Hallo zusammen,
ich hab eine Eingangsspannungsbereich für meine Elektronik von 9V bis
16V. Ich brauche eine Spannung von ca. 14V bei einem Spitzenstrom von
1,8A. Im Mittel wird der Strombedarf bei ca. 0,8A liegen.
Was ist für solch einen Anwendungsfall ein gutes Konzept um einerseits
nicht zuviel Verlustleistung zu haben und andererseits natürlich
möglichst kostengünstig zu sein:
- Sepic Schaltregler
- Step up auf ca. 18V und dann Step down auf 14V
- Step down auf ca. 7V und dann Step up auf 14V
- ???
Tobias
Evtl ein Inverter. Der dreht zwar die Polarität deiner Ausgangsspannung
im Verhältnis zum Eingang um 180° aber dafür kann der Wandler Step-UP
und auch Step-Down. Zudem kommst du mit wenig Bauteilen hin. Der
Wirkungsgrad ist allerdings nicht so gut wie bei einem guten Cuk oder
SEPIC-Wandler.
Gruß
Mandrake
> Warum dann nicht gleich Sepic?
Wenn du das schlechteste bauen willst, was denkbar ist, kann man das
machen. Manche bauen auch Howland-Stromquellen oder
Instrumentenverstärker aus einem Op.
Klüger waere es, gleich vernünftige Rahmenbedingungen zu schaffen.
Wer unbedingt eine Spannung inmitten der möglichen Eingangsspannung
haben will, obwohl es nicht so genau darauf ankommt, der schiesst sich
halt selbst ins Knie.
Ein normaler Aufwaertswandler macht aus 16V (weil er abschaltet) 15.2V
weil ein Diodenspannungabfall hinzukommt. Wenn man noch mal ordentlich
nachdenkt, tut es also sicher ein StepUp. Das schont Geldbeutel und
Bauteilkiste.
another Tobias schrieb:
> Mhhh. Cuk Wandler, jetzt wirds langsam interessant :)> Der Cuk stellt im hier vorliegenden Fall wohl die optimale Topologie> dar.
Also soviel ich weiß, dreht der Cuk-Wandler die Polarität der
Ausgangsspannung um. Das war ja so nicht gewünscht.
Ich würde auch einen SEPIC vorschlagen.
> Weil manche leute alles nachlabern was sie mal
irgendwo aufgeschnappt haben...
Besser sich erinnern, was man schon mal gehört hat, als völlig
uninformiert schlechte Vorschläge zu machen.
Sepic braucht:
- Einen hochbelasteten Kondensator, zusaetzlich zu den beiden Siebelkos
vorne und hinten.
- 2 Spulen statt 1
- Erzeugt Stoerungen wie ein Flyback
- Hat Verluste durch Diode und Transistor in Leitrichtung
Und das allerbeste: Man braucht ihn so gut wie nie, meistens tut es ein
invertierender Regler wenn man ein wenig nachdenkt. Und selbst wenn es
ein invertierender nicht tut, käme man mit einfacher Topologie und einem
TRAFO (2 Wicklungen auf einem Kern, auch Ringkern) statt Spule (1
Wicklung) hin und braucht IMMER NOCH KEINEN Sepic. Der punktet also nur,
wenn man zu dumm zum Spulenwickeln ist und nur Drosseln in der
Bastelkiste hat. Er hat keine Vorteile. Er war nur mal ein akademischer
Witz.
Hmm, da scheinen die Meinungen ja sehr auseinander zu driften.
@MaWin
Deinem Vorschlag mit dem Trafo kann ich nicht ganz folgen. Kannst du den
mal näher erläutern. Ich hab doch Gleichspannung. Was will ich da mit
einem Trafo.
> Ich hab doch Gleichspannung. Was will ich da mit einem Trafo.
Man baut natürlich einen Schaltregler, nur nimmt man die
Ausgangsspannung nicht an Ende der Spule ab, sondern nimmt an Stelle der
Spule einen Trafo mit einer Sekundärwicklung. Man baut also das, was als
netzgetrennter Flyback bekannt ist. Eingang und Ausgang ist dabei aber
nicht galvanisch getrennt (weil ja FEDDBACK erhalten bleibt) aber es
kann beliebig hoch- oder runtertransformiert werden. Es tut sogar eine
Spule mit einer Anzapfung, also genau so viele Bauteile wie im Step-Up
Fall. Es gibt keinen Grund, den bauteilaufwändigen und schlechten Sepic
zu bauen.
Man könnte auch einen cuk mit Übertrager nehmen um die spannung
umzudrehen, aber wenn keine speziellen Anforderungen an ripple,
pulsförmige stromaufnamhe gestellt sind nimm einfach einen flyback. den
der bauteilaufwand eines isolierten cuk2 ist einfach deutlich höher...
Also wenn man schon Flyback und SEPIC miteinander vergleicht, dann bitte
nicht auf BILD-Zeitungsniveau.
So groß wie angenommen sind die Unterschiede bei den benötigten
Bauteilen nämlich nicht. Der SEPIC braucht zwar auf den ersten Blick
zwei Spulen, diese können aber auch auf einen Kern gewickelt werden,
wodurch hierdurch kein größerer Aufwand entsteht.
Somit braucht man beim SEPIC lediglich einen zusätzlichen Kondensator,
beim Flyback hingegen benötigt man ein RCD Netzwerk (oder
vergleichbares) damit die Energie in der Streuinduktivität keine
Probleme macht.
Welcher jetzt besser ist, muss man von Fall zu Fall entscheiden, den
SEPIC nutzt man meist dann, wenn man für den Kondensator noch keinen
dicken Elko braucht.
PS: Den Buck-Boost Wandler gibts übrigens auch noch.
> PS: Den Buck-Boost Wandler gibts übrigens auch noch.
Heisst hier invertierender Regler und wurde schon angeführt.
Lies weiter deine BILD-Zeitung.
Wickelt man beim Sepic die Spulen auf einen gemeinsamen Kern, hat man
keinerlei Vorteil aus "Standardspulen", bzw. "Drosseln aus der
Bastelkiste". Damit entfällt auch der allerletze Vorteil des Sepic. Man
lässt den Kondensator (bauteilanzahlmässig) dann einfach weg und es
funktioniert immer noch.
Mit all den aneführten Alternativen also nochmal: Es gibt keine
sinnvollen Grund für die Sepic-Topologie.
>Heisst hier invertierender Regler und wurde schon angeführt.
Den meinte ich nicht, sondern den:
http://wwwlea.uni-paderborn.de/uploads/RTEmagicC_Buck_Boost_PFC_02.jpg.jpg
Den Brückengleichrichter wegdenken, ich hab nur auf die Schnelle kein
anderes Bild gefunden. Prinzipiell funktionert der genauso wie der
Inverter, allerdings ist die Spannung positiv.
>Wickelt man beim Sepic die Spulen auf einen gemeinsamen Kern, hat man>keinerlei Vorteil aus "Standardspulen", bzw. "Drosseln aus der>Bastelkiste". Damit entfällt auch der allerletze Vorteil des Sepic.
Das gilt beim Flyback aber genauso.
>Mit all den aneführten Alternativen also nochmal: Es gibt keine>sinnvollen Grund für die Sepic-Topologie.
Das haben andere zum Glück schon mal etwas genauer analysiert.
http://www.planetanalog.com/showArticle.jhtml?articleID=165600702
Klar kann ich mir auch selbst in die Tasche lügen, aber ich mache es
nicht so dreist. Der Artikel schreibt selber "Component dissipations are
similar for both circuits" (also Verluste und somit Wirkungsgrad
derselbe) "except for the output diode and snubbers" und die haben die
sich selbst gebaut: Deren Sepic verwendet eine Schottky-Diode die mit
0.5V angesetzt ist, der Flyback eine normale Diode mit 1V angesetzt.
Klar sind dann die Verluste höher. Da mussten sie sich aber fett in die
Tasche lügen, damit sie die verdrehte Lobbyaussage hinbekommen, und die
Spule auf maximale Streuinduktivität bei minimler Nutzinduktivität
hindrehen.
> http://wwwlea.uni-paderborn.de/uploads/RTEmagicC_B...
2 Dioden, 2 Transistoren, beide Verluste, ebenfalls akademische
Schaltung.
> Deren Sepic verwendet eine Schottky-Diode die mit 0.5V angesetzt ist, der> Flyback eine normale Diode mit 1V angesetzt.> Klar sind dann die Verluste höher
Sorry, aber da lügst du dir einen in die Tasche. Liest man die
Datenblätter der verwendeten Dioden MURS320T3 und MBRS360, stellt man
fest, das beide Dioden bei den angegebenen Strömen gleiche VF haben.