Bernd schreibt:
> Nu roch eine Frage: Habe ich es richtig verstanden, dass die maximal zu
> übertragene Leistung über einen Trafo Kern vom Sättigungsverhalten
> abhängt, also vom Sättigungsstrom?
Was den Kern selbst betrifft: ja. Sobald der Kern in Sättigung geht,
bricht die magnetische Kopplung und damit die Energieübertragung
zusammen.
Zudem ist die Eigenerwärmung des Kerns zu beachten. Man kann die
Frequenz nicht beliebig erhöhen, weil die Kernverluste mit der Frequenz
zunehmen. Wird die Curie-Temperatur erreicht, bricht die magnetische
Kopplung ebenfalls zusammen.
> Wenn es dem so ist, dann würde es bedeuten, dass bei einer höheren
> Eingangsspannung in den Trafo auch eine höhere Leistung übertragen
> werden kann, da ja auf der Primärseite weniger Strom fliest. Das ganze
> natürlich nur bei einem geregelten Schaltnetzteil.
Im Trafo fließt ja nicht nur der "Nutzstrom", sondern auch der
Magnetisierungsstrom (Blindleistung). Der Magnetisierungsstrom ist
abhängig von der Betriebsspannung und der Hauptinduktivität des Trafos.
Und dieser Magnetisierungsstrom ist quasi der Sättigungsstrom, von dem
du oben geschrieben hast.
EPCOS gibt in den Application Notes einen Anhaltspunkt für die
übertragbare Leistung an. Unter optimalen, praktisch nicht erreichbaren
Bedingungen kann ein Gegentaktwandler mit ETD34-Trafo
- 151 Watt bei 25 kHz und Material N27
- 674 Watt bei 100 kHz und Material N87
- 863 Watt bei 100 kHz und Material N97
übertragen.
Christian.