Erklärt es mal einem Doofen: Deutschland hat viele Schulden, die USA
auch, es werden immer mehr.. auch viele andere Staaten sind verschuldet.
Wer sind denn dann die großen Gläubigerländer? China? Russland? Oder wer
ist der große Zinskassierer?
Ich meinte das Ganze schon etwas globaler, die Bank gehört ja
letztendlich auch jemandem. Ist es wahrscheinlich, daß Deutschland
hauptsächlich bei seinen eigenen Bürgern Schulden hat? Oder eher bei
anderen Ländern?
Großer Gläubiger?
...die Masse an sich.
Jeder bekommt Zinsen von der Bank, Staatsanleihen, Bundesschatzbriefe,
...
Ansonsten sehe ich das system so:
A verleiht an B, B an C, C an D, ..., X an A.
nur natürlich etwas zersplittet.
C leiht einen teil an D, einen Teil an M, ...
Na gibt es denn den etwas konsolidierten Blick? Also mal angenommen:
Alle Staatsschulden von Deutschland haben deutsche Gläubiger - dann wäre
das dem Ausland egal. Aber wenn ein Land auf Pump lebt, also mehr
Schulden im Ausland hat, dann sollte der Saldo negativ sein.
Wie sähen diese Salden weltweit aus? Wer wäre im Plus und wer in den
Miesen?
Ja, das ist die Sicht für die USA. Was ich meine, ist ein weltweit
konsolidierter Blick - also z.B. hat Deutschland Staatsschulden, ist
aber gleichzeitig auch Gläubiger - Wieviel bleibt bei jedem Land übrig,
wenn man Staatsschulden minus vergebene Kredite ins Ausland berechnet?
Deutschland hätte dann zwar erhebliche Staatsschulden, aber wir würden
nicht ganz so schlecht dastehen, weil wir ja auch Kredite vergeben
haben. Also im Ergebnis einiges unter Null. Ein Erdöl exportierendes
Land hat sicher weit über Null.. Gibt es so eine Übersicht?
Frag mich mal wie die Tilgung und die Zinsen solcher Schulden geregelt
sind.
Deutschland hätte bestimmt weniger Schulden wenn es weniger verleihen
würde... Warum verleiht das arme kleine Deutschland an das große reiche
Amerika?
Finde ich ja interessant, dass die USA sich bei China soviel pumpen
müssen.
Also die Länder sind alle Kumpels. Manche sind chronisch pleite und
borgen sich was, andere verborgen denen was. Statt zurückzuzahlen,
kaufen sich die ersteren vom Geld der Gläubiger Waffen und halten sie
damit in Schach.. und die Gläubiger tun was dagegen? Sie haben ja auch
viel weniger Geld, das meiste haben sie verborgt..? Funktioniert das so?
Wichtig ist nicht wo der Staat seinen Schulden hat, sondern die Tatsache
das jeder von der Bundesbank ausgegebene Dollar oder Euro als Kredit
vergeben wird und mit Zinsen zurückgezahlt werden muss. Da die Zinsen
die ausgegebene Geldmenge übersteigen, muss kontinuierlich Geld gedruckt
werden was zu Inflation und Schulden führt. Es ist also gar nicht
möglich das alle ihre Schulden tilgen können. Unterm Strich sorgt dieses
System dafür, dass das Geld bzw. der Reichtum permanent von unten nach
oben verteilt wird. Es wird also immmer mehr Arme und immer weniger
Reiche geben was letztendlich zu Chaos und Aufständen führen wird.
Da die USA den Dollar als Leitwährung hat und zahlreiche Länder diesen
als Bankreserve verwenden, sind sie die grössten Nutzniesser des
Systems. Durch das Einlagern des Dollars wird der Wert weiter
(verzögert) gestützt und die Geldmenge im Markt verringert. Dadurch
können die USA permanent weiter Geld ohne Gegenwert drucken, bis das
System in einem Schuldenberg zusammenbricht.
http://video.google.com/videoplay?docid=1338572241371195960http://video.google.com/videoplay?docid=1352552668588051041
>Wichtig ist nicht wo der Staat seinen Schulden hat, sondern die Tatsache>das jeder von der Bundesbank ausgegebene Dollar oder Euro als Kredit>vergeben wird und mit Zinsen zurückgezahlt werden muss.
Irgendwoher muss das Geld aber kommen. Es ist ein immaterieller Wert
kommt daher auch aus dem nichts. Daran ändert auch ein Goldstandard
nichts, er dient nur zur Beruhigung das es einen Gegegenwert gibt
>Da die Zinsen die ausgegebene Geldmenge übersteigen, muss kontinuierlich>Geld gedruckt werden was zu Inflation und Schulden führt.
Das ist nur durch die Schuldenmacherei der Regierungen so. Wenn die
Geldmenge zu groß wird kann z.B. die EZB diese jederzeit verringern.
Rein praktisch läuft das über Zinshöhe und Laufzeit, wie bei jedem
anderen Kredit.
Das ist ein absolut simpler Mechanismus der Angebots- und
Nachfragesteuerung des wohl einzigen nur von Menschen gemachten
Produktes. Der Fetisch drumherum hängt auch mit dem Glauben der Leser
zusammen das Geld mehr als diese simple Ware ist.
>Es ist also gar nicht möglich das alle ihre Schulden tilgen können.
Eine Milchmädchenrechnung. Geld hat immer eine Gläubigerseite. Keine
Schulden = Geldmenge 0.
>Unterm Strich sorgt dieses System dafür, dass das Geld bzw. der Reichtum>permanent von unten nach oben verteilt wird.
Das ist eine Frage von Machtverhältnissen und Gesetzgebung. Ein
Naturgesetz ist es nicht. Die Arbeitnehmer haben sich durch Staat und
"Kapital" flankiert durch das Trommelfeuer der Verdummungsmedien die
Butter vom Brot nehmen lassen. Da liegt der Hund begraben. Niemand ist
gezwungen einen Kredit aufzunehmen. (Wer ihn zum Verzehr braucht kriegt
sowieso nichts).
Das die Regierungen alles tun um die Schulden nicht zurückzuzahlen
(schließlich versickert es Hauptsächlich im Staatskonsum, der Rest wird
für Wählerkauf ausgegeben und für sog. Investitionen ist nichts mehr
da) steht auf einem anderen Blatt. Ein "System" ist dafür nicht
verantwortlich.
In spätestens 5 Jahren ists eh geschafft, da gibts dann die
Währungsschnitte - auch Reset genannt, wie schon seit
Jahrhunderten/Jahrtausenden gewohnt.
"Papiergeld kehrt früher oder später zu seinem inneren Wert zurück -
Null." (Voltaire 1694-1778)
Der Pöbel wird damit komplett zwangsenteignet und fängt wieder bei Null
an.
Daß das System so ungewöhnlich lange durchgehalten hat, ist nur den
wirtschaftlichen Quantensprüngen und dem enormen Wachstum zu verdanken.
Das ist aber aus diversen Gründen vorbei.
Unsere Rente, wenns die bis dahin überhaupt noch gibt, wird nicht in
Euro ausgezahlt werden.
Wird interessant, falls dann die Foren noch bestehen, die Geschichte
chronologisch zurück zu verfolgen und dieses ganze dumme Geschwätz à la
"Nein, wir haben keine Krise, nein wir haben kein Verteilungsproblem,
nein wir haben kein Ressourcenproblem, wir können immer stetiges
Wachstum erzeugen, nein das kapitalistische System mit allem Drum und
Dran ist das beste Wirtschaftssystem...., das System benötigt keine
Kredite und keine Nachschuldner..........."
mit den neuen Währungen in der Hand zu begutachten.
> In spätestens 5 Jahren ists eh geschafft, da gibts dann die> Währungsschnitte - auch Reset genannt, wie schon seit> Jahrhunderten/Jahrtausenden gewohnt.
Glänzende Idee! Da gibt es natürlich Freigrenzen. Alles unter einer
Summe x (über die wird noch zu verhandeln sein) an Privatvermögen wird
eingezogen und damit Schulden getilgt. Dann wäre die Staatsverschuldung
ruckzuck auf 0 zurückgefahren. Nur wird die Kapital besitzende Schicht
in Deutschland dann Zeter und Mordio schreiben. DASS wird ein Spass ..
:)
mal so nebenbei:
Als Kinder haben wie gesagt:
"Das der dritte Weltkrieg von den Chinesen
gewonnen wird! Sie werden uns einfach überrennen."
So ganz falsch lagen wir ja nun nicht, wenn man sich mal die
Gläubiger der USA ansieht.
>Nur wird die Kapital besitzende Schicht>in Deutschland dann Zeter und Mordio schreiben. DASS wird ein Spass ..>:)
Die wirklich großes Kapital besitzen, werden und tauschen schon ihre
Kohle in Sachgegenstände oder kaufen Infrastruktur. Bevor es die
Währungseinschnitte geben wird, geht eh eine gewollte großzügige
Inflation voraus. Die USA sind schon damit im vollen Gange, bei der EZB
geht es bis jetzt noch verhalten voran.
Das ist der einzige Weg, um überhaupt noch ein paar Jahre über die
Runden zu kommen. Denn man kann die Steuern nicht beliebig erhöhen ohne
dass das Wirtschaftswachstum vollendens zum Erliegen kommt. Man kann
auch nicht die Ausgaben beliebig z. B. im Sozialen beliebig
runterkürzen, weil es sonst einen Wilden Westen reloaded gibt oder man
muss eine brutale Diktatur ohne Gnade einführen. Der bequemste Weg ist
das Geld heimlich und leise zu drucken. Bis die Inflation dann Fahrt
gewinnt dauert dann noch etwas.
Irgenwann schreit dann keiner Zeter und Mordio mehr sondern fleht
geradezu um eine neue Währung. Alternative wäre, das Geld dort
abzuschöpfen, wo es sich seit Jahren unverdient in Milliardenhöhe
angesammelt hat. Aber nicht direkt abschöpfen sondern einfach diese
unberechtigten Geldforderungen löschen und somit auch die damit
zugehörigen Schuldenberge. Dies ist aber nahzeu unmöglich, da alles
global verstrickt ist. Das ist wie ein Gordischer Knoten. Am Ende hilft
nur noch das Schwert, in diesem Fall die Währungsreformen.