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Forum: Offtopic Freibad wird geschlossen


Autor: Stubenhocker (Gast)
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In dem kleinen Städchen mit ca. 15000 Einwohnern, in dem meine Eltern 
wohnen und ihr Häuschen haben,
wird das Freibad geschlossen. Angeblich sind die Betriebskosten mit 
900tausend€ im Jahr zu hoch. Die Kosten sollen wohl hauptsächlich 
Energie und Personalkosten sein. Ich kapier's nicht, kann doch nicht so 
teuer sein das im Juni bis August auf 22 Grad zu heizen und einen 
Bademeister hinzustellen. Genaue Info's habe ich selber nicht, bin zu 
selten zu Hause, hat wohl mal alles in der Zeitung gestanden. Der Abriß 
/ Rückbau ist jetzt lange beschlossenen Sache, die Bagger haben schon 
den Sprungturm abgerissen. Die EU bezuschusst diesen Rückbau auch noch 
mit ein paar Hundertausend€... Danke schön ihr Bürokraten!

Ich finde das sehr deprimierend, in dem kleinen Städchen gibt es kaum 
Attraktionen, wird wohl zur Geisterstadt verkommen, wer will dort noch 
wohnen, wenn Dornenbüsche vom Wind durch verlassene Strassen geweht 
werden?
;-)
Das Häuschen meiner Eltern als Alterssicherung ist damit kaum noch etwas 
wert, wenn man keine Mieter mehr findet.
Geschätzte 5000 Immobilien sind jetzt geschätzte 10% weniger wert.
Bei einem Durchschnittswert von geschätzten 100000€ sind das 5000 * 
10000€ = 50 Millionen. Sehe ich das zu drastisch?

Welche Mittel hat der Bürger, um sich gegen solche 
Willkür-Terrormaßnahmen des eigenen Stadtrates zu wehren? Ich verstehe 
auch nicht das sich anscheinend keine Hausbesitzer/Bürger zusammengetan 
haben um diesen Beschluß zu mit allen Mittel zu kippen. Haben die alle 
keine Schusswaffen zu Haus?

Autor: Dr. G. Reed (Gast)
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Ich denke:

Die nachsten Monate und Jahre werden noch viele Gemeinden von solchen 
Massnahmen betroffen sein,die sind schlicht pleite.

Ich hab zB neulich bemerkt, dass bei und schadhafte Stellen sogar an 
vielbefahrenen Strassen nur noch notdürftig mit kleinen Pflastersteinen 
ausgefüllt werden, und noch einige andere Zwangs-Sparmassnahmen, die es 
früher nicht gegeben hat.

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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> Ich kapier's nicht, kann doch nicht so teuer sein das im
> Juni bis August auf 22 Grad zu heizen und einen
> Bademeister hinzustellen.

Dazu kommt der nicht unerhebliche Wasserverbrauch und der nicht 
unerhebliche Energieverbrauch alleine der Filteranlagen.

Und ein paar Kubikmeter Wasser auf Temperatur zu halten ist auch nicht 
ohne (angenommen, das Schwimmbecken ist 25 m lang, 2 m tief und 10 m 
breit, dann sind das immerhin 500 m³ Wasser, die praktisch ohne jedwede 
Isolation ihre Temperatur halten sollen).

Ein Bademeister alleine reicht nicht, denn das Schwimmbad wird nicht nur 
40 Stunden/Woche geöffnet sein.

Autor: Thilo M. (Gast)
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Da hat wohl mal wieder der Zuschuss gelockt.

Hätte sich der Gemeinderat bei euch Gedanken gemacht, wie man die 
Betriebskosten senken kann, wäre dem Freibad sicher geholfen gewesen.
Und das sogar mit staatlicher Förderung!

Ich kenne ein Freibad, das stand vor der selben Frage.
Die haben Solarthermie und Photovoltaik (für Eigenbedarf) nachgerüstet 
und heizen, bzw. betreiben die Pumpen der Filter damit.
Das Ganze mit erheblichem Fördermitteln!

Das Ding abzureißen, EU-Zuschüsse kassieren und vielleicht der Firma 
eines Gemeinderats-Mitgliedes noch Aufträge zukommen zu lassen ist 
natürlich einfacher. ;)

Das mit den kaputten Straßen kenne ich auch. Ich wohne an einer 
Landesstraße (Kreis ist zuständig), die Gemeinde hat nix zu melden.
Hier gibt's einen Steinbruch und eine Sprudelfirma, auch ist es eine 
Abkürzung von Autobahn zu Autobahn. Ergo: ca. 1500 Schwerlastkraftwagen 
(>30 Tonnen) täglich (incl. Samstag).
Die Straße hat Spurrillen und Schlaglöcher, dass man beim Überqueren 
stolpert, wenn man nicht höllisch aufpasst.
Und bei jeder Durchfahrt eines Lasters durch ein Schlagloch donnert es 
durch den ganzen Ort, angrenzende ältere Häuser haben schon Risse im 
Putz und die Erschütterungen sind deutlich zu spüren.

Interesse seitens der Kreisstadt? - NULL, die wohnen ja nicht hier.
Nicht mal Tempo 30 wird angeordnet.
Hilft nur noch, seine Autos links und rechts parken, damit die Laster 
nur noch im Schrittempo durchkommen. ;)

Autor: Thilo M. (Gast)
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>Ein Bademeister alleine reicht nicht, denn das Schwimmbad wird nicht nur
>40 Stunden/Woche geöffnet sein.

Bei uns arbeiten die Bademeister jeden Tag der Saison, auch Wochenende 
und Feiertage. Vom Öffnen bis zum Schließen.

Autor: Paul Baumann (Gast)
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Freibad? -So etwas braucht die Bevölkerung doch nicht. Das Geld wird
für vernünftige Vorhaben wie etwa der Errichtung des Berliner 
Stadtschlosses gebraucht. Auch Gewerbegebiete werden gern mit Unsummen
erschlossen, um dort dem Wachsen von Löwenzahn zuschauen zu können.

:-((

Paul

Autor: Würde kotzen (Gast)
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>1500 Schwerlastkraftwagen(>30 Tonnen) täglich (incl. Samstag)

"Die Rechnung für die neuen Stoßdämpfer schicken Sie bitte an die 
Gemeine, wozu zahle ich KFZ-Steuer und jede Menge Steuern auf den 
Treibstoff" :D

Autor: Thilo M. (Gast)
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Würde kotzen schrieb:
>>1500 Schwerlastkraftwagen(>30 Tonnen) täglich (incl. Samstag)
>
> "Die Rechnung für die neuen Stoßdämpfer schicken Sie bitte an die
> Gemeine, wozu zahle ich KFZ-Steuer und jede Menge Steuern auf den
> Treibstoff" :D

Das wäre auch 'ne Möglichkeit, was zu bewegen. :)

Autor: Apone (Gast)
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>Welche Mittel hat der Bürger, um sich gegen solche
>Willkür-Terrormaßnahmen des eigenen Stadtrates zu wehren?
Gar keine - also hör auf dich zu beschweren! Der Staat weiss schon, wie 
er dein Steuergeld am besten auf den Kopf haut.

>Ich verstehe auch nicht das sich anscheinend keine Hausbesitzer/Bürger 
>zusammengetan haben um diesen Beschluß zu mit allen Mittel zu kippen.
Das ist dem deutschen Gehorsam und dem Glauben an das Gute (hier 
Obrigkeit) geschuldet. Pflichterfüllung bis zum Schmerz und darüber 
hinaus! Das dies natürlich immer von Opportunisten ausgenutzt wird, 
begreifen die meisten erst wenn es zu spät ist.

Autor: Delete Me (skywalker)
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Anderes Beispiel: Vor vielen Jahren wurde in meiner Stadt ein 
Jugendklubhaus geschlossen. Dort wurden über Jahre hinweg Computerkurse 
für Kinder und Jugendliche abgehalten; ganz zu schweigen von zahlreichen 
pädagogisch wertvollen Projektgruppen. Ich selbst habe den Klub 
jahrelang besucht. Der Grund für die Schließung war: Es fehlten ca. 
25.000 € Renovierungskosten in der Stadtkasse.
Ach so, die Stadt war übrigends Leipzig. Also die Stadt, die 74,5 Mio. € 
für ein potthässliches Bildermuseum und voraussichtlich 700 Mio. € (das 
ist eine Schätzung!) für einen wirtschaftlich fragwürdigen City Tunnel 
ausgegeben hat. Die 25.000 € für sinnvolle Jugendarbeit in einem 
Stadtteil blieben da leider nicht mehr übrig.
Willkommen in Deutschland.

Autor: Pöbel (Gast)
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Solche Beispiele gibt es zu Hauf. In HH fehlen 20Mio um einen großen 
U/S-Bahnhof zu modernisieren, gleichzeitig werden 350Mio (100Mio mehr 
als geplant) für die neue Elbphilharmonie rausgeschmissen. Der Ole von 
Beust will sich damit seinen Platz in der Geschichte sichern.

Kultur (was auch immer das ist) ist halt ein Zeitvertreib der oberen 
10.000. Der Gesindeltaxi fahrende Pöbel kann auch weiterhin durch 
unansehnliche Haltestellen wandeln.

Autor: (Gast) (Gast)
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Dann geh mal in ein Konzert.

Autor: Reinhard S. (rezz)
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In "meiner" Stadt (1400 Einwohner) gibts auch ein Freibad, wurde vor 5-6 
Jahren (oder noch länger her) erst neu gemacht und läuft auch noch 
immer.

Der/die Bademeister(in) wird übrigens in Zusammenarbeit mit einem 
Spaßbad aus der Umgebung bezahlt/gestellt.
Das Becken an sich ist natürlich relativ klein, aber in der Umgebung 
immer noch eines der größeren. Hier hat ja fast jede Gemeinde ein 
Freibad, wenn auch meist nur ein Becken was vom Anfang (Nichtschwimmer) 
zum Ende hin teifer wird.

Autor: Gast (Gast)
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>> Ich kapier's nicht, kann doch nicht so teuer sein das im
>> Juni bis August auf 22 Grad zu heizen und einen
>> Bademeister hinzustellen.
> Dazu kommt der nicht unerhebliche Wasserverbrauch und der nicht
> unerhebliche Energieverbrauch alleine der Filteranlagen.
Und ich möchte nicht wissen, was Betrieb, Wartung und 
Sicherheitsüberprüfung der Chlorgas-Anlage kostet.

Autor: Freischwimmer (Gast)
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Welche Mittel hat der Bürger, um sich gegen solche
Willkür-Terrormaßnahmen des eigenen Stadtrates zu wehren?

z.B. bei der nächsten Wahl den richtigen Stadtrat zu wählen.
Selbst Initiative ergreifen und genau dieses Bad das da über Jahre vor 
sich hindümpelte auch besuchen. Wo eine Nachfrage ist, da ist auch ein 
Angebot. Wenn eine Gemeinde mit 15000 Einwohner sein Freibad nicht 
halten kann, dann liegt die Gemeinde entweder auf 2000m ü.d. M. oder 
alle gehen in das größere Spaßbad in der Gemeinde daneben usw.
Gibt es in diesem Ort überhaupt noch eine vernünftige Infrastruktur mit 
Bäcker, Fleischer, mittlerem Suppermarkt oder wird alles in der 
Kreisstadt bei Aldi und Co. besorgt? Was sagt den die örtliche DLRG zum 
Abriss des Bads? Sorry, wenn es das alles nicht gibt, dann läuft in der 
Gemeinde mehr als nur das Freibad schief. Ob dafür aber der Stadtrat 
oder die Gemeindemitgleider (mit)verantwortlich sind, möge sich jeder 
selbst fragen.

Autor: mr.chip (Gast)
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> Welche Mittel hat der Bürger, um sich gegen solche
> Willkür-Terrormaßnahmen des eigenen Stadtrates zu wehren?

Direkte Demokratie einführen. Dann können die Politiker gar nicht mehr 
anders, als den Willen des Volkes umzusetzen.

Autor: Beobachter (Gast)
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> "Freibad? -So etwas braucht die Bevölkerung doch nicht. Das Geld wird
> für vernünftige Vorhaben wie etwa der Errichtung des Berliner
> Stadtschlosses gebraucht. Auch Gewerbegebiete werden gern mit Unsummen
> erschlossen, um dort dem Wachsen von Löwenzahn
> zuschauen zu können.  :-(("

So isses, Investitionen in die "Völkische Gesundheit" hatten früher mal 
nur den Zweck der Wehrertüchtigung, zur Gewährleistung des "Endsieges".

Heute wäre es gar schlimmer:

Die Demographie würde NOCH mehr versaut, wer soll denn die Renten für 
all' diejenigen erarbeiten, die, nachdem sie 75-jährig gegen ihren 
Willen aus dem Erwerbsleben ausgeschieden sind, jeden zweiten Tag im 
Freibad als Sozialtarif-Zahler ihren Körper abhärten und dadurch NOCH 
LÄNGER leben ????

---

Absolete Fussballstadien werden gesprengt, neugebaut; 
Innenstadtkopfbahnhöfe nebst Gleisen werden zu Durchgangsstrecken
( unterirdisch ! ) kampfwertgesteigert; Trans-Rapid benötigt zur Planung 
der endgültigen Abservierung auch noch diverse Millionen ...

Hauptsache, man kann sommers unter Dach ( es könnte ja regnen ! ) in 
"urbanen" Grossstädten Skilanglauf machen, sobald Golf langweilig 
geworden ist !

Autor: Wolfgang M. (procrash)
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Schließt euch doch zusammen, gründet einen Verein der das ganze trägt. 
So haben dass die Leute aus meiner Nachbarsstadt auch gemacht.

Autor: Gast (Gast)
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> Und ein paar Kubikmeter Wasser auf Temperatur zu halten ist auch nicht
> ohne (angenommen, das Schwimmbecken ist 25 m lang, 2 m tief und 10 m
> breit, dann sind das immerhin 500 m³ Wasser, die praktisch ohne jedwede
> Isolation ihre Temperatur halten sollen).

Hallo???
Im Sommer wird das Wasser doch automatisch warm! Wir haben auch einen 
pool, der im Sommer ohen weiteres auf 25 Grad hochgeht! Nachts ist er 
gerade 2 Grad kühler.

Autor: Bewunderer (Gast)
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Dieser Thread ist wieder mal ein excellentes Beispiel über nicht 
vorhandenen BWL-Kenntnisse von Ingeniueren. Jede technische Anlage 
erleidet einen ständigen Wertverlust, der sogar steuerlich geltend 
gemacht werden kann (Stichwort Abschreibungen).
Ich kenne Anlagen, bei denen noch zusätzlich Instandhaltungkosten von 
10-15% der Investitionssumme anfallen.

Personalkosten und Betriebsmittel gehen extra.

Autor: jaso (Gast)
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...die diversen Auslandseinsätz der Bundeswehr haben allein letztes Jahr 
rd. 1 Milliarde (= 1.000.000.000,--) Euronen gekostet. Wieviel Freibäder 
könnte man damit unterhalten ? Die Idioten, die sich für solche 
BW-Einsätze auch  noch freiwillig melden, könnten Bademeisterdienste 
leisten, würden also keine Arbeitslosenstatistik belasten.

Autor: Gast (Gast)
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Ob die Qualifikation für den Einsatz als Bademeister vorhanden ist ist 
allerdings fraglich!

Autor: Helmut (Gast)
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Habe letzte Woche von einer Freibadschließung in der Nähe gehört.
Diese Gemeidne musste jährlich 600000Euro für ihr Freibad zuschießen.

Es ist wirklich ein Zuschussgeschäft. Es gibt angeblich kein Freibad das 
kostendeckend arbeitet. So eine halbe Million an Zuschuss (natürlich im 
Endeffekt aus Steuergeldern) wird da in jeder Bad-Gemenide verbraten.

Ich habe volles Verständnis dafür, dass bei Bädern genauso gespart wird 
wie an anderen Einrichtungen.

Autor: Wolf (Gast)
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Ja, das Freibad hier ist dieses Jahr auch geschlossen.
Allerdings nur, um es komplett neu zu gestalten.
Hat bei euch keiner einen besonderen Draht zur Geldvergabequelle?
Hier klappt das wunderbar.
Es steht auch fest, daß das neue Bad dauerhaft ein Zuschußgeschäft 
bleibt.

Autor: Gast (Gast)
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> Dieser Thread ist wieder mal ein excellentes Beispiel über nicht
> vorhandenen BWL-Kenntnisse von Ingeniueren. Jede technische Anlage
> erleidet einen ständigen Wertverlust, der sogar steuerlich geltend
> gemacht werden kann (Stichwort Abschreibungen).
> Ich kenne Anlagen, bei denen noch zusätzlich Instandhaltungkosten von
> 10-15% der Investitionssumme anfallen.

Mein Beispiel dient nur dazu, die Aussage zu den hohen Kosten der 
Erwärmung zu entkräften. Filterung ist nötig, das ist richitg, aber die 
Kosten für eine Filteranlage sind ja deshalb gering, WEIL sie verteilt 
werden. Was im Aquarium klappt, sollte ja auch beim Becken hinhauen. 
Jeder Zoo hat relativ mehr Aufwand, weil er noch Futter ins Heibecken 
reinwerfen und Krümel und Abbaustoffe rausholen muss - und die Fische 
sind anspruchsvoller.

Mein 0,4m3-Aquarium kostet umgelegt gerade 120,- im Jahr an 
"Abschreibung" und Strom, das sind nicht mal 300,- je Kubikmeter. Unser 
Pool, der das hundertfache an Wasser hat, kostet nur noch 30,- im Jahr. 
Zwei große Schwimmbecken, die nochmal hundertmal mehr Wasser haben, 
sollten dann bei < 5,- im Jahr landen.

Autor: Bewunderer (Gast)
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@Gast,

>Jeder Zoo hat relativ mehr Aufwand, weil er noch Futter ins Heibecken
>reinwerfen und Krümel und Abbaustoffe rausholen muss - und die Fische
>sind anspruchsvoller.

Wahrscheinlich wirst Du Dein Aquarium bestimmt nicht mit Chlor 
desinfizieren. Stichwort: die wenigsten Besucher vorn Bädern benutzen 
die Toilette.
Oder wird Dein Aquarium von der Gewerbeaufsicht regelmäßig auf 
Einhaltung der Hygienevorschriften geprüft?

Diese Rumreiten auf Einzelposten ist übrigens völlig sinnfrei, da wir 
beide nicht wissen, welcher technische Aufwand im Detail dahinter 
steckt.

Autor: Beobachter (Gast)
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> "Ich habe volles Verständnis dafür, dass bei Bädern genauso gespart wird
> wie an anderen Einrichtungen."

Als "andere Einrichtungen" bieten sich zum Sparen ALLE diejenigen an, 
die ausschliesslich für's gemeine Volk vorgesehen und damit per def. 
unprofitabel, d.h. komplett überflüssig sind ( wird zum Teil ja auch 
schon erfolgreich durchgeführt ):

z.B. Kindergärten, Schulen, Krankenhäuser, ÖP(N)V, ...

Zum Ausgleich könnten dann unsere Opern-Häuser und Fussball-Arenen 
VIP-mässig aktualisiert werden.

Golf-Plätze, noch bessere Autorennbahnen und "Wellness"-Center haben die 
besten Zukunfts-Chancen !

- Bestimmt bleibt dann immer noch'n bisschen KfW-Knete zur Umgestaltung 
unserer diversen Parlamentstempel übrig, auf dass es nicht so auffällt, 
wie wenig besucht sie sind ...

Autor: Thilo M. (Gast)
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Neulich wurde im TV darüber berichtet, dass immer weniger Deutsche 
schwimmen können und deshalb die Zahl der Ertrunkenen an den Badeseen 
hochgeht.
So ganz unnütz finde ich ein Freibad nun auch wieder nicht.

Und wie ich oben schon schrieb, durch diverse Maßnahmen kann man die 
Betriebskosten dauerhaft stark drücken.

Ein unattraktives, vergammeltes Freibad wird schwach besucht => das 
rechnet sich selbstverständlich nicht! Also: lieber einmal investieren, 
dann regelmäßig in Schuss halten, dann kommen auch die zahlenden Kunden.
Wenn man das nicht will oder kann ist die Schließung natürlich 
einfacher.

Autor: Stubenhocker (Gast)
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Habe hier mal ein Bild von dem Freibad, als es noch intakt war...
Keiner der Einwohner wollte das das abgerissen wird. Jetzt ist es 
abgerissen.
Die Politiker scheissen einfach auf den Bürger.

Autor: Nixwisser (Gast)
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Man muss aber auch sagen, das heute jedes Dorf sein eigenes Schwimmbad 
haben muss. Selbst eins pro Gemeinde wäre eigentlich zuviel. Grade 
Schwimmbäder werden mit dem Geld für die Konjunturpakete im ländlichen 
Raum modernisiert. Wofür? Dass sie die ganze Woche über kaum Besucher 
haben, weil es überall Bäder gibt. Ich kenne kein Schwimmbad in der 
Region, dass nicht als Zuschussbetrieb arbeitet. Wo ist das Problem, 
wenn man mal 10 bis 20 km zum nächsten Schwimmbad fahren muss?

Das Geld aus den Konjunkturpaketen könnte man sicher sinnvoller 
verwenden.

Autor: Stubenhocker (Gast)
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>Wo ist das Problem,
wenn man mal 10 bis 20 km zum nächsten Schwimmbad fahren muss?

Dann schick mal deine kleinen Kinder 10 bis 20 km zum nächsten 
Schwimmbad.
Als das Schwimmbad noch existierte, war es kein Problem, die Kid's 
konnten mit dem Fahrrad auf Waldwegen zum Schwimmbad fahren. Um 18 Uhr 
hat der Bademeister dann ausgerufen "Kinden unter 12 die nicht in 
Begleitung Erwachsener sind müssen das Schwimmbad nun verlassen". Wir 
sind dann müde und hungrig spätestens um 19 Uhr zuhause gewesen. Und 
heute? Wer kann sich um die Kinder kümmern, wenn die Frau bis 23Uhr bei 
REWE an der Kasse sitzen muß? Naja die können dann rumlungern im Ghetto, 
Reifen aufschlitzen, und Leute abklatschen.

Danke an die ach so christliche CDU und die ach so soziale SPD.
Die Partei-Bonzen haben alle selber einen Swimmingpool im Hause, die 
scheißen auf den kleinen Bürger. Die Bürger von Ausschwitz Buchenwald, 
etc. wurden damals auch nicht gefragt, ob man da ein KZ bauen kann.

Autor: Bewunderer (Gast)
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>Die Partei-Bonzen haben alle selber einen Swimmingpool im Hause, die
>scheißen auf den kleinen Bürger.

Ist Dein Stammtisch heute ausgefallen?

Autor: Tom (Gast)
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> Dann schick mal deine kleinen Kinder 10 bis 20 km
> zum nächsten Schwimmbad.

Bei uns geht immer ein Erwachsener mit ins Freibad. Dann sind auch die 
Chancen besser, dass wir sie heile wiedersehen.

Autor: Nixwisser (Gast)
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>Dann schick mal deine kleinen Kinder 10 bis 20 km zum nächsten
>Schwimmbad.

Das ist für mich keine Begründung, dass jedes Kaff ein Schwimmbad haben 
muss. Nur weil die 50 Kinder im Dorf, von denen 20 eh lieber im Wald 
Budchen bauen, mit dem Fahrrad zum Schwimmbad können? In den 
Kindergarten müssen auch die meisten mit dem Bus fahren oder werden von 
ihren Eltern gebracht.

Fakt ist, die Gemeinden sind überschuldet wie lange nicht mehr. Fakt ist 
auch, die Gemeinden haben keinen Einfluss auf sinnlose Geldverbrennung 
in höheren Ebenen, die hier angesprochen wurden. Sie müssen mit dem 
Geld, was man ihnen zugesteht, haushalten. Können Sie das nicht, werden 
die Gebühren erhöht. Da schreien dann erfahrungsgemäß diejenigen Bürger 
als erstes, die für so ein unwirtschaftliches Schwimmbad waren.

Wichtiger wäre IMHO die Vergrößerung der Kanalisation in den nächsten 
Jahren angesichts des Klimawandels. Nach jedem Unwetter laufen ja 
mittlerweile irgendwo die Keller voll. Aber mit einem eigenen Schwimmbad 
für die Gemeinde kann sich natürlich ein Bürgermeister 
öffentlichkeitswirksamer präsentieren oder sogar ein Denkmal setzen.

Autor: Nixwisser (Gast)
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>Wir sind dann müde und hungrig spätestens um 19 Uhr zuhause gewesen. Und
>heute? Wer kann sich um die Kinder kümmern, wenn die Frau bis 23Uhr bei
>REWE an der Kasse sitzen muß? Naja die können dann rumlungern im Ghetto,
>Reifen aufschlitzen, und Leute abklatschen.

Genau, die einzige Alternative zum Schwimmen gehen ist "rumlungern". Was 
haben die Kinder damals eigentlich gemacht, wenn das Schwimmbad 
geschlossen war? Also wir haben Fußball gespielt, sind in den Wald oder 
haben uns eigene Spiele ausgedacht. Können sich Kinder heute nur noch 
beschäftigen, wenn sie "bespaßt" werden?

>Die Bürger von Ausschwitz Buchenwald,
>etc. wurden damals auch nicht gefragt, ob man da ein KZ bauen kann.

Juhu, der NS-Vergleich hat noch gefehlt in diesem Thread.

Autor: Beobachter (Gast)
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Dann werden wenigstens ein paar Millionen (T)Euros für wirklich 
lebenswichtige,aktuelle Militärprojekte frei.

( Unsere Freiheit muss schliesslich auch irgendwo ganz vorne im Osten 
verteidigt werden, "Befriedung" ).

Unbedingt brauchen "wir" also ca. 60 Militär-Transportflugzeuge A400M, 
bisher ist noch kein Prototyp geflogen, aktuelle Projektverzögerung
ca. 5 Jahre ( Airbus hat gute Erfahrung mit Terminaktualisierungen ).

Diese 60 Flieger ( bisher ist noch gar keiner geflogen, frühestens in
5 Jahren ! ) sollen mal eben so 20 Milliarden kosten.

---

Immer mehr friedensbringende Auseinandersetzungen

( NICHT "Kriegseinsätze", sondern richtig: "Stabilisierungseinsätze", 
laut Stabilisierungseinsatzminister Jung )

finden mittlerweile in unwegsamen Gelände mit schlechter Infratruktur 
statt, kaum noch in grossen Gebieten wie Tundra oder arabischen Wüsten.

Daher sind richtig grosse Panzer à la Leo II inzwischen megaout, die 
sind naturgemäss gegen einzelkämpfende "Terroristen", nur bewaffnet mit 
Internet-Störsender-Handies und Panzerfäusten (?), kampfwertmässig 
ungünstig ... ( Stichwort: Front-Sarg ).

Deswegen braucht's also 410 Stück "leichte" Schützenpanzer, Typ Puma.

Und da diese Kätzchen doch etwas fett geworden sind ( 40 Tonnen ! ), wg. 
Panzerung aus Bio-Material, erklärt sich der Gesamtpreis von 
4 Milliarden, "konservativ" ( d.h. viel zu niedrig ) geschätzt ...


---

Ergo, einfache ca.-Rechnung:


60 Transporter + 400 Pumas, zusammen            25 000 000 000 €

1000 zugemachte Freibäder à 20 Millionen      - 20 000 000 000 €
                                              ******************


Bliebe NUR noch eine Neuverschuldung von         5 000 000 000 €,

UND der ewige Dank unserer (Kindes-)Kinder !

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