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Forum: Compiler & IDEs Gute GUI für avr gcc unter Ubuntu gesucht


Autor: Steffen O. (derelektroniker) Benutzerseite
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Hallo,
ich hab nun seit einiger Zeit schon Ubuntu 9.04 auf meinem Rechner 
laufen und muss sagen ich bin echt begeistert! (Ist meine erste Linux- 
Distri)
Nun wollte ich auch meine AVRs in C unter Ubuntu programmieren, also 
habe ich mir mit dem Buildscript von hier: 
http://www.avrfreaks.net/index.php?name=PNphpBB2&f...
den avr-gcc 4.3.3 geholt.

Nun muss ich ja, wenn ich das richtig verstanden habe, in irgendeinem 
Texteditor ein .c- File erstellen, sowie ein Makefile, dann kann ich mit 
dem avr-gcc das ganze "builden" und erhalte dann am Ende mein .hex- File 
welches ich z.B. mit avrdude flashen kann. Das ist mir aber irgendwie zu 
umständlich, bzw. auch zu unhandlich, denn ein stinknormaler Texteditor 
macht ja gar nichts, d.h. keine automatische Farbhinterlegung oder 
Formatierung, was ich eigentlich schon ganz gerne hätte. Auch ein make- 
Button wäre eventuell noch ganz gut, dann muss ich nicht immer den Umweg 
über die Konsole machen, sondern könnte direkt aus meiner GUI 
compilieren, usw.

Also, wisst ihr eine gute GUI für Ubuntu, die mit besagter acr-gcc 
Version arbeitet? Von Ecplipse hab ich bereits gehört, aber das 
erscheint mir zu umfangreich für das bisschen was ich in C kann ;-).

Ach ja, wenn die GUI auch noch gleich mit avrdude zusammen arbeitet und 
mn so direkt flashen kann wäre das natürlich genial, das muss aber nicht 
sein, ich kann avrdude auch aus der Kommandozeile verwenden, bzw. mit 
Burn-o-mat.
Ich weiß mit der Kommandozeile gehen die genannten Dinge genau so, aber 
ich bin eben doch noch ein wenig Windows-verseucht und zudem möchte ich 
mir nicht noch zusätzlich eine "Hürde" schaffen, ich hab schon genug zu 
tun mit der Programmiersprache C alleine ;-)


Vielen Dank schon einmal fürs Lesen,
Steffen

Autor: A F. (Gast)
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Also Eclipse mit dem AVR Plugin (neuste Eclipse-version runterladen 
,nicht die aus den repositorys die funzt nicht zumindest bei 8.04) kann 
ich nur empfehlen, ist wirklich eine sehr gute Entwicklungsumgebung und 
gar nicht so schwer einzurichten!

Eclipse gibt dir dann je nach einstellung eine hex oder ein anderes 
format aus. man kann auch mit etwas basteln dann direkt von Eclipse aus 
flashen.

Gruss

Autor: min (Gast)
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Eclipse habe ich auch am laufen. Trotzdem ist mir das Arbeiten mit
einem guten makefile und der Shell lieber, da man eher lernt was man tut
und das Programmieren auch schneller geht. Man kann direkt im Terminal
(über makefile) die Programmer ansprechen und wechseln. Als Editor 
benutze
ich ganz simpel gedit. Linux macht glücklicht :-)

Autor: Tom (Gast)
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gedit kann Syntaxhighlighting und mit dem "external tools"-plugin auch 
make starten. Das flashen lässt sich sowieso am elegantesten im Makefile 
erledigen, so dass alles mit einem Tastendruck geht.

Zusammen mit http://sourceforge.net/projects/gedit-autocomp/ und 
(ebenfalls als externes Toll eingebundenem) indent (automatische 
Source-Formatierung) reicht gedit für übersichtliche µC-Projekte IMO 
völlig aus.

Autor: 900ss D. (900ss)
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Wenn Eclipse zu erschlagen droht....
Code::Blocks ist das probieren auch auf jedenfall Wert.
Dort ist die AVR Toolchain schon implementiert als Projektgrundlage.

Guckst du hier:
http://www.codeblocks.org/

Gruß
900ss

Autor: Peter (Gast)
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selbst der vi hat doch Syntaxhighlighting, was will man mehr. Selbst 
make kann man einfach starten und an die passene codezeile von Fehler 
springen.

Autor: 900ss D. (900ss)
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Peter schrieb:

> selbst der vi hat doch Syntaxhighlighting, was will man mehr.

Hmmm.. ja und zu Hause hast du nebem deinem Zelt auch eine Feuerstelle 
zum kochen?

 Selbst
> make kann man einfach starten und an die passene codezeile von Fehler
> springen.

Toll ;-)

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Peter schrieb:
> selbst der vi hat doch Syntaxhighlighting, was will man mehr.

Hier verwechselst du allerdings den vi mit dem vim.

Autor: Guido (Gast)
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Naja,

wenn es etwas einfacher und übersichtlicher sein soll
(es ist ja nur ein 8-Bitter) dann geht das sehr schön mit:

http://www.cadmaniac.org/projectMain.php?projectNa...

Ist sehr gut und wird immer besser.

Autor: Frank Lorenzen (florenzen)
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Guido schrieb:
> Naja,
>
> wenn es etwas einfacher und übersichtlicher sein soll
> (es ist ja nur ein 8-Bitter) dann geht das sehr schön mit:
>
> http://www.cadmaniac.org/projectMain.php?projectNa...
>
> Ist sehr gut und wird immer besser.

Bist du Nekrophil oder habe ich da etwas Wichtiges verpasst?

Autor: Guido (Gast)
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> Bist du Nekrophil oder habe ich da etwas Wichtiges verpasst?

Oops, wie die Zeit vergeht. Scheint seit 1 Jahr nichts mehr zu
passieren. Es funktioniert aber.

Autor: Frank Lorenzen (florenzen)
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[...]
> Ist sehr gut und wird immer besser.
[...]
> Scheint seit 1 Jahr nichts mehr zu passieren. Es funktioniert aber.

Aha.
Ich möchte das "funktioniert aber" ja überhaupt nicht zerreden. Bevor 
man dieses Projekt jemandem empfiehlt sollte man aber dazusagen daß es 
seit langem (weit über 1 Jahr) faktisch tot ist.
Nebenbei: Alle Links der "Download Section" führen ins Leere.

Autor: Gast4 (Gast)
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Kate kann Syntax-Highlighting und kann gleich noch eine Konsole 
einblenden zum Programmieren.

Gast4

Autor: Stefan Ernst (sternst)
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Frank Lorenzen schrieb:

> seit langem (weit über 1 Jahr) faktisch tot ist.

Ja, 3 Monate sind schon sehr "weit".

> Nebenbei: Alle Links der "Download Section" führen ins Leere.

Ich habe nicht alle probiert, aber die zwei, die ich probehalber 
angeklickt habe, gingen.

Autor: Frank Lorenzen (florenzen)
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Jörg Wunsch schrieb:
> Peter schrieb:
>> selbst der vi hat doch Syntaxhighlighting, was will man mehr.
>
> Hier verwechselst du allerdings den vi mit dem vim.

Was kein Wunder ist. Selbst in spartanischen Umgebungen ist vi 
heutzutage meist ein nvi, der allerdings auch kein Syntaxhighlighting 
kann -- Auf den originalen visual zu treffen dürtfte heutzutage im Open 
Source Umfeld schwierig sein.

liebe Grüße
Frank
ZZ

Autor: Frank Lorenzen (florenzen)
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Stefan Ernst schrieb:
> Frank Lorenzen schrieb:
>
>> seit langem (weit über 1 Jahr) faktisch tot ist.
>
> Ja, 3 Monate sind schon sehr "weit".
>
>> Nebenbei: Alle Links der "Download Section" führen ins Leere.
>
> Ich habe nicht alle probiert, aber die zwei, die ich probehalber
> angeklickt habe, gingen.

Ich muß mich entschuldigen. Alle, wirklich alle, Download Links haben 
bei mir eben zu einem 404 geführt. Es muß sich wohl um eine Störung bei 
mir oder Sourceforge gehandelt haben denn die Links funktionieren 
wieder.

Autor: Steffen O. (derelektroniker) Benutzerseite
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Vielen Dank für die vielen Antworten!!!

@ 900ss D.: Codeblocks sieht sehr interessant aus, allerdings stört mich 
ein wenig dass die komplette Toolchain da schon drin ist...Ich werde es 
mir aber merken, und wenn ich nichts anderes finde für den acr-gcc, dann 
werde ich auf codeblocks zurückkommen.

@ Guido: Sieht ebenfalls nicht schlecht aus, aber daran stört mich eben 
dass es schon, wie Frank Lorenzen geschrieben hat, seit einem Jahr nicht 
mehr weiterentwickelt wird....Ich arbeite mich jetzt eigentlich ungern 
in ein "totes" Projekt ein.

@ A F.: Ich denke wenn ich jetzt nicht noch eine tolle andere GUI finde, 
bzw einer hier eine postet, dann werde ich mir mal Eclipse näher 
anschauen, und eventuell auch mal testen.

@ Tom & Peter: Wie gesagt, das mit dem "einfachen" Editor will ich mir 
jetzt zumindest für den Anfang noch nicht antun, ich hätte schon ganz 
gerne eine Oberfläche über die man alles machen kann...


Über weitere Vorschläge würde ich mich sehr freuen!


Gruß, Steffen

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Frank Lorenzen schrieb:

> Auf den originalen visual zu treffen dürtfte heutzutage im Open
> Source Umfeld schwierig sein.

Opensolaris?

"vi: line too long"

Wie ich das vermisse. :-)

Autor: Thomas (Gast)
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Es gibt keine Lösung, die auch nur annähernd an die Kombination WinAVR + 
AVRStudio heran kommt. Weder unter Windows, noch unter Linux.
Du kannst ja mal probieren, ob AVRStudio unter Wine rennt...

Autor: Bingo (Gast)
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Codeblocks & AVR install tips
http://www.avrfreaks.net/index.php?name=PNphpBB2&f...

mfg
Bingo

Autor: Steffen O. (derelektroniker) Benutzerseite
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Ja, AVR Studio läuft mit Wine, aber auch nicht allzu schnell und 
vorallem ist die Grafik recht bescheiden bei alle Wine-Emulationen hab 
ich so das Gefühl. Also wenn ich schon mit Linux arbeite hätte ich auch 
gerne eine IDE die direkt auf Linux läuft.

Gruß, Steffen

Autor: Sven P. (haku) Benutzerseite
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Thomas schrieb:
> Es gibt keine Lösung, die auch nur annähernd an die Kombination WinAVR +
> AVRStudio heran kommt. Weder unter Windows, noch unter Linux.
> Du kannst ja mal probieren, ob AVRStudio unter Wine rennt...

Was hat denn AVRStudio, was ich unbedingt gebrauchen kann? Den Simulator 
vermisse ich jedenfalls bisher nicht. Da wäre eine VHDL-Einbindung schon 
angebrachter, als das Popeldingen des AVRStudio.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Sven P. schrieb:

> Was hat denn AVRStudio, was ich unbedingt gebrauchen kann?

. keine Möglichkeit, beliebige C-Ausdrücke (einschließlich der
  Werte aktueller Programmvariablen) auszugeben

. keine Möglichkeit, sich lokale Variable nicht aktueller
  Stackframes anzeigen zu lassen

. keine Möglichkeit, data breakpoints auf eine beliebige Adresse
  (statt einer zu benennenden Variablen) zu legen (kann man bei
  AVR Studio eigentlich einen data breakpoint auf einen IO-Port
  legen?)

Vielleicht fällt mir ja noch mehr ein. ;-)

Autor: Thomas (Gast)
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Unter AVRStudio kann man:
- Assembler
- C/C++
- Disassemblieren
- Flashen
- Debuggen in einer Simulation (ob DU das brauchst interessiert nicht)
- Debuggen auf der Hardware
Debuggen ist einigermaßen komfortabel, so kann man jederzeit zwischen C- 
und Assembleransicht umschalten und den Inhalt der Register ändern.
Und das alles ganz ohne Frickelei unter einer Oberfläche.
Die IDE ist übersichtlich und intuitiv zu bedienen.
Im Gegensatz sind z.B. unter Eclipse (mit AVR Plugin) viele Knöpfe, 
Menüs, Tabs, Konfigurationen, etc. sichtbar, die da einfach sinnlos sind 
und nur verwirren.

Was meinst du mit "VHDL-Einbindung"?

Autor: Sven P. (haku) Benutzerseite
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Thomas schrieb:
> - Assembler
gas, avrasm, tavrasm...

> - C/C++
gcc, genauso

> - Disassemblieren
gdb oder gcc, der disassembliert auch

> - Flashen
avrdude, uisp

> - Debuggen in einer Simulation (ob DU das brauchst interessiert nicht)
DDD, GDB, einen der 100 anderen gdb-basierten Debugger


> Was meinst du mit "VHDL-Einbindung"?
Naja, der Simulator ist recht sinnlos, da das echte Zeitverhalten nicht 
nachgebildet wird bzw. die Peripheriemodule nicht richtig funktionieren 
(ADC...). Schöner wärs, eine Testbench in VHDL zu modellieren, in der 
dann simuliert wird.

Autor: 900ss D. (900ss)
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Steffen O. schrieb:
> Vielen Dank für die vielen Antworten!!!
>
> @ 900ss D.: Codeblocks sieht sehr interessant aus, allerdings stört mich
> ein wenig dass die komplette Toolchain da schon drin ist...Ich werde es
> mir aber merken, und wenn ich nichts anderes finde für den acr-gcc, dann
> werde ich auf codeblocks zurückkommen.
>

Dort ist die Toolchain nicht drin enthalten. Die emußt du extra 
installieren. Dort ist nur schon die Vorbereitung für Projekte unter 
AVR-GCC enthalten. D.H. Code::Blocks weiß, wie die AVR-GCC anzuprechen 
ist und bietet auch die entsprechenden Optionen für Compiler, Linker 
u.s.w. an. Du legst ein neues Projekt an und sagst im, dass es ein 
AVR-GCC Projekt ist.

Schau dir das nochmal genau an. Ist 'ne prima Lösung, wenn man nicht 
Eclipse mag. Ich arbeite schon lange mit Eclipse und habe mich deshalb 
an die ganzen Features des Editors gewöhnt. Der Nachteil bei Eclipse ist 
die für den Anfänfger etwas schwer durchschaubare Einrichtung nach der 
Installation. Man wird von Optionen erschlagen. Und es ist ein 
Subversion Client in Eclipse als Plugin installierbar. Ob das auch in CB 
geht, weiß ich gerade nicht.

900ss

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Sven P. schrieb:

>> Was meinst du mit "VHDL-Einbindung"?
> Naja, der Simulator ist recht sinnlos, da das echte Zeitverhalten nicht
> nachgebildet wird bzw. die Peripheriemodule nicht richtig funktionieren
> (ADC...).

Der Simulator V2 basiert in der Tat auf dem tatsächlichen Zeitver-
halten, abgebildet aus den Verilog-Quellen, aus denen auch der AVR
selbst synthetisiert wird.  Das damit erlangte echte Zeitverhalten
ist einer der Pluspunkte, die er haben sollte (zumindest wird das
immer angepriesen), auch sollte er `bug compatible' mit der
tatsächlichen Hardware sein.

Allerdings hat das natürlich seine Grenzen, wenn es zu den analogen
Peripheriegeräten kommt, da diese ja nicht (vollständig) aus Verilog-
Beschreibungen entstanden sind.

Nach meiner Erfahrung kann man eine Simulation aber sowieso nur so
einigermaßen sinnvoll für den Test von Algorithmen benutzen, da man
die (oft sehr komplexe) Hardware, die außen an den AVR angeschlossen
ist, ja nicht mit simulieren kann.  Ein ,,Nachbau'' dieser Hardware
in Form von Stimuli ist in aller Regel auch keine realistische
Option.  Das ist der Punkt, wo die Emulation wieder ihren Vorteil hat,
da sie komplett mit der Zielhardware zusammen arbeiten kann.

Zum Simulieren von Algorithmen wiederum braucht's keinen aufwändigen
zyklengenauen Simulator, da muss eigentlich nur der CPU-Kern gut
genug abgebildet sein, dass er die korrekten Ergebnisse liefert.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Thomas schrieb:
> Unter AVRStudio kann man:
[...]

Dafür hat man einen miserablen Debugger (siehe oben), gepaart mit
einem miserablen Editor, der noch nichtmal vernünftige reguläre
Ausdrücke bearbeiten kann.

Außerdem muss man sich bei einem derartigen Konzept für jede
Plattform, mit der man arbeitet (Hostcomputer, AVR, andere Controller,
...) jedesmal an was Neues gewöhnen, neue Tastenbelegungen, neue
Macken der Tools.  Das ist letztlich der Grund, warum ich Emacs,
GCC und GDB mag.  Eine IDE für alles.  Wenn ich mir eine bestimmte
Funktion implementiert habe, die mir das Leben beim Programmieren
auf der Ebene meines Betriebssystems einfacher macht, dann kann ich
von dieser Funktionalität auch gleichzeitig beim Programmieren von
AVRs profitieren (sowie auch beim Schreiben meiner Briefe, soweit
das dafür relevant ist).

(Nein, ich wollte damit natürlich keinesfalls einem µC-Anfänger die
Verwendung des Emacs nahelegen.  Soll nur begründen, warum ich mich
für AVR Studio selbst dann nicht begeistern könnte, wenn ich irgendwo
ein Windows in Reichweite hätte.)

Autor: Steffen O. (derelektroniker) Benutzerseite
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@  900ss D.: Ok, dann habe ich das falsch verstanden. Codeblocks ist 
also wie Burn-O-Mat nur die Oberfläche, die aber alleine keine Funktion 
hat. Dann ist das eigentlich perfekt für mich, ich habe bereits 
Screenshots von der Oberfläche angeschaut, ich glaube die gefällt mir 
sehr gut.
Habe bereits eine Installationsanleitung gefunden 
(http://wiki.codeblocks.org/index.php?title=Install...) 
nach der ich Codeblocks dann mal installieren und testen werde...

Vielen Dank für eure Hilfe!!

Gruß, Steffen



PS: In einem muss ich Thomas schon zustimmen von wegen AVR Studio ist 
gut: Die Bedienung ist IMHO sehr intuitiv, also man braucht nicht allzu 
viel Einarbeitungszeit um sofort beginnen zu können.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Steffen O. schrieb:

> Die Bedienung ist IMHO sehr intuitiv, also man braucht nicht allzu
> viel Einarbeitungszeit um sofort beginnen zu können.

Das ist sie aber nur, wenn du diese Bedienung von anderen Windows-Tools
bereits einigermaßen gewöhnt bist.  Ich finde sie jedenfalls reichlich
unintuitiv.  Jedes Mal, wenn ich dort davor sitze, frage ich mich,
wie ich jetzt den nächsten Schritt machen muss.

Autor: ich (Gast)
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ich beutze immer geany

Autor: Sven P. (haku) Benutzerseite
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Jörg Wunsch schrieb:
> Sven P. schrieb:
>
>>> Was meinst du mit "VHDL-Einbindung"?
>> Naja, der Simulator ist recht sinnlos, da das echte Zeitverhalten nicht
>> nachgebildet wird bzw. die Peripheriemodule nicht richtig funktionieren
>> (ADC...).
>
> Der Simulator V2 basiert in der Tat auf dem tatsächlichen Zeitver-
> halten, abgebildet aus den Verilog-Quellen, aus denen auch der AVR
> selbst synthetisiert wird.  Das damit erlangte echte Zeitverhalten
> ist einer der Pluspunkte, die er haben sollte (zumindest wird das
> immer angepriesen), auch sollte er `bug compatible' mit der
> tatsächlichen Hardware sein.

Das ist mir wirklich neu -- ich zieh das zurück und behaupte das 
Gegenteil :-)
Sind die VHDL-Quellen auch in lesbarer Form zu finden? Wär ja Klasse, 
dann könnte man das über Umwege sogar in QUCS oder so einbauen...

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Sven P. schrieb:

> Sind die VHDL-Quellen auch in lesbarer Form zu finden?

Natürlich nicht. :)  Erstens ist es meines Wissens Verilog (ist
halt 'ne Ami-Firma), zweitens ist das natürlich das Betriebsgeheimnis
der Firma, das sogenannte `IP' (intellectual property).  IP-Nutzungs-
rechte werden, wenn überhaupt, in der Regel für sehr viel Geld
verscherbelt.

Der Simulator macht irgendwie aus dem Verilog-Code einen C-Code, von
dem der Hersteller des Tools sagt, dass dessen Simulationsverhalten
dann 1:1 der HDL entspricht.  Meines Wissens darf aber leider selbst
dieser C-Code nicht irgendwo frei rausgegeben werden.

Alles, was man also ggf. tun könnte wäre, einen Wrapper um den
entsprechenden Simulatormodul zu schreiben (von dem ich mal vermute,
dass der als DLL im AVR Studio vorliegt), um ihn auch außerhalb von
AVR Studio zu benutzen.  Allerdings betrittst du damit schon wieder
so ziemlich den Abgrund der AVR-Studio-Nutzungsbedingungen, die ja
vorschreiben, dass man das Paket nur in seiner Originalform kopieren
darf.

Autor: Sven P. (haku) Benutzerseite
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Dann halt sowas, nicht 1:1 aber kompatibel:
http://www.opencores.org/?do=project&who=avr_core

Fänd ich doch astrein, wenn man sowas in QUCS benutzen könnte ;-)

Autor: Steffen O. (derelektroniker) Benutzerseite
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So, ich hab mir jetzt mal Codeblocks auf den Rechner geholt und mal ein 
bisschen herumgespielt. Compilieren kann ich irgendwie noch nichts, er 
meint dass invalider Compiler benutzt wird, aber ich denke mal das ist 
eine reine Einstellungssache, werde ich bestimmt noch hinbekommen. 
Ansonsten gefällt mir das Teil recht gut, ich denke dabei werde ich 
bleiben.
Vielen Dank also für diesen Tip!


Dann ist mir bei der Einrichtung meiner Toolchain noch etwas 
aufgefallen, und zwar funktioniert der USBprog irgendwie nicht, d.h. ich 
stecke ihn an, starte die GUI zum Wechseln der Firmware, und wähle 
einfach mal die erst beste aus, dann bringt er mir wenn ich flashen will 
folgendes: "I/O Error: could not claim interface 0. Operation permitted
Hat jemand eine Ahnung an was das liegt?


Gruß, Steffen

Autor: Guido (Gast)
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Sind wohl die Rechte an der Schnittstelle. Mach es mit sudo.

Autor: Bingo (Gast)
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@Steffen

Wg. "I/O Error: could not claim interface 0. Operation permitted"

Probier mal mit sudo "usbprog...."

Ob das funktioniert , dan hast du einer "permission" problem mit "user 
access" to usb devices. Suche für "usbprog udev linux"

Diser example ist für einer ISPMKII , vid/pid anpassen für usbprog
http://bitbucket.org/jeadorf/carrierpigeon/wiki/AVRISP2

mfg
Bingo (Dänemark)

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Ich glaube, man kann die permissions auch mittels udev-Scripts
irgendwie ändern, aber von Linux-Systemadministration habe ich
nicht viel Ahnung.

Statisches Ändern mit chmod hat nicht viel Sinn, da die device
nodes unter /proc/bus/usb/ ja dynamisch angelegt werden.  Jedesmal,
wenn man dem USBprog ,,tschüss!'' sagt, meldet es sich ja am Bus
neu an, damit entsteht ein neuer device node.

Autor: Michael H. (overthere)
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Ich benutze unter Linux (hier) geany, Funktioniert prächtig. So kann ich 
flashen oder kompilieren mit nur einem Tastendruck.
Ist zwar noch nicht ausgereift (z.B. Projektsupport) - dafür wird es 
ständig weiterentwickelt... Ich jedenfalls komme gut damit klar und kann 
es nur empfehlen...

Autor: Steffen O. (derelektroniker) Benutzerseite
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So, ich habe nun das Problem mit dem USBprog erfolgreich gelöst, der 
funktioniert jetzt wunderbar unter Ubuntu 9.04. Auch habe ich mich nun 
doch gegen eine IDE entschieden und arbeite nun vorerst mal mit gedit 
und dem avr-gcc wie es durch das Skript in oben genannten Link erstellt 
wird. Ich habe bereits ein Test-Programm geschrieben und geflasht, alles 
über die Kommandozeile, hat alles wunderbar funktioniert.

Vielen Dank an alle die geholfen haben!
Gruß, Steffen

Autor: 900ss D. (900ss)
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Steffen O. schrieb:
> doch gegen eine IDE entschieden und arbeite nun vorerst mal mit gedit

Und warum das? Hat die IDE nicht das gemacht, was du wolltest? Oder hast 
du sie nicht verstanden?

Gruß
900ss

Autor: Steffen O. (derelektroniker) Benutzerseite
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900ss D. schrieb:
> Steffen O. schrieb:
>> doch gegen eine IDE entschieden und arbeite nun vorerst mal mit gedit
>
> Und warum das? Hat die IDE nicht das gemacht, was du wolltest? Oder hast
> du sie nicht verstanden?

Jain, d.h. ich habe sie installiert und mal ein bisschen herumgespielt 
damit, aber im Laufe der Zeit habe ich begriffen, dass ich mit der 
Kommandozeile genauso die Anforderungen erfüllen kann, die ich habe und 
das wesentlich zügiger, wenn man mal alles halbwegs verstanden hat ;-).
Außerdem bin ich so recht unabhängig von den Leuten die solche IDEs 
ent-, bzw. weiterentwickeln.
Ich bin echt zufrieden mit meiner Lösung, komme damit gut klar und werde 
somit auch noch eine Weile dabei bleiben, sofern ich nicht eine 
superdupertolle IDE finde, die exakt meinen Anforderungen entspricht 
(was ich weniger glaube ;-))

Gruß, Steffen

Autor: Michael G. (linuxgeek) Benutzerseite
Datum:

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900ss D. schrieb:
> Steffen O. schrieb:
>> doch gegen eine IDE entschieden und arbeite nun vorerst mal mit gedit
>
> Und warum das? Hat die IDE nicht das gemacht, was du wolltest? Oder hast
> du sie nicht verstanden?
>
> Gruß
> 900ss

Vielleicht trage ja ich einen Teil der Schuld :D

Autor: Steffen O. (derelektroniker) Benutzerseite
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Michael G. schrieb:

> Vielleicht trage ja ich einen Teil der Schuld :D

Tss, einen Teil....Du bist der Hauptschuldige :D

Autor: Ubuntuuser (Gast)
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Hi, is zwar schon etwas älter, aber wer wie ich zufällig über den 
Beitrag stolpert, dem hilft es vielleicht.

Ich hab in diesem Wiki gute Anleitungen für Geany, Gedit und Eclipse 
unter Ubuntu gefunden. Sogar eine Ergänzung für Assembler in Geany haben 
die gemacht

http://www.wiki.elektronik-projekt.de/

Einfach nach Geany, Gedit oder Eclipse suchen. Seit ich das gefunden 
habe benutze ich nur noch Geany. Außerdem noch ein gutes Tutorial für 
avrdude und ein paar andere Sachen

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