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Forum: FPGA, VHDL & Co. Actel Fusion "mixed Signal" FPGAs


Autor: grottenolm84 (Gast)
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Hallo,

hat irgendwer schon mal mit den Actel Fusion "mixed Signal" FPGA's 
gearbeitet ?

Für meine Anforderungen (Motoransteuerung + Regelung) klingen diese sehr 
vielversprechend. Ich möchte mit möglichst wenig Peripherie 
(Gate-Drivern, Flashbausteinen, AD-Wandler)auskommen und die Vorteile 
von FPGAs mit klassischen Mikroprozessorstrukturen (Softcores) 
kombinieren.

Wie siehts mit deren Software-Tools aus um das Ganze zu realisieren ? 
Man findet ja leider hierzu weitaus weniger Material als bei den beiden 
"Großen" Xilinx und Altera...

Viele Grüße
Tobi

Autor: nurso (Gast)
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Hallo Tobi,
ich habe mit IGLOO nano -> 
http://www.actel.com/products/hardware/devkits_boa... 
exprementiert. Die Actel Produkte kann ich dir empfehlen. Die Software 
kannst du downloaden und du bekommst auch lizenz für 1 jahr und nach 
einem jahr kannst du wieder eine bekommen. Bei Actel gibt es 
verschiedene prozessoren. -> 
http://www.actel.com/products/mpu/default.aspx .

Gruss

Autor: grottenolm84 (Gast)
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Hallo nurso,

danke für die Antwort.
nach einigen Recherchen merk ich auch gerade, dass das bei Actel alles 
Hand und Fuß zu haben scheint-ich denke ich werd mich für ein embedded 
development starter-kit entscheiden und dann experimentieren.

Wie empfandest du den "workflow" mit den Actel-Tools ? Ich bin noch am 
überlegen, ob ich dafür komplett Altium Designer (bereits vorhanden) 
verwende um ein Tool für die komplette Systemintegration zu haben 
-Altium unterstütz angeblich mittlerweile sogar die kompletten 
Analog-Features der Fusion-FPGAs...

Gruß
Tobi

Autor: nurso (Gast)
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Hi Tobi,
mit Altium Produkten kann ich dir nicht helfen. Wenn du damit erfarhung 
hast, solltest du es anwenden (ich weiss, dass Altium auch sehr gute 
software entwickelt).Der Workflow von Actel finde ich gut und einfach. 
Im allgemeinen kann ich sagen, dass die software von Actel mit der zeit 
geht. Übrigens Actel produkte werden in extremen umgebungen wie Weltall 
(die meisten amerikanischen satteliten benutzen actel produkte), 
reaktoren, ... eingesetzt. Wichtig zu wissen ist auch, dass ich kein 
Actel mitarbeiter bin ;-))


Gruß

nurso

Autor: TM (Gast)
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Ich arbeite auch Mit Actel FPGAs, und zwar den ProAsic3E.

Die Tools sind ganz gut, als Synthese kommt Synplify (Pro) zum Einsatz, 
was recht ordentlich ist. Für den Rest dann der Designer, der Place & 
Route übernimmt. Auch die Analysemöglichkeiten sind gut, es gibt wie bei 
anderen Herstellern auch Chipplanner, Timinganalyse usw.

Was ich besonders gut finde, ist der OnChipDebugger Identify AE. Der ist 
meiner Meinung nach dem Chipscope von Xilinx überlegen, man kann 
Breakpoints setzen und es wird der aktuelle Status der beobachteten 
Signale im Code direkt angezeigt. Nachteilig wirkt sich nur die nicht 
ganz so große Anzahl an BRAMS in den Actel Devices aus, was die 
Samplingtiefe manchmal etwas einschränkt.

Autor: Georg A. (Gast)
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"Übrigens Actel produkte werden in extremen umgebungen wie Weltall
(die meisten amerikanischen satteliten benutzen actel produkte),
reaktoren, ... eingesetzt."

Ist nicht gerade ein positiver Aspekt für den normalen Entwickler... 
Heisst nämlich, dass das Ding entweder OTP ist oder durch den "robusten" 
Chip-Prozess (rad-hard, ...) ziemlich lahm ist. Actel gibt es eigentlich 
auch nur noch genau wegen dem Markt, weil der von keinem anderen 
Hersteller vernünftig bedient wird.

Xilinx wirbt zwar auch immer damit, aber der Konfigurationspeicher ist 
deutlich empfindlicher gegen SEUs als der Rest. Da fehlt dann einfach 
das Vertrauen, dass ein kommerzieller Satellit mit einigen 100Mio$ 
Kosten das 10 Jahre ohne gravierende Störung überlebt...

Autor: TM (Gast)
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Naja, die "normalen" FPGAs von Actel sind halt flashbasiert und sind 
zwar langsamer als SRAM-basierte, trotzdem noch genug schnell, um 
meinetwegen PCI bedienen zu können. Mit aufwendigen Algorithmen sollte 
man das Teil natürlich nicht unbedingt füllen, das hapert dann schon 
daran, dass es keine DSP-Einheiten gibt. Auch ne schnelle Carry-Chain 
für Addierer sucht man vergeblich. Aber für Schnittstellen zu Ethernet 
(zB. MAC-Implementierung) oder halt PCI sind die Bausteine ausreichend 
und optimal. Und überall, wo es auf low power ankommt, eine Nische, die 
Xilinx kaum sinnvoll bedienen kann.

Autor: grottenolm84 (Gast)
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Zu den FPGA's der Fusion-Serie sollte in diesem Zusammenhang noch gesagt 
werden, dass ein Blick auf die Struktur der Logikzellen reicht um 
schonmal eine Aussage bezüglich der Logikressourcen zu treffen:

Bei Acel bestehen die konfigurierbaren Logikblöcke ENTWEDER aus einer 
3-Eingangs-LUT ODER einem Flip-Flop. Bei Xilinx Spartan 3 z.B. besteht 
ein CLB aus 2 4-Eingangs-LUTs UND 2 Flip-Flops. Man kann also schon 
abschätze, dass man für die gleiche Funktion viel mehr Ressourcen 
braucht....Sachen wie Hardware-Multiplizierer noch nicht mal 
eingerechnet...

Trotzdem: Die stäkern der Reihe liegen meiner Meinung nach im "System on 
Chip"-Design und in der Flexibilität -und nicht in der parallelen 
Abarbeitung von komplexen Algorithmen.

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