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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Oszi Tasten


Autor: Henning (Gast)
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habe vor einiger zeit schonmal nach infos zu meinem "Hung Chang
OS-635" Oszi gefragt, bin aber nicht weiter gekommen. nun hab ich nen
foto, evtl. könnt ihr mir helfen: wozu sind die Tasten Reset,
normal/single und intend´d?
ich kann das gerät normal benutzen, wenn ich den modus Delay´d auswähle
wird der triggerzeitpunkt verzögert. ok, das verstehe ich und finde das
auch hilfreich. aber wenn ich intend´d auswähle fehlt (wird nich
angezeigt) ein einstellbarer bereich am linken display rand. erhöhe ich
die helligkeit kommt der signalverlauf schwach und fein hervor. als wenn
in diesem bereich nur jedes xte mal wirklich angezeigt wird. (das
eingeschobene bild) wohl gemerkt befindet sich der schreibstrahl auf
dem foto ganz an der rechten seite, ist also kein fotoproblem, sondern
sieht wirklich so aus.

der normal/single und Reset taster scheint mit dem X-Y-Betrieb zusammen
zu hängen. da hab ich allerdings nix herausgefunden :(

vieleicht hab ihr nen heißen tip, ich bin für alles dankbar :)

thx im voraus

henning

Autor: Gunter (Gast)
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Hallo Henning,

> wozu sind die Tasten Reset, normal/single und intend´d?
Du verwirrst! ;-)   Es heißt es "inten'd" = "intensified"

"single" heißt:
der Schirm wird gelöscht und das Scope wartet auf ein
Trigger-Ereignis.
Sobald dieses eintritt, wird der Strahl EINMAL geschrieben und danach
bleibt
er auf dem Schirm (aus dem Speicher). Bis auf alle Ewigkeit, oder Du
drückst

"Reset". Dann wird der Schirm gelöscht und das Scope wartet ... s.o.

"inten'd" hat nix mit x-y zu tun!

> als wenn in diesem bereich nur jedes xte mal wirklich angezeigt wird.

nö. Wird über die Z-Funktion (siehe Buchse auf der Rückseite)
gesteuert.

Dazu mußt Du den 2. Kanal einschalten !
Nur die Teile, die auf dem ersten Kanal hell-gesteuert sind, werden auf
dem
zweiten Strahl (vergrößert) dargestellt.
Auf Kanal A kannst Du Dir damit ein Detail auswählen (=hellsteuern)
und
dieses vergrößert auf Kanal B anzeigen.
Dies ist z.B. sehr nützlich, um die Steilheit von Flanken auszumessen.

Da dies aber Standard-Funktionen bei DSOs sind, kannst Du das auch
evtl.
in einem Manual eines anderen Herstellers nachlesen!

hth
Gunter

Autor: Henning (Gast)
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das klingt schonmal gut. Nur ist das kein Digital-Oszilloskope.
(oder ich habs nur noch nicht heraus gefunden... ;) hab das ding vor
einiger zeit in ebay ersteigert und schon ne weile damit gearbeitet
(hobby). aber jetz interessiert es mich doch, was das gerät noch kann.

der single modus ist also für ein einmaliges schreiben, hier beim
analog wohl eher für den Zeitbereich von 1-5sec/Kasten?

du hast recht, auf der rückseite befinden sich 2 buchsen: "Z-Axis In"
und "Y-Out"
hab grade bei hameg (pdf-handbuch) geguckt, aber leider nichts
gefunden. kannst du mir die intend funktion näher erklären? hab grad
schon probiert, aber ich find keinen dreh. hab auch leider keinen
richtigen freqgen.

>Du verwirrst! ;-)
nein, ich bin verwirrt! :)

henning

Autor: Gunter (Gast)
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Hi Henning,

"single" und "reset" gibt es IMHO nur bei Speicher-Scopes.
Analoge Speicher Scopes sind ausgestorben. Du hast ganz bestimmt
ein DSO.

Der Signalverlauf wird dann einmal gespeichert und (bis Reset) aus
dem Speicher wiedergegeben.

Wg. dem inten'd:

Du sollstest mit 2 Strahlen folgendes hinkriegen:



   |--|    *
   |  |    *
---|  |---* *    Strahl A

(* bedeuted hell)


      *
       
***       ****    Strahl B

B zeigt also den HELLEN Ausschnitt in A vergrößert.

Schau mal, ob Du ein Tektronix-Manual auftreiben kannst !

Gunter

Autor: Henning (Gast)
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Hi Gunter!

nein, ich bin mir ziemlich sicher, das es kein speicher oszi ist. ich
schätze das gerät auf 10jahre. es werden auch keine ziffern in der
anzeige gezeigt.
wenn ich über reset im single modus einen durchlauf starte läuft der
schreibstrahl einmal durch, aber dann ist auch schluss.
die einzige idee, dich ich noch hätte ist, das es das vieleicht mal
konnte, aber der speicherteil nun kaput ist.
gab es vieleicht mal analoge speicheroszis, die analog normal
funktionierten und gespeicherte daten zusätlich (digital gerastert) in
das bild eingefügt haben? klingt auch irgendwie unlogisch, weil ja auf
das Timing in der Röhre geachtet werden müsste.

bei tektronix hab ich leider keinen erfolg gehabt, weil man sich dort
hochoffiziel anmelden muss. naja, kann ich ja machen, wenn wir ohne
nicht weiter kommen.
wie kann man bei inten´d denn die breite des interessanzen bereiches
einstellen? oder ist das immer der rest zwischen der grenze hell/dunkel
bis zum strahlende?
und kannst du mir sagen, wofür die Z-Axis buchse genau ist?

henning

Autor: Chris (Gast)
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Hallo,

nach dem Bild schätze ich, daß es sich um ein ganz normales analoges
Oszi mit doppelter Zeitbasis handelt. Schon recht komfortabel, ca.
mitte 70er Jahre. Es hat zwar keine vollständige zweite Zeitbasis, aber
der Knopf "Trig Delay" hat damit zu tun. "Normal" gedrückt bedeutet
Darstellung standardmäßig nur mit der Hauptzeitbasis (oben der dicke
Knopf), "Delayed" zeigt bei sinnvoller Einstellung beider Drehknöpfe
einen horizontalen Ausschnitt aus dem Gesamtbild hellgetastet, wie auf
dem kleinen Foto, nur ist da die Einstellung nicht wirklich sinnvoll.
Mit "intend'd" erscheint dann der Ausschnitt, den man zuvor
hellgetastet gesehen hat. In der beschriebenen Reihenfolge geht man
auch beim Einstellen vor, um einen horizontalen Ausschnitt zu dehnen.


"Normal" "Single" und "Reset": Im Single-Betrieb wartet der
Strahl links auf ein Triggerereignis. Wenn dieses stattfindet, läuft er
EINMAL über das Bild, dann passiert nichts mehr, bis Du Reset drückst.
Mit Normal gelangt man wieder zum üblichen Betrieb. Hat mit
Speicherscope nicht zwingend zu tun.

Alle genannten Einstellungen wirken auf Channel-A und Channel-B
gemeinsam, sofern beide eingeschaltet sind.

Bei einem Tektronix könnte man noch alternierend das Gesamtbild und das
gedehnte gleichzeitig ansehen und dabei den "delay time multiplyer "
zehn Umdrehungen durchkurbeln....

Gruß

Autor: Chris (Gast)
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mit der Z-Achse-Buchse kann man den Strahl in der Helligkeit modulieren
und zusätzlich z.B. Zeitmarken einblenden. In 99,8% aller Fälle kommt
man aber im Hobby-Bereich ohne diese Möglichkeit aus.


Mit dem X-Y-Betrieb hat das bisher geschriebene nichts zu tun.

Gruß

Autor: Henning (Gast)
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ok, jetz hab ich´s glaub ich begriffen:
man kann das signal normal anzeigen lassen (modus normal) dann wählt
man inten´d aus und kann die grenze zwischen Hell/dunkel einstellen.
diese wird dann im modus delay´d als schreibbeginn genutzt, an der man
dann das signal untersuchen kann (zoomen kann man ja mit dem
herausziehen des potis für horziontale bildlage)

dickes danke für die antworten!

Autor: Mark Hämmerling (Gast)
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Salut,

kann bitte jemand mal kurz erklären, wie das mit der Z-Modulation
funktioniert? Habe auf der Rückseite meines Analogoszis (2-Strahl) auch
drei Bananenbuchsen: Z I, GND, Z II. Welcher Spannungspegel muß da
angelegt werden? Und muß ich dem Oszi irgendwie mitteilen, daß ich
diesen Input benutzen möchte, oder wird der in der Helligkeit immer
hinzuaddiert?
Das Oszi ist ein ungarisches Modell aus den 70ern. War ein richtig
gutes eBay-Schnäppchen. Extrem groß und schwer, und muß erst heiß
werden, damit X und Y auf Mittellage stehen (sonst muß man während des
Aufheizens ständig nachkalibrieren) :) Aber es hat alles, was das Herz
begehrt. Ebenso den Single-Shot mit Reset-Taster.

Danke für Tips,
Mark

Autor: Manfred Glahe (Gast)
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@Mark Hämmerling,

welche Spannung genau benötigt wird um den Strahl von hell bis dunkel
zu steuern  kommt auf den Scopeingang an. Du kannst aber mit einer
externen spannung (von einem regelbaren Netzteil) über einen
Schutzwiderstand von ca. 1K eine Spannung von 0 bis +/- 5-12V
üblicherweise nehmen. Dabei die Strahlintensität beobachten.

MfG  Manfred Glahe

Autor: Henning (Gast)
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die helligkeitssteuerung funktioniert bei mir. hab mich mal bis rund +8V
getraut. scheint mir allerdings, das bei mir was zwischen +/- 2,5V
gehört. also 5V amplitude.

henning

Autor: Mark Hämmerling (Gast)
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Salut,

schonmal danke für die Antworten. Wie verhält sich das jetzt mit der
Spannung? 0V = Helligkeit wie am Poti voreingestellt, <0V dunkler, >0V
heller? So in etwa? Könnte ich die Helligkeit auf 0 drehen und nur mit
pos. Spannungen arbeiten? Auch wenn's dann nicht ganz so hell wird,
wie wenn ich zusätzlich noch aufdrehe? Oder einfach Spannung am
Z-Eingang noch höher drehen, damit es volle Helligkeit erreicht? Wird
ja sicher ne Z-Diode (wie passend ;) vorgeschaltet sein, an dem
Z-Eingang.

Danke nochmals,
Mark

Autor: Henning (Gast)
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je höher die spannung, desdo heller der strahl. neg spannung hab ich
nicht probiert. aber deine logik passt schon, denke ich.
vermute die spannung, die durch das poti vorne eingestellt wird, wird
mit der spannung an der buchse addiert.
ich kann bis +2,5V gehen, wenn ich mehr drauf gebe wird das signal
nicht mehr heller

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