Beschaltung von Analoger + Digitaler Spannung

Gast #1319876
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Hallo,

ich habe mehrfach in Schaltplänen gesehen, dass bei IC's mit getrennten 
Spannungseingängen für den Analog- und den Digitalteil beide Eingänge je 
über einen kleinen Widerstand (Größenordnung ~5-10 Ohm) an eine 
gemeinsame Spannungsversorgung angeschlossen werden (siehe angehängtes 
Bild).

Gemeinsame Spannungsversorgung ist klar, aber was bewirken die 
Widerstände? In den Datenblättern der IC's tauchen diese zusätzlichen 
Widerstände in der Regel nicht auf.
Angehängte Dateien:
Gast #1322158
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So alleine haben die nicht viel Sinn.
Wenn an den Pins noch Entkoppel-Cs sind, dann schon eher - man versucht 
damit, den Dreck, den der Rest der Schaltung und auch der DVdd 
produziert, vom AVdd fernzuhalten. Außerdem kann man damit 
Ground-Bounce-Effekte etwas reduzieren.
Ich würde kleine Spulen nehmen, einige µH, oder Ferrit-Beads. Das ist 
dann dynamisch etwas entkoppelt, aber der DC-Spannungsbfall ist 
wesentlich kleiner.
Gast #1323086
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Vielen Dank, damit hatte ich es jetzt gar nicht in Verbindung gebracht.

Bringt so etwas - zusätzlicher Widerstand oder Spule in Serie - denn 
noch spürbare Verbesserung im Vergleich dazu, wenn man nur 
Entkoppelkondensator(en) verwendet?
Gast #1323114
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Mit der Beschaltung habe ich auch recht gute
Ergebnisse erzielt.


------VCC---.----Spule----.
            !             !
            !--.          !--.
            R  C          R  C
            R  C          R  C
            R  !          R  !
            !  GND        !  GND
            !             !
          µP-VccDigit    µP-VccAnalog

In einer Applikation (war es Analog-Devices??) fand ich eine Lösung, die 
statt der Spule zwei antiparallel geschaltete (Schottky) Dioden 
verwendet werden. Das soll verhindern, daß z.B. bei Power-On die Analoge 
bzw. die Digitale Versorgung des µC zuweit (>0.5V) auseinander driften. 
Manchmal hängt an der Anaolgen Vcc noch ein OP-Amp.

Einen schönen Sonntag

Miraculix
Gast #1323116
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>Bringt so etwas - zusätzlicher Widerstand oder Spule in Serie - denn
>noch spürbare Verbesserung im Vergleich dazu, wenn man nur
>Entkoppelkondensator(en) verwendet?

Klar - du musst nur betrachten, wer die Störungen mit welchem 
Innenwiderstand generiert. Und mit einem Filter aus R oder L und C wirkt 
eben ein Tiefpass erst.
Ob man das aber machen muss (... spürbare Verbesserungen ...), hängt 
natürlich von der Empfindlichkeit der eingesetzten Schaltung ab und von 
den vorhandenen Dreckschleudern.
Bei hochauflösenden AD-Wandlern, Sensorsignalen, Mikrofonvorverstärker 
etc. empfiehlt sich ein Nachdenken über solche Maßnahmen auf jeden Fall.

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