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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Wie gehts nach Erfolg weiter ?


Autor: Normalo (Gast)
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Hallo

wie geht es denn jetzt weiter? Wir (Großunternehmen 
Elektronikentwicklung) haben in der letzten Zeit ein sehr großes Projekt 
(ich bin der Projektverantwortliche) sehr erfolgreich abgewickelt.

Erwartet hatte ich schon, dass man das (und insbesondere auch mich) in 
der Chefetage auch so sieht. Jetzt höre ich aber aus zuverlässiger 
Quelle dass das als Glück und "nicht mein Verdienst" angesehen wird.

Ich glaubte schon dass ich mich mit diesem Projekterfolg (der 
nachweisbar ist - keine Einbildung meinerseits) für eine jetzt neu zu 
besetzende Stelle qualifiziert habe und habe das auch an entsprechender 
Stelle positioniert...

Man kann sich denken was jetzt kommt: Man sieht mich dort allerdings 
nicht. Ohne Fürsprecher wird das aber nichts ...

Was würdet Ihr tun? Den Erfolg "das Momentum" mitnehmen und die Firma 
wechseln ? Innerhalb der Firma (ist groß genug) in einen anderen Bereich 
wechseln ? Garnichts machen und so weiter werkeln wie bisher ?


Peter

Autor: Rudi Rüssel (Gast)
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nimms mir nicht übel, aber als projektverantwortlicher solltest du doch 
gelernt haben kommunikativ zu sein.
deswegen geh einfach auf deine vorgesetzten zu und sprich sie energisch 
mit den entsprechenden argumenten an.
falls sie darauf nicht anspringen sollten, dann hast du wohl in letzter 
zeit irgendeinen bock geschossen oder das abgewickelte projekt war wohl 
für sie doch nicht so wichtig(was du eben anders siehst).

Autor: bissig (Gast)
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Als Projekt"verantwortlicher" hast du an dem Großprojekt ja gar nichts 
gemacht... die ganzen Soldaten, ehh Entwickler haben den Erfolg 
eingefahren. Sehen sie wenigestens so mit hoher Wahrscheinlichkeit. 
Komischerweise wird keinem der Erfolg zugesprochen... Groschen gefallen?
Und was erwartest du eigenltich? Nen neuen Parkplatz? Das mag alles 
recht zynisch wirken, aber diese Ordnung in den ganz großen, tollen 
Unternehmen find ich seit Jahren befremdlich.

Autor: Axel (Gast)
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Ist mir auch schon passiert. Der Kunde war top zufieden und hat gleich 
eine ganze Reihe Folgeaufträge plaziert. Nachher stellte sich aber 
heraus, dass ein Intimus des Chefs im Projektteam war, der alle meine 
Handlungen schön negativ kommentiert an diesen weitergeleitet hatte.

Der hat dann das nächste Projekt mit dem Kunden abgewickelt und voll in 
die Grütze gefahren mit der Konsequenz, dass der Kunde auf immer 
abgesprungen ist.

Ich habe dann erst innerhalb der Firma gewechselt und bin dann gegangen.

Als ich gekündigt habe, hat er mir übrigends eine nicht unerhebliche 
Summe fürs Bleiben geboten. War dann aber zu spät, ich war mental durch 
mit dem Thema.

Letztlich muss man wohl feststellen, dass es sich nicht alleine 
auszahlt, ein Projekt gut zu bearbeiten, man sollte einen nicht 
unerheblichen Teil der Zeit für die kontinuierliche Präsentation beim 
Management reservieren. Und immer drauf achten, dass auf allen 
Dokumenten etc. die man erstellt, der eigene Name gross und prägnant zu 
erkennen ist.

Gruss
Axel

Autor: Jo (Gast)
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Merksatz: Tue gutes und sprich darüber.

Autor: Frank L. (hermastersvoice)
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und als Steigerung: Tue Gutes und sorg dafür dass man darüber spricht...

Autor: Stefan Helmert (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)
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Oder: Tue Schlechtes und sorge dafür, dass andere es gut finden ;)

Autor: OH (Gast)
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@Axel
Genau so mache ich das in der neuen Firma jetzt auch.
Sich präsentieren wo es nur geht, aber ohne Schleimerei.
Auf jedes Papierchen was ich verfasse und wenn es nur 3 Sätze sind, 
kommt der Name und das Datum drauf. Dann angewöhnen alles 
aufzuschreiben. Also nicht nur gute Dokumente zu erstellen, sondern auch 
mal eine Zusammenfassung von Besprechungen schreiben. Wer war dabei und 
hat was gesagt und was ist beschlossen worden. Viele wissen nämlich nach 
ein paar Tagen von nichts mehr. Was meinst du wie gut das kommt wenn ich 
mich irgendwo rechtfertigen muss und dann erkläre: Am 5.4.2007 hat Hr. 
xyz in der Besprechung mit Hr. abc dies und das festgelegt. Wenn man mit 
handfesten Belegen kommt, geben die meisten in der Diskussion auf.
Manche sind so frech und kopieren einfach meine geistigen Ergüsse aus 
meinen Emails (techn. Erklärungen) und verbreiten sie weiter, wobei das 
dann als deren Leistung angesehen wird. Dazu habe ich noch keine Lösung 
gefunden. Vielleicht nur noch pdf verschicken? Kann mich da mal jemand 
beraten?

Autor: Delete Me (skywalker)
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OH schrieb:
> Manche sind so frech und kopieren einfach meine geistigen Ergüsse aus
> meinen Emails (techn. Erklärungen) und verbreiten sie weiter, wobei das
> dann als deren Leistung angesehen wird. Dazu habe ich noch keine Lösung
> gefunden. Vielleicht nur noch pdf verschicken? Kann mich da mal jemand
> beraten?

PDF alleine reicht da nicht. Mit OpenOffice lassen sich beispielsweise 
unverschlüsselte PDF-Dateien bearbeiten. Zwar nur rudimentär, aber zum 
Entfernen oder Austauschen eines Namens reichts allemal.
Du müsstest also versuchen eine verschlüsselte PDF-Datei zu erstellen, 
am besten mit Passwort usw.
Ansonsten kannst du nur versuchen so wenig wie möglich per Mail zu 
schicken.

Autor: Axel (Gast)
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>Manche sind so frech und kopieren einfach meine geistigen Ergüsse aus
>meinen Emails (techn. Erklärungen) und verbreiten sie weiter, wobei das
>dann als deren Leistung angesehen wird.

Da kann man nur gleich die halbe Firma auf cc setzen.

Dann weiss auch jeder, was man getan hat.

Gruss
Axel

Autor: König Artus (Gast)
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Leute und Projektleiter, nu bleibt mal aufm Teppich!

Wo kommen wir von der Geschäftsleitung den hin, wenn nach gelungener 
Beendigung eines Projektes immer eine neue Beförderung stehen muß?

Ein Aufstieg auf der Karriereleiter setzt auch Kontinuität voraus, und 
zwar über Jahre.
Und wenn dann eine Sprosse auf der Leiter frei ist, wird vielleicht 
befördert.

Autor: Nörgler (Gast)
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> Als Projekt"verantwortlicher" hast du an dem Großprojekt ja gar
> nichts gemacht... die ganzen Soldaten, ehh Entwickler haben
> den Erfolg eingefahren.

Genau, oft genug sind es die Entwickler, die die unsinnigen 
Entscheidungen des Projektlieters korrigieren!

Autor: Offtopic-Labberer (Gast)
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Zum Breitschlagen der eigenen Leistungen habe ich ein eigenes Blog auf 
dem Firmen internen LAN, wo ich minutioes meine Taten beschreibe. Und 
natuerlich bei jeder Gelegenheit auf das Blog hinweise.

Autor: Falk Brunner (falk)
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@  Nörgler (Gast)

>Genau, oft genug sind es die Entwickler, die die unsinnigen
>Entscheidungen des Projektlieters korrigieren!

ausbaden müssen, wenn sie nicht die Kurve gekriegt haben . . .

Autor: EIn neuer Gast (Gast)
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> Genau, oft genug sind es die Entwickler, die die unsinnigen
> Entscheidungen des Projektlieters korrigieren!

Bei manchen Implementierungsdetails ist es sogar die unabgestimmte
Entscheidung, die überhaupt erst zu einem Nutzbaren Resultat führt ;)

Wenn der Ungehorsam gut geht, ist es Verdienst des Projektleiters,
ansonsten fliegt man weil man net Teamfähig ist ;)

Autor: Daniel Duesentrieb (daniel1976d)
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Ich versteh deine Aufregung auch nicht... Du hast "nur" deinen Job als 
Projektleiter gemacht... OK, du warst erfolgreich aber man hat dir 
diesen Auftrag gegeben weil man der Meinung war das du es schaffst...

Autor: MaWin (Gast)
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> wie geht es denn jetzt weiter?

Gar nicht ?

Du hast ein Projekt beendet. Schön. Dafür wurdest du bezahlt, die Schuld 
ist abgegolten.

Vielleicht bekommst du mal ein neues Projekt, vielleicht wird dieses 
erfolgreich sein, vielleicht wird dieses auch scheitern.

In der Zwischenzeit wird die Firma überlegen, welche Verwendung sie für 
dich hat, und du kannst überlegen, ob dir eine andere Firma besser 
gefällt.

So ist das Arbeitsleben.

Wenn du mehr Kontrolle willst, mach deine eigene Firma.

Autor: K. B. (Gast)
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Ich habe erfolgreich mein letztes Bastelprojekt abgeschlossen - wie geht 
es nun weiter? Ich möchte jetzt Oberbastler werden.

Autor: Fuzzy (Gast)
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Such dir nen schönen Staatsbetrieb.
Da kannst du nix tun, wirst aber genauso bezahlt.

Autor: jl (Gast)
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um gesehen zu werden muss man das project ersteinmal soweit schlecht 
machen dass es alle erfahren. Dann ist man der Retter aus der Not und 
wird beachtet.

projekt 100% linear gut abgearbeitet -> kein Gehör
projekt fast in den Sand fahren und status melden, dann gerade noch 
schaffen -> beachtung vom management da sie vom projekt notiz genommen 
haben.

nur so geht es. Und regelmässig projektstatus erstellen und verteilen.

Autor: Daniel Duesentrieb (daniel1976d)
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Das ist auch eine gute Idee von jl und funktioniert wirklich... Hatte 
sowas mal, Vorgaenger hat es an die Wand gefahren und ich musste es 
uebernehmen... Schlecht war nur das ich noch all die schlechten 
Nachrichten ueberbringen musste, aber danach ging es dann vorran...

Immerhin habe ich waehrenddessen die drei groessten Teilhaber der Firma 
kennengelernt ... :) immerhin hat sich der Aktienkurs der Firma nach 
Bekanntgabe das wir den Job bekommen verdoppelt...

Man kennt mich heute noch in dieser Firma... aber beruflich hat es mich 
nicht weitergebracht, OK hatte spaeter ein Bonus und Aktienoptionen...

Autor: fachfremder (Gast)
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nun , es muß ja nicht gleich eine Beförderung anstehen,
aber wenn ich mich so umschaue bzw was mir zugetragen
wird , läufts eher auf ein Ausnutzersystem hinaus:

- an die Wand gefahrenes Projekt gerettet- da wird gleich
  die Abteilung reduziert und vorallem die Macher wie
  auch immer kaltgestellt.

- "Management" realisiert nicht, das sie eigentlich überhaupt
  nichts zum Erfolg beigetragen haben , daß heißt gewisse
  Kennzahlen hätten sich auch dann verbessert, wenn absens....

- bzgl Daniel. Sicherlich ließe es sich nicht vermeiden ,daß
  Du denen vorgestellt wurdest - aber neben der heutzutage
  dadurch gegebenen Arbeitsplazusicherheit  biste halt das,
  was man als "Nützlicher Idiot" bezeichnen könnte.

Sicherlich hat MaWin recht im gewissen Sinne, aber wenn gute
Arbeit als "selbstverständlich" gesehen wird , so gut wie
keine positive Response/ Feedback mehr kommuniziert wird

ja es schon seit langem zu konstatieren ist, daß solche
Leistung garnicht gut ankommr bei den zB "Personalbüros"...

also man sich an Alter oder Suchsuchzeit etc "aufgeilt", anstatt
nach dem zu beurteilen, was wichtig ( für die Firma) ist...

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