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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Probleme beim Design von aktivem Filter


Autor: Matthias (Gast)
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Hallo!

Ich stehe grade vor dem Problem, das erste mal ein Filter entwickeln zu 
müssen. Aus diesem Grund habe ich vom TI Filter Design Programm helfen 
lassen ;) Frequenzen ab 920kHz müssen mit min. 50db gedämpft werden. 
Grenzfrequenz soll etwa 50kHz sein. Die Filtercharakteristik - ob 
Butterworth oder Tschebyscheff - ist nicht wichtig.
Das Programm spuckt mir sehr gut aussehende Filterkurven aus. Nur wenn 
ich eine Spice Simulation der vorgeschlagenen Schaltung mache, sieht das 
schon gar nicht mehr so gut aus. Die Dämpfung geht nicht unter 40dB und 
steigt oberhalb von etwa 500kHz sogar wieder an. Das Filter ist als 
Sallen-Key Filter mit einem TI084 designed und simuliert worden.

Was könnte der Grund für die Probleme sein - und wie könnte ich sie 
lösen?

Viele Grüße, Matze

Autor: HildeK (Gast)
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>Was könnte der Grund für die Probleme sein -
Der TL084 ist nicht geeignet - im TI-Programm ist imho sogar die für die 
einzelnen aktiven Stufen notwendige GBW angegeben. Der OPA kann einfach 
bei den Frequenzen nicht mehr ausreichend verstärken...
>und wie könnte ich sie lösen?
Genau die Werte anschauen, die TI ausgibt und einen entsprechend 
schnellen OPA hernehmen.

Mach mal einen Screenshot des TI-Fensters und poste es.

Autor: Helmut Lenzen (helmi1)
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Wenn das Verstaerkungs-Bandbreiteprodukt des OPs bei deiner 
Grenzfrequenz nicht gross genug ist kommt der OP einfach nicht mehr mit. 
Folge daraus die Daempfung bei hohen Frequenzen sinkt wieder ab. Du 
kannst dir jetzt einen OP aussuchen der diese Frequenz noch schafft oder 
du baust dir ein RLC Filter ohne OP. Das ist koennte vielleicht auch 
preiswerter sein als jetzt einen speziellen OP zu beschaffen.

Gruss Helmi

Autor: HildeK (Gast)
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@Helmut Lenzen
Eigentlich müsste er schon mit drei RC-Gliedern ein TP bei 50kHz bauen 
können, der die 50dB bei 900kHz schafft. Das im Zusammenhang ev. mit 
einem aktiven Teil für die Dämpfung im nahen Bereich sollte alles 
erschlagen.

Autor: Matthias (Gast)
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Jungs: Ihr seid klasse!

Wer lesen kann ist klar im Vorteil: Das TI Tool zeigt an, dass 
mindestens ein Verstärkungs-Bandbreiteprodukt von 4MHz vorhanden sein 
muss, der TI084 macht 3MHz. Ich muss Montag mal gucken was eher am Lager 
ist: Schnelle OPVs oder Induktivitäten - schon vorher bandbegrenzt in 
die nächste OPV Stufe zu gehen macht natürlich auch Sinn... da muss ich 
nochmal drüber nachdenken.

Vielen Dank auf jeden Fall und ich wünsche ein schönes Wochenende!

Autor: Helmut (Gast)
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Die 4MHz statt 3MHz machenam  den Kohl nicht fett.
Du musst eine Struktur (3.Grades) mit RC am Eingang wählen.
Im Moment hast du ein Übersprechen vom Eingang zum Ausgang bei hohen 
Frequenzen das nur mit einem Opamp mit sehr viel höherem GBW zu beheben 
wäre. Das ist aber gar nicht nötig, wenn deine Filterstruktur ein echtes 
R mit C nach Masse am Eingang hätte. Dann kommen die hohen Frequenzen 
schon gar nicht mehr am Opamp vorbei zum Ausgang.

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