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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Feldschwächbereich


Autor: Daniel D. (Gast)
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Hallo.

Ich habe hier ein Verständnisproblem und trotz Googlenutzung ist mir die 
Sache nicht wirklich klar:

Was versteht man unter Feldschwächbereich beim Gleichstromantrieb?

Grüße Daniel

Autor: Tobias (Gast)
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Das ist die Schwächung des Erregerfeldes bei einem Gleichstrommotor. 
Dadurch lässt sich z.B. die Drehzahl ändern.

Autor: ... (Gast)
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Das gilt fuer selbsterregte gleichstrommaschinen. Dabei kann man die 
Statorwicklung und die Rotorwicklung in Serie (Reihenschluss), oder 
Parallel(Nebenschluss) schalten, oder auch getrennt ansteuern. Bei 
maximalem Feld, dh maximaler Erregung ist die Drehzahl minimal, dafuer 
das Drehmoment maximal. Mun kann man das Feld schwaechen und kriegt bei 
gleicher Speisung der anderen Wicklung mehr Drehzahl.
Oder so etwa.

Autor: Bernd Hallinger (bhallinger) Benutzerseite
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Oder andersrum, wenn man die maximale Spannung erreicht hat und noch 
etwas Drehzahl braucht, dann veringert man das Statorfeld.
Dadurch steigt die Drehzahl, das Drehmoment wird aber niedriger. (Einen 
Tot muss man sterben)

Autor: der mechatroniker (Gast)
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Das gilt aber nicht für selbsterregte, sondern für fremderregte 
Gleichstrommaschinen.

Autor: Daniel D. (Gast)
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Danke euch schon mal. Aber noch eine Frage in dem Zusammenhang:

Was ist ein Reversiervorgang?

Autor: Dennis (Gast)
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Eigentlich wird dieser Begriff hauptsächlich bei der 
Reihenschlussmaschine (Stator- und Rotorwicklung in Reihe verschaltet) 
verwendet.

Erstmal zum Prinzip dieses Motors: Das Statorfeld (propotional zum Strom 
(Läuferstrom = Statorstrom)) induziert im Rotor eine "Polradspannung". 
Die Polradspannung ist proportional zum Strom und zur Drehzahl. Diese 
Polradspannung ist entgegen der Versorgungsspannung gerichtet und 
drosselt damit den fließenden Strom (Bei Blockierung des Motors ist die 
Polradspannung = 0 und der Strom maximal).

Kurzer Exkurs:
Bei konstantem Statorfeld ist die Polradspannung nur noch von der 
Drehzahl abhängig. Eine solche Maschine heißt Permanentmagnet- oder 
Nebenschlussmaschine. Bei Verringerung der Drehzahl durch Belastung 
würde die Polradspannung sinken und die Stromaufnahme ansteigen, dadurch 
steigt das erzeugte Drehmoment an. Die Drehzahl einer solchen Maschine 
ist relativ unabhängig von der Belastung

Weiter mit Reihenschlussmaschinen:
Wenn die Drehzahl dieses Motors (durch Belastung) fällt, verringert sich 
die Polradspannung. Der Strom steigt an, dadurch steigt auch die 
Statorfeldstärke und die Polradspannung steigt wieder. Der aufgenommene 
Strom wird also nicht wesentlich größer, dafür wird die Drehzahl nicht 
konstant gehalten.
Andersherum: wenn die Belastung geringer wird, steigt die Drehzahl und 
die Polradspannung steigt mit. Die Statorwicklung bekommt weniger 
Spannung, wodurch das Statorfeld geschwächt wird. Dadurch sinkt auch die 
Polradspannung wieder ab. Die Maschine stabilisiert sich danach jeweils 
in einem neuen Arbeitspunkt...
Wenn man keine Last an die Maschine anschließen würde, würde die 
Drehzahl immer größer werden, weil der Statorfluss immer geringer wird.
Diesen Bereich, mit hohen Drehzahlen, geringem Statorfluss und großer 
Polradspannung bezeichnet man als Feldschwächebereich. Wo genau die 
Grenze ist, das kann man glaube ich nicht allgemein sagen.

Gruß

Autor: Armin D. (waybeach95)
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Daniel D. schrieb:
> Hallo.
>
> Ich habe hier ein Verständnisproblem und trotz Googlenutzung ist mir die
> Sache nicht wirklich klar:
>
> Was versteht man unter Feldschwächbereich beim Gleichstromantrieb?
>
> Grüße Daniel

@Daniel (Gast) :
guckst Du hier :
http://skrausz.net/daxue/aktorik/elektr.antr/AKT_V3.pdf

Wunderbar erklaert auf Seite 2

Reversierbetreib :
Ich denke mal,
das lat. Partizip Perfekt von revertere ist reversus = umkehren . Also 
entweder wird die Drehrichtung umgekehrt, oder ich kenne reversieren von 
den Furnierslicern her, als das da der Motor einmal treibt und dann in 
der Zeit wenn der tonnenschwere Messerbalken zurueckkommt als Generator 
wirkt. Was frueher bei den Leonardsaetzen kein Problem war. Heute bei 
den Antrieben mit Stromrichtern dauert die parametrierung recht lange 
wenn man die Kraefte an der Maschine nicht kennt.

Ich lass mich da aber gerne weiter aufklaeren, hoffe aber ich konnte ein 
wenig weiterhelfen.

Gruss,
beachway95

Autor: Thomas S. (tsalzer)
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Bei Reihen- oder Nebenschlußbetrieb kann man NICHT unabhängig von der 
Ankerspannung das Feld verändern.

Feldschwächebetrieb geht NUR bei Fremderregung, wie oben schon jemand 
schrieb!


Bedeutet, daß bei konstanter Ankerspannung die Spannung an der separaten 
Feldwicklung verringert wird. Quellenspannung des Motors sinkt, und der 
Ankerstrom steigt an. Drehmoment steigt -> Drehzahl steigt.



guude
ts

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