Gast:

Das ganze hat eben was mit "Erleben" zu tun.

Laute Musik spürt man einfach viel intensiver im ganzen Körper.
Da hilft einfach nichts. Und HEavy MEtal in Leise geht ja mal garnicht 
(gen ausowenig wie Klassik btw). Da spielste auch nicht vor Laien die 
zum 100.000 mal Smoke on the Water hören wollen sondern vor richtigen, 
echten Musikfans.

Und eben genau um diesen Brachialen Schub bei Konzerten zu entwickeln 
braucht man diese gewaltigen Anlagen.

"Leiser machen" kann es sich jeder wieder selbst. Ohrschutz der gut 
Klingt ist käuflich zu erwerben, und wer hingeht sollte eigentlich 
wissen was er sich da antut.

Übrigens hängen so einfache Baustellen-Ohrschützer mittlerweile auf 
ejdem größeren Konzert für Lau aus.

Muss man wirklich an allem rumnörgeln und meckern?

Wenn man die Liveshow einer Rockband nicht erträgt dann sollte man 
vielleiht das Revier wechseln oder DVDs schauen, anstatt schon wieder 
nach Verboten und Vorschriften zu schreien.

Der Großteil der Leute scheint doch ganz zufrieden so wie's ist.

Für was brauchen die Ultra-Toughen-gegen-alles-Menschen hier eigentlich 
ihr ach so gutes Gehör?

Um nicht in eine Kneipe zu gehen oder eher um nicht ihrem nicht 
vorhanden TV zu lauschen?

Autor: Hartmut Kraus (Gast)
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Jens Plappert schrieb:

> 100dB mit Glasklarem druckvollem Sound und ordentlich Schub sind
> sicherlich nicht gesund, aber auch ohne Schutz auszuhalten und machen
> vom "feeling" her einfach tierisch Spass.
[...]
> dagegen können 95dB mit einer Clippenden Anlage selbst mit gehörschutz
> noch eine rechte Qual sein!

Nur liegen beide Zahlen über der Grenze, ab der mit Sicherheit bei 
Dauereinwirkung Gehörschäden zurückbleiben. Aber hast schon Recht, wenn 
du dir mit einem guten Sound das Gehör ruinierst, hast du wenigstens 
noch was davon gehabt. <:-)

Autor: Reinhard S. (rezz)
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Hartmut Kraus schrieb:
> Jens Plappert schrieb:
>
>> 100dB mit Glasklarem druckvollem Sound und ordentlich Schub sind
>> sicherlich nicht gesund, aber auch ohne Schutz auszuhalten und machen
>> vom "feeling" her einfach tierisch Spass.
> [...]
>> dagegen können 95dB mit einer Clippenden Anlage selbst mit gehörschutz
>> noch eine rechte Qual sein!
>
> Nur liegen beide Zahlen über der Grenze, ab der mit Sicherheit bei
> Dauereinwirkung Gehörschäden zurückbleiben.

Die Betonung liegt auf Dauereinwirkung.

Ich find ja das hier lustig (Seite 4):
http://www.bllv.de/cms/fileadmin/Dateien/Land-PDF/...

Autor: Hartmut Kraus (Gast)
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Reinhard S. schrieb:

> Die Betonung liegt auf Dauereinwirkung.

Stimmt, ein Konzert mit 100dB reicht da vielleicht noch nicht ganz. 
<:-)

Autor: Gast (Gast)
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Doch, auch ein Konzert kann zu bleibenden Hörschäden führen - leider 
selbst erlebt. Ich finde ein Veranstalter sollte die Pflicht haben 1. 
darauf hinzuweisen, dass die Lautstärke ohne Gehörschutz akut 
gesundheitsschädlich ist, und 2. kostenlose Ohrstöpsel anzubieten.

Am meisten regt es mich immer auf wenn ich sehe, dass Eltern ihre 
kleinen Kinder auf Konzerte mitnehmen (kommt bei öffentlichen Open Airs 
häufig vor). Das ist fahrlässige Körperverletzung.

Autor: Hartmut Kraus (Gast)
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Ich finde ja auch die Theorie interessant: Eine gute Beschallungsanlage 
zeichnet sich dadurch aus, dass der uneingeweihte Zuhörer von ihr gar 
nichts merkt, sondern die gute Verständlichkeit an seinem Platz alleine 
den agierenden Künstlern zuschreibt.

Zwischen den beiden Extremen gibts aber noch jede Menge sinnvolle 
Nuancen. <:-)

Autor: Jens Plappert (Firma: Bei mir und dir.) (gravewarrior)
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Hmm, also Heavy Metal soll man sich so vorstellen dass der Sänger das 
alleine hinbekommt 10.000 Leute anzuheizen?

Vielleicht mag das an deiner Generation liegen, aber nicht alle machen 
billig-Playback wie im Musikantenstadl. Dort würde sich eine gute PA 
durch fehlende Endstufen auszeichnen...

Autor: Reinhard S. (rezz)
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Gast schrieb:

> Am meisten regt es mich immer auf wenn ich sehe, dass Eltern ihre
> kleinen Kinder auf Konzerte mitnehmen (kommt bei öffentlichen Open Airs
> häufig vor). Das ist fahrlässige Körperverletzung.

Hab ich auf dem letzten SonneMondSterne erlebt: Kind auf den Schultern 
und natürlich mit Ohrschützern (also den Kopfhörer-ähnlichen) drauf. Sah 
lustig aus :)

Autor: Jens Plappert (Firma: Bei mir und dir.) (gravewarrior)
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JA, da frag ich mich auch manchmal was z.B. 4-Jährige Kinder auf einem 
Festival wie dem Bang Your Head!!! zu suchen haben. Das muss dann echt 
nicht sein. 3 Tage lang 20.000 Besoffene bei 37 Grad im Schatten und 
hoher Lautstärke. Ob das das Kind wirklich will?

Autor: Hartmut Kraus (Gast)
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Jens Plappert schrieb:
> Hmm, also Heavy Metal soll man sich so vorstellen dass der Sänger das
> alleine hinbekommt 10.000 Leute anzuheizen?

Aber nicht doch - das könnte halt auch irgendwo dazwischen liegen. <:-)

Und was heißt hier Generation - ich mal zu einem Bekannten in meinem 
Alter: "Techno ist doch keine Musik, das ist 'ne Droge!" Der: "Das haben 
unsere Eltern bei Beat auch gesagt."

Übrigens: Wenn man zum "Anheizen" erst ein physisches Kribbeln im Bauch 
braucht, sind die Ohren schon lange im A...

Autor: Jens Plappert (Firma: Bei mir und dir.) (gravewarrior)
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Hmm, wiess ned, Rock lebt für mich auch wegen dem "fühlen". Ich finde ja 
Ohrenstöpsel was tolles und hab selber sehr hochwertige. Bei leisen 
Lautstärken kann man eben nichts fühlen.

Mit großen Konzerten ist es eben so, dass man vorher weiss dass das Laut 
wird.

Ich finde das hat was von "Motorradfahren ohne Helm, und sich danach 
über die hässliche Narbe am Kinn aufregen".

Würde man eine Ritterrüstung tragen oder einfahc Motorräder verbieten, 
oder alle Motorräder voll umbauen, dann wäre das auch nicht passiert...

Das mit der Generation war auch eher auf Lautstärke denn Musikgeschmack 
bezogen. Ich konnte es mir nur nicht nehmen lassen mal wieder in 
Richtung Mutantenstadl zu schlagen :-P

Autor: Hartmut Kraus (Gast)
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Jens Plappert schrieb:
> Hmm, wiess ned, Rock lebt für mich auch wegen dem "fühlen". Ich finde ja
> Ohrenstöpsel was tolles und hab selber sehr hochwertige. Bei leisen
> Lautstärken kann man eben nichts fühlen.

Kommt halt ganz auf die Sensibilität an. Wer zum "Fühlen" erst eine 
Lautstärke braucht, die ohne Gehörschutz bleibende Schäden verursacht, 
merkt halt nichts mehr. <:-)

Rock - naja, kann Menschen retten oder sie zerstören. Dazwischen gibt's 
eben auch jede Menge Abstufungen.

Übrigens: Die Lautstärke, die ein Sinfonieorchester bringen kann, ist 
auch nicht zu verachten, kann auch in den zweistelligen dB - Bereich 
hineinreichen. <:-)

Autor: Conlost (Gast)
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>Die Lautstärke, die ein Sinfonieorchester bringen kann, ist
auch nicht zu verachten, kann auch in den zweistelligen dB - Bereich
hineinreichen.

Aber bei solchen Darbietungen gibt es was Lautstärke
anbelangt eben sehr viel Dynamik und das kann man
nicht vergleichen mit dem Kompressorsound eines Rock
Konzertes.

Autor: Hartmut Kraus (Gast)
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Conlost schrieb:

> Aber bei solchen Darbietungen gibt es was Lautstärke
> anbelangt eben sehr viel Dynamik und das kann man
> nicht vergleichen mit dem Kompressorsound eines Rock
> Konzertes.

Genau. Klassische Musik stellt unvergleichlich höhere Anforderungen an 
die Tontechnik als Rock.

Autor: Thilo M. (Gast)
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Sag mal zu 'nem Rockgitarristen: "dreh' mal nach links!"

und du wirst die entsetzte Feststellung von ihm hören: "aber da wird's 
doch leiser!?"

:D

Autor: Hartmut Kraus (Gast)
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Thilo M. schrieb:
> Sag mal zu 'nem Rockgitarristen: "dreh' mal nach links!"
>
> und du wirst die entsetzte Feststellung von ihm hören: "aber da wird's
> doch leiser!?"
>
> :D

Na, nun schmeiß' aber mal nicht alle in einen Topf. Ich zitiere einen 
mir bekannten (zu seinem Engl Savage 120):

"Das Monster reicht mit Sicherheit, eine Garage in Leichtbauweise zu 
sprengen. Ich bin derjenige in meiner Band, der es gern etwas leiser 
hätte."

http://www.musikklier.de/details.asp?ID=0007089

Ach - interessant: Den hat er damals für 2.000 DM gekriegt - heute ist 
der gleiche Preis in Euren schon ein Schnäppchen...

Autor: Matthias (Gast)
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> Doch, auch ein Konzert kann zu bleibenden Hörschäden führen - leider
> selbst erlebt. Ich finde ein Veranstalter sollte die Pflicht haben 1.
> darauf hinzuweisen, dass die Lautstärke ohne Gehörschutz akut
> gesundheitsschädlich ist, und 2. kostenlose Ohrstöpsel anzubieten.

Zu erstens: Das steht eigentlich immer auf den Eintrittskarten drauf. 
Sinngemaess etwa "Der Veranstalter uebernimmt keine Haftung fuer 
Hoerschaeden durch Laermbelastung". Hab den genauen Text jetzt nicht im 
Kopf, aber das stand bisher auf jeder Festivalkarte und auf jeder 
Konzertkarte. OK, wenn man ins JUZ um die Ecke geht, steht das da nicht 
drauf, aber als normal denkender Mensch kann man jawohl soweit denken, 
dass ein Konzert nicht gerade in Zimmerlautstaerke stattfinden wird.

Zu zweitens: Auf die Diskussion bin ich dann mal gespannt - 60% der 
Konzertbesucher werden die Dinger nicht wollen, die restlichen 40% 
werden sich aufteilen in Leute, denen auch ein zerknuelltes 
Tempotaschentuch im Ohr reicht und Leute, die dann wie wild ueber den 
klanglichen Qualitaetsverlust durch die Ohrstoepsel Beschwerde 
einreichen, und zwar lautstark!

Autor: Gast (Gast)
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1. Hab ich noch NIE auf irgend einer Eintrittskarte gelesen. Und "der 
Veranstalter übernimmt keine Haftung für eventuell auftretende 
blablabla, Hörschäden, Meteoritenabstürze etc." im Kleingedruckten ist 
nicht wirklich das selbe wie ein deutliches "die Lautstärke liegt in 
einem Bereich der definitiv ungesund ist und Hörschäden verursacht".

2. Blödsinn. Ist doch keiner gezwungen die Dinger zu nehmen! Einfach am 
Eingang/Bar/Garderobe/... eine Kiste aufstellen wo man sich die Dinger 
rausnehmen kann.

>Für was brauchen die Ultra-Toughen-gegen-alles-Menschen hier eigentlich
>ihr ach so gutes Gehör?

Schön wenn es das noch wäre.

>Um nicht in eine Kneipe zu gehen

Das Kneipengehen kann ich mir inzwischen sparen, da es mir dank 
eingeschränktem Dynamikbereich des Gehörs unmöglich ist eine 
Konversation mit so viel Hintergrundgeräusch zu führen.

Autor: Ahnungslos_0815 (Gast)
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@ Seneca (Gast)

>Spontan kommt mir so die Idee, einen Mini-Schalldruckpegel als
>Schlüsselanhänger zu bauen. Einfach eine dynamische Mikrofonkapsel,
>Gleichrichter und eine LED. Wenn die LED leuchtet, ist die Spannung an
>der Mikrofonkapsel über 2V, dann ist's eindeutig zu laut!!!!!!

Der Gleichrichter schluckt aber auch nochmal 2 * 0,65V.
Besser 2 Leuchtdioden antiparallel oder eine 
Spannungsverdopplerschaltung.

@ Gast (Gast)

>Das Kneipengehen kann ich mir inzwischen sparen, da es mir dank
>eingeschränktem Dynamikbereich des Gehörs unmöglich ist eine
>Konversation mit so viel Hintergrundgeräusch zu führen.

Seh ich auch so. Werde nie wieder in eine Kneipe oder ein elektrisch 
verstärktes Konzert gehen. Zu Hause bei Mutti ist's doch am schönsten!

Autor: Hartmut Kraus (Gast)
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Gast schrieb:

> Das Kneipengehen kann ich mir inzwischen sparen, da es mir dank
> eingeschränktem Dynamikbereich des Gehörs unmöglich ist eine
> Konversation mit so viel Hintergrundgeräusch zu führen.

Da haben wir den Salat. <;-(

Autor: faraday (Gast)
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Überall nimmt der Lärm zu. Teils unbeabsichtigt, teils mit Absicht.
Es gibt Musik, die klingt  "laut" einfach besser. Und Leute, die da 
hingehen, haben das selbst zu entscheiden. Wenn dabei so laut gedreht 
wird, daß man Gehörschutz braucht, ist für mich die Grenze 
überschritten.
Aber es sind ja nicht nur Konzerte. Ich habe schon keine Lust mehr auf 
Kino, weil es da mittlerweile einfach zu laut ist.
Auf der Straße nerven die Motorräder und keine Polizei stört das. 
Letztlich auf der Faschingsfeier im Dorf war die Disco so laut, daß man 
nur noch seinen Nebenmann anschreien konnte. Selbst über den Tisch war 
schon zu weit. Und das ohne Pause. Viele 60+ haben sich Servietten in 
die Ohren gesteckt und sich geschworen, sowas nicht nochmal mitzumachen.
Was ich sagen will: Laut wird komischerweise mit Qualität oder Stimmung 
gleichgesetzt. Unser gesunder Menschenverstand kommt uns zunehmend 
abhanden.

Autor: Hartmut Kraus (Gast)
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faraday schrieb:

> Was ich sagen will: Laut wird komischerweise mit Qualität oder Stimmung
> gleichgesetzt. Unser gesunder Menschenverstand kommt uns zunehmend
> abhanden.

Na, das sehe ich nicht ganz so. Z.B. ist hier ein Autobahnteilstück (an 
Germering vorbei) schon ewig auf 80 beschränkt. Das jährliche Brüllevent 
"XXL - Party" hier gleich nebenan am Baggersee konnten wir unserer 
Führung auch schon abgewöhnen, wie's ausschaut. Und ein anderes - da kam 
mein Nachbar mal zu mir, weil er das schon hören konnte, als er mit 
seinem Laster von Germering 'reinkam, hat sich mein Handy geborgt, die 
Polizei angerufen - eine halbe Stunde später war Ruhe.

Autor: Morin (Gast)
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> 1. Hab ich noch NIE auf irgend einer Eintrittskarte gelesen. Und "der
> Veranstalter übernimmt keine Haftung für eventuell auftretende
> blablabla, Hörschäden, Meteoritenabstürze etc." im Kleingedruckten ist
> nicht wirklich das selbe wie ein deutliches "die Lautstärke liegt in
> einem Bereich der definitiv ungesund ist und Hörschäden verursacht".

Zitat von der aktuelen Wacken-Karte:
---
03. Bei diesem Musikfestival kann aufgrund der Lautstärke Gefahr von 
möglichen Hör- und Gesundheitsschäden bestehen.
---

Außerdem ist der Satz "die Lautstärke liegt in einem Bereich der 
definitiv ungesund ist und Hörschäden verursacht" schlicht und einfach 
sachlich falsch; ich hatte nach mehreren Festivals ohne Hörschutz 
erwiesenermaßen keine Hörschäden (Hörtest).

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Morin schrieb:
> ich hatte nach mehreren Festivals ohne Hörschutz
> erwiesenermaßen keine Hörschäden (Hörtest).

Du wurdest auch vorher getestet?

Autor: Thilo M. (Gast)
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Solche Hörschäden äußern sich ja auch dadurch, dass man nicht erst mit 
60 nur noch bis 4kHz hört, sondern schon ab 50 oder früher.
Genau das ist ja das Gefährliche, man spürt die Folgen nicht 
unmittelbar.

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