Rechteckgenerator

OP #1302165
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Hallo!

Ich möchte mir einen kleinen Taktgenerator mit einem möglichst breiten 
Frequenzbereich (Hz - MHz) bauen. Genauigkeit spielt keine Rolle, 
Auflösung schon.

Zunächst der Hintergrund:
Mein altes Oszilloskop (mit Röhren) hat einen Knopf, mit dem ich, wenn 
es frei (ungetriggert) läuft, die Triggerfrequenz variieren kann, um so 
ein einigermaßen stehendes Bild zu bekommen. Meinem neuen Oszilloskop 
fehlt diese Möglichkeit, die aber sehr nützlich ist, wenn ich entweder 
noch gar nicht weiß, was ich messen werde oder wenn das Signal eine 
feste Frequenz hat, aber nicht sinnvoll triggerbar ist, etwa bei 
Datensignalen mit fester Datenrate (ISDN, SPDIF, etc.).

Daher war meine Idee, daß ich mir einen Taktgenerator baue, den ich an 
den Triggereingang hänge, bei dem ich dann mittels eines Reglers eine 
beliebige Frequenz einstelle und dann so lange drehe, bis ich ein 
stehendes Bild habe. Die Triggerfrequenz anzeigen kann das Oszi, eine 
Skala ist also theoretisch sogar überflüssig.

Meine erste Idee wäre ein LMC555, der zwar nur 3 MHz schafft 
(Eingangsbandbreite vom Oszi sind 50 MHz), was aber als Triggerfrequenz 
für meine Anwendungen eigentlich reichen müßte.

Dabei stoße ich aber auf ein paar Probleme/Fragen:

1. Für einen Duty Cycle von 50% (eigentlich egal, sollte nur nicht zu 
klein/zu groß werden) muß RA (Datenblatt Seite 5,Figure 4) 0 sein. Darf 
das? Also DISCH an V+.

2. Die Frequenz ist 1,44 / 2RC, der Widerstand geht also hyperbolisch 
(sagt man das?) in die Frequenz ein. Sinnvoll wäre aber natürlich ein 
linearer Zusammenhang zwischen Potistellung und Frequenz.

3. Krieg ich irgendwie eine Grob- und eine Feineinstellung hin? Wie 
multipliziere ich Widerstände?

4. Ist das vielleicht Murks und ihr habt nen ganz anderen Vorschlag?

Grüße,
André
#1302214
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zu 1.:
ja dürfe ja egal sein, da Flankengetriggert.
RA = 0 Ohm ist eine schlechte Idee. Damit erzeugst du einen Kurzschluss 
zwischen VDD und dem Discharge-Pin.

zu 2.:
Probier mal ein logarithmisches Potentiometer. Ganz linear wirst du es 
mit einfachen Mitteln nicht hinbekommen.

zu 3.:
Was meinst du mit Multiplizieren?
Grob- und Feineinstellung mit 2 Potentiometern in Reihe

zu 4.:
Kommt auf deine Definition von "Murks" an. Eine weitere Idee wär einen 
kleinen µC (z.B. von ATMEL) zu nehmen und dort was mit PWM zu machen. 
Les mal den Abschnitt des CTC-Modus durch, dürfte für dein Anliegen 
passen.

Gruß
Christian
Gast #1302249
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Als erstes solltest Du es mal mit "irgendeinem" einigermassen
frequenzstabilem Generator (Funktionsgen. etc...) versuchen.
Dann wirst Du den Gedanken schnell ad Acta legen ein stehendes
Bild mit Deinem 555 hinzukriegen.

Eigentlich sollte sich am Oszi ein Knopf namens "Hold Off" finden.

> 4. Ist das vielleicht Murks und ihr habt nen ganz anderen Vorschlag?

So ziemlich. Was denkbar wäre, eine PLL die auf das Eingangssignal
rastet und damit das Oszi extern triggern. Dafür wäre ein 74HC4046
ganz brauchbar.

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