Hallo zusammen,
ich programmiere leidlich gut in vb.net, habe aber von der Elektronik
eines Pcs prinzipiell keine Ahnung, so dass ich mich bisher immer nur
mit Steuerung von BESTEHENDER Hardware über die ensprechenden
Schnittstellen (hier TK-Anlage über TAPI) beschäftigt habe.
Ich habe also noch nie im Leben z.B. den Bau vom Mikrocontrollern in
Erwägung gezogen, habe noch nie einen Lötkolben in der Hand gehabt.
Nun würde ich gerne ein Gerät bauen, dass den USB-Port des PCs mit einer
analogen Telefonbuchse als Nebenstelle einer Telefonanlage verbindet und
im ersten Schritt "nur" folgendes kann:
1. Schritt:
Anklicken eines Buttons in einem Programm auf dem PC - der Hörer wird
abgehoben.
Der Anrufer hört natürlich nichts, weil kein Mikrophon und Lautsprecher
angeschlossen ist.
(Hintergrund: In der Tapi hätte ich dann aber den Status
Verbunden/Aktiv)
2. Schritt:
Senden des Hook-Flash Signals (R-Taste) an die TK-Anlage. (Initiert von
PC-Programm)
3. Schritt:
Wählen mit Hilfe des PC-Programms. wahrscheinlich über DTMF.
4. Schritt:
....
Zwischenzeitlich habe ich mal eine riesige Investition getätigt und mir
für 7,99 € ein Audioline Petit gekauft und dieses abgehoben - über einen
FF-Adapter parallel zu einem schon bestehenden Gespräch . Mit Hilfe der
R-Taste konnte ich dann die Weiterschaltung einleiten und durch die
Tastenkombination, die ich immer wieder in der Bedieningsanleitung
nachschlagen muss, auch vollenenden. (Musste ich ausprobieren, weil für
mich das ja nur ein einziger Stromkreis, der ja nicht wirklich
unterbrochen wird. Na ja, das kurzzeitige Antippen der Telefongabel, wie
ich es aus der Zeit kenne, als ich noch keine R-Taste hatte,
funktioniert auch tatsächlich nur, wenn auch nur ein Apparat abgehoben
wurde.)
Ich würde halt gerne dieses 8 Euro HiTech-Wunder durch meinen PC
gesteuert nachbilden.
Für mich als absoluten Laien ist es in erster Linie einmal wichtig, wie
ich unfallfrei den ersten Schritt, also Gabel abheben,
bewerkstelligen kann.
Deshalb meine Fragen:
Ist für dieses Thema ein Microcontroller geeignet?
Wenn ja, mache mit der im ersten Schritt enthaltenen Interaktion von PC
und (dann) Microcontoller für einen Anfänger ein "zu grosses Fass auf"?
Wie kann man sich am besten den Thema nähern - es darf ruhig etwas
länger dauern.
Also nach dem Motto: Wenn Du unbedingt nicht die Finger davon lassen
willst, behalt die Zielsetzung im Hinterkopf, kaufe Dir erst einmal den
xxx-Bausatz für Kinder, dann
den yyy-Bausatz und dann folgendes Starter-Kit ...
Und die finale Frage: Wenn ein Microcontroller ein für dieses Thema
geeignetes Mittel ist, wäre das dann für einen in diesem Gebiet
Erfahrenen ein leichtes (und natürlich billiges) ein solches Gerät zu
entwickeln und zu bauen?
Viele Grüße
Kuddel
>kaufe Dir erst einmal den xxx-Bausatz für Kinder, dann>den yyy-Bausatz und dann folgendes Starter-Kit ...
Oder einfach ein Modem...
Ob das allerdings das kann, was du forderst, kann ich nicht sagen, da
ich mich nicht so sehr mit Telefontechnik beschäftige...
Ich hätte hier noch eine Fritz!Phone-ISDN-Telefon-"Anlage" rumliegen...
Hallo,
ein Modem über Hayes zu steuern und nicht über Tapi wäre vielleicht im
ersten Schritt eine Möglichkeit, führt mich später aber in eine
Sackgasse.
Für mich sind noch viele weitere Schritte nach dem dritten denkbar, die
ich nicht unbedingt alleine durchführen kann oder möchte, aber wenn den
ersten und dann den zweiten und dritten Schritt mit viel Aufwand und
grauen Haaren mit einem Mikrocontroller alleine bewerkstelligt hat.
bekommt man vielleicht einen Eindruck, was alles so geht ...
Letztendlich bleibt die Frage: Ist die beschriebene Aufgabenstellung mit
Mikrocontrollern auch von einem Anfänger, der bereit ist .sich längere
Zeit zu quälen, zu bewerkstelligen?
Ist es einlohnenswerter Ansatz?
Gruss Kuddel
Ich kenne mich jetzt nicht mit Telefonanlagen oder der Technik dahinter
aus, aber wenn du die Signale nachgebildet bekommst sollte das
eigentlich kein Problem sein.
Das einarbeiten in Mirkocontroller ist auch ein lohnenswerter Ansatz wie
ich finde.
so ein Modem ist garkein schlechter Einstieg. Zum Einen kannst du damit
sofort vom PC aus loslegen und musst dich nicht um den eigentlichen
Telefonkram kümmern. Wenn dir die AT Befehle irgendwann nicht mehr
eichen sollten, dann kannst du auch einen Controller zwischen PC und
Modem klemmen und dir Software dafür ausdenken wie du nur willst. Ich
hab z.B. mal einen PIC in ein altes Elsamodem gebastelt um damit per
Telefon andere Geräte fernzuschalten. Das Modem kann ja DTMF senden und
empfangen und so lassen sich auch Passwortabfragen usw realisieren.
bye
Frank
Nachdem du dir 1000 Stunden Grundlagen und Praxiserfahrung im Umgang mit
Mikrocontollern draufgeschafft hast, wirst du das bestimmt hinbekommen.
Das hört sich erstmal viel an, aber die 1000 Stunden sind ja auch immer
wieder mit spannenden Erfahrungen verbunden. Je nach Zeit wirst du dein
konkretes Vorhaben aber dann erstmal ein ganzes Stück verschieben
müssen.
Vielen Dank für die Anregungen.
aber ich vielleicht nicht nur zu dumm um einfache Hardwareergänzung zu
basteln, sondern wohl auch zu dumm, um Fragen gescheit zu formulieren.
Für mich ist ein PC einfach nur eine Black Box, den man nach Möglichkeit
nie aufschrauben sollte. Wenn man etwas von ihm will, was er bis jetzt
noch nie gemacht hat, schreibt man ein Software-Programm dazu - und muss
sich dann eventuell die fertige Hardware dazu kaufen.
Wenn ich so an meiner Telefonanlage herumprogrammiere, kann ich viele
Dinge über die Tapi wunderbar verwirklichen: Anrufen - Makeln -
Dreikonferenz usw., bis ich dann auf einmal feststelle, Du kannst auf
Leitung y nicht das ausführen, was Du auf Leitung x schon geschafft hast
weil ... Halt ein Bug in der Tapi- kann man durch die Business Logic in
der Software noch ausgleichen, führt aber am Ende Tages zu einer
unverhältnismässigen Aufblähung des Programmes und wird auch immer mit,
wenn auch nur noch so geringen, Dysfunktionalitäten der Software
erkauft.
Wenn man dann feststellt, das nichts so stabil läuft in der ganzen
Geschichte wie diese 8 Euro Telefon kommt man halt auf seltsame Gedanken
- man weiss zwar was man nicht kann - will aber gewisse Dinge doch
eventuell einmal ausprobieren.
Mir geht es also in erster Linie darum, diese "Beton-Grenze"
Software-Hardware irgendwie aufzuweichen.
Wenn ich jetzt also eine Modem nutze und direkt mit ihm über den Port
kommuniziere und später mal einen Pic (bitte - ich muss erst einmal
googlen
was das ist) da drauf bastele - stünde ich wieder vor dem gleichen
Problem: Du hast so etwas noch nie ansatzweise gemacht!
Ich habe zwischenzeitlich das "Franzis Lernpaket Experimente mit USB"
entdeckt - vielleicht steige ich mit so etwas ein?
Wäre dort eine möglich Zielsetzung (nach dem Durchführen der
Experiemente):
1. Schritt
Eine Schaltung, die das Modem/Telefon variabel mit einer der vier
Telefonleitungen verbindet.
2. Schritt:
Eine Schaltung/Verkabelung, die Zugriff auf die Gabel und auf die
Tastatur des 8 Euro Telefons ermöglicht.
Mit so etwas würde ich sicherlich eine zeitlang beschäftigt sein ...
Viele Grüße
Kuddel
>1. Schritt>Eine Schaltung, die das Modem/Telefon variabel mit einer der vier>Telefonleitungen verbindet.
Relais-Grab, angesteuert durch einen Mikrocontroller. Ist so ähnlich wie
LED-Blinken...
>2. Schritt:>Eine Schaltung/Verkabelung, die Zugriff auf die Gabel und auf die>Tastatur des 8 Euro Telefons ermöglicht.
Es gab auch Analog-Modems, die einen Ausgang für ein Telefon haben.
Das müsste über eine NFN-TAE-Dose gehen...
Schlagt mich jetzt nicht, aber mit einem AVR/PIC und ein paar Relais
müssten Schritt 1 und 2 möglich sein.
Für den Anfang würde ich vorschlagen den USART (Serielle Schnittstelle)
des Prozessors zu verwenden und dass Ganze mittels Pegelwandler und
RS232/USB Wandler an den USB des PC's zu hängen.
Denn die eigentlichen Funktionen sollten erst einmal wichtig sein.
Dass USB-Gedöhns sollte man erst angehen wenn man sich mit der Materie
etwas besser auskennt.
Wenn man dann wirklich direkt ohne RS232/USB Adapter arbeiten will,
sollte man sich entweder über den FT232 Chip oder über die
Softwarebibleothek von obdev.at mit dem Namen V-USB schlau machen.