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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Problem mit DeWalt-Akkuschrauber


Autor: Christoph S. (mixer) Benutzerseite
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Hallo,

ich habe von einem Bekannten einen DeWalt Akkuschrauber mit 2 14,4V - 
2,6Ah Akkus und dem dazugehörigen Ladegerät bekommen!
Die Akkus wurden nur kurz geladen und dann als Voll angezeigt - waren 
aber eigentlich noch lehr.

Ich habe die Akkus aufgemacht und die einzelnen Zellen gemessen - dabei 
waren beim einen 6/12 und beim anderen 9/12 Defekt.

Nun habe ich die defekten gegen diese:

http://www.reichelt.de/?;ACTION=3;LA=444;GROUP=P56...

ersetzt.

Der Akku hatte sofort wieder die Volle Kraft.
Ich habe darauf hin beide Akkus mit dem Akkuschrauber entladen und 
wollte sie dann mit dem Ladegerät komplett voll laden. Allerdings 
erkannte dieses zuerst keinen Akku - dann hat es mal einen erkannt und 
jetzt erkennt es wieder keinen.

Die Akkus werden somit nicht geladen!

Jetzt habe ich einen Akku wieder aufgemacht und festgestellt, dass 
bereits mehrere Zellen schon wieder tot sind!

Was kann hier falsch gelaufen sein??

MFG Mixer

Autor: Axel R. (axelr) Flattr this
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Du hättest ALLE Akkuzellen ersetzen sollen.
Waren vorab original auch NiMH Zellen drinn, oder NiCad??

Evtl. käme für nen Akkuschrauber die "Wildflyer" Methode ganz gut.
Musst mal nach googlen.
Hat den Vorteil, das die Akkus immer den gleichen Ladezustand zum Anfang 
der Ladung haben, aber vor der eiegntlichen VErwendung erst aufgeladen 
werden müssen (ok.Dann vielleicht doch nicht soo gut)

4.65 Euro pro Zelle ist heftig, oder?

Gruß
Axelr.

Autor: Christoph S. (mixer) Benutzerseite
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Hallo,

mit "Wildflyer" meinst du jede Zelle mit Diode und kleinem Widerstand zu 
entladen und auf den gleichen Zustand bringen - oder?

Ja, ist schon recht teuer - hab aber auf die Schnelle nichts besseres 
gefunden!

MFG Mixer

Autor: Peter R. (pnu)
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In einem Paket mit mehreren in Reihe geschalteten Zellen geht es der 
schwächsten, gerade entladenen Zelle ganz übel: Da die anderen Zellen im 
Stromkreis weiterhin Strom treiben, wird die Spannung an der schwächsten 
Zelle umgepolt. Sie wird sozusagen gewaltsam weiter entladen obwohl sie 
schon leer ist.

Je größer der Unterschied in der Kapazität, desto übler ergeht es den 
schwächelnden Zellen dabei.

Deswegen hat ein teilweises Ersetzen der Zellen in einem Paket wenig 
Sinn. Wenn die neuen weniger Kapazität haben als die alten, werden sogar 
die neuen innerhalb kürzester Zeit gekillt.

Parallel zu den Zellen geschaltete Dioden können das Problem verringern 
aber nicht beheben. Auch 0,7 V in falscher Polung tun den Zellen nicht 
gut.

In dem genannten fall kann die Panne folgendes sein:

Geliefert werden nicht geladene Zellen. Beim ersten Ladevorgang werden 
sie garnicht voll geladen, weil das Ladegerät wegen der anderen schon 
vollen Zellen abschaltet, bevor die neuen voll geladen sind.

Beim Entladen werden die neuen schnell leer und von den alten Zellen im 
Paket ruiniert.

Autor: Christoph S. (mixer) Benutzerseite
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Hallo,

ich gehe mal davon aus, dass die gelieferten Zellen geladen waren - nach 
dem Einbauen hatte der Akkuschrauber volle Power, die alten Zellene 
waren auch alle geladen!

Ich denke das Ladegerät schaltet erst ab wenn die Gesamtspannung 
erreicht ist bzw. wenn der Akku keinen Strom aufnimmt!?

Das Problem ist ja, dass der Akku vom Ladegerät gar nicht erst erkannt 
wird. Die Statusled zeigt weder einen Ladevorgang, einen defekten Akku 
oder einen vollen Akku an!

Werde die Wildflyer-Methode mal testen und schauen ob es was hilft, 
sonnst sind wohl die 75€ für die Katz gewesen!

MFG Mixer

Autor: Stefan (Gast)
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Hatte mir auch schonmal überlegt, neue Zellen für meinen Akkuschrauber 
zu spendieren. Aber wenn man das gegen rechnet, kommt man mit einem 
neuen Akkupack (selbst wenn er original ist) fast billiger weg und hat 
nicht das Gepfrickel beim Einbau der Einzelzellen!

Autor: P. S. (Gast)
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Mixer S. schrieb:

> ich gehe mal davon aus, dass die gelieferten Zellen geladen waren

Du gehst von zu vielen Dingen aus... nach dem Zusammenbau eines Packs 
haben die Zellen einen dir unbekannten, wahrscheinlich voellig 
unterschiedlichen Ladezustand. Also musst du den Pack erstmal langsam 
laden, bis sicher alle Zellen schoen voll sind.

> - nach dem Einbauen hatte der Akkuschrauber volle Power, die alten Zellene
> waren auch alle geladen!

Und wir wissen immer noch nicht, was fuer Zellen vorher drin waren. Und 
auch nicht, welche jetzt kaputt sind. Und auch nicht, welche 
Restkapazitaet diese Zellen hatten.

> Ich denke das Ladegerät schaltet erst ab wenn die Gesamtspannung
> erreicht ist bzw. wenn der Akku keinen Strom aufnimmt!?

Schon wieder eine Annahme...

Autor: Winfried (Gast)
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Wenn Zellentausch, dann alle mit Zellen gleicher Charge. Alles andere 
bringt Probleme mit unterschiedlichen Kapazitäten, Tiefentladung und 
Zerstörung einzelner Zellen. Dioden wird man bei diesen Strömen auch 
kaum finden, die man da noch eingebaut bekommt.

Autor: P. S. (Gast)
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Winfried schrieb:
> Dioden wird man bei diesen Strömen auch kaum finden, die man da noch eingebaut 
bekommt.

Aua, die Wildflyer-Methode bitte erst nachlesen, dann kommentieren. Die 
Dioden kommen doch nicht zwischen die Zellen...

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