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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik 3 signale mit µc abnehmen=> speichern ___was könnte man da nehmen?


Autor: Nils (Gast)
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abend,
ich bin angehender Medizintechniker und als techniker arbeit (welche ich 
mir bis zum herbst überlegt haben sollte), dachte ich an ein gerät in 
zigarettenschachtel größe welches folgende 3-4 signale aufnehmen kann.

1. Hautwiederstand
2. Pulsoximetrie(puls+sauerstoff gehalt des blutes)
3. Temperatur

da ich noch weit am anfang meines projektes bin und erstmal die 
realisierbarkeit überprüfen möchte dacht ich das ich mal in einem gutem 
forum nachhake.

meine frage ist welches controller/speichergerät ich dafür nehmen 
sollte?
die anforderungen sind:
1. wenig stromverbauch! (das gerät soll mind. 24std. über AKKU laufen)
2. ich sollt ihn mit c++ programmieren können
3. er sollte die benötigten zusätze beinhalten ( z.b. A/D wandler)
4. er sollte auf SD oder CF oder direkt auf einem USB stick speichern 
können(dies wird wohl nur über einen extra controller baustein 
funktionieren?)


die daten der temperatur und des hautwiederstandes kommen in analoger 
form an.
bei denen der pulsoximetrie bin ich mir noch nicht sicher ob diese 
analog oder digital vorliegen werden da ich mich bis jetzt noch nicht 
für einen sensor entschieden habe. wenns ganz übel kommt werde ich wohl 
auf ein teures development kit eines oximetere herstellers zurückgreifen 
müssen, dann kommen die daten allerdings wenigstens gleich digital an^^

ich hoffe meine fragen halbwegs vorstellbar erörtert zu haben und freue 
mich auf eure antworten.

Autor: Peter Diener (pdiener) Benutzerseite
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Ich würde zu einem Atmega64L raten.
Der hat genug AD-Wandler und per SPI kann man eine SD-Karte anschließen.
Die SD Karte würde ich über die embedded filesystems library im 
PC-lesbaren FAT16 Format betreiben und die Daten als CSV-Dateien 
abspeichern.
Dann sind immer noch zwei USARTS als digitale Schnittstellen für die 
Sensoren übrig.
Die Programmierung ist mit dem gcc Compiler in C möglich.
Eine Programmierung in C++ ist für so kleine Controller unüblich und 
produziert in der Regel ineffizienten Code.
24 Stunden betrieb mit Akku sind keine harte Anforderung, das geht 
mühelos ohne größere Sparmaßnahmen.

Wenn der Atmega mit 3,3 Volt betrieben wird, kann die SD-Karte direkt 
angeschlossen werden.

Ich hoffe, das hilft bei deiner Entscheidung etwas weiter.

Grüße,

Peter


Und:
"1. Hautwiederstand" schreibt man mit einfachem 'i'.

Autor: doofi (Gast)
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Autor: Nils (Gast)
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der 64l ist in sofern eine gute lösung da ich bei dem wohl die SD karte 
direkt ansteuern kann. jedoch habe ich beim MSP430 sofort 1-2 handbücher 
mit praktischen anwendungen für leien gefunden, sowie development 
kits(leider aus den USA).
@peter weist du wo ich development kits sowie gute bücher mit code bsp 
etc. für den at64l finde? die shops der werbung dieser seite haben 
nichts für den 64er.

zum stromverbrauch/spannungsversorgung:
gibts auch ne möglichkeit mit weniger als 3V zu arbeiten, incl. 
speicherung von daten? da ich nur einen einzellen lipo(3,7V) akku 
verwenden wollte wäre eine spannung von unter knapp unter 3 volt besser, 
zudem arbeiten spannungsstablisierer erst ab ca. 3,8-4V wirklich stabil 
auf 3.3V.


mit grüßen:

Nils

Autor: Axel (Gast)
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Drei Analogwerte loggen und alle Sekunde auf eine SD Karte schreiben 
kann sichelich jeder AT-Mega.

Dann hast Du eine bessere Unterstützung hier im Forum als bei des MSP 
"Exoten"


Axel

Autor: Mitbastler (Gast)
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Wenn es um Medizingeräte geht musst du evtl. noch ein paar zusätzliche 
Sicherheitskriterien einhalten, insbesondere, wenn das Gerät nicht 
batteriebetrieben läuft oder mit einem PC verbunden werden kann. Soweit 
ich weiß muss dann alles, was mit dem Menschen in verbindung kommt 
galvanisch getrennt sein und es muss sichergestellt sein, dass keine 
gefährlichen Spannungen und Ströme auftreten können.
Ansonsten lässt sich alles mit fast jedem halbwegs modernen 
Mikrocontroller realisieren, da du AD-Wandler auch z.B. per I2C an den 
uC anschließen kannst.
Ich würde wg. des geringen Stromverbrauchs auch zu einem MSP430 
tendieren.

Autor: Nils (Gast)
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das es besondere richtlinien gibt ist mir wohl bewusst und ich bin mir 
derer auch im klaren.
jedoch ist das vorerst 2. rangig.
also meint ihr ich sollte mich nun zwishcen dem msp430 und einen atmega 
64l entscheiden....

nochmal zurück zu meiner frage:
kann ein msp430 auch recht einfach zugriff auf eine speicher möglichkeit 
nehmen? in meinem fall SD/CF/USBstick und diese auch von einem pc 
ausgelesen werden..

grüße

Autor: Peter Diener (pdiener) Benutzerseite
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Ein Atmega64 hat gegenüber dem MSP430 für dich den Vorteil, dass du ihn 
leicht löten kannst, denn den ATmega64 gibt es im DIP-Gehäuse, die 
größeren MSP430 aber nicht. Du brauchst aber einen Prozessor, auf dem 
ein Dateisystem platz hat, also fallen die einfach lötbaren MSP430 schon 
mal aus.

Selbstverständlich ist das auch auf einem MSP430 kein Problem, wenn du 
TQFP-Gehäuse löten kannst.
USB-Sticks sind sehr schwierig anzubinden an so kleine Controller, 
CF-Karten mittelmäßig (es sind halt sehr viele Leitungen, die man 
braucht) und SD-Karten sind optimal, hier werden nur 2 Datenleitungen, 
ein Chipselect und Reset benötigt.

Zur Versorgungsspannung:
Eine SD-Karte läuft mit 3,3 Volt. Inoffiziell gibt es auch welche die 
schon ab 2,7 Volt laufen, aber das ist immer ein mehr oder weniger 
spannendes Experiment.

Weiter als unter 3,3 Volt kannst du also nicht gehen, wenn du möchtest, 
dass es sicher funktioniert.
Sowohl Atmega als auch MSP430 laufen mit 3,3 Volt. Ich würde an deiner 
Stelle 4 handelsübliche Mignon (AA) oder Micro (AAA) Batterien oder 
Akkus verwenden, eine Lowdrop-Spannungsregler und fertig sind die 3,3 
Volt. Das ist wesentlich einfacher als ein LiPo. Für den brauchst du 
eine spezielle Ladeschaltung und Laien können nicht einfach die 
Batterien wechseln.

Für den Atmega64 gibt es schon Literatur, du musst nur nach "AVR" 
suchen, denn das ist die Familie dieser Prozessoren. Auf dieser Website 
ganz links oben gibt es auch ein sehr gutes Tutorial und im Shop auch 
entsprechende Demoboards.

In dieses Board kannst du z.B. den Atmega64 reinstecken:
http://shop.embedded-projects.net/product_info.php...

Zusammen mit dem Tutorial brauchst du eigentlich fast keine Literatur 
mehr. Und der Atmega hat im Gegensatz zum MSP430 eine recht komfortable 
kostenlose und unbeschränkte Entwicklungsumgebung (AVR Studio).

Achte darauf, dass du für 3,3Volt Betrieb den Atmega64L (das L ist 
wichtig) bestellen musst.

Grüße,

Peter

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