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Forum: Offtopic Genervt von der Wissenschaft.


Autor: Gast (Gast)
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...schaue ich gerade neidisch den Azubis in der Metallwerkstatt zu. Wie 
toll muss das sein: kein Ärger mit Matrizen, Entropien, 
Gauß-Verteilungen und dem ganzen Mist?

Bin ich der einzige dem es manchmal so geht?

Autor: milkyway (Gast)
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Jo, und sie verdienen mehr als man als Naturwissenschaftler jemals 
verdienen wird...

Autor: Sven P. (haku) Benutzerseite
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Und sie kehren das erste Jahr die Werkstatt und kochen Kaffee. Und 
lassen sich von jedem Trottel, der länger im Betrieb ist und bis drei 
zählen kann, anpöbeln.

Autor: Kritzekratze (Gast)
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Das verhindert vielleicht, dass sie solche Arroganz-Allüren kriegen, wie 
manche "Wissenschaftler".

Autor: Bernd Funk (Gast)
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Hättest halt was gescheits gelernt.
( sag ich als Schlossermeister )

Autor: Radarmensch (Gast)
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> Bin ich der einzige dem es manchmal so geht?

Jup, wir haben keine Azubis...

Autor: Knochen Kotzer (Firma: Riesenhoster in EU) (knochenkotzer)
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Jung sei schlau,
lern am Bau!

Autor: blah (Gast)
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> Und lassen sich von jedem Trottel, der länger im Betrieb ist und bis drei
> zählen kann, anpöbeln.

Das ist doch überall so. Als Neuer nimmt dich keiner ernst. Da hilft dir 
weder eine abgeschlossene Ausbildung, noch ein Studium.

Autor: Knochen Kotzer (Firma: Riesenhoster in EU) (knochenkotzer)
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Komisch, als ich hier angefangen habe wurde ich sehr ernst genommen und 
intensiv eingearbeitet.
Offene Fragen wurden immer sehr ausführlich und kompetent beantwortet.

Autor: milkyway (Gast)
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Das ist nicht zwangsläufig so. Ich habe mir das erste Jahr selbst mir 
Diplom Sachen anhören müssen, dafür hätte ich die Leute, wenn es keine 
Kollegen gewesen wären, normalerweise wegen Beleidigung verklagt. Das 
ist nicht bildungsgradabhängig sondern nur vom Wesen der Kollegen.

Autor: zwieblum (Gast)
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> Jo, und sie verdienen mehr als man als Naturwissenschaftler jemals
> verdienen wird...

nein, stimmt nicht! ... und ich freu mich drüber, auch wenns manchmal 
spät wird :-)

Autor: Sven P. (haku) Benutzerseite
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Nachtrag: Das war von mir auch eher provokant gedacht.

Mag ja sein, dass ich neidisch werde, wenn ich die 
'Grundschulmathematik' in der Ausbildung mit irgendeiner abstrusen, hoch 
theoretischen und weltfremden linearen Algebra vergleiche. Aber 
andrerseits eröffnet das im Nachhinein auch wider ganz neue 
Möglichkeiten und Wege.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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milkyway schrieb:
> Das
> ist nicht bildungsgradabhängig sondern nur vom Wesen der Kollegen.

Wie der Herr, so 's G'scherr.

Die Firmenleitung hat selbst bei großen Firmen eine Menge Möglichkeiten, 
darauf Einfluß auszuüben.

Autor: Freelancer (Gast)
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vieleicht krigen die auch nen job in der leihbude

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Sven P. schrieb:
> Mag ja sein, dass ich neidisch werde, wenn ich die
> 'Grundschulmathematik' in der Ausbildung mit irgendeiner abstrusen, hoch
> theoretischen und weltfremden linearen Algebra vergleiche.

Die ist garnicht weltfremd. Sie gibt die Begründung für eine riesige 
Fülle von Regeln, die den Umgang Daten vereinfachen.

Daß den armen Studenten mit allem und jedem das Leben zu Hölle gemacht 
wird, ist ein anderes Thema. Daß das dem Verständnis nicht gerade zugute 
kommt, wird billigend in Kauf genommen. Backsteinförmige 
Einheitsabsolventen sind wichtiger, als Kreativität...

Autor: A. K. (prx)
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Theoretische Ausrichtung beim Studium (mindestens anfangs) ist also 
backsteinförmiges Zuschneiden. Interessante Logik.

Was wäre für dich ein stark auf konkrete Industriepaxis orientiertes 
Studium? Akademische Freiheit?

Autor: mr.chip (Gast)
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> ...schaue ich gerade neidisch den Azubis in der Metallwerkstatt zu. Wie
> toll muss das sein: kein Ärger mit Matrizen, Entropien,
> Gauß-Verteilungen und dem ganzen Mist?

Die schauen dann wohl neidisch zurück, wenn du als Student mal wieder 
schon am Mittwoch oder Donnerstag auf Partys gehst, wenn du zweimal pro 
Woche bis am Mittag auschlafen kannst, wenn du mal wieder 12 Wochen 
Ferien hast (die man ja nicht samt und sonders zum lernen braucht...) 
usw.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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A. K. schrieb:
> Theoretische Ausrichtung beim Studium (mindestens anfangs) ist also
> backsteinförmiges Zuschneiden. Interessante Logik.

Nein, eben gerade nicht. Das Backsteinmaß wird durch sachfremden Streß 
erzeugt, der fachlich nichts bringt. Das Vehikel, mit dem der Streß 
produziert wird, ist völlig beliebig.

> Was wäre für dich ein stark auf konkrete Industriepaxis orientiertes
> Studium? Akademische Freiheit?

Das Gegenteil ist es.

Autor: Rüdiger Knörig (sleipnir)
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Geistige und handwerkliche Arbeit sollten sich als symbiotisch 
verstehen. Was nützen dem Architekten seine Pläne, wenn sie keiner 
umsetzen kann? Was nutzt dem Maurer die Fähigkeit, eine Mauer zu 
errichten wenn er nicht weiß, wie er Mauern zu einem belastbaren Gebäude 
hochziehen kann?
Es ist wie bei der Elektronik: ohne Schaltplan und Löten keine 
Schaltung. Beides verlangt Können. Wer Schaltungen entwickeln aber nicht 
löten kann wird die Schaltung ebensowenig realisieren können wie jemand 
der nur Löten kann aber keinen Schaltplan entwerfen.

Entscheidend ist doch, wie gut oder schlecht jemand auf seinem Gebiet 
arbeitet.
Ein guter Schuster ist mehr wert als ein schlechter Doktor.

Autor: Gast (OP) (Gast)
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Kleines Missverständnis: ich rede nicht von "sachfremdem Streß" zu dem 
ich an der Uni "gezwungen" werde, sondern von durchaus konkreter und 
sinnvoller Forschung - die aber nun eben mal nicht so anschaulich ist 
wie das Arbeiten an der Drehbank und die das Hantieren mit oben 
genannten mathematischen Dingen mit sich bringt.

Autor: Gast (OP) (Gast)
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Rüdiger: Binsenweisheit, was soll uns das sagen?

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Gast (OP) schrieb:
> Kleines Missverständnis: ich rede nicht von "sachfremdem Streß" zu dem
> ich an der Uni "gezwungen" werde, sondern von durchaus konkreter und
> sinnvoller Forschung - die aber nun eben mal nicht so anschaulich ist
> wie das Arbeiten an der Drehbank und die das Hantieren mit oben
> genannten mathematischen Dingen mit sich bringt.

Wenn du von "durchaus konkreter und sinnvoller Forschung", dann versteh 
ich allerdings nicht, wo das Problem ist.

Ein Forscher, der nur eine Kiste voll Matrizen, Entropie und 
Gaußverteilungen im Kopf hat, wird ungefähr so viel finden, wie das 
legendäre blinde Huhn.

Die mathematischen Hilfmittel werden doch zur Verifikation oder 
Falsifizierung von Ideen benutzt, die man aus dem Modell generiert, das 
man von der Sache im Kopf hat.

Das ist letztlich auch nichts prinzipiell anderes, als das, was der 
Handwerker macht. Nur benutzt der eben andere Hilfmittel.

Autor: Gast (OP) (Gast)
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Wenn das Problem mathematisch ausreichend modelliert ist, dann musst du 
dich eben häufig nicht mehr mit der Realität abgeben. Dafür hat man die 
Mathematik ja. Das Nachdenken über Bilder und Musik hätte Huffman nicht 
dabei geholfen seinen Codierungsalgorithmus zu formulieren, auch wenn er 
heute genau dafür verwendet wird.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Aber das Bild von der Mathematik, das er im Kopf hatte.

Autor: wirtschaftskrisengebeutelter (Gast)
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"
...schaue ich gerade neidisch den Azubis in der Metallwerkstatt zu. Wie
toll muss das sein: kein Ärger mit Matrizen, Entropien,
Gauß-Verteilungen und dem ganzen Mist?

Bin ich der einzige dem es manchmal so geht?
"

Also wenn du mal aus dem Fenster jemanden mit finsterer Miene 2x1,25m 
Gipsplatten schleppen siehst, komm bitte raus und sprech mich an, dann 
tauchen wir mal für ne Stunde.

mfg

wkgt

Autor: wirtschaftskrisengebeutelter (Gast)
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PS:PS: dann kannst du abends auch gut schlafen

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