mikrocontroller.net

Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Verstärkerschaltung analysieren


Autor: Hax Sowieso (hellfire)
Datum:
Angehängte Dateien:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Guten Abend!

Ich bin mir nicht ganz sicher wie ich die Schaltung im Anhang berechnen 
kann..

Die Aufgabe ist es, die Gleichstromverhältnisse zu klären.
Vorgaben sind, das die Transistoren im aktiven Bereich arbeiten und im 
Arbeitspunkt ein B (Verstärkungsfaktor) von 200 haben

Zu berechnen sind Kollektorstrom von Q1 und Q2, sowie den Strom durch 
RL..

Mein Problem ist, ich weiss nicht wie recht anfangen..

Mit welcher Berechnung soll ich anfangen?
Was für einen Einfluss hat die Wechselstromquelle bei Q1 auf die 
Gleichstromverhältnisse?

Ich wäre für jeden Ratschlag echt dankbar, weil wie gesagt im Moment 
stehe ich mehr auf dem Schlauch, als dass sinnvoll Überlegen kann

Autor: HildeK (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Was ist den J1 für ein Punkt? -12V?

Autor: Hax Sowieso (hellfire)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ohweh das wurde weggeschnitten ;P

ja J1 hat -12V

Autor: Allu (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Mein Taschenrechner orakelt:

Kollektorwiderstand zu Emitterwiderstand =
Verstärkung etwa 0,33, also ein Abschwächer-

Gleichspannung am Ausgang deshalb etwa 7,6 Volt.

Autor: Helmut Lenzen (helmi1)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Wenn man annimmt das an Punkt 5 0V anliegen kann man den Strom durch R2 
ausrechnen:

IR2 = (12V - 0.7V) / 10K = 1.13mA


Jetzt kann du den Spannungsabfall an R1 ausrechnen unter der annahme das 
der Basisstrom von Q2 kleiner als der Strom durch R1 ist.

Also UR1 = R1 * IR2 = 3.3K * 1.13mA = 3.729V

Also liegt an Punkt 2

12V - 3.729V = 8.271V

Damit liegt an Punkt 4

8.271V - 0.7V = 7.571V

Gruss Helmi

Autor: Tim (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Sry aber wie kann man das ausrechnen? Ich kenne ja weder Zustand noch 
Eingangssignal von T1 -> je nach dem in welchem Maße T1 durchsteuert 
ändert sich ja auch der Zustand von T2 und damit die Spannung am 
Ausgang.

Autor: Tim (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Sry, der Beitrag von Helmut kam zu spät.

Autor: Hax Sowieso (hellfire)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Vielen Dank für die schnelle Hilfe, habe echt nicht gerechnet dass es so 
schnell geht!

Also wenn man die Wechselspannungsquelle einfach mal 0 setzt kann man 
dann schön von links nach rechts die Ströme ausrechnen oder?

Autor: HildeK (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Naja, dann ist es schon besser!

Die Wechselspannungsquelle ist uninteressant - mit Ausnahme ihres 
DC-Anteils - der ist Null Volt.
Nun kannst du schon die erste Schleife bestimmen, aus der Quelle, R5, 
UBE(Q1), R2 und den -12V. Beachte: Ie ist IB*(B+1).
Und so weiter ...

Autor: HildeK (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Mist - viel zu spät ...

Autor: Hax Sowieso (hellfire)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Helmut Lenzen schrieb:
> Wenn man annimmt das an Punkt 5 0V anliegen kann man den Strom durch R2
> ausrechnen:
>
> IR2 = (12V - 0.7V) / 10K = 1.13mA
>
>


Noch ne Frage, spielt R5 dabei keine Rolle?
Ist es falsch wenn ich da einen Spannungsteiler rechnen will?

Gruss!

Autor: Helmut Lenzen (helmi1)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Der Spannungsabfall ueber R5 ist stark von der Stromverstaerkung von Q1 
abhaengig. Da diese sehr start streut kann man da kaum exakte Rechnung 
machen. Aber mal kurz ueberschlaegig berechnet:

Der Kollektor/Emitter Strom ist rund 1.13mA
Bei einer angenommenen Stromverstaerkung von 200 von Q1 erhalten wir 
einen Basisstrom von

IB = IC / B = 1.13mA / 200 = 5.6uA

Das ergibt einen Spannungsabfall von 0.3842V an R5. Da die Spannungen am 
Emitterwiderstand b.z.w. Kollektorwiderstand quasi um den Faktor 10 
groesser sind kann man mit ruhigen Gewissen sagen das der Spannungabfall 
an R5 = 0V ist und damit die Basis von Q1 an 0V liegt. Die 0.3842V 
aendern an den Verhaeltnissen nicht allzu viel. Wenn die 
Stromverstaerkung noch hoeher wird werden diese Fehler noch kleiner. Um 
das jetzt exakter auszurechnen muesstes du mit den neuen Werten die 
ganze Sache nochmal durchrechnen dich allso iterativ dem Ergebnis 
naehern. Aber fuer eine ueberschlaegige praxisorientierte  Rechnung 
kannst du den Spannungsabfall ueber R5 auf 0 setzen.

Gruss Helmi

Autor: Helmut (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Der Eingangswiderstand beträgt 10kOhm*B.

Nehmen wir mal an die Stromverstärkung B wäre 200.

Re = 10kOhm*200 = 2MegOhm

Die 68k und die 2MegOhm bilden den Eingangsspannungsteiler.

Autor: Hax Sowieso (hellfire)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ja alles klar, bestens Danke!

Hat mir echt geholfen ;)

Antwort schreiben

Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig. Wenn Sie automatisch per E-Mail über Antworten auf Ihren Beitrag informiert werden möchten, melden Sie sich bitte an.

Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten!

  • Groß- und Kleinschreibung verwenden
  • Längeren Sourcecode nicht im Text einfügen, sondern als Dateianhang

Formatierung (mehr Informationen...)

  • [c]C-Code[/c]
  • [avrasm]AVR-Assembler-Code[/avrasm]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] - Link zu Artikel
  • Verweis auf anderen Beitrag einfügen: Rechtsklick auf Beitragstitel,
    "Adresse kopieren", und in den Text einfügen




Bild automatisch verkleinern, falls nötig
Bitte das JPG-Format nur für Fotos und Scans verwenden!
Zeichnungen und Screenshots im PNG- oder
GIF-Format hochladen. Siehe Bildformate.
Hinweis: der ursprüngliche Beitrag ist mehr als 6 Monate alt.
Bitte hier nur auf die ursprüngliche Frage antworten,
für neue Fragen einen neuen Beitrag erstellen.

Mit dem Abschicken bestätigst du, die Nutzungsbedingungen anzuerkennen.