Hallo!
Ich habe 4 Stück 12V/9Ah Bleigel Akkumulatoren aus einer USV. Die USV
lädt diese natürlich nicht mehr, sie geht auch nicht mehr an. Die
Klemmenspannung beträgt zwischen 1.5 und 4V.
Die Akkus selbst stammen aber aus einer relativ neuen USV, Baujahr 2005.
Die Akkus selbst sind eigentlich auch nicht wirklich bauchig. Über die
Vorgeschichte weiss ich leider nicht wirklich viel aber ich hege die
Hoffnung dass ich die Akkus vielleicht noch reaktivieren kann.
Genaue Type: http://www.bb-battery.com/productpages/HR/HR9-12.pdf
Eine Idee wäre lt. Datenblatt mit einem Labornetzteil zu laden. Und zwar
konstant 14.4V und den Strom auf 0.3A begrenzen. ("Charging Procedure").
Allerdings habe ich leider kein Labornetzteil...
Allerdings bietet der Elektronikhändler um die Ecke gerade einen
"BleiGel-Lader 3A" um 8 EUR an. Siehe
http://www.neuhold-elektronik.at/werbung/we_109.pdf, Seite 6.
Habe ich die Hoffnung damit die Akkus vielleicht wieder aufladen zu
können? Oder geht dies ohnehin nicht wenn die Klemmenspannung so niedrig
ist? Die 8 EUR wären nämlich nichts im Vergleich zu einem Satz neuer
Akkus...
lg
divB
In diesem Fall dürfte das Laden per Labornetzteil die bessere
Möglichkeit sein, denn damit kannst du die Spannungen beliebig
einstellen.
1,5-4V ist extrem niedrig, ich vermute der Akku ist hinüber.
Du kannst man versuchen den Akku längere Zeit so zu laden wie du
geschrieben hast, und schauen ob er noch Spannung aufbaut, und Strom
aufnimmt. Wenn er noch nicht lange tiefentladen ist, kann er sich
vielleicht wieder erholen.
Für den Betrieb in einer USV würde ich den aber nicht mehr verwenden.
Ich habe einige Akkus aus USVs rumliegen, die zwar noch fast die volle
Kapazität haben, aber deren Innenwiderstand sehr viel höher ist als
normal.
Tiefentladung beginnt bei 12V-Bleiakkus ab etwa 10,5V, und die vertragen
das überhaupt nicht gut wenn man sie dann auch noch lange Zeit so
rumliegen lässt, das zerstört die Elektroden.
Bei deinem Akku werden wohl schon reichlich Kurzschlüsse vorhanden sein,
der ist definitiv kaputt.
Hallo,
der Akkulader wird vermutlich zu intelligent sein und Dir mitteilen, daß
die Akkus defekt sind.
12V mit ein paar A mal kurz! auf die Akkuklemmen (eben so 2-3x
drantippen).
Wenn dann die Spannung ca. 12V ist an den Akkulader und hoffen.
PS: die 12V liefert z.B. eine Autobatterie, in eine Leitung eine 12V 21W
reinhängen. Die sollte aufleuchten und dann viel dunkler werden.
PPS: es ist die "unfaire" Methode, die Akkus sind tot, können nur wieder
etwas lebendig werden...
Selbstentladung bleibt meist recht hoch, Kapazität ist auch merklich
geringer, als Experimetier-Akkus oder Netzausfallüberbrückung für mäßige
Ströme aber oft noch gut zu gebrauchen.
Gruß aus Berlin
Michael
Meine eindeutige Meinung: die Akkus sind tot!
Ich hatte früher ähnliche Versuche unternommen und viel mit
verschiedenen Alt-Akkus experimentiert. Das Fazit ist, nur NiCd-Akkus
lassen sich regenerieren, je nach Zustand von 5% auf 100% Kapazität. Bei
Li-, Pb-, NiMH- sind Regenerierungsversuche hoffnungslos und verlorene
Zeit!
Gruss
rayelec
Also ich hatte mal Bleigelakkus in der Größenordnung 12V 60AH. Die
hatten nur noch eine Spannung <5V (glaub es waren ca. 2,xV). Die hab ich
an mein Labornetzgerät gehängt und langsam (kleiner Ladestrom << 1A)
hochgepeppelt.
Die haben danach eine USV mit 1,8 kVA (Last war eine Heizlüfter und ein
Halogenstrahler - insgesamt ca. 1,5 KW ) 30 Minuten am Laufen gehalten.
Also als tot hätte ich die nicht bezeichnet. Allerdings weiß ich auch
nicht, wie lange die Teile so tief entladen waren. Nicht jeder Akku
lässt sich wieder hochpeppeln.
Aber nur zur Vorsicht:
Auch wenn so ein Akku "nur" noch 2V hat, der Strom kann trotzdem
ziemlich heftig sein >>Brandgefahr<< bei Kurzschluß! Also am Besten
nicht im Innenbereich laden, sondern irgendwo, wo nicht viel abbrennen
kann ;-)
So, danke mal für die Antworten.
Die fielen ja fast eindeutig aus.
Ich hätte ein Angebot gefunden um 19 EUR pro Akku excl. Mwst. Da bin ich
mit einem neuen Satz bei etwa 70 EUR.
Also allzu viel Klimmzüge zahlen sich hier glaub ich tatsächlich nicht
mehr aus...
lg
divB
Du vergißt allerdings dabei den Lerneffekt, den dir der Versuch auf
Dauer gebracht hätte. Denn alle hier gegebenen Info´s basieren genau auf
diesen selbst gemachten Erfahrungen. Und die sind bekanntlich
unbezahlbar.
>Noch ein Hinweis.>Beim Auch nur testweisen Kurzschließen bitte Augenschutz tragen.>Sonst kanns sprichwörtlich ins Auge gehen.
Aber die Leitungen nicht fest andrücken!
Bei den Strömen könne die sich "festschweißen" und dann hat man eine
"Glühleitung"!
Hallo divB und alle anderen.
> Ich habe 4 Stück 12V/9Ah Bleigel Akkumulatoren aus einer USV. Die USV> lädt diese natürlich nicht mehr, sie geht auch nicht mehr an. Die> Klemmenspannung beträgt zwischen 1.5 und 4V.
Dazu benötigst Du das Labornetzteil. Den Akku ersteinmal mit sehr
kleinem
Konstantstrom strombegrenzt laden, so irgendwo 0,01-0,05C. Dabei musst
Du die Spannung eventuell sogar auf weit über 20V hochdrehen, weil Du
den Strom sonst überhaupt nicht zum fliessen bekommst. Die
Strombegrenzung nimm zur Vorsicht doch rein, weil Du weist nicht, wie
sich der Akku weiter entwickelt.
Um die Spannung zu messen (Kontrolle), stündlich/ täglich/ wöchentlich,
je nachdem wie sich der Akku verhält, solltest Du zum Messen die Ladung
abschalten.
Schau auch mal, ob Du den Strom größer bekommst. Wenn Du ihn auf 0,1C
(achja, "C" ist Akkukapazität) bekommst, Strombegrenzung dorthin, und
Spannungsbegrenzung auf 14,6V (gasdichte Blei-Gel).
Wenn Du den Akku auf mindestens 13V Leerlaufspannung hochgepäppelt hast
(das kann u.U. Tage bis Wochen dauern), häng ihn an eine Last, die ihn
mit
ca. 0,1-02C entläd, und überwache, das die Spannung nicht wieder unter
Tiefentladung (in dem Falle Vorsichtshalber 11-12,5V) sinkt. Ich hab mir
dafür eine Automatik gebastelt, mit einem Relais in Selbsthaltung, das
abfällt, wenn die Spannung zu klein ist. Sonst musst Du alle paar
Minuten kontrollieren (Kurzzeitwecker zur Erinnerung!).
Dann lädst Du sofort (!) wieder neu. Du solltest jetzt leichter einen
Stromfluss hinbekommen, bzw. die "Überspannung" die Du einstellst, um
einen Stromfluss hinzubekommen, sollte geringer geworden sein.
Dieses hin- und her machst Du ein paar mal. Der Akku sollte sich dabei
immer "normaler" verhalten.
Nach 2-3 mal lädst Du den Akku strombegrenzt (0,1C) mit einer Spannung
auf maximal begrenzten Spannung von 14,6-7V. Achte darauf, das der Akku
2-4 Tage auf 14,6V ist, als Ausgleichsladung.
Anschliessend kannst Du das Teil dann Testen, ob, und wie lange er noch
seinen soll Strom liefern kann. Du musst damit rechnen, das ein erhöter
Innnenwiderstand und/oder deutlich verringerte Kapazität zurückbleiben.
Der Hinweis mit dem in einer "nichtbrennbaren" Ecke zu arbeiten ist
sinnvoll. Im Zeifel stelle ich sowas auf eine alte große Gehwegplatte,
und achte darauf, das darüber nichts brennbares in Reichweite ist.
Schmelzsicherung direkt an der Akkuklemme ist auch ratsam.
Augenschutz auch, aber vor allem gute Belüftuung. Also auf keinem Fall
in einem schlecht belüfteten Keller oder gar im Schrank. Keller oder
Garage, die wie Hechtsuppe ziehen sind ideal.
Ob das ganze Sinnvoll ist, hängt vom Glück ab, und was Du mit dem Akku
anschliessend anstellen willst. Wenn Du nur mal kurz einen hohen Strom
brauchst, kannst Du auch einen Akku mit einem Viertel Restkapazität
nutzen, wenn der Innenwiederstand klein genug ist.
Wenn Du einen Verbraucher hast, der nur einen ganz kleinen Strom zieht,
aber das recht lange, kannst Du einen Akku verwenden, der nur noch 0,5
bis 0,75 Kapazität hat, und einen innenwiderstand, der gerade klein
genug ist, das Dein Verbraucher noch genug Spannung abbekommt.
Du hörst dich aber eher an, als wolltest Du neue kaufen. :-)
"Lohnend" ist das eigentlich nur, wenn Du das "nebenher" am Labortisch
machen kannst, und dir vorstellen kannst, das Du für die Teile auch bei
Teilerfolg noch einen sinnvollen Einsatz ausserhalb der USV hast, bzw.
ein
Labornetzteil hast, aber kein Geld für neue Akkus.
Und natürlich den sportlichen Ansatz und den Lerneffekt nicht zu
vergessen.
> Also allzu viel Klimmzüge zahlen sich hier glaub ich tatsächlich nicht> mehr aus...
Richtig. Leerlaufspannung unter 0,5 Betriebsspannung ist verdammt wenig.
Vor allem, wenn sie lange Zeit so gestanden haben und Zeit zum
sulfatieren hatten.
> Du vergißt allerdings dabei den Lerneffekt, den dir der Versuch auf> Dauer gebracht hätte. Denn alle hier gegebenen Info´s basieren genau auf> diesen selbst gemachten Erfahrungen. Und die sind bekanntlich> unbezahlbar.
Sehr richtig.
> Ich für meinen Teil lerne ja auch gerne aus den Fehlschlägen der> anderen, das spart nicht nur Zeit, sondern auch viel Geld und viel mehr> Ärger... ;)
Nicht ganz. Lernen ist ein Wechseln zwischen Theorie, Praxis und "Üben",
sprich wiederholen. Ohne den "Ärger" fehlt Dir da ein Standbein. :-)
Geld kostet das eigentlich nur den Strom. Der Akku war geschenkt, und
ein Labornetzteil und ein Multimeter braucht man sowieso immer mal. :-)
Arbeit macht es auch nicht viel, ausser Umstöpseln und Messen. :-)
> Meine eindeutige Meinung: die Akkus sind tot!
In dem Falle fürchte ich das allerdings auch.
> Ich hatte früher ähnliche Versuche unternommen und viel mit> verschiedenen Alt-Akkus experimentiert. Das Fazit ist, nur NiCd-Akkus> lassen sich regenerieren, je nach Zustand von 5% auf 100% Kapazität. Bei> Li-, Pb-, NiMH- sind Regenerierungsversuche hoffnungslos und verlorene> Zeit
Ich hatte mehr Erfolg bei Pb-akkus. NiCd sind aber auch gut zu
reaktivieren. NiMH ist sehr empfindlich und geht fast nicht.
Am einfachsten ist NiFe, der klassische Edison-Akku.
Li habe ich noch nicht probiert. Ist auch komplizierter, weil man sich
zuerst einmal mit der Schutzelektronik auseinandersetzten müsste.
Wichtig ausser der praktischen Erfahrung ist aber auch etwas Theorie und
Hintergrundwissen. Die Handbücher der Hersteller, z.B.
http://www.panasonic.com/industrial/bsgoem/Panasonic_VRLA_Hndbk_05-06...
sind oft eine gute Quelle der Inspiration.
Doch sollte man allgemeine technische Informationen aus Fachbüchern mit
betrachten. Manches verschweigt der Hersteller. Schliesslich will er Dir
neue Akkus verkaufen.
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.dl0dg.de
Klasse Beitrag, danke!
Ich habe verschlossene Bleiakkus mit destiliertem Wasser aufgefüllt.
Über die Zeit gasen die auch aus, wenn sie mit zu hoher Spannung geladen
werden. Vor allem USVs machen das gerne.
Plastikplatte abmachen, kappen entfernen. Spritze mit Nadel verwenden
(sonst drückt die Luft das Wasser wieder heraus). Mit der Nadel nicht
zwischen die Platten kommen! In jede Zelle gleichviel Wasser hinein
spritzen. Es dürfte einige Monate dauern bis die Flüssigkeit eingezogen
ist. Dann wieder nach spritzen.
Vorsicht bei Laden mit zu hoher Spannung: Dann bilden sich Bläschen und
das Wasser kann nicht vernünftig einziehen.
Wir reden übrigens von Blei, Schwefelsäure und Strömen im kA Bereich.
Also das ganze nackt beim Essen und telefonieren machen.
Denke auch an die Batterie-Auffrischer á la Megapulse etc.
Darüber gibt es hier im Forum etliche Beiträge.
Nicht nur das tiefentladen Stehenlassen, auch das vollgeladen
Stehenlassen langweilt Pb-Akkus ---> öfter mal zyklieren verbessert die
Arbeitslust.
Bernd Wiebus schrieb:
>> Ich für meinen Teil lerne ja auch gerne aus den Fehlschlägen der>> anderen, das spart nicht nur Zeit, sondern auch viel Geld und viel mehr>> Ärger... ;)>> Nicht ganz. Lernen ist ein Wechseln zwischen Theorie, Praxis und "Üben",> sprich wiederholen. Ohne den "Ärger" fehlt Dir da ein Standbein. :-)> Geld kostet das eigentlich nur den Strom. Der Akku war geschenkt, und> ein Labornetzteil und ein Multimeter braucht man sowieso immer mal. :-)> Arbeit macht es auch nicht viel, ausser Umstöpseln und Messen. :-)
Kann ich nicht ganz gelten lassen, Sprache befähigt den Menschen
Erfahrungen auszutauschen.
Stell dir mal vor ein Student könnte nicht auf das gesammelte Wissen
tausender Köpfe zurückgreifen sondern müsste sich alles selbst
erarbeiten...
(Hält die Brücke denn auch? Meiner Erfahrung nach schon, ja.)
Hallo avion23
> Ich habe verschlossene Bleiakkus mit destiliertem Wasser aufgefüllt.> Über die Zeit gasen die auch aus, wenn sie mit zu hoher Spannung geladen> werden. Vor allem USVs machen das gerne.
Das Nachfüllen ist deutlich problematischer und arbeitsaufwändiger.
Besonders bei kleinen Akkus. Es ist enorm schwer, den gleichmäßigen
Flüssigkeitsstand festzustellen
> Plastikplatte abmachen, kappen entfernen. Spritze mit Nadel verwenden> (sonst drückt die Luft das Wasser wieder heraus). Mit der Nadel nicht> zwischen die Platten kommen! In jede Zelle gleichviel Wasser hinein> spritzen. Es dürfte einige Monate dauern bis die Flüssigkeit eingezogen> ist. Dann wieder nach spritzen.
Auch schwierig ist das erneute Gasdichte verschliessen, insbesondere
wenn die Sicherheitsventile intakt bleiben sollen.
Jede Firma hat ein anderes System. Also vorher (geht leider nicht immer)
genau betrachten und überlegen.
In einigen Fällen ist es sinnvoller, die Zelle vorsichtig neben dem
Stopfen anzubohren, dort zu füllen und mit Klebstoff gut zu
verschliessen.
Die von Dir erwähnte "Plastikplatte" mit den Gummikappen darunter ist
allerdings oft besonders einfach. Vorsichtiges verkleben nach dem Füllen
ist geboten.
Sollte das drucksichere Verschliessen nicht mehr gelingen, tritt bei
nicht aufrechter Lagerung Säure aus, und die Batterie beginnt zu gasen.
Darum besondere Vorsicht.
In solchen fällen sollte der Akku nur noch bis 13,6-13,8V geladen
werden, er wäre dann wie ein "offenes" System zu behandeln.
Auch wichtig: Nur vollständig geladene Akkus neu bewässern. Zellen auf
gleichmäßigen Stand bringen.
Zuviel Wasser in einer Zelle kann bei der Ausgleichsladung dort heftigen
Überdruck hervorrufen (Volumenverringerung des Gaspuffers durch das
Wasser). Darum sollte das Ventilsystem intakt sein.
Ich versuche das Befüllen immer zu vermeiden oder behandle die Akkus
anschliessend grundsätzlich wie offene Systeme.
> Vorsicht bei Laden mit zu hoher Spannung: Dann bilden sich Bläschen und> das Wasser kann nicht vernünftig einziehen.
Das ist im geschlossenen System relativ unproblematisch, solange der
Ladestrom ausreichend (0,01-0,05C als vorsichtiger Daumenwert, aber auch
0,1C können je nach Akku Typ funktionieren) begrenzt ist und der
Katalysator funktioniert. Leider schweigen über den Strom die meisten
Datenblätter, so ist man oft auf ein "aus dem Bauch heraus" angewiesen.
Volle Zellen gasen geringfügig, was der Katalysator wieder zu Wasser
"verbrennt", nicht ganz volle Zellen werden weitergeladen. Irgendwann
sind sie auch voll und gasen vor sich hin. Das ganze nennt man dann
"Ausgleichsladung" und sollte hin und wieder gemacht werden.
Unter Umständen kann es auch sinnvoll sein, eine Ausgleichsladung als
Tröpfelladung permanennt durchzuführen.
Allerdings vergeudet das vor sich hingasen Energie und es tritt auch
durch die Diffusion durch den Kunststoff hindurch ein allmählicher
Wasserstoffverlust und damit auch Wasserverlust ein.
> Wir reden übrigens von Blei, Schwefelsäure und Strömen im kA Bereich.> Also das ganze nackt beim Essen und telefonieren machen.
Siehe:
http://www.braunschweig.ihk.de/standortpolitik/gefahrgut/materialien_gbv/Sicherheitsdatenblatt%20Batterien%20(Bleiakkumulatoren).pdf
für Batteriesäure als verdünnte Schwefelsäure und
http://www.hedinger.de/uploads/media/Schwefelsaeure_96__v009.pdf
für konzentrierte Schwefelsäure, falls Du Dir die Batteriesäure durch
Verdünnen erst herstellen musst.
Immer daran denken: Die Säure ins Wasser schütten, NICHT das Wasser in
die Säure. Und weiter: Gaaaanz laaaangsaaaam schütten.
Grund: Säure und Wasser reagieren heftig mit Hitzeentwicklung. Schüttest
Du Wasser in Säure, spritzt die Säure durch die Gegend.
Umgekehrt ist die Reaktion zwar genauso Energiereich, aber die höhere
spezifische Wärmekapazität macht, das deutlich weniger spritzt, und vor
allem, es spritzt Wasser bzw. stark verdünnte Säure.
Und wenn Du auch noch langsam schüttest, wird so wenig Energie umgesetzt
(weniger Menge in gleicher Zeit), das es nicht mehr spritzt.
Die Augen sind aber besonders gefärdet. Darum mit Schutzbrille.
Deine Kleidung im allgemeinen auch empfindlich. Insbesondere Nylon, das
durchaus auch unter dem namen "Cordura" in Arbeitskleidung verwendet
wird, mag Säure überhaupt nicht. Bei Baumwolle fallen die angeätzten
Stellen meist erst beim Waschen raus.....:-)
> Nicht nur das tiefentladen Stehenlassen, auch das vollgeladen> Stehenlassen langweilt Pb-Akkus ---> öfter mal zyklieren verbessert die> Arbeitslust.
Grundsätzlich stimmt das. Das Zyklieren verbessert den Innenwiderstand.
Allerdings geht es auf Kosten der Lebensdauer. Aber eine Batterie mit
miesem Innenwiderstand ist auch kaputt.
Mann könnte das besser abschätzen, wenn man die Vorgeschichte des Akkus
kennt. Wird er öfters benutzt, besser lassen. Wird er nicht benutzt,
sollte er einmal im Monat vieleicht benutzt werden.
Es hängt etwas vom Typ des Akkus ab. Autoakkus, die im allgemeinen ja
nicht Zyklenfest sind, besser nicht (oder nur ganz kurz mit hohem Strom
und unvollständigem Zyklus) zyklieren. Am besten auch nicht anders
verwenden als nur als Starterakkus, sie taugen (mittlerweile) wirklich
für fast nichts anderes mehr. Aber manchmal hat man ja nichts anderes
zur Verfügung, als einen alten Autoakku......
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.dl0dg.de
Hallo Andreas.
>> Nicht ganz. Lernen ist ein Wechseln zwischen Theorie, Praxis und "Üben",>> sprich wiederholen. Ohne den "Ärger" fehlt Dir da ein Standbein. :-)>Kann ich nicht ganz gelten lassen, Sprache befähigt den Menschen>Erfahrungen auszutauschen.
Sprache (und Bilder) können missverständlich sein.
Das Du was falsch verstanden hast, oder einem Irritum aufgesessen bist,
oder das ein Druckfehler in deiner Vorlage war, merkst Du nur beim
Ausprobieren.
Möglicherweise überbewerte ich das, weil ich ein Kommunikationsproblem
habe.
> Stell dir mal vor ein Student könnte nicht auf das gesammelte Wissen> tausender Köpfe zurückgreifen sondern müsste sich alles selbst> erarbeiten...
Das ist schon richtig. Anders ist der Stoff mengenmäßig nicht zu
bewältigen. Es kann eben nicht mehr alles ausprobiert werden.
Und auch dort gibt es Grenzen z.B. das "bulimie lernen" nur für eine
Prüfung und dann schnell vergessen. Gab es Ansatzweise zu meiner Zeit
schon, aber jetzt ist es extrem geworden.
Dann kann man den Stoff doch besser gleich streichen, und dafür mehr
Grundlagen machen...meine Meinung.
Eine andere Sache ist es, wenn Du Dein Unterbewusstsein bei der
Problemlösung mit einsetzten willst. Dafür benötigst Du viel Übung und
ähnlich wie Sportler eine "mentale" Auseinandersetzung mit dem Thema.
Dieses wiederum beinhaltet auch eine "sinnliche" Auseinandersetzung mit
der Thematik. Also: Schaltung durchrechnen, aufbauen, in betrieb nehmen,
Messen, Fehlersuche, Sichtkontrolle. Wie verfärben sich Bauteile bei
überhitzung? Wie fühlt sich ein warmer Transistor an, wie ein "zu
heisser"? Wie riecht warmes/verbranntes Epoxid, Silicon, PUR, PVC und
Harz? Viele Fehler habe ich schon "erschnüffelt".
Zum einen erhälst Du zusätzliche "Kanäle" wie die Lernpsychologen sagen,
und für viele mit Lernproblemen ist eine solche Herangehensweise eine
große
Hilfe und manchmal der einzig mögliche Weg.
Wenn Du "schnell" werden willst in der Fehlersuche oder zum
improvisieren kommst Du an dieser Auseinandersetzung auch nicht vorbei.
Wichtig ist dabei der ständige Vergleich zwischen Schaltplan und
Messwerten, Verständniss für die Schaltung und genaues Beobachten von
Details. Spiel in Gedanken und in der Realität mit der Schaltung herum.
Was erwartest Du, wenn Du dieses oder jenes verändert? Wie verhält es
sich in der Realität? Ständiges Schaukeln zwischen Theorie und Praxis
und ewiges Hinterfragen.
Leider ist es wirklich so, das Du wirklich "gut" nur wenige Schaltungen
kennen kannst. Das Feld ist einfach zu weit.
Ausserdem gehen diese Fähigkeiten zu erschreckend großen Teilen wieder
verloren, wenn sie nicht ständig trainiert werden.
Aber gerade bei Grundlagen sollte man das zumindest einmal im Leben
gemacht haben.
Ausserdem macht das ganze ja auch Spass. :-)
Das Problem im Studium ist eben auch, das Lehrpläne von Schlipsköpfen
gemacht werden, die sich nie im Leben vorstellen können, das man so
sinnvoll arbeiten kann. Die meisten lernen "gegen" den Lehrplan, nicht
mit ihm. Auf der anderen Seite wollen sich ja auch z.B. im E-technik
Studium
Leute nicht unbedingt für E-Technik ausbilden, sondern für Führung und
Management. Für diese mag eine rein teorieorientierte Herangehensweise
ja auch sinnvoller sein. Aber warum führt man für die nicht extra einen
Speziellen Studiengang "Führung und Management" ein?
Ich persönlich habe angefangen mich mit Blei-Gel Akkus
auseinanderzusetzten, als ich im Studium kein Geld hatte, mir neue zu
kaufen. Da hab ich mir welche aus dem Altakkucontainer geklaubt,
durchgemessen, und die besten behalten. Auch die hielten manchmal
besser, manchmal schlechter. Also hab ich mich etwas in die Theorie
eingelesen.
Wenn man Studiert, hat man auch eine Uni-Bibliothek. Internet war damals
noch nicht üblich......
Jetzt könnte ich mir welche kaufen. Aber dienstlich rieseln eine Reihe
ausgemusteter durch meine Finger. Da pick ich mir bei Bedarf einen
brauchbaren raus. "Toll" sind sie alle nicht, dafür kosten sie nix. Wenn
sie ganz kaputt sind, stell ich sie zurück in den Schrott und nehm
frische halbkaputte. Wenn ich mehr Kapazität brauche, ok, dann neh ich
halt zwei, oder auch drei oder vier und wechsle bzw. schalte um. Bei
meiner Anwendung ist das nicht so kritisch. Die Mühe mit dem Befüllen tu
ich mir nicht mehr an (ausser bei größeren), aber eine kleine
Akkureanimation ist kein wirklicher Akt. Und auf die Tour bekommt man
Erfahrung beim reaktivieren und der Akt wird noch kleiner......
Mit freundlichem gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.dl0dg.de
Bernd Wiebus schrieb:
> Hallo Andreas.>>>> Nicht ganz. Lernen ist ein Wechseln zwischen Theorie, Praxis und "Üben",>>> sprich wiederholen. Ohne den "Ärger" fehlt Dir da ein Standbein. :-)>>Kann ich nicht ganz gelten lassen, Sprache befähigt den Menschen>>Erfahrungen auszutauschen.>> Sprache (und Bilder) können missverständlich sein.> Das Du was falsch verstanden hast, oder einem Irritum aufgesessen bist,> oder das ein Druckfehler in deiner Vorlage war, merkst Du nur beim> Ausprobieren.> Möglicherweise überbewerte ich das, weil ich ein Kommunikationsproblem> habe.
Darum sollte man seine Informationen auch mit Bedacht und vor allem
Verstand sammeln, sonst könnte man auch gleich die Bibel lesen.
Ansonsten, Erfahrungswerte sind was tolles, die kriegt man natürlich
nicht aus Büchern.
Wenn man sich eine Schaltung ausdenkt ist man ja stets versucht
anzunehmen, man wäre der erste mit der Idee.
Ist man aber nur selten, deswegen sehe ich mich auch gerne bei anderen
Leuten um, aber in aller Regel erst wenn mein Versuch spektakulär
gescheitert ist und dann auch nicht ohne die Frage im Hinterkopf, was
die anderen besser gemacht haben.
Hallo Andreas.
> Darum sollte man seine Informationen auch mit Bedacht und vor allem> Verstand sammeln, sonst könnte man auch gleich die Bibel lesen.
Richtig. Auch in Lehrbüchern stehen oft gewaltige Klöpse.....
Desweiteren werden oft Annahmen gemacht, die nirgendwo Begründet sind.
Meist sind die durchaus richtig, haben aber nur einen beschränkten
Gültigkeitsbereich. Wenn man das ganze mit deutlich anderen
Randbedingungen nachmacht, treten dann dort Probleme auf.
> Ansonsten, Erfahrungswerte sind was tolles, die kriegt man natürlich> nicht aus Büchern.
"Erfahrungen" in der Fornm sind schwer zu vermitteln. Die wenigsten
Fachbuchauthoren haben auch diese Intention. Einige könnten es aber
durchaus besser, als sie es machen.
Der Grund, warum sie es nicht machen, sind die ganzen "Wenn" und "aber",
die es bräuchte, um korrekt zu sein, und die den Text aufblähen würden,
und vom lesen abschrecken würden.
Sie würden es wohl oft trozdem machen, wenn sie vom Verlag nicht was auf
die Finger bekämen. Der Verlag ist der, der auf den kommerziellen Erfolg
achtet. Weil die leben davon. Der Author bekommt meist weniger als einen
Euro pro Buch. Bei vieleicht einigen hundert bis tausend verkauften
Büchern und dem Zeitaufwand wäre er finanziell gesehen besser putzen
gegangen.
Aus diesem Grund werden eben viele Fachbücher eben zur eigenen
Profilierung/Werbung von Arbeitslosen oder auch ganz aus Spass
geschrieben. Oft sind es auch Pensionäre. Was ein weiteres Problem
aufzeigt: Pensionäre (und Arbeitslose) sind vom aktuellen
Informationsfluss meist abgeschnitten. Die Informationen, die sie
liefern, ist daher partiell oft veraltet.
> Wenn man sich eine Schaltung ausdenkt ist man ja stets versucht> anzunehmen, man wäre der erste mit der Idee.> Ist man aber nur selten,
Richtig. Wenn doch, ist es für mich ein fast untrügliches Inditz, das
ich auf dem Holzweg bin. :-) Trozdem ist es lehrreich, den Holzweg etwas
langzugehen.
> deswegen sehe ich mich auch gerne bei anderen> Leuten um, aber in aller Regel erst wenn mein Versuch spektakulär> gescheitert ist und dann auch nicht ohne die Frage im Hinterkopf, was> die anderen besser gemacht haben.
Richtig. Ich sehe mir darum auch gerne andere Schaltungen an. Oft siehst
Du aber auch, wo bei den anderen etwas fehlt, bzw. wo Du für Deinen
Sonderfall nachbessern musst, weil Dir eben gerade das Teil von der
Stange nicht weitergeholfen hat.
Kommerzielle Produkte achten z.B. sehr auf Kosten. Darum wird viel
eingespart. Willst Du z.B. aber ein Schaltnetzteil für einen
Kurzwellenempfänger nutzen, stellst Du oft fest, das Dir das Teil mit
seinen Störungen den Empfang verdirbt. Wenn Du das Problem angehst,
wirst Du es auch gelöst bekommen, aber Dir wird auch klar sein, das Du
so ein "besseres" Produkt nicht kommerziell verwerten kannst.
Das war jetzt ein einfaches Beispiel. Es gibt aber jede Menge
weiterer...
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.dl0dg.de