Phasenanschnitt mit induktiver Last

Gast #1311200
Lesenswert?
• ▲
▼
Hi,
ich hoffe ihr könnt mir bei einem Verständnisproblem helfen. Ich möchte 
einen Elektromagneten ansteuern. Das Teil zieht bei 24V ca. 5A Strom. 
Von einer linearen Regelung habe ich aufgrund des schlechten 
Wirkungsgrades abgesehen, da ich z.B. manchmal mit nur 50% arbeiten 
möchte. Folglich bleibt nur Phasenanschnitt oder PWM. Als Eingangsgröße 
habe ich 24VAC und damit wäre ich wohl bei der Phasenanschnittsteuerung, 
da ich bei PWM sonst Schwierigkeiten mit der Leistungsregelung hätte.
So dachte ich an eine Vollbrücke mit Thyristoren oder Leistungs-MOSFETs 
und frage mich nun, in wie weit mir die Induktivität Schwierigkeiten 
machen könnte. An einer reinen Wechselstromquelle hinkt ja der Strom um 
90° hinterher. Wenn ich nun eine über die H-Brücke gleichgerichtete 
Spannung mit vollen Halbwellen habe, erwarte ich, dass der Strom nicht 
ganz synchron mit dem Spannungsverlauf ist und nie auf 0 runtergehen 
wird, sondern in einem bestimmten Bereich leicht hin und her pendeln 
wird. Wo ich nun Schwierigkeiten habe ist der Moment, in dem ich mit dem 
Phasenanschnitt beginne. Das Weitertreiben des Stromes wird durch das 
Sperren bis zum Zündmoment unterbunden, was wohl eine gegenläufige 
Induktionsspannungs zur Folge haben würde. Wie entstöre ich das dann am 
besten. Ich kann schlecht eine superschnelle Diode Parallel hängen, da 
ich den Magneten gerne umpolen können würde. Oder sehe ich das falsch 
und ich hätte nur im Moment des umpolens ein Problem?

Lars
Gast
Lesenswert?
• ▲
▼
Ok, Thyristoren schalten erst nach Unterschreitung des Haltstromes ab. 
Insofern hätte ich mich wohl nur daraum zu kümmern, dass wenn ich den 
Magneten umpole ich vorher eine Halbwelle abgewartet habe. Oder gäbe es 
da noch etwas zu beachten?
Mich intressiert eigentlich der theoretische Fall, wenn ich die Brücke 
mit MOSFETs aufbauen würde. Hier wäre ich selber für das Ausschaltmoment 
verantwortlich, was wohl eine aufwendigere Schaltung mit sich bringen 
würde. Allerdings ärgert mich gerade, dass ich diesen Fall nicht ganz 
nachvollziehen kann. So wie ich das sehe, müsste ich wohl den Strom 
messen, und erst bei dessen Nulldurchgang abschalten auch wenn dann 
Zeitweise eine Spannung falscher Polarität anliegen würde. So weit alles 
richtig?

Hm jetzt wo ich das geschrieben habe, leuchtet mir das soweit ein, wenn 
ihr meine Vermutung bestätigen könnt wäre ich ganz dankbar :)

Lars

Antwort schreiben

Eine eigene Frage? Dieser Thread ist über 17 Jahre alt. Stell sie in einem eigenen Thread – dort lesen mehr Leute mit, und sie wird öfter und schneller beantwortet.

Neuen Thread starten

Eine Lösung, Ergänzung oder Rückmeldung zu diesem Thread? Dann antworte hier.

Formatierung
  • [c]C-Code[/c]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] – Link zu einem Artikel
  • Verweis auf einen anderen Beitrag: Rechtsklick auf dessen Beitrags-ID (#8078628), „Adresse kopieren“, in den Text einfügen

Mehr zur Formatierung

Längeren Sourcecode als Anhang, nicht in den Text. JPG nur für Fotos und Scans; Zeichnungen und Screenshots als PNG oder GIF. Siehe Bildformate.

Schon registriert? Anmelden

Wird nicht angezeigt. Wir schicken dir einen Link; sobald du damit bestätigst, erscheint dein Beitrag.

Mit dem Abschicken legst du einen kostenlosen Account an und erkennst die Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung an.