Welche SMD-Lötspitze, wenn nicht 0,8mm

#1297033
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Also auch eine Bleistiftspitze kann 0,8mm haben um das mal anzumerken. 
zu sagen das man SMD lötet will ist auch ein wenig ungenau um sich eine 
Lötsptitze auszusuchen. Dazu kommt noch das die Lötspitzen sich bei 
jeder Lötstation anders verhalten.

Wenn es also darum geht nur ein paar Widerständer oder Kondensatoren im 
0805-Gehäuse auf eine Platine zu bringen, wirst du das auch mit einer 
Bleistiftspitze bis zu 1,0mm sehr gut hin bekommen. Genauso wichtig wie 
die Lötspitze ist aber auch das Lötzinn, die 0,5mm würde ich da auch 
nehmen. Sehr gutes Lötzinn bekommt man z.b. von Felder. Da merkt man 
auch kaum einen Unterschied ob es nun mit Blei ist oder ohne.

Geht es darum IC's im LQFP- oder TQFP-Gehäuse (auch das sind 
SMD-Bauteile) auf eine Platine zu löten würde ich keine Bleistiftspitze 
nehmen sondern eine abgeschrägte. Früher habe ich das auch schon mit 
einer Meißelspitze gemacht. Hier kommt es eigentlich nur auf genügend 
Hitze an und viel Flussmittel (z.B. Fluxi).


Bei der Größe der Lötspitze sollte man auch immer beachten was man für 
eine Lötstation hat. Grob verinfacht behaupte ich mal, je einfacher die 
Station desto dicker muss die Spitze sein damit die Station sie korrekt 
heizen kann.
#1297036
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Da steht:

> Die Lötspitze sollte so dick sein wie es noch gerade für die Aufgabe
> vertretbar ist. Nicht etwa die dünnste aufzutreibende Lötspitze. Was
> auf den ersten Blick widersprüchlich klingt (so dick wie es gerade
> noch geht), hat einen einfachen Grund. Die an der Spitze ankommende
> Wärme, die Wärmekapazität der Spitze und die Wärmeübertragung sind bei
> größeren Spitzen entsprechend besser. Daher geht das Löten mit einer
> größeren Spitze besser. Natürlich sollte man es nicht übertreiben, aber
> die 0,8 mm Spitze ist häufig die falsche Wahl.

"So dick wie es noch gerade für die Aufgabe vertretbar ist".

Was daran verstehst du nicht?

Wenn du mit dem 120W Klempnerlötkolben die Nachbarbauteile ablöst, die 
Platine ankokelst und dein Bauteil in Lötzinn schwimmt, dann war die 
Spitze wohl zu groß (und der Kolben sowieso). Wenn du mit deiner 0,8 mm 
Spitze stundenlang auf einem Pad rumpopelst und es nicht nicht warm 
wird, dann könnte die Spitze zu klein sein (oder du hast den Lötkolben 
nicht angeschaltet).

Wenn du Zahlen haben willst:

Spitzenbreite ~ 75% ... 90% Padbreite wenn du einzelne Pads lötest. 
Spizenform Meißel, nicht Nadel ist im Normalfall besser.

Bei der Dragmethode dürfen es schon mal 3 mm oder mehr sein.
Gast #1297045
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Hallo,
ich bin der Meinung das bei Spitzen kleiner = besser nicht immer richtig 
ist. Den oftmals ist es so das man mit einer Bleistiftspitze garnicht 
das Pad richtig war bekommt weil die Wärme übertragung so schlecht ist. 
Deswegen kann man SMD durchaus auch mal mit einer relativ großen 2mm 
Spitze löten. Ich würde es einfach mal emfehlen auszuprobieren. Des 
weiteren können große Lötspitzen auch mehr wärme "Speichern" das ist vor 
allem für Lötkolben interesant bei den der Temperaturfühler/Heizelement 
nicht direkt in der Spitze sitzen. (z.B. WS-50 von Weller.
Was auch immer zu emfehlen ist, ist eine gute(also möglichst 
Verzerrungsfreie) Vergrößerung. Leider hat dies kaum ein Hobbybastler.
Gruß
Peter
Gast #1297127
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> Genauso wichtig wie die Lötspitze ist aber auch das Lötzinn, die 0,5mm > > würde 
ich da auch nehmen.

Und ich koennte mit so fettem Loetzinn garnicht loeten. Fuer SMD
nehme ich immer 0.3er.
Ich hab aber auch einen Kollegen der nimmt immer 0.8er, schneidet
da vorher eine bestimmte laenge von ab und uebertraegt das mit
der Loetspitze.

Letzlich muss jeder selber rausfinden was fuer ihn am besten.

Olaf
Persönliche Seite #1297168
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Olaf schrieb:
>> Genauso wichtig wie die Lötspitze ist aber auch das Lötzinn, die 0,5mm > > 
würde
> ich da auch nehmen.
>
> Und ich koennte mit so fettem Loetzinn garnicht loeten. Fuer SMD
> nehme ich immer 0.3er.
> Ich hab aber auch einen Kollegen der nimmt immer 0.8er, schneidet
> da vorher eine bestimmte laenge von ab und uebertraegt das mit
> der Loetspitze.

Das geht? Das ganze Flussmittel verdampft doch vorher an der 
Lötspitze...
#1297195
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Hi,
hab 0.5mm SMD (STM32/TQFP100) schon mit nem 10Euro-Billig-Kolbel (30W) 
gelötet !
Ging auch ganz gut :-)

Jetzt hab ich einen Ersa (Multitip-230) mit solch einer Spitze:
http://www.reichelt.de/?;ACTION=3;LA=2;GROUP=D215;GROUPID=4105;ARTICLE=1590;START=0;SORT=artnr;OFFSET=16;SID=27nIo4qKwQARsAAB3aFZU6ad32506ea15303454f75b584480aa8a

und bin völlig zufrieden ;-)
Wichtiger ist wohl das Flussmittel und die menge des Zinns (gaaaaaaanz 
wenig).
Geht besser als mit der Bleistift-Spitze!!

DBD
 Olli
#1297317
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Also ich nehme 1,2-er Spitze und 0,75-er Lot, geht einwandfrei bis 0,8mm 
Pitch.

Die ICs hefte ich diagonal an 2 Pins an, dann alle anderen anlöten.
Zinnbrücken sind egal, die zieht man dann einfach zu einer Seite hin ab.
Reichlich Zinn nehmen, umso besser perlts ab. Extra Flusmittel braucht 
man nicht.

Bei 0,5mm Pitch ist nicht die Spitze das Problem, sondern meine Hände 
und Augen.


Peter
#1297325
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Mit meinem Baumarktlötkolben (ca 1mm Spitze) geht eigentlich auch alles 
zu löten. Verwende 1mm Lötzinn, aber bei verzinnten Pads reicht meistens 
das Lot auf den Pads aus und man muß gar nit mit dem Lötzinn ran.
Die Atmegas mit 0,8 Pitch sind echt easy zu löten, aber ab 0,5mm muß ich 
Peter recht geben, ist es echt ne Herausforderung ohne Lötbrücken zu 
löten.

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