Wie Metallthermometer in Natriumpersulfat gegen ätzen schützen

OP #1326822
Hallo

Ich bin dabei,  ein einfaches Ätzgerät zu bauen.
Geheizt wird mit einem 150W Stab.
Ich habe ein Glasthermometer versucht, um die 50 Grad anzuzeigen.
Das kann man aber sehr schlecht ablesen unter Wasser.

Nun habe ich mir für 4 Euro ein Digitalthermometer gekauft, das einen 
Temperatursensor an einer Schnur hat.
Leider ist dieser Sensor irgendwie in einem silbernen,chromfarbenen 
Metallgehäuse.

Ich befürchte, daß der weggeätzt wird, wenn ich den in die Säure lege.

Hat jemand eine Idee, wie ich den gegen Säure schützen kann, aber 
trotzdem die Temperaturmessung nicht behindere???

2-k Klarlack? Epoxy? Lack?  wären vorhanden.

Danke
Thomas
Gast
> Ich habe ein Glasthermometer versucht, um die 50 Grad anzuzeigen.
> Das kann man aber sehr schlecht ablesen unter Wasser.

Ist deine Küvette oben geschlossen? Mein Thermometer ziehe ich einfach 
bei Bedarf ein wenig über die Wasserlinie und schon kann man es ablesen. 
Man kann es aber auch im Persulfat ablesen mit einem gewissen 
"Paralaxenfehler". Da das Glasthemometer aber 0.2 Grad Einteilungen hat 
weiß man dennoch in etwa wie es um die Temperatur steht.

Übrigens, sowas wie Stabilit Express Epoxidharzkleber solltest du nicht 
nehmen, der ist zu spröde und bekommt nach einiger Zeit Risse in der 
heißen NaPS Lösung.
OP
Hallo

Nein, sie ist nicht geschlossen, aber wer will schon ständig in Säure 
greifen, um das Thermometer abzulesen?

Magnetisch ist es nicht, das habe ich getestet.

Ich werde es jetzt in dünnflüssiges 2k Epoxydharz eintauchen und 
abtropfen lassen. Das bleibt elastisch.

Gruß
Thomas
Moderator Persönliche Seite
Thomas W. schrieb:

> Nein, sie ist nicht geschlossen, aber wer will schon ständig in Säure
> greifen, um das Thermometer abzulesen?

Davon abgesehen, dass Na2S2O8 nur schwerlich als Säure tituliert
werden kann (auch wenn die Lösung ein pH < 7 hat), warum machst
du das Thermometer nicht an irgendeinen PVC-Haken, den du oben
ins Bad reinhängst?  Dann kannst du es zum Ablesen einfach kurz
rausziehen.

> Magnetisch ist es nicht, das habe ich getestet.

Probier doch einfach mal aus, wie es sich im Kontakt mit Ätzbad
verhält.  Wenn das Metall angegriffen wird, sieht man das (anders
als die berüchtigten Löcher in den Klamotten) sofort, weil sich
die Oberfläche verändert (zumindest beim Kontakt mit der heißen
Lösung).  Wenn sich da kein irgendwie matter Belag bildet, kannst
du davon ausgehen, dass das stabil ist.

Ich würde wohl eher Silikonkautschuk drüber machen.  Der ist auch
gut chemikalien- und wärmebeständig, bietet einen guten Wärmekontakt
und versprödet nicht so schnell.

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