Komisches ereigniss

Gast #1312717
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Hallo, ich habe eine Platine für das Leistungsteil eines Netzteils 
geätzt und bestückt. Bei meinem Testlauf ist alles soweit ok, bis auf 
das der dritte Transistor ( es sind 4XMJ3055 mit 0.15 Ohm Emitterwdst. ) 
um 10 grad wärmer wird als die anderen drei. Der Spannungsabfall ist 
auch um ca.7mV höher als bei seinen Kollegen. ich habe den Wdst. und den 
MJ3055 schon ersetzt, ohne erfolg. Woran könnte das noch liegen ? Die 
Fläche am Kühlkörper ist auch glatt....
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#1312754
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ms schrieb:
> Hab jetzt ehrlich gesagt nichts zu den Transistoren gefunden, aber
> Bipolartransistoren sollte man nicht parallel schalten.

Daher hat er die Emitterwiderstande drin.

@ Andreas
7mV an 0,15Ohm sind 50mA. Ich denke das liegt an den normalen Toleranzen 
der Transistoren. Wenn die genauer sein sollen, musst du diese 
selektieren.
Gast #1312786
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Ob es was bringt, die kurzen senkrechten Basisleiterzüge aufzumachen und 
hier (von unten) Basisvorwiderstände zum linearisieren einzulöten?

Die 0R15 könnte man evtl. auf 0R47 erhöhen, oder?

Gruß
Axelr.
Gast #1312797
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Das was mich nur stutzig macht ist, das nur einer aus der reihe fällt. 
Und 10 grad temp. unterschied finde ich doch recht hoch. Die restlichen 
3 sind nahezu identisch. Z.B. bei kühlung, 3A dauerstrom sind 3 bei 42 
grad und der eine bei 52.
Gast #1312799
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In einer Treiber Stufe für einen Labornetzteil hab ich mit
0.1R Problem gehabt da die Stromverteilung erstmals
gleich war aber durch die fehlende Thermische Kopplung
der eine dann die ganze Arbeit übernahm und sich sonst
überlastet hätte.
Nach einer erhöhung auf 0.47R klappt alles super.
Jetzt in einer neuen Version wird das auch noch thermisch
gekoppelt und dann wird alles rund laufen.

Deine Transistoren sind auf dem selben Kühlkörper?
Wenn nicht...mach man eigentlich nicht.
Gast #1312819
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Welches genau ist der "dritte" Transistor? Ist es der, dessen 
Emitterwiderstan auf dem kürzesten Weg zum Shunt geht? (wäre im Bild der 
zweite von links). Dann spielt womöglich der Widerstand des waagerechten 
Leiterzuges zwischen den Emitterwiderständen eine Rolle.
Gast #1312845
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Hängt von deren Verlustleistung ab.

0,47 Ohm/ 2 Watt ist meine Empfehlung. 1 Watt Widerstände ist zu knapp. 
Und nicht auf der Leiterplatte aufliegen lassen, sondern Anschlussdrähte 
etwas länger lassen und sicken, damit die Widerstände in der Luft 
hängen.
Gast #1313341
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Vielleicht geht dein Leiterbahnzug vom Emitter-R zum Shunt stark mit 
ein.
Testweise könntest du mal 4 gleichlange Drähte direkt von den Emitter-Rs 
zu dem Lötauge des Shunts ziehen. Wenn das Problem dann weg ist, liegt 
es wohl an der Leiterbahn zwischen Shunt und Emitter-R. Du musst das 
Stück Kupfer dann niederohmiger machen. Also zum Beispiel eine 
Kupferfläche dort reinlegen.

Gruß

Mandrake
#1313342
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Andreas,

ist es immer nur ein Exemplar oder ist es jedes Exemplar an derselben 
Stelle montiert? Das heißt, wenn zwei unterschiedliche ausgetauscht 
immer noch die Temperaturerhöhung an einer Position auf dem Board 
ergibt, dann hat es ja mit Exemplarstreuungen nichts zu tun.

Bei den 0,15 Ohm der Ausgleichswiderstände ist die Leiterbahn vielleicht 
doch nicht vernachlässigbar. Einfach mal einen zusätzlichen dicken Draht 
drüberlöten. Oder das Layout so gestalten, dass die Bahnen sternförmig 
und somit äquidistant verlaufen.

Oder tatsächlich größere Widerstände verwenden.

Gruß

Dieter
Gast #1313543
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Wenn es die Leiterbahnen wären, so müßte doch der erste und der dritte 
gleich sein, und 2 und 4 unterschiedlich. 1 und 3 sind ja identisch 
lang. 4 ist ja am weitesten weg, der verhällt sich aber normal.
#1313566
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Wenn die Transis alle auf einem Kühlkörper sind, noch dazu so wie auf 
deiner Leiterplatte positioniert, und da ist keine Glimmerscheibe zw. 
Transis und KK, dann kann doch kaum ein größerer Temperaturunterschied 
auftreten bei. Wie hast Du denn das gemessen?

Und um welche Verlustleistung geht es denn hier eigentlich. Wenn nur 
wenige 10W gesamt, dann kann ja kaum ein Unterschied von 10°C auftreten 
(bei direkter Montage auf gemeinsamen KK)

Grundsätzlich würde ich:
- die Emitter-R's mal genau ausmessen, um zu sehen, ob der betreffende 
Transis gerade den kleinsten R bekommen hat
- und dann mal die Spannung über die R's im Betrieb messen. Anhand 
dessen kannste ja den Strom genau berechnen, und somit die 
Verlustleistung in den Transis.
Gast #1314124
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Ist aber so. Wie oben schon beschrieben haben die MJ3055 bei 12V und 5A 
eine Temperatur von ca. 52 Grad. Nur der dritte ist ziemlich genau 10 
grad wärmer. Gemessen habe ich es mit einem Infrarotthermometer mit 
2-Strahl-Ziellaser und 0.1 Grad genau. Ich habe mir heute 0.47 Ohm Wdst. 
besorgt, und löte diese mal ein.
Gast #1314713
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So, habe mal 0.47 Ohm eingesetzt. Es ist besser geworden. Ich habe auch 
mal die Transis auf dem Kühlkörper getauscht und siehe da, es bleibt auf 
Platz drei. Kann sowas auch am kühlkörper liegen ? Es ist einer wie 
dieser
http://www.reichelt.de/?;ACTION=3;LA=2;GROUP=C86;GROUPID=3383;ARTICLE=22273;START=0;SORT=user;OFFSET=16;SID=29xdTZDqwQAR0AAEP3PzMe79acdb607748556740dc76f26d8fe75
 nur mit den maßen : 160x140x40. Der Lüfter ist ein 12V 80X80.
Gast #1315742
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Helmut Lenzen schrieb:
>Aufloesung und Genauigkeit.
und
>Mess die Temperatur lieber mal mit einem Kontakthermometer.

Hinweis und Rat sind zwar richtig, aber spielen hier keine große Rolle - 
wenn er an einer Stelle x misst und daneben mit dem selben Gerät x+10, 
dann ist auch bei einem ungenauen Messgerät der Unterschied ca. 10.
Einzig die Oberflächenfarbe könnte ihm beim IR-Thermometer einen Streich 
spielen.

Außerdem sind 10K auch schon mit dem Finger als deutlicher Unterschied 
zu identifizieren. Das löst aber sein Problem nicht ...

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