Hallo HildeK,
danke für das review! Ich habe Deine Dimensionierung übernommen, anbei
das überarbeitete Modell.
Zunächst ging es mir erstmal darum, zu klären, ob man die Schaltung
grundsätzlich so machen kann. Klar, sich an der Railgrenze zu befinden,
ist nicht schön, ebenso, daß die Kompromisse mit denen man leben muß
immer mindestens umgekehrt prportional zum Aufwand stehen, den man in
der Schaltung treiben möchte. Da ich es bewußt einfach haben möchte, muß
ich wohl einige Kompromisse eingehen. Allerdings würde es mich schon
etwas schmerzen, wenn ich mit dem Verstärker nicht näher als 100mV an
die Null käme ;-)
Gewisse Unzulänglichkeiten der HW kann ich schon in der SW ausgleichen,
was aber u.U. mit ätzendem Ressourcenaufwand verbunden ist und einen
kleinen 2KB Controller schnell an seine Grenzen bringt. Ein ganz offener
Punkt ist z.B. die absolute Genauigkeit des Sensors von +/-1,5%. Da wird
mir nichts anderes als eine SW-Kalibrierung übrigbleiben.
Hier noch ein paar weitere Infos:
Der Sensor hat laut Datenblatt einen Innenwiderstand von typ=6,4k
(min=4,5k und max=8,2k). Bisher hatte ich den Innenwiderstand in R3
berücksichtigt. Nun ist er separat als Risensor ausgeführt. Paralell zu
R3 habe ich C1 eingefügt, um etwaige HF-Einkopplungen wegzublocken
(falls mal einer mit dem Händi zunahe kommt).
>...bis auf die Tatsache, dass die Größe der Versorgungsspannung deutlich in das
Ergebnis eingeht.
Ja hast recht, die Art und Stabilität der Spannungsversorgung ist noch
ein offener Punkt. Vielleicht wird das aber nicht so heiß gegessen wie
gekocht, denn der Sensor wird mit Vbatt versorgt und seine
Ausgangspannung ist laut Datenblatt "ratiometrisch".
Die Übertragungsfunktion sieht prinzipiell so aus: Vsensor = Meßgröße *
const * Vbatt/Vnorm. Bleibt die Meßgröße konstant, schwankt Vsensor im
Verhältnis zu Vbatt.
Nun gehe ich davon aus, daß bei einer Schwankung von Vbatt die Eingänge
des OPV sich im gleichen Verhältnis verändern würden, weil Vbatt in die
Ausgangsspannung des Sensor und in die des Spannungsteilers R1/R2
eingeht. Zu klären wäre nun noch, ob die Spannungsdifferenz an den
OP-Eingängen unabhängig von Vbatt bleibt, wenn ja, wäre ich aus dem
Schneider was die Qualität der Spannungsversorgung angeht.
Wie siehst Du das? Kann ich davon ausgehen, oder mache ich da einen
Denkfehler?
Würde es helfen, wenn man die Abhängigkeit Vsensor(Vbatt) mit einer
spannungsgesteuerten Spannungsquelle "e" in LT Spice simuliert? Wie
ginge das?