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Forum: Offtopic Erster Airbus aus China


Autor: Nochangestellter (Gast)
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http://www.n-tv.de/wirtschaft/meldungen/Erster-Air...

Und ein weiterer Schritt, um hier die Wirtschaft zu demontieren...

Autor: pfft.. (Gast)
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Wenn man nachher einen Airbus fuer ein Butterbrot bekommt ...

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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Die Manager hierzulande lernen es einfach nicht.

Autor: Auf_dem_Land_Wohnender (Gast)
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Gott, sei Dank, die Chinesen erretten uns ...

( Is' wohl der "Dank" dafür, dass sie unseren Premium-Zug 'Transrapid' 
steuersubventioniert angedreht bekamen ! )

Fragt sich im übrigen noch, wofür die Super-Landebahn in Hamburg
( allerdings für den "kampfwertgesteigerten" A380 / zusätzlich ca.
1 000 000 000 € netto für uns Steuer-Abgezockte ), extra für den tollen 
Neo-Bus errichtet ) überhaupt gebraucht wird ...

Vorteil, hier auf dem Lande: HAUPTSACHE, es kommt überhaupt ein
( Eier-) Bus, wenigstens einmal in der Woche ...

Autor: A. K. (prx)
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Karl heinz Buchegger schrieb:

> Die Manager hierzulande lernen es einfach nicht.

Der Zeithorizont der Manager entspricht ihrem eigenen Ertrag, nicht dem 
des Nachfolgers. Sie werden für kurz- und allenfalls noch 
mittelfristigen Erfolg bezahlt. Das haben sie sehr wohl gelernt und 
perfektioniert.

Autor: Nochangestellter (Gast)
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Karl heinz Buchegger schrieb:

> Die Manager hierzulande lernen es einfach nicht.

Die Höhe der Bezüge sind das Problem. Wenn man innerhalb von wenigen
Monaten so viel verdient, um für den Rest des Lebens sorgenfrei leben zu
können, dann wird man bei denen keine soziale Verantwortung finden.

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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Nochangestellter schrieb:
> Karl heinz Buchegger schrieb:
>
>> Die Manager hierzulande lernen es einfach nicht.
>
> Die Höhe der Bezüge sind das Problem.

Seh ich nicht so.
Das Problem ist eher, dass diese Manager nicht persönlich dafür 
gradestehen müssen, wenn ihre Firma in den Ruin schlittert.

Jeder Klein- und Mittelgewerbler sorgt dafür, dass es seiner Firma und 
seinen Arbeitern/Angestellten gut geht. Denn dann geht es ihm auch gut. 
Geht die Firma baden, hat er ein persönliches Problem.

Bei diesen Top-Managern ist das aber anders: Ist eine Firma zugrunde 
gerichtet, findet sich schon ein Aufsichtsratsposten oder eine andere 
Firma. Und in der Zwischenzeit kann man von der Abfertigung, die 
natürlich noch ausbezahlt wird auch wenn alles andere den Bach 
runtergeht, immer noch sorgenfrei leben.

Wenn diese Damen/Herren gut verdienen hab ich kein Problem damit. Aber 
sie sollen auch dafür einstehen, wenn die Firma dicht machen muss. Das 
würde ich unter der immer wieder von ihnen vorgebrachten 'großen 
Verantwortung' verstehen und nicht das vom Acker machen, wenns brenzlig 
wird.

Autor: Nochangestellter (Gast)
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@Karl heinz Buchegger:

Würden diese Manager so viel verdienen, oder auch "etwas" mehr wegen
der viel gepriesenen Verantwortung, wie Menschen, die Ihr ganzes Leben 
arbeiten müssen, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, dann würde
sich das gewünschte Verhalten von ganz alleine einstellen.

Autor: jojo (Gast)
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Verstehe nicht das Rumgehacke auf den Managern.
Über die Millionen, die Stars aus Film , Musik und Fußball kassieren 
regt sich keiner auf, obwohl die nicht mehr als (seichte) Unterhaltung 
liefern....

Oh , doch , klar da fällt mir ein: DIE sind wichtiger: Halten sie doch 
zahllose vom Langeweile- Suizid und dem nutzlosen Verbrauch fossiler , 
nichterneuerbarer Energie ab....

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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jojo schrieb:
> Verstehe nicht das Rumgehacke auf den Managern.
> Über die Millionen, die Stars aus Film , Musik und Fußball kassieren
> regt sich keiner auf, obwohl die nicht mehr als (seichte) Unterhaltung
> liefern....

Die tun aber auch keinem weh, wenn sie ihren Film, CD, Länderspiel in 
den Sand setzen. Niemand sitzt deswegen auf der Strasse, wenn Madonna in 
der nächsten Saison keine CD auf den Markt bringt.

(Das heißt nicht, dass ich einverstanden bin, wenn ein Ballkünstler 
Unsummen an Geld verdient. Aber das muss jeder Verein selbst 
entscheiden, wieviel es ihm wert ist, mehr Tore als der Gegner zu 
schiessen. Wenn so ein Verein Pleite geht, dann wird höchstens der 
Platzwart arbeitslos)

Autor: Jörg S. (joerg-s)
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"Die in der nordchinesischen Hafenstadt Tianjin gebauten A320 sind 
ausschließlich für den chinesischen Markt bestimmt. Die Teile werden aus 
Europa angeliefert und in Tianjin nur zusammengebaut."

Quelle:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,631993,00.html

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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Jörg S. schrieb:
> "Die in der nordchinesischen Hafenstadt Tianjin gebauten A320 sind
> ausschließlich für den chinesischen Markt bestimmt. Die Teile werden aus
> Europa angeliefert und in Tianjin nur zusammengebaut."

Das mag heute gelten.
Morgen sieht alles ganz anders aus.

'... um den chinesischen Markt besser bedienen zu können ...'
Bei den Kosten für ein Flugzeug fallen die Überstellungskosten von 
Europa nach China auch nicht mehr ins Gewicht.

Autor: A. K. (prx)
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Das ist der Klassiker. Die Chinesen kaufen die Flieger nur unter der 
Bedingung, dass sie die auch ein bischen bauen dürfen. Und mit dieser 
Strategie spazieren sie zu den Europäern und den Amerikanern und 
versuchen, sie gegeneinander auszuspielen. Um das zu verhindern müsste 
man ein Kartell der Reichen gegen die Möchteauchgernreichen 
konstruieren.

Autor: K. J. (theborg0815) Benutzerseite
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Karl heinz Buchegger schrieb:
> Die Manager hierzulande lernen es einfach nicht.

Naja als ich noch bei Airbus war hies es immer das die das wissen und im 
kauf nehmen, da sieht man mal wie kurzfristig die denken des dauert 10 
jahre dann bauen die ihre eignenden Flugzeuge geht halt nur ums schnelle 
geld mehr nicht.

Autor: Gast (Gast)
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> Die Manager hierzulande lernen es einfach nicht.

Macht korrumpiert. Das ist ein völlig normales Verhalten der Spezies 
Homo sapiens. „Wer unter euch ohne Schuld ist, der werfe den ersten 
Stein.“

Es liegt an jedem einzelnen für ein ausgeglichenes Machtverhältnis 
zwischen den Individuen zu sorgen, dann passieren solche kurzfristigen, 
den persönlichen Wohlstand mehrenden Fehlentscheidungen nicht mehr.

Wer hingegen auf eine philanthropische Tat der Manager und 
Entscheidungsträger wartet, der wird entäuscht werden.

Autor: Bitte einen Namen eingeben oder einloggen. (Gast)
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@ Gast (Gast):
Blah, so ist es! Aber genau da ist das Problem und keine Lösung!

Autor: Bitte einen Namen eingeben oder einloggen. (Gast)
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Böing war nicht so blöd!

Autor: Gast (Gast)
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Was ich hier lese ist geistig klein, ganz als währe es aus der 
Bildzeitung oder von einem Politiker der Volksparteien.

Das ist Weltwirtschaft.

Lufthansa ist heute ein großer Triebwerks-Reparateur für alle 
Fluggesellschaften weil sie dem Triebwerks-Hersteller Rolls-Royce mit 
ihrer Marktmacht das Wissen abgetrotzt haben.

Rolls-Royce entwickelt  und baut in Ostdeutschland Dahlewitz die 
kleineren Triebwerke. Warum? Weil sie nur so in Deutschland verkaufen 
können.

Boing: Ihr Zukunftsprojekt B787 wird zu 80 Prozent außerhalb der USA 
gebaut. Ganze Sektionen kommen aus China.

Das Titan-Fahrgestell des Airbus 380 wird in Russland gefertigt.

Die Wertschöpfung eines Triebwerksherstellers beträgt nur noch 20 
Prozent. 80 Prozent kommt aus ganz anderen Ländern.

Autor: Nochangestellter (Gast)
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>Das ist Weltwirtschaft.
Und wo uns die Großgeistigen hingeführt haben, wissen wir ja nun!

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Nochangestellter schrieb:
>>Das ist Weltwirtschaft.
> Und wo uns die Großgeistigen hingeführt haben, wissen wir ja nun!

Das ist nichts, wo man aktiv hinführen muss - Globalisierung passiert 
einfach. Ob es mir passt oder nicht, ist dabei vollkommen unerheblich.

Preiswerte, schnelle Transporte, dazu schnelle, grenzenlose, preiswerte 
Kommunikation + Datentransfer.

Globalisierung ist an sich weder gut noch schlecht.

Ich sehe das insgesamt eher positiv und vor allem: es erweitert den 
eigenen Horizont, anderen beim Aufstieg zuzusehen und von denen auch zu 
lernen.

Wenn man die Dinge nicht direkt als böse und negativ tituliert sondern 
sich fragt "wo liegen meine Chancen?", dann eröffnen sich plötzlich 
völlig neue Perspektiven.

Dazu gibt es ein schönes chinesisches(?) Sprichwort:
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern - die 
anderen Windmühlen"

Chris D.

Autor: Irrtum (Gast)
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- Wenn man die Dinge nicht direkt als böse und negativ tituliert sondern
- sich fragt "wo liegen meine Chancen?", dann eröffnen sich plötzlich
- völlig neue Perspektiven.
Konkurs-Chancen

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Irrtum schrieb:
> - Wenn man die Dinge nicht direkt als böse und negativ tituliert sondern
> - sich fragt "wo liegen meine Chancen?", dann eröffnen sich plötzlich
> - völlig neue Perspektiven.
> Konkurs-Chancen

das passiert sicherlich, wenn man nicht reagiert :-)

Oder man schaut sich die restlichen Möglichkeiten an, ändert etwas und 
wächst und gedeiht.

Die Vogel-Strauss-Taktik hilft gegen Globalisierung nicht wirklich ...

Chris D.

Autor: Nochangestellter (Gast)
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Aha, dann nennt mir doch mal einige dieser neuen Perspektive.

Autor: Beobachter (Gast)
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Positiv denken, Marktnischen erkennen und einen Bring- und Hol- Service 
für Mittelmeer-Pizzas aufmachen [ Zurück- "Ho(h)l"-Service ist für die 
Kundenzufriedenheit zwingend notwendig ] !

Selbst unser homogamer Wowereit, der letzte verbliebene 
Arbeiternehmervertreter ( -verräter ) der gesamtdeutschen Hauptstadt
stellt ja ganz zwanglos fest, dass die gross-deutsche Wirtschaft nur 
dann zu erretten ist, wenn die wahl-entscheidende Unterschicht der 
Gesellschaft endlich die Chance bekommt, ihre immensen 
Kaufkraft-Reserven rund um die Uhr in den Wirtschaftskreislauf 
zurückzuführen !

[( Wie dann die 400-€-"Angestellten" (-Sklaven/innen, nach 
12-Std.-Schicht, morgens um vier gefahrlos nach Hause kommen, mag ja 
derzeit in Berlin noch machbar sein ... )]

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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Chris D. schrieb:

> Wenn man die Dinge nicht direkt als böse und negativ tituliert sondern
> sich fragt "wo liegen meine Chancen?", dann eröffnen sich plötzlich
> völlig neue Perspektiven.

An diesem einen konkreten Beispiel ist die einzige Perspektive, die ich 
sehe, dass wieder mal Hoch-Technologie in ein Billiglohnland 
verscherbelt wird, in Europa die Flugzeugbauer eine erklekliche Anzahl 
Leute auf die Strasse setzen müssen und sich Top Manager für ihren 
kurzfristigen wirtschaftlichen Erfolg auf die Schulter klopfen und ein 
paar Milliönchen Provision einstreifen.

Ach ja, und dann seh ich noch die Perspektive, dass Flugzeugunglücke in 
Zukunft zunehmen werden. Zumindest dann, wenn die Chinesen ihre 
Flugzeuge auch so sorgfältig bauen, wie den restlichen Ramsch, den sie 
nachbauen. Bis jetzt hab ich noch nicht sehr viel "made in China" 
gesehen, was mich vom Gegenteil überzeugen würde.

Aber Gott sei Dank ist es ja noch nicht so weit. Erst mal dürfen sie nur 
Fertigteile zusammenbauen. Das durften die Japaner früher bei 
"Elektronik made in USA" auch.

Autor: Gast (Gast)
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Wenn die Flugzeuge so "gut" sind wie ihre Autos, dann fange ich heute 
noch an mir einen Bunker zu bauen... :(

http://www.youtube.com/watch?v=-9RbZyrJQ4g

Autor: A. K. (prx)
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Karl heinz Buchegger schrieb:

> Aber Gott sei Dank ist es ja noch nicht so weit. Erst mal dürfen sie nur
> Fertigteile zusammenbauen. Das durften die Japaner früher bei
> "Elektronik made in USA" auch.

Wobei die Japaner nicht wirklich für Ramsch bekannt sind, auch anfangs 
nicht lange waren. Allerdings geht den Chinesen m.W. der japanische Sinn 
für Perfektionierung ab.

Aber bei den Flugzeugen darf man gespannt sein. In diesem Sektor ist die 
öffentliche Sensibilität etwas grösser als bei Klamotten und Elekronik. 
Wahrscheinlich auch in China selbst, aller Zensur zum Trotz. Denn zu 
Allererst erwischt es sie selbst und wenn dann nach etwas seltsamer 
Milch und ähnlichen Skandalen reihenweise die Vögel vom Himmel fallen 
macht sich das auch im Innern nicht so gut.

Autor: Beobachter (Gast)
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> "Globalisierung ist an sich weder gut noch schlecht."

Aber unser reales Wirtschafts-System hat praktisch die alleinige
( kapitalistische, d.h. u.a. medien- usw. ) Macht, die Richtung eben
dieser "Globalisierung" zu bestimmen.


> Oder man schaut sich die restlichen Möglichkeiten an, ändert etwas und
> wächst und gedeiht.
> Die Vogel-Strauss-Taktik hilft gegen Globalisierung nicht wirklich ...

Was geschieht dann mit denen, die das eben nicht auf die Reihe bekommen, 
auf deren Rücken sich das sozial-darwinistische "Wachstum" der 
Durchblick-Profis aufbaut ?

Sollen diese Versager dann alle verrecken oder irgendein Unterschichten- 
Reservat zugeteilt bekommen ( solange ihre Wählerstimmen noch gebraucht
werden ) ?

Ist DAS dann unsere "christ"-soziale, "christ"-demokratische, 
freiheitlich-liberale, spezialdemokratische Option ?

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Beobachter schrieb:
>> "Globalisierung ist an sich weder gut noch schlecht."
>
> Aber unser reales Wirtschafts-System hat praktisch die alleinige
> ( kapitalistische, d.h. u.a. medien- usw. ) Macht, die Richtung eben
> dieser "Globalisierung" zu bestimmen.

Ja, das ist leider so - man muss dem Kapitalismus natürlich 
entsprechende Rahmenbedingungen geben, damit er kontrollierbar bleibt. 
Nichts anderes ist ja unsere soziale Marktwirtschaft (gewesen?).

Besonders wichtig ist es, den Wert des Geldes zu vermindern. "Der Teufel 
scheisst immer auf den größten Haufen" ist eines der Hauptprobleme.

> Was geschieht dann mit denen, die das eben nicht auf die Reihe bekommen,
> auf deren Rücken sich das sozial-darwinistische "Wachstum" der
> Durchblick-Profis aufbaut ?

Dafür müssen Regeln geschaffen werden - aber auch da muss man aufpassen, 
dass man die Behäbigen nicht mit echten Verlierern zusammenwirft.

Das einzig Konstante ist in dieser Zeit die Veränderung - jeder wird 
gezwungen sein, sich wieder und wieder anzupassen - wer das nicht tut, 
wird Nachteile erleiden. Wer schneller, pfiffiger, fleissiger ist, wird 
Vorteile haben.

> Sollen diese Versager dann alle verrecken oder irgendein Unterschichten-
> Reservat zugeteilt bekommen ( solange ihre Wählerstimmen noch gebraucht
> werden ) ?

Auch dort werden völlig neue Lösungen gefunden werden müssen - das 
bedingungslose Grundeinkommen ist zumindest ein Vorschlag. Ob es der 
Richtige ist, weiss ich leide rnicht. Aber ich wäre schon froh, wenn 
überhaupt mal das ernsthafte Interesse seitens der Politik bestünde, 
radikale Lösungen anstatt Flickwerk zu diskutieren.
Solange aber Wahlkampf statt vernünftiger Entscheidungen regiert, sehe 
ich da schwarz.

> Ist DAS dann unsere "christ"-soziale, "christ"-demokratische,
> freiheitlich-liberale, spezialdemokratische Option ?

Diese Parteien sind für mich nicht (mehr) wählbar.
Sie haben keine Lösungen sondern sie sind Teil des Problems.

Ich werde eine Partei mit klarem, kurzen Wahlprogramm wählen, eine 
Partei, in der jeder mitbestimmen kann, welche Programmpunkte 
aufgenommen werden und eine Partei, die unseren Rechtsstaat auch 
vertritt und nicht weiter aushöhlen will.
Du darfst raten, welche Partei das ist :-)

Chris D.

Autor: Beobachter (Gast)
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Hallo, Chris D.:

> "Du darfst raten, welche Partei das ist :-)"

Fällt mir nicht so schwer, auch :-)

Autor: gast (Gast)
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> Oder man schaut sich die restlichen Möglichkeiten an, ändert etwas und
> wächst und gedeiht.
> Die Vogel-Strauss-Taktik hilft gegen Globalisierung nicht wirklich ...

Soll der 400Eur-Leiharbeiter eine globalisierte Ich-AG gründen und 
Outsourcen? ;P

Autor: Irrtum (Gast)
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> Oder man schaut sich die restlichen Möglichkeiten an, ändert etwas und
> wächst und gedeiht.
> Die Vogel-Strauss-Taktik hilft gegen Globalisierung nicht wirklich ...

... die "Du bist Deutschland"-Taktik, die Du vorschlägst, wird auch 
nicht weiterhelfen.

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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gast schrieb:
>> Oder man schaut sich die restlichen Möglichkeiten an, ändert etwas und
>> wächst und gedeiht.
>> Die Vogel-Strauss-Taktik hilft gegen Globalisierung nicht wirklich ...
>
> Soll der 400Eur-Leiharbeiter eine globalisierte Ich-AG gründen und
> Outsourcen? ;P

Alles ist besser, als die Augen vor den Veränderungen zu verschließen.

Wenn er eine Nische findet - warum nicht? :-)

Aber: Natürlich ist der gesamte Fortschritt letztendlich darauf 
ausgelegt, menschliche Arbeiten überflüssig zu machen, d.h. es gibt 
immer weniger Arbeit, die zu tun ist.

Auf dieses "Problem" (eigentlich ist es ja schön, wenn man weniger 
arbeiten muss) muss langsam mal reagiert werden - ansonsten sind 
soziale Unruhen vorprogrammiert.

Das bedingungslose Grundeinkommen wäre da wohl geeignet - vielleicht 
nicht einmal in Geldform sondern in Naturalien.

Ein schwieriges Thema ... mir fehlen da auch noch Ideen.
Aber Fakt ist: es wird sich etwas ändern müssen.

Es hilft auch nicht, auf die bösen Reichen einzuschlagen - die sind nur 
die Kehrseite der Medaille.

Chris D.

Autor: Yada (Gast)
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Wer die wirtschaftlichen Probleme angehen will, muss erst mal die Fakten 
akzeptieren - das wird aber von der breiten Masse gleich als 
menschenverachtend abgetan. Jahrzehnte der Umverteilung haben nichts 
gebracht als nur noch mehr Arbeitslose und ein immer mehr ausuferndes 
Sozialsystem, das den wirklich Hilflosen schon lange nicht mehr helfen 
kann. Woher neue Arbeitsplaetze kommen sollen, wenn den Wohlhabenden 
immer mehr Geld ohne Gegenleistung abgezapft und den Armen immer mehr 
Geld ohne Gegenleistung zugesteckt wird, kann keiner erklaeren. Die wage 
Theorie, irgendwann muesste die Binnenachfrage gestaerkt werden, ist 
geradezu hanebuechen: Ein Blick in den typischen Einkaufskorb des 
Proletariats zeigt, dass jeder Euro mehr direkt in Ramsch aus 
Billiglohnlaendern fliesst. Der naechste Blick sollte auf die 
Import-/Exportbilanz Deutschlands geworfen werden: Was vom bewegten 
Vermoegen her ausgeglichen aussieht, wirft ein fatales Bild ab, wenn es 
um die Jobbilanz geht. Denn Export wird in erster Linie High-Tech, was 
im vergleich zum importierten Low-Tech sehr wenig Arbeitsplaetze (dafuer 
natuerlich hoeher qualifizerte) benoetigt. Durch die 
Vermogensumverteilung wird dieser Effekt offensichtlich extrem 
gefoerdert. Die Loesung liegt in der Umkehrung der Umverteilung. Die 
Wohlhabenden duerfen das Geld nicht ohne Gegenleistung abgezogen 
bekommen, sie muessen es ausgeben. Und die Wohlhabenden sind es auch, 
die im Binnenmarkt hochqualitative Waren und Dienstleistungen 
nachfragen, was eben auch Binnenjobs foerdert. Am werden die Armen nicht 
reich (das werden sie auch bei aller Umverteilung nicht), aber sie haben 
die Moeglichkeit sich ihr Geld mit anstaendiger Arbeit zu verdienen.

Ein ganz einfaches Beispiel: In frueheren Zeit gehoerte ein akademischer 
Doppelverdienerhaushalt zum wohlhabenden Buergertum und hat mindestens 
eine Haushaelterin beschaeftigt. Heute zahlt so ein Haushalt gut 40% 
Einkommenssteuer, kann sich keine Haushaelterin leisten - die sitzt 
arbeitslos zuhause und bekommt Stuetze. Dank der Umverteilung gibt es so 
nur Verlierer.

Autor: Tommi Huber (drmota)
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Wie hoch war eigentlich die Arbeitslosigkeit in der DDR. Hatte die 
Machthaber ihre Genossen darüber glaubhaft informiert.

Aber ich schätze mal dass sie nicht sehr hoch war und verhungert werden 
auch nicht viele sein. Vielleicht wäre eine totale Abschottung der 
Grenzen gar nicht so schlecht. Oder wenn keiner mehr die DDR2 will 
vielleicht extremste Strafzölle auf Chinaramsch und indischen 
Softwaremurks.

Dann würden die Firmen mit ihren abgezogenen Produktionen ganz schnell 
wieder in Europa heimisch werden. So eine Produktionsstätte ist in 5 
Monaten wieder einsatzbereit.

Es sollte also meherer in sich geschlossene Wirtschaftsräume geben, wo 
die Lohnkosten als Hauptunterscheidungsmerkmal gelten.

Die Chinesen sollen ruhig ihre Billigfliegerbauen aber dann nur Chinesen 
reinsetzen. Aber sollten sie auf die Idee kommen die an Europäer zu 
verkaufen ja dann 5000% Strafzoll.

Dann werden die Schlitzaugenprinzen und deren globalen Sklaventreiber 
sehr blöd schauen und die Arbeitslosigkeit in Europa würde gegen Null 
fahren.

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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@Yada:

Eine interessante Idee, quasi ein Unternehmerstatus für alle:

Wer sein Geld ausgibt, kann dieses entsprechend als "Betriebsausgabe" 
steuerlich geltend machen. Nur gespartes (z.B. angelegtes) Geld muss 
versteuert werden.

Hmm, darüber und über die Auswirkungen sollte man wirklich nachdenken.

Chris D.

Autor: Arno H. (arno_h)
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Experimente dazu gabs schon:
http://www.google.de/search?hl=de&q=Freigeld&btnG=...

Arno

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