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Forum: Digitale Signalverarbeitung / DSP dsPIC ein echter DSP?


Autor: Fralla (Gast)
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Hallo!

Ich versteh nicht ganz was der dsPIC wirklich ist.
Ist es ein richtiger DSP, also er führt Befehle parallel in Hardware 
aus.
Oder wurde der Befehlssatz um dsp funktionalität nachzuahmen. Aber 
andereseits wenn er MAC in einem Takt kann muss da was in hardware 
geschehen.

Was unterscheidet den dsPIC zb. von einem Blackfin(außer MIPS, ADCs) 
sondern grundlegend?

: Verschoben durch Admin
Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Einen dsPIC würde ich als µC mit DSP Kern bezeichnen. Ich denke der 
Unterschied zu einem echten DSP ist die universelle Peripherie die eher 
an einen µC erinnert als an einen DSP.

Autor: Fralla (Gast)
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Ja genau, die Peripherie erinnert total an einen mikrocontroller.
Nur was für einen DSP Kern hat der dsPIC? Was kann er mehr als ein PIC 
bzw. weniger als ein reiner DSP?

Autor: A. K. (prx)
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Fralla schrieb:

> Ist es ein richtiger DSP, also er führt Befehle parallel in Hardware
> aus.

Der Begriff DSP definiert primär eine Anwendungskategorie, nicht so sehr 
eine bestimmte Prozessorarchitektur.

Diese Anwendungen bringen aber bestimmte Anforderungen an die 
verwendeten Prozessoren mit, wie beispielsweise bestimmte Arten zu 
rechnen und spezielle Adressierungsmuster. Ob das aber parallel erfolgt, 
das hat mehr mit der gewünschten Leistungsfähigkeit zu tun als mit dem 
Begriff "DSP".

Die ersten Generationen von DSP-Prozessoren waren extrem darauf 
spezialisiert und kaum zu etwas anderem zu gebrauchen. Die dsPICs sind 
hingegen allgemein verwendbare Microcontroller, deren Adressierungs und 
Busstruktur DSP-Anforderungen angepasst wurde, und die zusätzlich zu den 
normalen Operationen auch eine zu DSP passende Rechentechnik 
beherrschen.

Entscheidend ist, ob die gebotene Leistungsfähigkeit für die Anwendung 
ausreicht. Einen "richtigen" oder "falschen" DSP gibt es nicht.

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Fralla schrieb:
> Was kann er mehr als ein PIC

Er kann in einem Takt zwei Werte aus dem SRAM laden, multiplizieren und 
aufaddieren. Dazu benötigt ein normaler PIC vermutlich irgendwas um die 
10 Takte.
Weiterhin gibt es noch so nette Sachen wie Schleifen in Hardware. Man 
kann damit einen Befehl mehrmals ausführen, ohne zusätzliche Takte für 
den Schleifenzähler oder Rücksprung an den Anfang der Schleife 
investieren zu müssen.

Autor: Chris (Gast)
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Nein, ist er nicht. In einem echten DSP läuft der Mathematische 
Coprozessor parallel zur cpu, hier läuft entweder die DSP-ALU oder
dir normale ALU. Er ist im prinzip um spezielle sachen erweitert worden,
welche in DSP applicationen gebraucht werden, wie z.b Bei overflow
wird 0xffff gesetzt, anstatt das carry usw. Das erspart etliche
Befehle bei einer normalen CPU, sowie einige Funktionen, um
Ringbuffer zu realisieren, und einige Konstrukte, um z.B. divisionen
zu beschleunigen. Der Hauptvorteil sind die librarys, welche microchip
liefert, ev auch die Spracherkennung usw.

Autor: avr (Gast)
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Also bei Schukat habe ich folgende Bezeichnung
gefunden:
MICROCHIP 16Bit-Digitale Signal-Controller
Serie: dsPIC30F_, dsPIC33F_    Gehäuse: DIP, SO, TQFP 
Ich finde das past und unterscheidet von
[/c]
TEXAS INSTRUMENTS (TI) Digitale Signal-Prozessoren
Serie: TMS320_    Gehäuse: LQFP
[/c]

gruß avr

Autor: Patrick Weinberger (seennoob)
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Wie schon gesagt bei dsPICs is die rede eher von DSC ( Digital Signal 
Controller) sie sind nur ein Standart RISC-Core erweitert mit mit 
Befehle zur Signal verarbeitung wie MAC Befehl usw. Aber sie agieren 
sonst wie ein normaler µC (Timer, Interfaces usw)

MFG

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