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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Gehaltssituation Ostdeutschland - Ursache und Wirkung


Autor: Gast (Gast)
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Im Osten der Republik wird zwischen 10% und 20% weniger bezahlt, wie 
hinlänglich bekannt ist. Nun frage ich mich doch, woher dies kommt! 
Sogar bei Firmen, die lange nach der Wende gegründet wurden und 
vergleichbare Konkurrenten in Westdeutschland haben, gibt es weniger 
Geld.

Zahlen die Firmen nicht mehr, weil sie nicht können oder nicht müssen?

Wie kann es sein, dass man dort angeblich nicht mehr bezahlen kann, wo 
Produkte in die ganze Welt verkauft werden, der es egal ist, woher das 
Produkt kommt? Eigentlich der Ostbetrieb einen Standortvorteil haben, 
zumindest gibt es keinen Grund, warum er weniger Umsatz haben sollte, 
als der Westkonkurent.

Tasache ist, dass der Westkonkurent besser verkauft, obwohl er höhere 
Preise nehmen muss, wegen der "teuren Ingenieure".

Ich behaupte: Der Zusammenhang ist umgekehrt! Die Ostbude zahlt nicht 
genug und kriegt schlechtere Mitarbeiter, was dann dazu führt, dass sie 
im Knowhow zurückfallen und dann am Ende mit dem Rücken an der Wand 
stehen und nicht mehr umsteurern können: sie müssen dann auf billig 
machen. Das konnte ich auch schon in einem Fall beobachten, als ich 2 
Westfirmen vergleichen konnte: Die eine investiert in die besseren 
Ingenieure, sie zahlt besser und ist inzwsichen Marktführer geworden.

Mir scheint das richtungsweisend zu sein, wohin die Sparwut der Firmen 
führt! Kurzfristig Gewinn, langfristig Abstieg in die Zweitklassigkeit.

Autor: Michael (Gast)
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Sorry, aber ein Gehaltsgefälle von 10-20% gibts auch in den alten 
Bundesländern ;-)

Und das rührt einfach daher, dass in gewissen Teilen der Republik das 
Leben einfach billiger ist. Ich bezahle hier in Stuttgart als Single 
eine Miete für die du im Osten locker ein ganzes Haus bekommen kannst.

Richtig ist aber wohl, dass zumindest Ossis nicht in ihrer Heimat 
arbeiten wollen sondern lieber zu uns kommen. Wir inserieren 
mittlerweile zu den "großen" Zeitungen wie SZ, FAZ etc. auch immer in 
lokalen Blättern im Osten - Leipzig & Co und haben da sehr gute Erfolge.
Obwohl man leider auch sagen muss, dass die Arbeitsmoral dieser Menschen 
auch heute noch deutlich zu unterscheiden ist.

Grüsse
Michael

Autor: Osting (Gast)
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"Die Arbeitsmoral dieser Menschen"

Sorry aber bei diesem Ausdruck kommts mir HOCH !

Wer hat den flächendeckend die 35h Woche ?

Autor: Delete Me (skywalker)
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Solange es noch Menschen gibt, die einem sagen können, warum gleiche 
Arbeit ungleich bezahlt werden sollte und dass einem dann an dem Stück 
Butter aus dem Supermarkt vorrechnen können, solange werden wir noch ein 
Lohngefälle (egal ob Ost/West oder Mann/Frau) haben.

Autor: Arne (Gast)
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>Solange es noch Menschen gibt, die einem sagen können, warum gleiche
> Arbeit ungleich bezahlt werden sollte (...)
Mal umgedreht gefragt: ein AG spart doch sicher gerne Geld - kommt dem 
Prinzip der Gewinnmaximierung ja entgegen. Warum zahlen dann die AG in 
den Gebieten (örtlich gesehen - z.B. Bayern/BW), in denen besser 
verdient wird (durch AN) nicht einfach nur noch Gehälter (bei 
Neueinstellungen), wie sie in Ostdeutschland üblich sind? Oder gleich 
Gehälter wie noch weiter im Osten? Bei gleicher Arbeitsleitung.

Autor: Arne (Gast)
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(..) *Arbeitsleistung (muss es heißen).

Autor: Paul (Gast)
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>"Die Arbeitsmoral dieser Menschen"

- Wie schon gesagt: Im Osten gibt es keine 35h-Woche, eher 45h
- Überstunden werden nicht bezahlt
- Meist ist Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld ein Fremdwort
- Urlaubstage sind meist 24 AT, exakt wie gesetzlich vorgeschrieben, 
nach oben kaum eine Abweichung

- Beim Vergleich der Mieten vergleicht nicht die Mieten allein, da ist 
der Osten wirklich billiger, vergleicht auch noch die Nebenkosten. Das 
Gesamtpaket ist dann etwa gleich teuer (München und Frankfurt a. M. mal 
ausgenommen)
- Die Lebenshaltungskosten sind viel niedriger auch nicht

Die Ostbude zahlt deshalb weniger, weil 1. viele Chefs mit 
Ostvergangenheit noch nicht begriffen haben, daß man mit den 
Arbeitnehmern arbeiten muß und nicht gegen sie, daß man gute Leistung 
auch gut honorieren muß.

Durch die hohe Arbeitslosigkeit können diese Ostbuden sich die Freiheit 
nehmen, die Gehälter bis zur Sittenwidrigkeit zu kürzen, weil die 
Menschen als Alternative die Flucht in den Westen oder aber H4 haben. 
Sie sind erpressbar.

Liebe Westdeutsche! Zieht mal in den Osten um, versucht eine anständige 
Stelle wie bei Euch zu bekommen. Dann werdet ihr sehen, wie es hier 
zugeht. Da zählt weder Können im Beruf, noch irgendwelche Abschlüsse. 
Wenn der Ostbudenchef nicht will, seid ihr ganz schnell bei H4 oder 
arbeitet für lau mit üblen Bedingungen.

Autor: A.Pohle (Gast)
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"Die Arbeitsmoral dieser Menschen " Ich glaub ich spinne für so ne 
scheiße würde ich dich aus dem Forum schmeißen

Autor: Delete Me (skywalker)
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> Warum zahlen dann die AG in
> den Gebieten (örtlich gesehen - z.B. Bayern/BW), in denen besser
> verdient wird (durch AN) nicht einfach nur noch Gehälter (bei
> Neueinstellungen), wie sie in Ostdeutschland üblich sind? Oder gleich
> Gehälter wie noch weiter im Osten? Bei gleicher Arbeitsleitung.
Nicht die hohen Westgehälter sind das Problem, sondern die niedrigeren 
Ostgehälter.
Sorry, aber mir fehlt 20 Jahre nach der friedlichen Revolution jegliches 
Verständnis für ein Lohngefälle Ost-West; ebenso wenig dümmliche 
Vorurteile auf Bildniveau. In 20 Jahren werden wir über den Schnulli 
vielleicht lachen. Noch sind wir da nicht angekommen.
Ebenso wenig fehlt mir jegliches Verständnis für ein Lohngefälle 
zwischen Mann und Frau.

Autor: Axel (Gast)
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>Durch die hohe Arbeitslosigkeit können diese Ostbuden sich die Freiheit
>nehmen, die Gehälter bis zur Sittenwidrigkeit zu kürzen, weil die
>Menschen als Alternative die Flucht in den Westen oder aber H4 haben.

Naja, wenn Du lieber da bleibst, als im Westen einen besser bezahlten 
Job anzunehmen, dann musst Du eben mit dern Löhnen im Osten leben.

Du hast ja die freie Wahl Dich für das Eine oder das Andere zu 
entscheiden.

Warum man jetzt dem Arbeitgeber vorwirft, dass er nicht mehr zahlt als 
er müsste, verstehe ich nicht.

Übrigends sieht das im Emsland oder Schleswig-Holstein auch nicht anders 
aus. Da werden schon seit Jahrzehnten niedrigere Gehälter als in München 
bezahlt. München ist aber eben nicht jedermanns Sache, so dass man die 
Leute mit extra Geld da hin locken muss.

Gruss
Axel

Autor: Delete Me (skywalker)
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> Naja, wenn Du lieber da bleibst, als im Westen einen besser bezahlten
> Job anzunehmen, dann musst Du eben mit dern Löhnen im Osten leben.
Sowas lässt sich immer leicht sagen. Wenn Frau gerade schwanger ist oder 
man ein Kleinkind hat, dann ist man vielleicht nicht so schnell bereit 
ans andere Ende von Deutschland arbeiten zu gehen als wenn man Single 
und ungebunden ist.

Autor: Paul (Gast)
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München laß mal außen vor. Die bezahlen in anderen Regionen und die 
Kosten liegen in anderen Regionen. München ist also eigentlich eine 
Insel in Dtl. Flucht aus der Heimat kann nicht die Lösung sein, das wäre 
den Kopf in den Sand stecken. Wichtig im Osten wäre eine 
gewerkschaftliche Vereinigung, aber die Deppen steigen ja eher aus der 
Gewerkschaft aus, weil man da ja Beiträge zahlen muß LOL. Außerdem 
müßten sittenwidrige Machenschaften auch rechtlich erfolgt werden, aber 
im Gegenteil sanktionniert das Arbeitsamt noch die Leute, die sich gegen 
Sittenwidrigkeit wehren, um ihre Statistiken zu schönen. Etliche können 
nicht weg, weil sie Familie, Haus und Hof hier haben. Und die 
Westdeutschen sind auch nicht so begeistert, wenn die Ostdeutschen bei 
ihnen einfallen.

Autor: Alex W. (a20q90)
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Gast schrieb:
> Im Osten der Republik wird zwischen 10% und 20% weniger bezahlt, wie
> hinlänglich bekannt ist. Nun frage ich mich doch, woher dies kommt!
> Sogar bei Firmen, die lange nach der Wende gegründet wurden und
> vergleichbare Konkurrenten in Westdeutschland haben, gibt es weniger
> Geld.

Wenn die Abeitnehmer sich das gefallen lassen, würde ich es auch so 
machen!

Autor: Axel (Gast)
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>Wenn Frau gerade schwanger ist oder
>man ein Kleinkind hat, dann ist man vielleicht nicht so schnell bereit
>ans andere Ende von Deutschland arbeiten zu gehen als wenn man Single
>und ungebunden ist.

Also mit einem Kleinkind geht das noch am einfachsten, da findet die 
Frau dann auch über Kindergarten etc. schnell Kontakt, auch wenn sie 
nicht arbeitet. Und den Kindern ist das noch egal.

Später ist schwieriger.

Gruss
Axel

Autor: Paul (Gast)
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>Wenn die Abeitnehmer sich das gefallen lassen, würde ich es auch so
>machen!

Alternativen?

- H4
- Auswandern in den Westen
- Linkspartei wählen

Autor: Axel (Gast)
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Noch was:

Wenn Kinder kommen, wechselt der Bekanntenkreis sowieso komplett, es sei 
denn, die vorherigen Single Bekannten bekommen auch gerade Kinder.

Ich habe vor 10 Jahren den Sprung von Norddeutschland weg gemacht, weil 
es da keine Jobs und entsprechend nur niedrige Bezahlung gab.

Muss man halt einmal durch, und dann ist gut.

Gruss
Axel

Autor: Alex W. (a20q90)
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Axel schrieb:
> Noch was:
>
> Wenn Kinder kommen, wechselt der Bekanntenkreis sowieso komplett, es sei
> denn, die vorherigen Single Bekannten bekommen auch gerade Kinder.
>

So ein Blödsinn!

Freundschaft ist keine Zweckgemeinschaft wie das Bus oder Bahnfahren! 
Freundschaften halten (unabhängig von Kindern) teilweise ein Lebenlang!

Autor: Delete Me (skywalker)
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Axel schrieb:
>>Wenn Frau gerade schwanger ist oder
>>man ein Kleinkind hat, dann ist man vielleicht nicht so schnell bereit
>>ans andere Ende von Deutschland arbeiten zu gehen als wenn man Single
>>und ungebunden ist.
>
> Also mit einem Kleinkind geht das noch am einfachsten, da findet die
> Frau dann auch über Kindergarten etc. schnell Kontakt, auch wenn sie
> nicht arbeitet. Und den Kindern ist das noch egal.
>
> Später ist schwieriger.
>
> Gruss
> Axel

Ich hab noch keine Kinder, daher kann ich an dem Punkt nicht mit 
Lebenserfahrung argumentieren. Nur ich kann mir sehr gut vorstellen, 
dass man mit Kind weniger dazu geneigt ist quer durchs Land zu reisen 
und einen anderen Job mit etwas besserer Bezahlung anzunehmen. Hier 
gehts ja nicht darum aus der Arbeitslosigkeit rauszukommen und Hartz IV 
abzuwenden, sondern um etwas mehr Gehalt. Wenn man alleinstehend ist, 
ist man natürgemäß einfach flexibler.

Autor: FPGA-Vollprofi (Gast)
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Also man ist ja nicht 10 Jahre lang schwanger! Mit der Zeit hätten alle 
fähigen Ossis die Chance gehabt, zu wechseln. Was ich so sehe, sitzen 
bei den global playern auch eine Reihe guter Ossis. Aber das war es eben 
auch! Die, die jetzt noch kommen, sind eben der "Bodensatz". (Zitat, 
nicht meine Meinung).

Ärgerlich finde ich, dass man die Leute dann so ausnutzt:
Beitrag "Re: Mein Gehalt - Betrachtung von außen"

Autor: Axel (Gast)
Datum:

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>Nur ich kann mir sehr gut vorstellen,
>dass man mit Kind weniger dazu geneigt ist quer durchs Land zu reisen
>und einen anderen Job mit etwas besserer Bezahlung anzunehmen.
Solange die nicht in der Schule sind, sind die Kinder kein Problem.

>Hier gehts ja nicht darum aus der Arbeitslosigkeit rauszukommen und Hartz IV
>abzuwenden, sondern um etwas mehr Gehalt.
Gut, dann muss man aber nicht jammern, dass man zuwenig Geld bekommt. 
Wenn in einer Region überwiegend Ings sind, die unflexibel sind (warum 
auch immer) hat das eben Konsequenzen.

Gruss
Axel

Autor: Paul (Gast)
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>Aber das war es eben auch! Die, die jetzt noch kommen, sind eben der 
>"Bodensatz".

Der Westbodensatz ist 1990 nach der Wende in den Osten und hat dort den 
Geschäftsführer gemimt. Oder er wurde Ministerpräsident von Sachsen. Den 
wollte im Westen auch keiner mehr sehen. Die Folgen für die Region sieht 
man heute.

Autor: Delete Me (skywalker)
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Axel schrieb:
>>Nur ich kann mir sehr gut vorstellen,
>>dass man mit Kind weniger dazu geneigt ist quer durchs Land zu reisen
>>und einen anderen Job mit etwas besserer Bezahlung anzunehmen.
> Solange die nicht in der Schule sind, sind die Kinder kein Problem.

Sorry, aber darum geht es doch gar nicht. Es geht darum, dass man von 
seiner persönlichen Einstellung zu Kindern nicht auf den Rest der Welt 
schließen sollte.

>>Hier gehts ja nicht darum aus der Arbeitslosigkeit rauszukommen und Hartz IV
>>abzuwenden, sondern um etwas mehr Gehalt.
> Gut, dann muss man aber nicht jammern, dass man zuwenig Geld bekommt.
> Wenn in einer Region überwiegend Ings sind, die unflexibel sind (warum
> auch immer) hat das eben Konsequenzen.
>
> Gruss
> Axel

Sorry, aber darum geht es mir nicht. Es geht um ungerechte Bezahlung.

Vielleicht drücke ich mich einfach zu subtil aus.

Autor: FPGA-Vollprofi (Gast)
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> Oder er wurde Ministerpräsident von Sachsen
Das habe ich auch nie verstanden. Warum habt ihr ihn nur gewählt?

Und warum wählt ihr nun die Rechtsradikalen?

So wird das nichts mehr mit euch ...

Autor: trick (Gast)
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Es gibt eine Insel in Ostdeutschland - das frühere Westberlin! Da ist 
das Lohngefälle bei weiten nicht so stark. So Bild-Zeitung: erklär das 
mal..

Autor: P. S. (Gast)
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Martin F. schrieb:

> Sorry, aber darum geht es mir nicht. Es geht um ungerechte Bezahlung.

Wer definiert denn, was gerecht ist? Und willst du das wirklich, dass 
sich die Bezahlung danach richtet, was irgendeine Komission fuer gerecht 
haelt? Muss es ein Gesetz geben fuer jede Ungerechtigkeit (oder doch nur 
Ungleichheit?) auf der Welt?

Autor: osting (Gast)
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dieser Artikel passt wie die faust aufs auge

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,629617,00.html

Autor: Reinhard S. (rezz)
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Michael schrieb:

> Obwohl man leider auch sagen muss, dass die Arbeitsmoral dieser Menschen
> auch heute noch deutlich zu unterscheiden ist.

Mh, inwiefern? Ich als Ossi hab oft den Eindruck das Ossis sich mehr in 
die Arbeit reinhängen als Wessis, die meist den Eindruck machen "Dienst 
nach Vorschrift". Vielleicht bin ich aber auch noch zu jung :)

Autor: Paul (Gast)
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>Das habe ich auch nie verstanden. Warum habt ihr ihn nur gewählt?

Tja, das habe ich auch nicht verstanden. Weil Biko so schön vom Plakat 
lächelte? Warum wählt man im Erzgebirge CDU, obwohl dort die 
Arbeitslosigkeit bei 21% stagniert seit die CDU an der Regierung ist. 
Weil Christlich darin vorkommt? Christlich ist an der CDU rein gar 
nichts.

>Und warum wählt ihr nun die Rechtsradikalen?

Na man sollte die eigene Vergangenheit nicht vergessen. Die großen 
Rechtserfolge vor der Wende waren in Bayern (REP- Schönhuber) und in 
Hannover (Gründungsort der NPD). Sämtliche Köpfe der NPD (Holger Apfel) 
stammen aus dem Westen. Der werte Herr, der jahrelang in Leipzig die 
rechte Demo durchziehen konnte gegen fast 250 000 Stimmen der 
Bevölkerung, war Herr Worch aus Hamburg. Der diese Demo gegen den Willen 
Leipzigs genehmigte war ein westdeutscher Richter. Gehört hat man vom 
Entgegenstellen der Leipziger Bevölkerung in den Medien nichts. Wenn 
aber in einem kleinen Nest im Westen drei Rechte auftauchen und die 
Freiwillige Feuerwehr zur "Demo" dagegen mit 4 Hanseln aufruft, kommt 
das in den Tagesthemen.

9% hat die NPD im sächsischen Landtag erreicht, 9% sind jetzt "Ihr 
Ostdeutsche" Toll objektiv.

Zum Link:

Ostdeutschland kann gar nicht unter der Krise so leiden, wie der Westen, 
weil schon vorher alles am Boden war. Das ist so als würde ich eine 
Bombe auf ein Hochhaus werfen und eine in den Bombenkrater und hinterher 
verblüfft feststellen, daß das Hochhaus mehr zerstört wurde. Auch das 
ist Politik und Journalismus.

Autor: John Swift (johnswift)
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> Zahlen die Firmen nicht mehr, weil sie nicht können oder nicht müssen?

Es wird das gezahlt, was ausgehandelt wird, sofern man nicht an den 
Gewerkschaften hängt. Es gibt keine Einheitslöhne. Eine Leistung (auch 
eine Arbeitsleistung) ist für den einen mehr wert, als für den anderen 
und wird dementsprechend auch anders bezahlt. Das ist wie mit den 
Preisen für andere Leistungen. Da frage ich auch nicht, warum die 
Reparatur meines Auto in der Fachwerkstatt mehr kostet, als bei ATU oder 
warum der Liter Milch beim Aldi günstiger ist als bei Edeka.

Wenn jemand der Meinung ist, dass er für die gleiche Leistung woanders 
besser bezahlt wird und die Ausgaben vergleichbar sind, so sollte 
derjenige den Arbeitsplatz wechseln.

Autor: Paul (Gast)
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>Eine Leistung (auch
>eine Arbeitsleistung) ist für den einen mehr wert, als für den anderen
>und wird dementsprechend auch anders bezahlt.

Ist schon etwas anders.

1. Die KMU's der Region haben untereinander eine Preisabsprache
2. Es gibt genug Arbeitslose, die man gegeneinander ausspielen kann
3. Die Leute sind seit H4 erpressbar.

Hinter der Lohnpolitik steht immer die These, wenn es Dir nicht paßt, 
gehe in den Westen. DIe Firmenchefs wissen ganz genau, daß nicht jeder 
in den Westen gehen will oder kann. Würden alle das machen, würden die 
Ostchefs auch andere Löhne zahlen. Wenn man vom Amt nicht genötigt 
würde, müßten sie auch andere Löhne zahlen. Ein Klüngel.

Autor: Axel (Gast)
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>1. Die KMU's der Region haben untereinander eine Preisabsprache
Aha, na dann muss man eben da weg, dann ist mit Preisabsprache Essig.

>2. Es gibt genug Arbeitslose, die man gegeneinander ausspielen kann
Ich dachte es geht hier um Ingenieure, die im Westen einen besser 
bezahlten Job finden würden.

>3. Die Leute sind seit H4 erpressbar.
Das betrifft wohl auch kaum die Leute, die im Westen einen Job finden 
würden.

Wenn ich mir das hier so durchlese, ist das Problem wohl doch, dass es 
im Osten schlicht zu wenig Ings gibt, die tatsächlich wegziehen würden.

Ist natürlich ärgerlich, dass man im Prinzip drauf spekulieren muss, 
dass die Kollegen wegziehen, damit man selbst bei dann höherem Gehalt 
bleiben kann. Dummerweise sitzen jetzt alle da und spielen Mikado, wer 
zuerst wegzieht, hat verloren.

Naja, und die Zeiten, wo Löhne verordnet wurden, sind ja nun zum Glück 
vorbei.

Gruss
Axel

Autor: trick (Gast)
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Das ist doch endlich mal ein vernünftiger Ansatz zur Angleichung der 
Ost- und Westgehälter: Die Westgehälter werden auf Ost-Niveau abgesenkt! 
;-)

Die Angleichung, die die Gewerkschaften in Jahrzehnten nicht hinkriegten 
- die Krise schaffts..

Autor: P. S. (Gast)
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Paul schrieb:

> Der werte Herr, der jahrelang in Leipzig die
> rechte Demo durchziehen konnte gegen fast 250 000 Stimmen der
> Bevölkerung, war Herr Worch aus Hamburg. Der diese Demo gegen den Willen
> Leipzigs genehmigte war ein westdeutscher Richter.

Klingt so, als wuerdest du deinem politischen Gegner das 
Demonstrationsrecht nicht zugestehen?

Autor: Segor (Gast)
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> Das ist doch endlich mal ein vernünftiger Ansatz zur Angleichung
> der Ost- und Westgehälter: Die Westgehälter werden auf
> Ost-Niveau abgesenkt!

Und die Ostgehälter dann auf Polenniveau? Das ist nämlich die 
Konsequenz. Wenn es im Osten noch weiter runter ginge, würden zu viele 
abwandern. So bleibt noch etwas Druck auf dem Kessel. Wenn die Gehälter 
im Westen aber runter gehen, kann der Osten ebenfalls absenken.

DIe Polen werden dann auch Fernostniveau abgesenkt, sage ich mal.

Autor: Alex W. (a20q90)
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Ich finde es immer wieder belustigend, zu hören, wie Andere über die 
Situation klagen, aber nicht den Mumm haben etwas zu unternehmen!

Wer mäckert bekommt nix! Wer handelt dagegen schon! Deshalb wird sich 
nix zum Positiven ändern! Im Gegenteil!

Autor: Paul (Gast)
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>Klingt so, als wuerdest du deinem politischen Gegner das
>Demonstrationsrecht nicht zugestehen?

Der wichtige Inhalt ist doch aber, daß Herr Worch weder in Hamburg, 
Bremen oder Hannover die Zustimmung zu dieser Demo bekommen hat, nur in 
Leipzig von einem Westrichter. Das hat Geschmäckle. Außerdem wird über 
die Demo im Fernsehen berichtet, nicht jedoch von 250 000 Unterschriften 
dagegen und 8000 Gegendemonstranden. Das ist bei der Dorfdemo im Westen 
anders, da werden die 4 Gegner in den Tagesthemen wie Helden gefeiert, 
weil sie gegen die 3 Rechten aufmarschieren. Auch das hat Geschmäckle.

>Die Westgehälter werden auf Ost-Niveau abgesenkt!

Psst! Nicht so laut. DIe Politiker und die Wirtschaftslobby arbeiten 
schon dran. Frau Merkel hat das schon angedeutet, als es um die 
Abschaffung der 35-h-Woche im Westen ging, als Reaktion auf die 
EInführungswillen der Gewerkschaften im Osten: "Man muß nicht 
diskutieren im Osten die 35-h-Woche einzuführen, sondern vielmehr im 
Westen zur 40-h Woche zurückzukehren."

>>2. Es gibt genug Arbeitslose, die man gegeneinander ausspielen kann
>Ich dachte es geht hier um Ingenieure, die im Westen einen besser
>bezahlten Job finden würden.

Im Osten gibt es wenig Posten im Embedded-Bereich, dagegen mehrfach in 
Gebäudeinstallationen, Niederspannungsschaltanlagen usw. Auch viele alte 
Ingenieure, die genau das gemacht haben. DIe werden im Westen nicht 
gesucht und prügeln sich um diese Stellen, auch durch Lohndumping.

Autor: Axel (Gast)
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>Im Osten gibt es wenig Posten im Embedded-Bereich, dagegen mehrfach in
>Gebäudeinstallationen, Niederspannungsschaltanlagen usw. Auch viele alte
>Ingenieure, die genau das gemacht haben. DIe werden im Westen nicht
>gesucht und prügeln sich um diese Stellen, auch durch Lohndumping.

Das hat dann aber weniger mit Ost/West sondern mit der speziellen 
Ausrichtung der Betroffenen zu tun.

Wobei natürlich der Embedded Entwickler im Osten vermutlich auch weniger 
verdient als im Westen.

Andererseits sind die Löhne aber anscheinend nicht so niedrig, dass 
Firmen sich im Osten niederlassen, um von den niedrigeren Löhnen zu 
profitieren. Um mal den umgekehrten Blickwinkel zu erwähnen.

Gruss
Axel

Autor: Michael (Gast)
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> dieser Artikel passt wie die faust aufs auge

Und was steht da zu lesen?
Dass vermutet wird, dass das Leistungsniveau des Ostens erst 2019 - in 
10 Jahren!! - an den Westen angeglichen sein wird.

Wenn ich schreibe, dass man bei der täglichen Arbeit Unterschiede in der 
Arbeitsmoral feststellt dann werde ich gesteinigt und alle müssen sich 
übergeben.

Aber genau der obige Artikel zeigt doch dem Threadstarter, weshalb es 
noch ein Gefälle gibt. Die Antwort ist: Weil nicht 2019 ist ;-)

Einen schönen Feiertag!

Autor: P. S. (Gast)
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Paul schrieb:

> Der wichtige Inhalt ist doch aber, daß Herr Worch weder in Hamburg,
> Bremen oder Hannover die Zustimmung zu dieser Demo bekommen hat, nur in
> Leipzig von einem Westrichter. Das hat Geschmäckle.

Stimmt, offensichtlich hat man Demokratie nur in Leipzig verstanden.

Autor: gast (Gast)
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Bei genauer Betrachtung wäre es sicherlich besser gewesen , man hätte
die DDR aufgelöst , aber die Grenze erhalten und ein vernünftiges Geld-
wesen eingeführt hätte ( also keine DM )

Wir haben ja gesehen ,was stattfand , als erstes kaufte man Westautos...
Nicht daß man/ich das ihnen nicht gönne ,aber das ist total verkehrt
abgelaufen .

Somit wären die auch auf dem Westmarkt gefragten "Ossis" ,also gewisse
Knowhowträger noch dort, statt in Stuttgart oder München usw.

Es bringt defacto garnix jetzt schon über Jahrzehnte per Soli usw
drüben ein Topstraßennetz nebst superschmucken Innenstädten hinzu-
stellen, wenn die passende Klientel "ausgewandert" ist .

So muß man sich heute eher fragen , ob der Westen verostet statt der
Osten verwestet ....

Autor: P. S. (Gast)
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gast schrieb:
> Bei genauer Betrachtung wäre es sicherlich besser gewesen , man hätte
> die DDR aufgelöst , aber die Grenze erhalten und ein vernünftiges Geld-
> wesen eingeführt hätte ( also keine DM )

Und damit die Leute drueben bleiben, haette der BGS dann auf 
Fluechtlinge schiessen sollen?

Autor: Paul (Gast)
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>Bei genauer Betrachtung wäre es sicherlich besser gewesen , man hätte
>die DDR aufgelöst , aber die Grenze erhalten und ein vernünftiges Geld-
>wesen eingeführt hätte ( also keine DM )

Die Idee des Neuen Forums in Leipzig und auch der Demonstrationen war 
nie eine Angleichung oder gar Angliederung an den Westen. Es sollte die 
DDR reformiert werden. Die Angleichung hat Kohl mit Eile vorangetrieben. 
Die (einfach gesctrickten) Leute haben ihn gewählt und nicht Lafontaine, 
der im Nachhinein betrachtet, die Situation voll überblickt hat.

> als erstes kaufte man Westautos...

Fragt sich bloß welche. Die meisten waren Schrottautos, die im Westen 
eingestampft worden wären. Hier hat man sie für überteuerte Preise 
verkauft an Leute, die weder das Westpreisgefühl, noch viel Geld hatten 
und auch nicht wußten, ob die Grenze in 1 Monat wieder zu ist.

>Somit wären die auch auf dem Westmarkt gefragten "Ossis" ,also gewisse
>Knowhowträger noch dort, statt in Stuttgart oder München usw.

Es ist bei weitem nicht so, daß nur die Deppen in der ex-DDR geblieben 
sind und die Know How Träger nach München sind. Manche sind mobil, ob 
die auch alle die Überflieger sind? Dann gibt es Leute, wie M. v. 
Ardenne, der war bis zum Schluß in Dresden. 70% der Absolventen an 
ostdeutschen Hochschulen wandern übrigens in den Westen ab, weil sie die 
Ausbeuterei hier nicht mehr mitmachen wollen und mobil sind. 70% sind 
bestimmt nicht alle Elite.

>Es bringt defacto garnix jetzt schon über Jahrzehnte per Soli usw
>drüben ein Topstraßennetz nebst superschmucken Innenstädten hinzu-
>stellen, wenn die passende Klientel

Na mal auf dem Teppich bleiben. Soli bezahlen alle, nicht nur der 
Westen. Und so top ist das Straßennetz auch wieder nicht. Die 
superschmucken Innenstädte sind auch Illusion. Es gibt in Leipzig immer 
noch Dreckviertel wie in keiner Weststadt. Viele Gebäude wurden 
abgerissen gegen den Willen der Bevölkerung (kleine Funkenburg, Brühl). 
Und die (sanierten) Altbauten, die es im Osten gibt und im Westen 
weniger, sind dem geschuldet, daß eben die DDR die Bauten in den 
50/60ern nicht weggerissen hat, sondern  unsaniert stehen ließ. 
Kleinstädte sehen auch oft aus, wie in der tiefsten DDR (Döbeln).

Autor: trick (Gast)
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2019 sind dann fast alle Berufstätigen wieder wieder gleich doof, weil 
sie lange genug mit Unterschichtenfernsehen, Mp3 und Mp4-Player, 
Playstation, PC usw. geistig gleich arm gehalten wurden.. :-) Das meiste 
davon gabs eben früher nur im Westen.. Dann muß man keine Unterschiede 
mehr machen.

Heute ist das schon noch wichtig, weil sonst der arme Onkel Werner im 
Westen überhaupt kein Selbstbewußtsein mehr aus seiner Besserstellung 
ziehen könnte.. ! ;-)

Autor: Gast (Gast)
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Ich denke, dass die guten Leute wirklich alle im Westen sitzen und das 
deshalb das Arbeitsniveau so niegrig ist. Dort drüben dauert es eben 
nochmal eine Generation, bis die faulen Chefs (auch ehemalige Westchefs) 
ihren Sessel räumen müssen.

Autor: Paul (Gast)
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>Ich denke, dass die guten Leute wirklich alle im Westen sitzen

Ach weißt Du, ich habe in einer Ostfirma gearbeitet, die einen 
Kooperationsvertrag mit einer Bremer Firma hatte. Dementsprechend oft 
war ich in Bremen. Was ich da an Drahtverhauhen bei 200 MHz gesehen habe 
und sich der Ing. wunderte, daß die Schalting nicht richtig 
funktionierte. Oder an der Uni Bremen ein IC, was fA messen sollte, 
ungeschirmt belassen und mit fettigen Fingern berührt wurde. Aber 
nachträglich über unmöglich Dunkelströme spekuliert wurde (ein Prof.!), 
glaube ich nicht mehr dran, daß die Guten alle im Westen sind. Ich habe 
dort genug Vollpfosten kennengelernt. Aber verkaufen konnten die sich.

Autor: Tera (Gast)
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> Aber verkaufen konnten die sich.

Das finde ich auch immer sehr köstlich, besonders wenn man direkt mit 
diesem Menschen arbeiten muss.

Autor: Delete Me (skywalker)
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Peter Stegemann schrieb:
> Martin F. schrieb:
>
>> Sorry, aber darum geht es mir nicht. Es geht um ungerechte Bezahlung.
>
> Wer definiert denn, was gerecht ist? Und willst du das wirklich, dass
> sich die Bezahlung danach richtet, was irgendeine Komission fuer gerecht
> haelt? Muss es ein Gesetz geben fuer jede Ungerechtigkeit (oder doch nur
> Ungleichheit?) auf der Welt?

Du hast schon sehr komische Vorstellungen von der Welt. Gerecht ist es, 
wenn gleiche Arbeit gleich bezahlt wird. Komm mir nicht mit regionalen 
Unterschieden. Das trifft auch auf Lohnunterschiede Mann-Frau zu.

> Stimmt, offensichtlich hat man Demokratie nur in Leipzig verstanden.
Naja, eher nicht. Bei 250.000 Gegenstimmen (die Hälfte der Einwohner 
Leipzigs!) ist das keine Demokratie mehr, sondern Kapitulation vor 
Rechts.

> als erstes kaufte man Westautos...
Komisch, meine Eltern konnten sich erst 1996 ein "Westauto" leisten. Das 
war übrigends ein Renault.

> Es bringt defacto garnix jetzt schon über Jahrzehnte per Soli usw
> drüben ein Topstraßennetz nebst superschmucken Innenstädten hinzu-
> stellen, wenn die passende Klientel
Also als Leipziger bedanke ich mich zutiefst bei den Wessis im Stadtrat, 
die Millionen von (gesamtdeutschen) Steuergeldern für ein 
abgrundtiefhässliches Bildermuseum und einen technisch gesehen 
vollkommen nutzlosen City-Tunnel ausgegeben haben bzw. noch ausgeben 
werden (der erste Preis für das Gesamptprojekt wird immer nach oben 
geschraubt). Mal ohne Scheiß: Solche finanziellen Schwachsinnsprojekte 
waren immer eine Initiative Westdeutscher gewesen. Gut, die Bauindustrie 
freut sich tierischst über den dämlichen Tunnel, nur scheiße, dass 
mehrheitlich westdeutsche Firmen engagiert werden.

Das mit der Abwanderung ostdeutscher Absolven finde ich sehr kritisch. 
Ich werd nach meinem Studium schon versuchen im Osten eine Stelle zu 
finden, rechne aber damit in den Westen gehen zu müssen. Ehrlich gesagt 
stehe ich auch einem Job im Ausland offen gegenüber, wobei ich 
Deutschland nicht für immer verlassen möchte.
Besonders toll ist es bei den Medizinern. Die wandern bevorzugt aus 
Ostdeutschland ab, was langsam auch Defizite in der medizinischen 
Versorgung bewirkt. Mittlerweile kommen schon österreichische und 
polnische Ärzte nach Ostdeutschland (insofern sprachlich qualifiziert) 
um den Hausärztebedarf zu decken.

Autor: Segor (Gast)
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> Oder an der Uni Bremen ein IC, was fA messen sollte, ungeschirmt
> belassen und mit fettigen Fingern berührt wurde. Aber nachträglich
> über unmöglich Dunkelströme spekuliert wurde (ein Prof.!),

Uni Bremen! :-)

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